Anleger greifen wieder gerne zu konservativeren Anlageformen. Briefmarken feiern wie viele andere Sachwerte derzeit eine Renaissance.
Amouröse Anbandelungsversuche a la: "Willst du noch mit hochkommen, da könnte ich dir meine Briefmarkensammlung zeigen", sind zwar schon etwas in die Jahre gekommen, beim Thema Geldanlage haben Briefmarken aber nach wie vor Zukunft: Wie viele andere Sachwerte feiern sie derzeit eine Renaissance.
Dabei muss es ja nicht gleich eine "Blaue Mauritius" sein, die wohl bekannteste Briefmarke der Welt. Ein Exemplar des Postwertzeichens, das 1847 von der ehemaligen britischen Kolonie Mauritius in Auftrag gegeben wurde, kam Anfang Oktober in New York um 60.000 Euro unter den Hammer. 1993 erzielte der legendäre "Bordeaux-Brief", auf dem eine Blaue und eine Rote Mauritius kleben, den sagenhaften Preis von 3,3 Millionen Euro. Insgesamt wurden je 500 Stück der Mauritius 1 Penny (rot) und 2 Pence (blau) gedruckt. Die meisten Exemplare befinden sich allerdings nicht am freien Markt, sondern sind im Besitz von Postmuseen.