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Bayern 12 Kreuzer Nr. 12

  • Bayern-Nils
  • 15. März 2009 um 12:34
  • Bayern-Nils
    Stamm Mitglied
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    29. April 1962 (64)
    • 15. März 2009 um 12:34
    • #1

    Hallo Freunde

    Es ist wahrscheinlich höchste Zeit dass wir ein Thread für die schöne 12 Kreuzer Marke, die man erst 1. Oktober 1862 ins Licht brachte.

    Meiner Brief ist von Würzburg nach Cette in Frankreich 1866 gelaufen, und war mit der Marke ein einfacher Brief. So ist der vorderseitige rote PD Stempel ganz wie es sein sollte. Leitweg ist Würzburg -Forbach - Paris - Cette.

    Hoffentlich kommt hier eine Menge Briefe. Ich nehme an dass es viele schöne Briefe gibt. Ein habe ich schon bayern klassisch in dem Thread Bayern-Frankreich 1858 gesehen. Die Marke ist nicht nur für Briefe nach Frankreich benutzt, aber auch für Innenbayerische Briefe in 4. Gewichtsstufe.

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • Bayern-Kreuzer
    Gast
    • 15. März 2009 um 14:04
    • #2

    Hallo Nils,

    das Eröffnen eines 12-Kreuzer-grün-Threads finde ich gut.

    Vielen Dank für das Zeigen Deines schönen 12-Kreuzer-Briefes nach Frankreich. Insbesondere die Marke selbst gefällt mir vom Schnitt (Randstück) und vom auch Stempel her sehr gut.

    Ich schließe mich an und zeige einen innerbayerischen Brief mit der 12 Kreuzer grün. Er lief im Nov. 1864 von Babenhausen in Schwaben ins nahe gelegene Memmingen - Entfernung ca. 2,5 Meilen. Es handelt sich insofern um einen Brief der 4. Gewichtsstufe. Geprüft Schmitt.

    Viele Grüße
    bayern-kreuzer

    Dateien

    12 Brief gMR 29.jpg 561,22 kB – 459 Downloads
  • Bayern-Nils
    Stamm Mitglied
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    Geburtstag
    29. April 1962 (64)
    • 15. März 2009 um 14:09
    • #3

    Hallo Bayern-Kreuzer

    Danke fürs Zeigen. Superbrief :P :P :P :P :P

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 15. März 2009 um 16:48
    • #4

    Hallo Nils und Bayern-Kreuzer,

    danke für die Eröffnung des Threads auch von mir - Superbriefe habt ihr beide, ob sie nun Luxus für den einen sind, oder nicht. Ich kenne keinen Sammler, der die beiden nicht mit Kußhand nehmen würde. Und ich kenne viele Sammler ...

    Ehe ich mal schaue, ob ich etwas passables mit dieser Marke habe, wollte ich noch auf den Brief von Bayern-Kreuzer näher eingehen:

    Es war eine Parteisache, unüblicherweise oben links geschrieben, statt unten links, die in der 4. Gewichtsstufe frankiert worden war, aber keine Gewichtsangabe aufweist. Auch der übliche Vermerk "mit Beilage" oder "mit Anlagen" ist nicht zu entdecken.

    Da der Brief zweifelsfrei absolut authentisch ist, halte ich ihn für ein hervorragendes Beispiel dafür, dass auch sehr schwere Briefe nicht immer von außen ihr hohes Gewicht erkennen lassen. Allein dafür vielen Dank, denn Massenware sind Briefe der 4. Gewichtsstufe nicht gerade. :jaok:

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
    Beiträge
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    Geburtstag
    7. August 1955 (71)
    • 15. März 2009 um 17:15
    • #5

    Lieber Bayern-Nils und Bayern-Kreuzer,

    vielen Dank für das Zeigen dieser sehr schönen Belege.
    Möchte zwei Briefe aus meinen Heimatsammlungen zeigen:
    Brief von Kemnath nach Wunsiedel (Fernverkehr bis 12 Meilen =
    4. Gewichtsstufe) vom 7. November 1862 mit rückseitigem
    Postbotenvermerk.
    Brief von Eschenbach nach München (Fernverkehr über 12 Meilen =
    2. Gewichtsstufe) vom 26.3.1863.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

    Dateien

    A04.jpg 352,59 kB – 408 Downloads A05.jpg 341,05 kB – 383 Downloads A06.jpg 317,81 kB – 396 Downloads
  • bayern klassisch
    Gast
    • 15. März 2009 um 17:39
    • #6

    Lieber VorphilaBayern,

    wunderbare Briefe - als hätte ich es nicht geahnt ...

    Darf ich den 1. Brief siegelseitig transkribieren?

    Ins(inuiert) der K(öniglichen) Post am siebenten Nov(ember) 1862

    Strauß Gehilf

    Der Vermerk wurde bei der Übergabe vom Absender an die Aufgabepost angebracht.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
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    1.546
    Geburtstag
    7. August 1955 (71)
    • 15. März 2009 um 17:43
    • #7

    Liebe Sammlerfreunde,

    habe den folgenden Brief bereits an anderer Stelle gezeigt.
    Er paßt aber auch zu diesem Thread.

