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Preussen - Russland

  • Michael D
  • 19. Oktober 2009 um 16:48
  • bayern klassisch
    Gast
    • 25. Januar 2010 um 20:15
    • #121

    Hallo,

    Zitat

    vs. links oben unter der Gewichtsangabe II eine schwache 3 (für 2 Loth fiel auf russischer/preussischer Seite das doppelte Briefporto an, während es in Frankreich das 3-fache Briefporto war) rs. 71 und 82 1/2 (?)

    sorry, habe die blaue 3 aus der schwachen 3 und der blauen 2 zusammengesetzt. :ups:

    Die innerfranzösischen Gewichtsgrenzen wären bei 11g im Bereich der 4. Gewichtsstufe gewesen (über 10 bis 15g).

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Michael D
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    • 25. Januar 2010 um 20:35
    • #122
    Zitat

    Original von bayern klassisch
    ...
    Die innerfranzösischen Gewichtsgrenzen wären bei 11g im Bereich der 4. Gewichtsstufe gewesen (über 10 bis 15g).
    ...

    Lieber bayern klassisch,

    Du hast natürlich Recht, es wäre die 4.Gewichtsstufe.
    Ich werde mal schauen, ob ich die Taxen zurechtgebastelt kriege ...


    Aber kann denn niemand was zu den Stempeln sagen ?

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

    Einmal editiert, zuletzt von Michael D (25. Januar 2010 um 20:40)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 25. Januar 2010 um 20:46
    • #123

    Lieber Michael,

    ist hier etwas dabei?


    Liebe Grüsse vom gestressten bayern klassisch

  • Michael D
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    • 25. Januar 2010 um 21:23
    • #124

    Lieber bayern klassisch,

    danke für den Link. Ich kannte die Seite schon, aber mein Firefox-Browser stellt die Grafiken nicht richtig dar. Mit dem (ungeliebten) Internet Explorer bin ich fündig geworden:
    Der T.5.E ist ein französischer Distributionsstempel, bekannt ab 1807
    Der P.S.P.S. ist ein französischer Port Payé-Stempel speziell für bezahlt bis Paris, angeblich 1810-1814 eingesetzt
    Für den 2.Stempel wäre 1823 dann ein sehr spätes Datum.

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • bayern klassisch
    Gast
    • 25. Januar 2010 um 21:31
    • #125

    Lieber Michael,

    auch eine bekannte Seite kann einem Sammler weiter helfen, wie man sieht.

    Das mit den Daten nach hinten (oder nach vorne) ist immer so eine Sache. Man kann 50 Jahre intensivst sammeln und Tausende von Briefen auswerten - und ein Neuling kommt daher mit 3 Briefen und zwei davon haben Stempeldaten, die man vorher nicht für möglich gehalten hätte.

    Aber vlt. meldest du das Briefchen mit den Stempeldaten dem Betreiber der Website? Nur so wird die Seite besser.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • 43zarist
    Gast
    • 25. Januar 2010 um 21:38
    • #126

    Lieber Michael,
    es war in Russland so geregelt, das jedes Loth praktisch eine Gewichtsstufe war. Die Briefmarken ab 1857 waren auch auf dieses Prinzip ausgelegt. Halbe Stufen gab es nicht.
    Zu dem Vermerk "Einliegend" oder Inliegend, wollte ich noch anmerken, daß damit Einlagen wie Aktienpapiere, Wertpapiere, Dokumente usw., gemeint sind. Nicht eingelegte Briefseiten, die normal beschrieben waren.
    Es war ja üblich in diesen Zeiten, daß man auch komplett verschlossene Briefe versucht hat beizulegen, um Porto zu sparen.

    gruß
    hans

  • Michael D
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    • 25. Januar 2010 um 21:52
    • #127

    Lieber Hans,

    Du meinst mit Vermerk "Einliegend" die rückseitige, oval eingekreiste Notierung in roter Tinte ?
    Wurde in Russland für Einlagen das Kürzel eines deutschsprachigen Begriffs verwendet ? ich weiß, dass im baltischen Raum das Deutsche weit verbreitet war, aber auch in Petersburg bei der Post ?
    Oder ist das nur eine zufällige Ähnlichkeit ?

