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Briefverkehr zwischen Altdeutschland und Grossbritannien

  • balf_de
  • 14. Juli 2009 um 18:08
  • bayern klassisch
    Gast
    • 23. September 2009 um 19:27
    • #141

    Hallo Magdeburger,

    die Huth - Korrespondenz ist die wohl größte der Welt. Für jeden Brief ein Euro und du hättest ein Haus mehr ... ;)

    Zu den Gewichten: Ohne die Postverträge kann man das nicht wissen.

    Preußen hat auch zu dieser Zeit Verträge abgeschlossen, in denen ein kölnisches Loth das einfache Gewicht war. Du darfst nicht von innerpreußischen Reglements auf internationale Postverträge schließen. Der Schuß geht fast immer nach hinten los.

    Mal war die Gewichtseinheit höher, dafür gab es eine teuere Progression, mal war es andersherum. Beim DASV sind ja viele Verträge mittlerweile im Internet veröffentlicht. Dieser Vertrag Preußen - NL von 1817 ist im Archiv Buschhaus für beiden Seiten einsehbar.

    Liebe Grüsse von bayern kassisch

  • asmodeus
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    • 15. Oktober 2009 um 20:20
    • #142

    Brief von GB nach Altona. Unterfrankierter Brief. Briefe nach Altona wurden mit 9 Pence veranschlagt.

    Dateien

    Brief1.jpg 60,74 kB – 363 Downloads Brief1-1.jpg 47,48 kB – 318 Downloads
  • Michael D
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    • 27. Januar 2010 um 20:06
    • #143

    Hallo,

    anbei ein Brief aus Highfield via Ostende und Köln nach Gießen (Hessen-Darmstadt) aus dem Jahr 1854.
    Der 3 1/2 Groschen - Verrechnungsstempel bezeichnet den englischen Portoanteil. Das Gesamtporto von 7 Sgr. wurde in 23 Kreuzer umgerechnet.

    Wer kann mir den 1 (Kr. ?) unterhalb der 23 Kr. erklären ?

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • Bayern-Nils
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    • 27. Januar 2010 um 20:18
    • #144

    Hallo Michael

    Ich denke dass der eine Kreuzer für den Bote ist.
    Taxis hatte bis in die 60iger immer noch Bestellgeld wenn die Briefe ausgetragen waren. Genau wenn es aufgeh¨rt hatte, erinnere ich jetzt nicht mehr.

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

    Einmal editiert, zuletzt von Bayern-Nils (27. Januar 2010 um 20:19)

  • Michael D
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    • 27. Januar 2010 um 20:25
    • #145

    Hallo Nils,

    an Bestellgeld / Botenlohn hatte ich auch gedacht.
    Verwirrend fand ich nur, dass dieser 1 Kr. anscheinend mit der gleichen Tinte wie die 23 Kr. notiert wurde. Diese Reduzierung fand in Preußen statt und ich kenne es nicht, dass preußische Beamte fremdes Bestellgeld mit notierten.

    Oder bin ich auf dem bewährten Holzweg ? :unsicher:

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • bayern klassisch
    Gast
    • 27. Januar 2010 um 20:40
    • #146

    Lieber Michael,

    Holzweg ist das Stichwort - nie konnte man für eine fremde Postanstalt die Botengebühr notieren (zumal sie in Taxis - Gebieten zwar der Bote kassierte, aber der musste sie an den Fürsten abführen - bis 1865).
    Hier hat es zwei fast identische blaue Tinten gehabt, daher deine berechtigten Gedanken. :)

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Bayern-Nils
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    • 27. Januar 2010 um 20:50
    • #147

    Hallo Michael

    Ich sehe auf den Scann nur zwei Ähnliche Tintenfarben, aber nicht ganz gleiche Farben.

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • Michael D
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    • 27. Januar 2010 um 20:59
    • #148

    Hallo ihr beiden,

    bin ja schon überzeugt.
    Ich findes es nur hinterlistig, über den 1 Kr. Botenlohn dann auch noch einen Strich zu setzen (wie bei den Gebührenbäumen) ...

    Danke und viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

    Einmal editiert, zuletzt von Michael D (27. Januar 2010 um 21:03)

  • Michael D
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    • 28. Januar 2010 um 17:20
    • #149

    Liebe Sammlerfreunde,

    als Ergänzung zu dem vorigen Brief folgt jetzt ein weiterer Portobrief aus London via Aachen und Frankfurt nach Homburg v. d. Höhe (Hessen-Homburg) vom 18. April 1867.

    Neben dem rückseitigen K2 Aus England per Aachen wurde vs. der Taxstempel 23 (Kreuzer) für die reduzierten 7 Sgr. aufgesetzt.
    Dieser Stempel wurde 1864 eingeführt, zu einer Zeit, als Porto- gegenüber Frankobriefen schon teurer waren (7 Sgr. zu 5 Sgr.).
    Daher war der Anteil an Portobriefen im englisch-preußischen Briefverkehr schon deutlich zurückgegangen.

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • bayern klassisch
    Gast
    • 28. Januar 2010 um 17:31
    • #150

    Lieber Michael,

    schönes Stück - Glückwunsch.

    Preußen waren diese Portobriefe teils Recht, denn so bekam man als Vereinsaufgabepost (Aachen) den Postvereinsanteil, der höher war als bei Frankobriefen.

    Der Ortsstempel von London scheint mir rechts einen Marken - Nummern - Killerstmempel zu zeigen, obwohl der Brief nicht frankiert war. Oder schlug man diese "Doppelstempel" auch auf Portobriefen regelmäßig ab?