    Frankierter Brief mit 12 Kreuzer von München nach Altona (Herzogtum Holstein) vom 6.12.1865. Links unten wurden 4 Kreuzer Dänisches Weiterfranko (1 Sgr = 3,5 Kr, aufgerundet auf 4 Kreuzer) ab Hamburg vermerkt. Nach Beendigung des zweiten deutsch-dänischen Krieges wurde ein Postvertrag zwischen Preußen und Schleswig, Holstein und Lauenburg am 20. Juli 1865 vereinbart, der eine provisorische Portotaxe beinhaltete. Schleswig, Holstein und Lauenburg waren keine Mitglieder des deutsch-österreichischen Postvereins und in den Verkehr mit den süddeutschen Ländern wurde der tatsächliche Wert des Silbergroschens, nämlich 1 Sgr = 3,5 Kreuzer gerechnet. Im Verkehr der Postvereinsländer miteinander betrug dagegen die Umrechnung 1 Sgr = 3 Kr. Es wurden daher 12 Kreuzer für den einfachen Brief aus den Ländern der süddeutschen Kreuzer-Währung festgelegt. Quellen: Heft 142 Neue Schriftenreihe der Poststempelgilde e.V. - Ludwig Döring - Der Briefpostverkehr zwischen dem Deutsch-Österreichischen Postvereinsgebiet und den Elbherzogtümern Schleswig, Holstein und Lauenburg.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

    Dateien

    A07.jpg 291,97 kB – 372 Downloads A08.jpg 260,22 kB – 364 Downloads
  • bayern klassisch
    Gast
    • 15. März 2009 um 18:55
    • #8

    Hallo Sammlerfreunde,

    solche Schmankerl wie VorphilaBayern kann ich leider nicht zeigen, aber einen schönen aus Kaiserslautern vom 25.10.1865 nach Reims, der über Forbach bis 10g Gewicht lief, habe ich auch zu präsentieren.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Dateien

    00000000000000001.jpg 464,73 kB – 363 Downloads
  • sys1849
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    • 15. März 2009 um 19:24
    • #9

    Hallo und guten Abend,

    für die häufig vorkommenden 12 Kr. Auslandstarife war die Verwendung
    der Mi. Nr.12 natürlich prädestiniert:

    Ich zeige hier mal je eine 12 Kr. Frankatur in die Schweiz und in die Niederlande.

    1. Brief vom 28.Januar 1865 von Nürnberg nach Rorschach/Kanton St.Gallen
    in der Schweiz.
    9 Kr. bayerischer Francoanteil; 3 Kr. für die schweizer Posten(handschriftlich
    in rot auf der linken Seite).

    2. Brief der 1. Gewichtsstufe von Nürnberg über Preußen nach Amsterdam/Niedelande
    vom 3.September 1867.
    Taxe gemäß Postvertrag vom 01.01.1864; 8 Kr. für Bayern und 4 Kr.
    für die Niederlande (auch hier handschriftlich einmal im blau und einmal in Rot links vorne vermerkt).
    Der schwarze Franco Stempel ist in den Niederlanden verwendet worden.

    Grüße,
    Wilfried/Sys1849

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    BY12_1.jpg 109,21 kB – 376 Downloads BY12_2.jpg 108,29 kB – 391 Downloads
  • bayern klassisch
    Gast
    • 15. März 2009 um 20:02
    • #10

    Hallo sys1849,

    schöne Stücke, wie immer aus deiner Traumsammlung. :)

    Zu dem 1. Brief nach Rorschach hätte ich noch eine Bitte:

    Könntest du die Rückseite hier auch zeigen? Der Laufweg könnte über Baden, Württemberg oder Lindau gewesen sein. Eventuell kann man anhand vorhandener Stempel diesen eruieren.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • sys1849
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    • 15. März 2009 um 21:46
    • #11

    Hallo bayern klassisch,

    auf der Rückseite ist leider nur der Ankunftstempel von Rorschach;
    der wird wahrscheinlich nicht viel weiterhelfen.

    Grüße,
    Wilfired/Sys1849

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  • soaha
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    • 15. März 2009 um 22:24
    • #12

    Hallo,

    tolle Briefe zeigt ihr alle hier.
    sys1849 der K1 Bhf von Nürnberg gefällt mir gut.

    Grüße
    soaha

    Verstehen heißt verstehen wollen.

  • bayern klassisch
    Gast
    • 16. März 2009 um 06:55
    • #13

    Hallo sys1849,

    danke für den Scan der Rückseite - leider bleibt der Laufweg im Dunkeln.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • sys1849
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    • 16. März 2009 um 19:11
    • #14

    Hallo und guten Abend,

    soaha, danke für die Blumen, der Brief war aber auch nicht gerade billig !