    Viele Grüße
    Michael

    @bayern klassisch,
    ich werde den Brief an den Webseitenbetreiber melden.

    Preußen und Transite

    Einmal editiert, zuletzt von Michael D (25. Januar 2010 um 21:57)

  • 43zarist
    Gast
    • 25. Januar 2010 um 22:39
    • #128

    Hallo Michael,

    nach meinen Recherchen, waren bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts, deutsche Postmeister, auch deutsches Personal bei der russischen Post tätig. auf jeden Fall wurde das russische Postwesen, mit dem Aufbau seit Peter dem Grossen, sehr vom preussischen Postwesen beeinflußt. Ob die Amtssprache nur deutsch, oder zweisprachig war kann iman erahnen. Auf jeden Fall russisch, und vielleicht bis Anfang 1800 auch deutsch.
    Sicher war ein großer Einfluß vom Baltikum ausgehend, denn aus diesen Ländern kamen ja sehr einflußreiche Leute die in führenden Positionen des Staatsapparates tätig waren. Der Vermerk "Einliegend" ist in deutscher Sprache verwendet worden, ich habe kürzlich erst einen Beleg mit diesem Vermerk bekommen.

    die Verbundenheit zwischen beiden Ländern besteht schon seit langem, nur wird das meist verschwiegen.
    gruß
    hans

  • Michael D
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    • 26. Januar 2010 um 18:23
    • #129
    Zitat

    Original von 43zarist
    Lieber Michael,
    es war in Russland so geregelt, das jedes Loth praktisch eine Gewichtsstufe war. Die Briefmarken ab 1857 waren auch auf dieses Prinzip ausgelegt. Halbe Stufen gab es nicht.
    ...

    Hallo Hans,

    die innerrussischen Gewichtsstufen kenne ich nicht, aber für den hier vorliegenden Brief galt der preußisch-russische Postvertrag von 1821.
    In dessen Artikel XV sind die Gewichtsprogressionen für schwerere Briefe festgelegt.
    Für 1 bis 1 1/2 Loth schwere Briefe (mit unversiegelten Beilagen) war das anderthalbfache Porto zu zahlen.
    Für 1 1/2 bis 2 Loth schwere Briefe das zweifache Porto
    Für 2 bis 2 1/2 Loth schwere Briefe das zweieinhalbfache Porto
    usw.

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • Michael D
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    • 29. Januar 2010 um 19:39
    • #130

    Liebe Sammlerfreunde,

    hier ein interessanter Brief vom 20.Mai 1826 (jul.) aus Riga via Amsterdam nach London.

    Die Postroute vom Baltikum über Memel bestand schon Anfang des 17. Jahrhunderts und wurde von dem Rigaer Postmeister Jacob Becker betrieben. Jeden Freitag pünktlich um 9 Uhr vormittags ging die Post von Riga ab und benötigte z.B. nach Danzig 14 Tage und nach Amsterdam 35 Tage.

    So gesehen ist die Beförderungsdauer knappe 2 Jahrhunderte später mit 14 Tagen bis nach London schon deutlich schneller geworden.

    Der Brief lief Franco bis zur holländischen Küste, da England damals nur so freigemachte Briefe annahm.

    In Riga erhielt der Brief einen Aufgabestempel ohne Datum.
    Von Memel lief er quer durch Preußen und wurde dann in Arnheim an die holländische Post übergeben, rs. Ra2 Duitsch-Grensk: / te Arnhem (Stempel seit 1816 bekannt). In Holland wurde er nach Amsterdam befördert und dann an ein englisches Schiff übergeben, rs. Ship-Letter London 14.Juni 1826 (leider durch ein rüdes Brieföffnen beschädigt). In London wurde er dann am 15.Juni 1826 zugestellt, rs. K2 F / 15 Ju 15 / 1826

    Interessant ist der Vermerk vs. links unten mit ?? Einlagen
    Laut dem russisch-preußischen Postvertrag waren Briefe mit versiegelten Einlagen auch bei einfachem Gewicht teurer.
    An Taxierungen kann man rs. 64 -- 61 1/2 (Kop.) lesen.
    Vorderseitig stehen links unten fr 3 die vermutlich als Weiterfranko den Niederlanden zustanden.
    Die englische Taxierung identifiziere ich als 2 (Sh.).

