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Bayern - Griechenland

  • VorphilaBayern
  • 17. Oktober 2009 um 11:39
  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.547
    Geburtstag
    7. August 1955 (70)
    • 17. Oktober 2009 um 11:39
    • #1

    Liebe Sammlerfreunde,

    möchte folgenden Brief zeigen:

    Teilfrankobrief von Athen (Griechenland)
    nach Würzburg (Bayern) vom 31. März 1843,
    den der Sohn an seine Eltern schrieb.
    Der Brief ging im Transit durch Österreich.
    In Griechenland frankierte der Absender
    bis zur österreichischen Grenze (Stempel AII).
    Der Stempel "AT" (Austria Transit) steht
    für die Transitroute "über Wien nach
    Schärding" im Paketschluß nach München.
    Dort erhielt er den Auslagestempel von München.
    21 Kreuzer rhein. für Österreich wurden vermerkt.
    Dazu kamen noch 12 Kreuzer für Bayern.
    Beim Empfänger (Baron Joseph von Würzburg)
    in Würzburg wurden bei der Übergabe 33 Kreuzer
    Porto kassiert.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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  • Bayern-Nils
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    2.481
    Geschlecht
    Männlich
    Geburtstag
    29. April 1962 (64)
    • 17. Oktober 2009 um 11:44
    • #2

    Hallo VorphilaBayern

    Danke fürs Zeigen. Ein aussergewöhnlicher Brief, WOW
    :P :P :P :P

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.547
    Geburtstag
    7. August 1955 (70)
    • 17. Oktober 2009 um 12:50
    • #3

    Hallo Bayern-Nils,

    vielen Dank für Ihre Kommentierung.

    Möchte einen weiteren Brief zeigen:

    Desinfizierter Teilfrankobrief von Athen (Griechenland)
    nach Würzburg (Bayern) vom 15. April 1841,
    den der Sohn an seine Eltern schrieb.
    Der Brief ging im Transit durch Österreich.
    In Griechenland frankierte der Absender
    bis zur österreichischen Grenze (Stempel AII).
    Der Stempel "AT" (Austria Transit) steht
    für die Transitroute "über Wien nach
    Schärding" im Paketschluß nach München.
    Dort vergaß man den Auslagestempel
    abzuschlagen. Man holte dies dann in
    Augsburg nach. 24 Kreuzer rhein.
    für Österreich wurden vermerkt.
    Rechts stehen 20 Kreuzer C.M.,
    die in 24 Kr rhein. umgerechnet wurden.
    Dazu kamen noch 16 Kreuzer für Bayern.
    Beim Empfänger (Baron Joseph von Würzburg)
    in Würzburg wurden bei der Übergabe 40 Kreuzer
    Porto kassiert.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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    Einmal editiert, zuletzt von VorphilaBayern (17. Oktober 2009 um 12:53)

  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.547
    Geburtstag
    7. August 1955 (70)
    • 18. Oktober 2009 um 06:52
    • #4

    Liebe Sammlerfreunde,

    einen weiteren Brief möchte ich hier zeigen:


    Teilfrankobrief von Deggendorf (Bayern) nach Athen (Griechenland) über Triest (Österreich) vom 23. August 1840 mit Vermerk „franko an die österr. Grenze gegen Postschein“. Der Absender bezahlte bei der Briefaufgabe 34 Kreuzer bis zur österr. Grenze (18 Kr für Österreich und 16 Kr für Bayern) . Zu den griechischen Gebühren kann ich nichts sagen.
    Das waren meine drei Belege „Bayern-Griechenland“. Mehr habe ich leider nicht. Würde mich freuen, wenn weitere Briefe hier gezeigt
    werden.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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  • bayern klassisch
    Gast
    • 18. Oktober 2009 um 08:18
    • #5

    Lieber VorphilaBayern,

    sehe eben erst diesen wunderbaren Beitrag über BY - GR mit drei herrlichen Briefen, die jeder Sammlung gut zu Gesicht stehen. :)

    Wenn es erlaubt ist, würde ich sie gerne kommentieren, denn dergleichen Briefe sieht man nur alle Jubeljahre, wenn überhaupt.

    Der 1. Brief aus Athen nach Würzburg vom 31.3.1843 wurde vom Absender mit 1 Drachme und 20 Lepta (= 120 Lepta siegelseitig) bis zum Landungshafen Triest teilfrankiert. Hiervon wurden 90 Lepta als Seegebühr dem österreichischen Lloyd vergütet, die als 18 Kr. Conventionsmünze oben rechts notiert wurden ("18 Affranchie" = 18 Frankatur). Die restlichen 30 Lepta stellten die Inlandsgebühr für GR dar.

