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  4. Stempel

Kann der Ort identifiziert werden?

  • Michael D
  • 16. November 2009 um 19:39
  • Michael D
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    5. August
    • 16. November 2009 um 19:39
    • #1

    Hallo,

    ich habe hier auf einer Briefrückseite ein Stempelfragment, bei dem ich den Ort leider nicht identifizieren kann.
    Der Brief stammt vermutlich aus den 50iger Jahren des 19.Jahrhunderts und es ist wohl ein preussischer Stempel, vermutlich aus der Provinz Posen.

    Meiner Meinung nach ist der Ortsname 6-7 Buchstaben lang und endet mit ...RZ

    Kann da jemand einen Ort erkennen?

    Viele Grüße und vielen Dank im Voraus
    Michael

    Preußen und Transite

  • postschild
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    • 16. November 2009 um 21:17
    • #2

    zeig doch mal die Briefvorderseite

    Gruß

  • Germaniafan
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    • 16. November 2009 um 22:59
    • #3

    Wenns in Posen sein sollte, tippe ich auf " KAZMIERS "

    Schöne Grüße
    Guido

    Bilder

    • Kazmierz.jpg
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  • Michael D
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    • 17. November 2009 um 15:54
    • #4

    Hallo Postschild,

    den Brief kann ich im Moment leider nicht einscannen, aber beschreiben:
    Er kommt aus Polen - leider ohne Ortsangabe in Form eines Aufgabestempels o.ä. Ich hatte zuerst auf den rückseitigen Stempel gesetzt, aber dies ist ja vermutlich ein klassischer preussischer Rahmenstempel.
    Da es sich nur um eine Briefhülle handelt, liefert das Innere auch keine Orts-/Datumsangaben.
    Er war adressiert par Inowraclaw (entspricht Hohensalza in Posen, RB Bromberg) nach Szarlej. Diesen Namen gibt es mehrfach, gemeint war wohl ein Gut Szarlej, ca. 8 km von Inowraclaw entfernt, direkt an der damaligen preussisch-polnischen Grenze.

    Hallo Guido,

    nach Münzberg wurde in Kazmierz erst 1868 eine Post-Expedition eröffnet, dies würde dann nicht passen.

    Vielen Dank jedenfalls!
    Michael

    Preußen und Transite

  • Germaniafan
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    • 17. November 2009 um 21:16
    • #5

    Hallo Michael was Du da zeigst ist wiklich eine Fleißaufgabe. Was macht Dich so sicher daß der Stempel um 1850 im RB. Posen abgeschlagen wurde ?
    So viele Postorte gabs zu dieser Zeit nicht im RB. Posen, (zumindest in dieser Konslation, 6-7 Buchstaben die auch mit viel Phantasie rein vom optischen Eindruck möglich währen. Da kann schon ein verwischter Buchstabe auf dem von Dir gezeigten Stempel auf die abenteuerlichsten Abwege führen) vielleicht handelt es sich ja um einen Stempel aus einer ganz anderen Provinz ?
    Relativ sicher bin ich mir darin daß der 3. letzte Buchstabe ein E ist.
    Ich werd aber dran bleiben auch wenn ich noch eine Stunde investieren muß. :D:zZz:

    Schöne Grüße
    Guido

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  • Michael D
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    • 17. November 2009 um 21:27
    • #6

    Hallo Guido,

    ganz sicher bin ich mir nicht...

    Der Brief zeigt einen Franko-Vermerk von 1 (Sgr.). Nach meinem Kenntnisstand galt dies nur für Lokal-Korrespondenz - also von poln. Grenzpostamt zu preuss. Grenzpostamt. Wenn man das jetzt etwas weiter fast, sucht man in der Umgebung des RB Bromberg oder halt in der Provinz Posen.
    Vielleicht kommt es aber auch aus einem anderen preuss. Ort im poln. Grenzbereich außerhalb Posens.

    Ehrlich gesagt verstehe ich diesen Stempel auf der Rückseite nicht so ganz. Erwartet habe ich einen polnischen Aufgabestempel.

    Zur Zeit: Den o.g. Tarif gab es ab 1851. Auch die Rahmenstempel waren vorher selten anzutreffen.

    Ich meine auch, als drittletzten Buchstaben ein "E" zu erkennen, bin mir da aber nicht ganz sicher.

    Danke jedenfalls für deine Mühe!!

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • Online
    kartenhai
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    • 17. November 2009 um 22:04
    • #7

    Sehe die letzten 4 Buchstaben als CURZ oder GURZ an, der drittletzte Buchstabe muß ein Vokal sein, sonst paßt er nicht zu RZ, ein E kann ich aber nicht erkennen, ich tippe von den 5 Vokalen auf das U. Fehlen noch die 3 Buchstaben am Anfang, aber mir fälllt da auch kein Ort ein, der so endet.
    Vielleicht eine alte Orts-Schreibweise, die es nicht mehr gibt?

    Gruß kartenhai

  • Online
    kartenhai
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    • 17. November 2009 um 22:16
    • #8

    Wie wär`s mit Cichoburz?
    Liegt im Bezirk Lubelskie bei Hrubieszów, 50 km von Chelm entfernt.
    Dagegen spricht der erste Buchstabe, der mit einem geraden Strich beginnt, also kein C!