    Eine Seite des Inhalts füge ich noch bei, da hier ein Marktbericht zu sehen ist. So frühe (von 1826) findet man nicht oft.

    Wie immer, freue ich mich über Kommentierungen / Korrekturen / Ergänzungen

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • Michael D
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    • 3. Februar 2010 um 19:33
    • #131

    Liebe Sammlerfreunde,

    hier ein Brief, der erst auf den 2.Blick verrät, dass er in diesen Thread gehört.
    Geschrieben am 25. September 1830 (jul. = 7. Oktober gregor.)in Libau wurde er am 13. Oktober in Königsberg der preußischen Post übergeben. Bis dahin wurde er privat befördert.

    Er sollte franco Hamburg ins holländische Schiedam laufen. Die Entfernung Königsberg - Hamburg beträgt ca. 93 Meilen, hierfür waren nach dem preuß. Regulativ vom Dezember 1824 für einen einfachen Brief (d.h. bis 3/4 Loth Gewicht) 12 Sgr. zu bezahlen.

    Die preußische Post hielt sich nicht an die Vorgabe des Absenders und leitete den Brief über Emmerich, wo der Grenzstempel FRANCO GRAENZE (v.d. Linden 1471)abgeschlagen wurde. Im gegenüberliegenden Arnheim wurde der Eingangstempel Duitsch-Grensk: te Arnhem rückseitig aufgesetzt (v.d. Linden 997, nur schwach zu erkennen) und der Brief mit 5 Cent für die Reststrecke taxiert.
    Laut dem niederländisch-preußischen Postvertrag von 1817 waren 4 Austauschstellen festgelegt worden, u.a. Emmerich / Arnheim. Hamburg war hier nicht vorgesehen. Möglicherweise hat sich der Absender erst nach Adressierung des Briefes für den Weg mit der preußischen Post entschieden und nicht für den Seeweg via Hamburg.

    Unklar ist für mich die vorderseitige Rötelnotierung von 9 1/2 (Sgr.). Hierfür kenne ich keinen zeitgerechten Tarif Königsberg-Hamburg bzw. Emmerich (Die Entfernung Königsberg-Emmerich wäre mit ~ 130 Meilen noch teurer gewesen.)

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • Michael D
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    • 7. Februar 2010 um 12:45
    • #132

    Liebe Sammlerfreunde,

    schon der Abschluß des ersten preußisch-russischen Postvertrags (1821) stand unter dem Konkurrenzdruck einer möglichen Alternativroute der russischen Post über Polen / Österreich / Sachsen und Bayern. Österreichische Gesandte hatten 1819 entsprechende Pläne in St. Petersburg vorgelegt. Dies veranlasste die preußische Seite, ebenfalls Gesandte nach Rußland zu entsenden, um die Leitung der russischen Post über preußisches Territorium sicherzustellen. Parallel wurden die Leitwege innerhalb Preußens z.B. durch Chausseebau verbessert und damit die Transportgeschwindigkeit erhöht. Die russische Regierung nutzte die vorteilhafte Position, dass es zwei Bewerber gab, und führte Verhandlungen mit beiden Parteien.
    Der coup de gras gelang der preußischen Post dann, als sie Briefe aus Wien schneller nach St. Petersburg beförderte als die konkurrierende österreichische Post. Dies überzeugte die russische Regierung und führte zum Vertragsabschgluß von 1821.

    10 Jahre später (1829) plante man in Rußland den Bau einer Chaussee Petersburg - Warschau. Damit entstand die Möglichkeit einer schnellen Leitung von Petersburg über Warschau nach Österreich. Russischerseits wurde der Postcours bereits von Polangen (nördlich von Memel) nach Mitau verlegt. (siehe u.a. Karte, diese stammt aus späterer Zeit)
    Auch wenn dieser Bau noch einige Jahre brauchen würde, reagierte die preußische Post. Der sowieso geplante Bau einer Chaussee Königsberg - Tilsit wurde forciert und Verhandlungen mit der russischen Regierung aufgenommen, diese Chaussee auf russischer Seite bis Tauroggen zu verlängern und den Postaustausch von Memel nach Tilsit zu verlegen.
    Mit dieser Verlegung nach Tauroggen-Tilsit wurde ab dem 1. November 1833 auch die erste Fahrpostverbindung zwischen Rußland und Preußen eingerichtet, zunächst noch mit einer Gewichtsbeschränkung auf 40 Pfund.