    Nach dem PV Bayerns mit Österreich vom 1.10.1842 kosteten einfache, bis 1/2 Loth schwere Briefe aus Griechenland ab Triest 12 Kr. CM bis zur bayer. Grenze bei Schärding, die 15 Kr. rheinisch entsprachen. Bayern ließ die 12 Kr. CM stehen, rechnete sie im Kopf um und addierte - jetzt kommt der Fehler - nur 6 Kr. Inlandsporto von der bayer. Grenze bis Würzburg hinzu, was viel zu wenig war.

    Korrekt wäre zu rechnen gewesen: 15 Kr. rh. plus 12 Kr. für Briefe über 30 Meilen = 27 Kr. für den Empfänger. So hat sich dieser gefreut über die schlechten Rechenkünste des Münchner Postlers.

    Der 2. Brief aus Athen nach Würzburg von 1841 zeigt uns den Vertrag Bayern mit Österreich vom 1.5.1819. In diesem wurde festgelegt, dass bis Triest frankierte Briefe aus GR von dort bis zur bayer. Grenze mit 20 Kr. CM zu taxieren waren.

    Der Absender in Athen zahlte einen nicht genannten Betrag - ich tippe auf 120 Lepta - bis Triest. 30 Lepta Inlandsgebühr und 90 Lepta für den Transit mit dem Lloyd, denn die 18 Kr. CM für den Lloyd sind wieder oben rechts in roter Tinte notiert.

    Die inlänischen Gebühren wurden ja perfekt geschildert, so dass auch diese Rosine geklärt wäre.

    Interessant ist noch, dass der Brief in Triest wegen der Choleraepidemie vom dortigen Contumazamt gerastelt und über kochenden Essig gehalten wurde. Dafür ist der Zustand des Briefes ganz hervorragend. :)

    Der 3. Brief aus Deggendorf nach Athen von 1840 war auch ein Teilfrankobrief, jedoch beharrte hier Österreich nicht auf den üblichen Grenzfrankozwang bis zur bayer. - österreichischen Grenze, sondern verlangte von den bayerischen Absendern die Franaktur bis zum Ausschiffungshafen Triest, so dass der Absender die genannten 34 Kr. bis dorthin zahlen durfte.

    Die siegelseitig notierten 10 Kr. rh. wurden versehentlich in Deggendorf notiert, denn sie bezogen sich auf Artikel 9 des o. a. Vertrages für Briefe der Zweiten Klasse, trafen jedoch nur für Transitbriefe durch Bayern zu.

    Der Lloyd setzte sein (hohes) Seeporto von 170 Lepta an, zu dem das einfache Inlandsporto von 30 Lepta addiert wurde, so dass der Empfänger noch 2 Drachmen (= 200 Lepta) zahlen durfte - ein teurer Spaß. Gesamtkosten des Briefes somit etwa 84 Kreuzer rheinisch.

    Der Absender wollte den Brief ursprünglich einschreiben lassen ("gegen Postschein"). Der Expeditor hatte auch schon einen Postschein zur Hand genommen und die Reko - Nummer 925 (oben links) vergeben. Es gab jedoch keine Vorschriften für die Rekommandation, außer derjenigen, wonach Bayern und Österreich je 4 Kr. hierfür zu erhalten gehabt hätten (Artikel 12). Das war dem Absender dann doch zu teuer und er ließ es dann so bewenden ("gegen Schein" hätte er noch streichen müssen, aber das hat man in der Hektik wohl vergessen).

    Danke fürs zeigen dieser tollen Briefe und liebe Grüsse von bayern klassisch, der nur einen solchen hat ... :(

  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.547
    Geburtstag
    7. August 1955 (70)
    • 18. Oktober 2009 um 08:29
    • #6

    Lieber bayern klassisch,

    herzlichen Dank für Ihre hervorragende Beschreibung
    aller drei Briefe zwischen Bayern und Griechenland.
    Zeigen Sie uns bitte Ihren Brief.