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Michael D
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    5. August
    • 28. Januar 2010 um 18:06
    • #151
    Zitat

    Original von bayern klassisch
    ...
    Der Ortsstempel von London scheint mir rechts einen Marken - Nummern - Killerstmempel zu zeigen, obwohl der Brief nicht frankiert war. Oder schlug man diese "Doppelstempel" auch auf Portobriefen regelmäßig ab?
    ...


    Lieber bayern klassisch,

    ich halte diesen Stempelabdruck für eine Zufallsentwertung von einem daneben liegenden frankierten Brief. Auf anderen Portobriefen kenne ich es nicht.
    Die späte Einführung dieses Stempels ist ein Beispiel dafür, dass auch bei der preußischen Post nicht immer alles auf der Höhe der Zeit war. Taxstempel führte man zur Vereinfachung der Abläufe ein. Als dieser eingeführt wurde, war die Masse der 23 Kreuzer-Taxierungen schon von Hand geschrieben.

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

    Einmal editiert, zuletzt von Michael D (28. Januar 2010 um 18:15)

  • asmodeus
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    • 28. Januar 2010 um 18:17
    • #152

    Habe öfters solche Briefe mit den Duplex gesehen. Hier ein Brief aus meiner Sammlung.

    Dateien

    Ascherson.jpg 59,77 kB – 239 Downloads
  • bayern klassisch
    Gast
    • 28. Januar 2010 um 18:36
    • #153

    Das sieht für mich aber so aus, als hätte man bei Portobriefen nur den linken Teil des Duplex abgeschlagen, oder?

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Michael D
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    • 28. Januar 2010 um 20:40
    • #154

    Hallo,

    die 7 Sgr. Porto gibts auch in der Variante mit Taxstempel.

    Im Mai 1864 von London via Aachen nach Köln gelaufen. 7 Sgr. - Taxstempel Porto vs. und der bekannte Grenzeingangsstempel Aus England per Aachen rs. - hier allerdings in der Farbe Magenta.
    Dafür fehlt der Duplexstempel :O_O:

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • Michael D
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    • 30. Januar 2010 um 17:22
    • #155

    Hallo,

    hier ein kleiner Brief, der nach Schottland und nach Preußen gesandt wurde. Eigentlich ist er zu klein für all die abgeschlagenen Stempel.
    Von Meulan s. Seine in Frankreich ging es am 28. August 1852 los. Über London ging es nach Glasgow, wo er am 30. August ausgeliefert wurde.
    Der Empfänger war aber abgereist und der Brief wurde noch am gleichen Tag hinterher geschickt. Die alte Adresse und Taxierung wurde durchgestrichen und ein Aachener Hotel als neue Adresse hinzugefügt.
    Von Glasgow ging es wieder über London (Taxstempel 3 1/2 Groschen) nach Aachen (Aus England per Aachen 1 9), wo er noch am 1. September gegen Bezahlung von 7 Sgr. zugestellt wurde.

    Viele Grüße
    Michael

    Tippfehler korrigiert

    Preußen und Transite

    Einmal editiert, zuletzt von Michael D (30. Januar 2010 um 17:41)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 30. Januar 2010 um 17:38
    • #156

    Hallo Michael,

    toller Brief, vor allem wenn man bedenkt, dass jemand 10 pence für den abgereisten Herrn bezahlt hat, damit der Brief weiter spediert werden konnte.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Michael D
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    • 30. Januar 2010 um 17:48
    • #157

    Lieber bayern klassisch,

    es muß wohl wichtig gewesen sein ...
    Werde meine Briefbeschreibung um den Punkt mit den 10 p erweitern - danke.

    Es müsste sich um eine sehr frühe Verwenung des 3 1/2-Groschen-Stempels handeln. Dieser wurde meines Wissens mit dem Vertrag von 1852 eingeführt und der trat zum 1. August in Kraft. (England-Spezialisten mögen mich gerne berichtigen)

    Interessieren würden mich noch die beiden Glasgow-Stempel. Haben das A (oder Dreieck ??) bzw. C in der Spitze eine Bewandtnis oder sind dies nur Unterscheidungsbuchstaben der Stempel ?

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

    Einmal editiert, zuletzt von Michael D (30. Januar 2010 um 17:49)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 30. Januar 2010 um 17:56
    • #158

    Hallo Michael,

    ich kann dazu nur wenig beitragen. Wenn sich wegen des Stempels von Glasgow keiner melden sollte, der das weiß - und wir haben ja ein paar Briten hier - dann frag mich nochmals per PN, weil ich einen Kenner an der Hand habe, der das herausfinden wird.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • asmodeus
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    • 30. Januar 2010 um 18:17
    • #159

    In der Regel sind es Unterscheidungsbuchstaben- einige Alphabete geben Zeiten an oder den Schalter usw. Hier vermute ich verschiedene Postschalter. Brief am Schalter abgegeben und "entwertet". Dann weiter zum Abgangsschalter und Stempel drauf- rötlicher Stempel: Morgens. In der Regel: Rot= morgens; blau= Abends.
    Aber mal schauen, was es noch so gibt. Ich konzentriere mich mehr auf die Malteser und Nummerstempel (Duplex). In der Regel gibt es keine Aufschläge.

  • doktorstamp
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    30. September 1955 (70)
    • 30. Januar 2010 um 19:06
    • #160

    Der Adressat vermag den unten sein


    Zumal er in Heidelberg und Erlangen studierte.

    mfG

    Nigel

    Sammeln wie es einem Spaß macht

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