    Brief vom 27. März 1837 (jul., entspr. 8. April) aus Moskau, Stempel MOSCOU / 1837 Mar 27 (verwendet 1837-1844, Dobin Nr. 02.02 3.01), FRANCO gelaufen über Tilsit, L2 vom 16. April, ins belgische Tournay, rs. K2 TOURNAY 27.4.1837.
    Die Laufzeit betrug 19 Tage.

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • Bayern-Nils
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    • 12. Februar 2010 um 12:05
    • #133

    Hallo Freunde

    Als Pendant zu dem von Michael gezeigte Brief auf Seite 5 hier, zeige ich Heute ein Brief der von St.Petersburg der über Preussen, Bayern, Baden nach Schweiz gelaufen war. Das Jahr ist 1851.

    Erst die Taxen. Es ist ein Portobrief wo Russland für den Brief 3 1/4 Silbergroschen bekommen hat. Für Preussen ist es 6 Silbergroschen gerechnet. Baden hat somit für den Brief 33 Kreuzer bezahlt (9,25 x 3,5 = 32,38 zu 33 aufgerundet). Dazu legte Baden 12 Kreuzer. Dann wird 2 Zahlen übrig; die 21 und die 53. hier wage ich mich nicht auf eine endgültige Interpretation.
    Michael hat behauptet dass 53 Kreuzer gleich 22 Decimes war, hier ist es dann aber 21 Decimes. Dazu muss ich auch nennen dass es rückseitig die 3,25 für Russland nochmals zu finden ist + ein schwach schwarzer 15 (Silberkopeken?).

    Unten links ist es ein Vermerk "maison????" oder sowas. Kann es nicht deuten. Kennt jemand dieser Vermerk. Ich habe es schon auf einen anderen gesehen.

    Der OP Stempel ist bei Feuser als ein badischer Bahnpoststempel angeführt, also nicht wie die gewöhnlichen Stempeln aus Heidelberg, Karlsruhe und Tauberbischofheim. Der Stempel hat Feuser Nummer 401, seit 1850 benutzt. Rückseitig gibt es auch zwei Bahnpoststempeln - Berlin-Leipzig und Halle-Eisenach. Ist der Brief vielleicht anders gelaufen als ich behauptet habe?

    Lese gern viele Kommentare hierzu.

    Viele grüsse
    Nils

    NEH

  • Michael D
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    • 12. Februar 2010 um 20:51
    • #134

    Hallo Nils,

    ein schönes Pendant zu dem ersten schweizer Brief !

    Bei deinen Überlegungen zu den Taxen gebe ich zu Bedenken, dass laut Postvertrag von 1843 Preußen 9 Sgr. zustanden.
    Die 6 Sgr. kann ich allerdings auch nicht befriedigend erklären. Da dies aber jetzt der zweite Brief mit derartiger Taxe ist, glaube ich nicht an einen Fehler der Postbeamten, sondern irgend etwas verstehe ich noch nicht richtig.

    Rückseitig ist übrigens noch ein weiterer Stempel abgeschlagen.
    Knapp oberhalb des Petersburger Rahmenstempels kann man "Berlin" lesen. Ich kann nur nicht erkennen, ob es ein L2 oder ein Kursstempel ist.

    Der Leitweg kann tatsächlich auch über T&T-Gebiet gelaufen sein.
    Der badisch-preußische Vertrag nennt neben Hof auch Wellrichstadt für die Paketschlüsse.
    Bei Münzberg habe ich die Beschreibung eines Briefes aus Moskau nach Wohlen(Schweiz) aus dem Jahr 1851 mit folgendem Leitweg gefunden:
    Von Moskau nach Bromberg zur Ostbahn (war bei deinem Brief noch nicht freigegeben), dann in Berlin an die Bahnlinie Berlin-Leipzig, in Halle dann auf die Strecke Halle-Eisenach und von Eisenach mit der Taxis-Post nach Baden.