    Liebe Grüße,
    VorphilaBayern

  • bayern klassisch
    Gast
    • 18. Oktober 2009 um 09:04
    • #7

    Lieber VorphilaBayern,

    dann will ich mal mein krummes Ding an Lady Lyons zeigen:

    Aufgegeben wurde er in Athen am 27.8.1842, von wo aus er bis Nauplia lief. Für diese Strecke wurden 30 Lepta mit Rötel siegelseitig in Athen angesetzt. Ab Nauplia kamen für den Absender bis Triest 90 Lepta für den österreichischen Lloyd ("Col Vaporo Ausriaco" = Mit österreichischem Dampfschiff") in Ansatz. Diese beiden Gebühren wurden hinten mit 90 / 30 / 1 Drachme 20 Lepta in blau notiert (für unsere Augen heute kaum lesbar).

    In Triest wurden vertragsgemäß 20 Kr. CM angesetzt bis Schärding, die im Münchner Auslagenstempel korrekt in 24 Kr. rheinisch reduziert wurden. In Triest wurde er auch von Contumazamt mit 14 Rastellöchern versehen und über siedendem Essig in einem perforiertem Kessel geschwenkt, obwohl das, wie wir heute wissen, gegen Choleraerreger untauglich ist.

    Nun passierte der Fehler, denn München setzte am 8.9.1842 nur 6 Kr. für die Strecke ab der bayer. Grenze bis Würzburg an, so dass man zu der falschen Summe von 30 Kr. kam. In Würzburg war man schlauer als in München, so dass man die zu geringen 30 Kr. strich und duch die korrekten 40 Kr. ersetzte (Grenze - Würzburg = 16 Kr. über 42 - 48 Meilen bis 1/2 Loth).

    Die Zustellung war dort aber nicht zu bewirken, denn Lady Lyons war ins nahegelegene Schloß nach Bad Brückenau abgereist, so dass der noch nicht ausgelieferte Brief mit korrigierter Adresse in das von Würzburg aus etwa 8 Meilen entfernte Brückenau weitergeleitet wurde. Dadurch war die Berechnung der 16 Kr. für die Inlandsstecke von der Grenze bis Würzburg zu erhöhen, denn die Strecke Würzburg - Brückenau musste noch mit 4 Kr. hinzugerechnet werden (Schärding - Brückenau über 54 - 60 Meilen).

    Endlich durfte Lady Lyons den Brief ihres Gatten für 44 Kr. in Hände halten.

    Kosten für den Brief:

    Griechenland: 30 Lepta = 8 Kr. rheinisch,
    Österreichischer Lloyd: 90 Lepta = 22 Kr. rheinisch,
    Österreich: 24 Kr. rheinisch und
    Bayern 20 Kr. rheinisch. Total also 74 Kr. = 1 Gulden 14 Kr.. Und das bei einem Gewicht von 7g!

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

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  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.547
    Geburtstag
    7. August 1955 (70)
    • 18. Oktober 2009 um 09:15
    • #8

    Lieber bayern klassisch,

    herzlichen Dank für das Zeigen und Beschreiben
    dieses sehr seltenen Briefes von Griechenland
    nach Bayern.

    Liebe Grüße,
    VorphilaBayern

  • soaha
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    910
    Geschlecht
    Männlich
    • 18. Oktober 2009 um 22:45
    • #9

    hallo,

    dies wird woll einer von meinen lieblings Beiträgen. :D
    danke euche beiden fürs zeigen sollcher Preziosen.
    Wohl wahr was Bayern sagt,

    Zitat

    ... dergleichen Briefe sieht man nur alle Jubeljahre, wenn überhaupt.

    Bin gerade im schwärmen 8-)

    Liebe Grüße
    soaha

    Verstehen heißt verstehen wollen.

  • NEA
    neues Mitglied
    Beiträge
    2
    • 4. März 2011 um 21:15
    • #10

    Hallo Sammlerfreunde,

    als Neueinsteiger muss ich mich erst etwas orientieren. Nichts desto Trotz eine Anmerkung zur Antwort von bayern klassisch zum ersten Brief von VorphilaBayern. Die Erleuterung der griechischen Gebühren bis Athen ist perfekt. Jedoch sind die 12 Kr. CM nicht bis zur bay. Grenze sondern bis zum Empfänger. Soweit so gut. Leider übersah der Postler in Triest dass Würzburg im bay. Zusatzrayon lag und deshalb weitere 5 Kr.CM oder 6 Kr. rh fällig waren. Dies holte der Kollege in München nach und notierte deshalb 21 Kr. rh in die Auslage 12 Kr. CM = 15 Kr. rh + 6 Kr rh. für den Zusatzrayon =21 Kr.rh.
    Der Brief ist also richtig taxiert.

    Mit freundlichen Grüßen

    NEA

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