    Gruß kartenhai

  • Online
    kartenhai
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    • 17. November 2009 um 22:32
    • #9

    Noch ein Versuch: DAMMEREEZ in Mecklenburg-Vorpommern. Dann wäre der drittletzte Buchstabe doch ein E? Und statt 2 E nur eines in der alten Schreibweise? 2 MM in der Mitte könnten sein, vorne ein D?

    Gruß kartenhai

  • Rostigeschiene
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    • 17. November 2009 um 22:48
    • #10

    Der Stempel stammt aus Podgorz. ein paar Kilometer südöstlich von Bromberg.

    Schöne Grüße
    Werner

    Schöne Grüße aus Bochum

  • Germaniafan
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    • 17. November 2009 um 22:52
    • #11

    @ Kartenhai
    Wenn Du die letzten 2 Buchstaben in Relation zu dem Rest des Stempels nimmst dürfen m. M. nach nicht mehr als 6- 7 ( eher 6)Buchstaben raus kommen. Ich geh mal vom Anfangsbuchstaben mit einem geraden Anstrich aus. Also ein B, D, E, F, H, I, J, K, L, M, N,O, P, R,T,U, wenns denn wahr ist :D :D Das schöne sind ja die Serifs in der Stempelschrift, die können einen schon ganz schön aufs Glatteis führen wenn sie vielleicht nur als Fragment zu sehen sind.
    "KAZMIERZ" habe ich auch nur deshalb in Erwähgung gezogen weil ein "I" dabei ist, also wenig Platz einnimmt. Davon hab ich mich aber auch schon wieder verabschiedet. :D

    Schöne Grüße
    Guido

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  • Rostigeschiene
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    • 17. November 2009 um 22:55
    • #12

    Ich habe noch einen Kartenausschnitt.

    Werner

    Schöne Grüße aus Bochum

  • Germaniafan
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    • 17. November 2009 um 23:07
    • #13

    Lieber Werner, ein Stempel von Podgorz zum Vergleich währe natürlich schön. ;) Ich glaubs nicht bevor ich nicht vergleichen kann. :)
    Aber ich hau jetzt ab ins Bett ich muß morgen wieder früh raus. Mal sehn, vielleicht flüstert mir ja der Sandmann noch die Lösung ins Ohr. :D

    Gute Nacht für heute
    Guido

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  • Online
    kartenhai
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    • 18. November 2009 um 06:06
    • #14

    Podgorz ist auch nicht schlecht, aber der drittletzte Buchstabe hat zwei senkrechte Striche, für mich unmöglich ein rundes O!
    Ein Vergleichsstempel aus einer Stempeldatenbank wäre nicht schlecht zur Identifizierung.

    Gruß kartenhai

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    • 18. November 2009 um 06:13
    • #15

    Gib mal Podgurz in die Internet-Suche ein, da gibt es auch einige polnische Artikel darüber, scheint identisch mit der Stadt Podgorz zu sein, vielleicht eine alte Schreibweise dieser Stadt in Polen? Zum U würden auch die beiden senkrechten Striche des vorletzten Buchstabens passen.

    Gruß kartenhai

  • Rostigeschiene
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    • 18. November 2009 um 06:40
    • #16

    Hallo kartenhai

    Deine Theorie vom U im Stempel kann stimmen. Nur schau doch bitte mal auf das vermeintliche D, da ist die innere Linie der Rundung auch gerade und somit kann der dritte Buchstabe von hinten auch ein O sein.

    Leider ist in der stampX Datenbank nur ein KGS von Podgorz. Bis ein Vergleichsstempel vorliegt können wir nur Vermutungen anstellen.

    Werner

    Schöne Grüße aus Bochum

  • Online
    kartenhai
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    • 18. November 2009 um 08:38
    • #17

    @ Rostigeschiene:

    Der zweite Buchstabe ist noch rätselhaft. Wenn der erste ein P ist und der dritte ein D, dann hat der zweite unbekannte Buchstabe 3 Striche unten wie bei einem W. Auch bei dem vermeintlichen D hängt in der Mitte recht ein kleiner Pfeil, der vielleicht zum Buchstaben dazugehört und somit das D wiederum ausschließt. Kann natürlich auch alles mit einem teilweise verwischten Stempel zu tun haben.

    Es darf noch weiter gerätselt werden!

    Gruß kartenhai

  • Rostigeschiene
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    • 18. November 2009 um 11:06
    • #18

    Hallo kartenhai
    Ich habe da mal etwas gebastelt und muß feststellen das ich kein Talent zum Stempelfälscher habe.
    Ich hoffe aber man kann erkennen wie der Stempel evtl. ausgesehen haben könnte, wenn es der Stempel von Podgorz ist.
    Wer es besser kann soll sich dran versuchen.

    Werner

    Schöne Grüße aus Bochum

  • Online
    kartenhai
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    • 18. November 2009 um 13:52
    • #19

    @ Rostigeschiene:

    unten ein ähnlicher Kastenstempel von Beeskow von 1845 zum Vergleich:
    Hier ist das O schön rund und nicht eckig.

    Gruß kartenhai

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    • Beeskow.jpg
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    kartenhai
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    • 18. November 2009 um 16:23
    • #20

    Habe noch einen Vorschlag:

    Kolobrz als Abkürzung von Kolobrzeg, deutsch früher Kolberg oder Colberg in Westpommern. Diesen Namen gibt es auch bei Eingabe im Internet auf vielen Seiten.

    Gruß kartenhai

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