    Vielleicht findet sich ja noch ein Kenner, der uns weitere Aufschlüsse gibt ...
    Jedenfalls vielen Dank fürs Zeigen.

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • bayern klassisch
    Gast
    • 12. Februar 2010 um 22:05
    • #135

    Hallo ihr Zwei,

    ein prima Brief - Glückwunsch dazu. :) :P

    Michael hat schon Recht - die meisten Briefe liefen über Bayern, aber ab 1850 war die Eisenbahn in Ost - West - Richtung schneller für Briefe in die Westschweiz (in die Ostschweiz über Bayern und Hof - Lindau).

    Ich meine, dass Preußen und Baden ab 1846 (?) moderierte Taxen zuließen.

    Die rote 21 Kr. galten für die preußischen 6 Sgr.; mit Decimes hat es wohl nichts zu tun. Ansonsten habt ihr ja praktisch alles erklärt. :)

    Der Empfänger zahlte das Äquivalent von 53 Schweizer Kreuzern. Das waren ca. 59 Kr. rheinisch, so dass der Weg von Basel bis Genf 14 Kr. rheinisch gekostet haben dürfte, was ich als realistisch ansehe.

    Toller Brief, eine Augenweide.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Bayern-Nils
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    • 13. Februar 2010 um 09:17
    • #136

    Hallo Michael und bayern klassisch

    Michael, der von dir erwähnte Berlinstempel ist ein Zweizeiler "Berlin 8 4".

    Ich habe immer gedacht dass der OP Stempel an einen Laufweg durch Bayern gedeutet hatte. So ist also nicht der Fall. Aber der Taxisscher Weg ist sicher nicht der häufiger Strecke :)

    Es war mich auch neu dass Schweizer und Rheinische Kreuzer nicht gleich waren. Ich habe noch nicht so viel mit Schweiz gearbeitet.

    Danke ihr beiden für ihre ausführliche Antworte :) :) :)

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • Michael D
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    • 13. Februar 2010 um 11:49
    • #137
    Zitat

    Original von bayern klassisch
    ...
    Ich meine, dass Preußen und Baden ab 1846 (?) moderierte Taxen zuließen.
    ...

    Lieber bayern klassisch,

    Du hast nicht zufällig eine Quelle dazu ?
    Oder kannst die Moderation in Zahlen fassen ?

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • bayern klassisch
    Gast
    • 13. Februar 2010 um 13:06
    • #138

    Lieber Michael,

    hier ist ein Link vom DASV, bei dem die Datierung aber unsicher ist:


    Ab 1.1.1845 gab Preußen das Privilleg günstiger Inlandstaxen an Bayern weiter (et vice versa).

    Ich meine mich erinnern zu können, dass um diese Zeit herum auch Baden in diesen Genuß kam.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Michael D
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    • 13. Februar 2010 um 13:20
    • #139

    Lieber bayern klassisch,

    vielen Dank für den Link.
    Über diesen war ich schon mal gestolpert, hatte ihn dann aber nicht genutzt wegen der unsicheren Datierung und vor allem wegen der Handschrift ... :ups:

    In den Amtsblättern von 1844/45 ist leider nichts passendes zu finden.

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

    Einmal editiert, zuletzt von Michael D (13. Februar 2010 um 13:22)

  • Michael D
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    • 14. Februar 2010 um 14:59
    • #140

    Hallo,

    hier ein weiter Brief aus Russland in die Schweiz.
    Aufgegeben als Frankobrief am 16. Januar 1843 (jul., entspricht dem 28. Januar greg.) in St. Petersburg (rs. Rahmenstempel und Taxierung 61 1/2 Kop.), lief er über Tilsit nach Berlin (rs. schwacher K1 vom 13. Februar) und dann über Bayern und Baden in die Schweiz nach Schaffhausen, wo er am 18. Februar zugestellt wurde.

    Anscheinend handelt es sich um einen bis zum Zielort frankierten Brief.
    Die 2 spricht für einen Brief der 2. Gewichtsstufe.
    Die vorderseitige 12 könnte dem badischen Transitporto in Kreuzern entsprechen.
    Die 11 (Kreuzer oder Rappen ?) entsprechen dem schweizer Inlandsporto.

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

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