    Als kleines Schmankerl zum Feierabend noch eine 12 Kr. Frankatur
    mit etwas ungewöhnlicher Destination:

    Brief vom 5. November 1867 von Augsburg über Innsbruck und Verona
    nach Messina auf Sizilien. Tarif gemäß dem Postvertrag Italien - Österreich
    vom 01.10.1867: 6 Kr. Vereinsporto; 6 Kr. für die italienische Post.

    Neben der besonderen Destination ist auch die relativ späte Verwendung
    der 12 Kr. Marke erwähnenswert, war doch der Nachfolger,
    die 12 Kr. Wappen in lila bereits fast ein Jahr gültig.

    Ich habe aber generell den Verdacht, daß von den höherwertigen Ziffern-
    marken (12/18Kr.) bei Ausgabe der Wappenmarken ab 1.1.1867
    noch einige Restbestände vorhanden gewesen sein müssen.

    Ich kenne kaum Briefe mit der Mi. Nr. 18 vor dem Herbst 1867
    und es gibt auch verhältnismäßig viele lose 12Kr. Ziffernmarken,
    die nach der Mühlradzeit mit Ortsstempeln entwertet wurden.

    Grüße,
    Wilfried/Sys1849

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  • bayern klassisch
    Gast
    • 16. März 2009 um 19:34
    • #15

    Hallo sys1849,

    schöner Brief von der berühmten von Stetten Augsburg - Korrespondenz. Wenn man bedenkt, dass die von Stetten ab dem 14. Jahrhundert anfangend noch alle Briefe, die an sie gerichtet waren, besitzen, ahnt man, was für ein Riesenarchiv da noch schlummert ... ?(

    Zu den Verwendungsdaten der Ausgabe von 1867, etwas off-topic, ich weiß ja ...

    Du hast da ganz Recht - vor Juni 1867 kenne ich keine Nr. 18.

    Bei der Nr. 19 ist es ähnlich.

    Vielleicht sollten wir mal einen Thread eröffnen, der die Frühdaten der Ausgabe von 1867 auflistet? Von der Nr. 14 und 15 gibt es ja Ersttagsverwendungen, aber beim Rest herrscht Stille, soweit ich es beurteilen kann. Siehst du es ähnlich?

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • sys1849
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    9. Januar 1962 (64)
    • 16. März 2009 um 21:59
    • #16

    Hallo bayern klassisch,

    was die Frühverwendungen der Mi. Nr. 14 und 15 angeht
    kann ich deine Beobachtungen absolut bestätigen;
    auch die spät einsetzende Verwendung der Mi. Nr. 19
    ist in den Auktionskatalogen (mangels eigenem Material :D)
    nachvollziehbar.

    Bei den "mittleren" 6 und 9 Kr. Werten der Wappenausgabe
    muß ich gestehen, daß ich sowohl zu wenig eigenes Material habe
    um eindeutige Aussagen treffen zu können, als auch bis jetzt
    noch keine Literaturstudien bezüglich der Verwendungsdaten
    durchgeführt habe.
    Ein interessantes Gebiet ist es aber auf jeden Fall.

    Viele Grüße,
    Wilfried/Sys1849

  • Bayern-Nils
    Stamm Mitglied
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    29. April 1962 (64)
    • 17. März 2009 um 06:36
    • #17

    Hallo Freunde

    In ein bald kommende Auktion gibt es ein Nr. 12 Brief mit Würzburg August 1868 Stempel.
    Das ist fast unglaublich spät von ein grösserer Stadt?

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 17. März 2009 um 07:16
    • #18

    Hallo,

    es gibt sogar eine Marke mit Zweikreisstempel vom Nov. 1869!

    Eventuell zeigt Peter Zollner bei seinem Vortrag auf der IBRA in Essen das ein oder andere Stück von späten Verwendungen der Ausgabe von 1862. Allein sein Vortrag lohnt eine Fahrt nach Essen, selbst von Bayern aus ... :jaok:

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Bayern-Kreuzer
    Gast
    • 17. März 2009 um 07:34
    • #19

    Hallo,

    da bei der Ausgabe 1862 die Entwertung der Marken bis zum 9.3.1869 mit dem Mühlradstempel vorgesehen war, sind Ortsstempelentwertungen - mit Ausnahme der Mi.Nr. 8 - vor diesem Zeitpunkt eher selten anzutreffen. (Von einigen Orten, z.B. Schongau und Schwabach finden wir auch ab und zu Ortsstempelentwertungen vor dem 9.3.1869.)

    Nach dem 9.3.1869 bis zum Ende der Gültigkeit der Ausgabe 1862 am 31.12.1869 kann es dann nur Ortsstempelentwertungen geben.

    Insofern handelt es sich bei meiner Marke, die am 25.Juli 1867 mit dem Zweikreisstempel Bamberg entwertet wurde, um eine Zufallsentwertung.

    Viele Grüße
    Bayern-Kreuzer

    Dateien

    12 OPA Bamberg.jpg 35,63 kB – 214 Downloads
  • bayern klassisch
    Gast
    • 17. März 2009 um 08:06
    • #20

    ICH LIEBE ZUFÄLLE!

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