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blumige Umschreibung

  • Rainer
  • 21. März 2009 um 16:28
  • Rainer
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    17. April 1957 (69)
    • 21. März 2009 um 16:28
    • #1

    Beim Stöbern fand ich beim Philatelistenverein Fürstenfeldbruck einen Artikel von 2005, der immer noch aktuell ist:

    Übersetzungen
    Wer lesen und schreiben kann, ist im Vorteil. So heißt es zumindest. Wenn jedoch Juristen, Betrüger und Auktionatoren einen Text erstellt haben, dann muss man ihn erst einmal in eine normale deutsche Sprache übersetzen, um ihn lesen zu können.

    Nachfolgend eine kleine Auswahl von Formulierungen, zusammengetragen aus verschiedensten philatelistischem Material, mit den entsprechenden Übersetzungen.

    o.O., (Ohne Obligo) Fälschung, Käufer ist sich darüber im Klaren, dass er eine Fälschung kauft.

    geprüft Betrugsabsicht. Es fehlen Aussagen zur Person des Prüfers (BPP?) sowie zur Stellung des Prüfzeichens. Erinnert sei an einen Dr. Angel, er hat seinerzeit berühmte Deutsche mit Aufdruck „entwertet“ selbst hergestellt und bestens geprüft.

    geprüft Schlegel extreme Vorsicht, Fa. Schlegel ist ein Multi auf dem Prüfsektor, es existieren viele zumindest zweifelhafte Prüfzeichen aus dem Hause oder von Fälschern.

    Faux teils mikroskopisch kleiner Aufdruck auf Nachdrucken, oftmals aus Asien. Beliebt besonders an der Stelle, wo bei Originalen das Stecherzeichen sitzt. Absolut wertlos.

    800.--MM allein beste Berlin-Blocks Formaljuristisch korrekt, jedoch Betrug am Sammler, denn es ist nicht angegeben, welcher Michel-Katalog zugrunde gelegt wurde. Man könnte sonst leicht darauf kommen, dass es sich um den einmalig in 1992 erschienenen Vignettenkatalog handelt, und auch der Michelwert sich auf Vignettenblocks bezieht. Besonders beliebt bei Blüm, Goldhahn und Konsorten.

    Auktionszuschlag von... Beliebtes Spiel: Makulatur wie z.B. geschnittene 10Pf Tag der Marke 1975 wird für 1000 DM Ausruf in Auktionsfirma gegeben und vom Einlieferer auf 2000 hochgesteigert. Kosten für Einlieferer steuerlich absetzbare 600.--DM. Dafür kauft er sich ein vorzügliches Argument, seine eigentlich für 50.--DM nicht absetzbare Ware für 1000.--DM an den Sammler zu bringen.

    Variabler Inhalt: Was geliefert wird, hat nichts mit dem Inhalt der Anzeige zu tun.

    undurchsucht: Vielleicht nicht vom Händler oder Auktionator, aber garantiert x-mal vom Einlieferer/Vorbesitzer

    branchenüblich vom Umtausch ausgeschlossen Bei mir wirst Du genauso beschissen wie nebenan.

    Rückgabe gegen Gutschrift Wenn ich den Krempel nicht will, der mir zugeschickt wurde, bekomme ich nicht mein Geld zurück, sondern einen Gutschein für noch übleren Krempel.

    Dachboden-/Kellerfund Vor zehn Jahren wollte den Schrott niemand, jetzt versuchen wir es noch mal, einen Dummen zu finden

    unberührter Nachlass Finger weg von dem Mist, lässt sich auch nicht mit riesigem Nachlas verkaufen

    wie eingeliefert Ich bin doch nicht verantwortlich, wenn meine Einlieferer nur Schrott einliefern

    nach Angaben für den Auktionator nicht nachvollziehbar, wie der Einlieferer auf solch riesigen Michelwert kommt.

    erste Spalte ruhig weiterlesen, aber keineswegs bestellen, denn nun folgt eine blumige und weitschweifende Darstellung, warum die Marken nicht postfrisch sind. Einwandfreier Gummi, erforderlichenfalls verschönt, in absolut schalterfrischer Qualität, handkontrolliert, usw. usw., aber nie das Wort postfrisch oder die geschützten „**“

    Gruss an alle Freunde der Dauerserien und der Postgeschichte! :wow::zwinklach:

  • 22028
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    • 21. März 2009 um 16:34
    • #2

    Rainer,

    Spitzen Beitrag..., ich sags ja, "Rainer", der Name bürgt für Qualität ;)

    22028, im richtigen Leben auch "Rainer".

    Tibet, Nepal-Klassische Ausgaben, Irak-Eisenbahnmarken 1928-1942, Irak-Zwangszuschlagsmarken Hochwasser 1967, Overland Mail Baghdad-Haifa, SCADTA-Provisorische Einschreibmarken der Ausgabe 1921 & 1923, Kolumbien- Halbamtliche Ausgaben

  • mtcyrus
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    • 21. März 2009 um 16:47
    • #3
    Zitat

    Original von rainer


    geprüft Schlegel extreme Vorsicht, Fa. Schlegel ist ein Multi auf dem Prüfsektor, es existieren viele zumindest zweifelhafte Prüfzeichen aus dem Hause oder von Fälschern.

    sehr sehr unschön sowas zu lesen, von deutschlands angesehnsten Prüfer

    Suche momentan, dringend Belege von Berlin von Anfang bis Ende, egal was:
    Erstagsbriefe, Erstagsblätter, Mischfrankaturen, Einzelfrankaturen, Mehrfachfrankaturen, aber wenn möglich in sammelwürdiger Qualität.

    Einmal editiert, zuletzt von mtcyrus (21. März 2009 um 16:57)

  • Rainer
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    17. April 1957 (69)
    • 21. März 2009 um 17:04
    • #4
    Zitat

    Original von mtcyrus
    sehr sehr unschön sowas zu lesen, von deutschlands angesehnsten Prüfer

    Ja, über diese Aussage war ich, ehrlich gesagt, auch überrascht - andererseits hat Schlegel ja einen großen Bekanntheitsgrad und guten Ruf, und auch Prüfzeichen werden ja leider gefälscht! :(

    Gruss an alle Freunde der Dauerserien und der Postgeschichte! :wow::zwinklach:

  • mtcyrus
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    29. Juli 1980 (46)
    • 21. März 2009 um 17:42
    • #5

    ja und ich denke gerade sein Vater, hat für die Forschung der echtheit der deutschen Gebiete sehr viel getan, dass man diese Aussage für ich nicht so stehen lassen kann, bei dem rest gebe ich dir zu vielen Punkten recht bzw. dem Schreiber

    Suche momentan, dringend Belege von Berlin von Anfang bis Ende, egal was:
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