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AD - Schweiz und retour

  • bayern klassisch
  • 5. Februar 2009 um 18:25
  • bayern klassisch
    Gast
    • 28. September 2010 um 18:54
    • #201

    Hallo kreuzer,

    nach meiner Erfahrung liegt die Quote unter einem Prozent.

    Trotzdem viel Glück!

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Bayern-Nils
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    • 28. September 2010 um 19:26
    • #202

    Hallo bk

    Diese Rätsel hätte ich nicht lösen können. Gut das es Kompetente B-S Sammlern hier gibt. :)

    Danke fürs Zeigen :)

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • balf_de
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    • 28. September 2010 um 19:35
    • #203
    Zitat

    Original von bayern klassisch
    Aber die Besonderheit ist noch nicht gefunden ...

    Lieber bayern klassisch !

    Schade, und ich dachte schon, wenn ein Brief sehr wahrscheinlich gleich über zwei Seen befördert wurde, das sei die gemeinte Besonderheit.

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass kreuzer Recht hat: 10 Rappen zu viel.

    Eine Möglichkeit sehe ich noch: wenn die Schweizer Route zum vermutlich nächstgelegenen Grenzpunkt Basel berechnet wurde, könnte Beckenried gerade noch im ersten Schweizer Rayon liegen. Der Beförderungsweg im Postvereinsgebiet ist auf jeden Fall zwischen 10 und 20 Meilen lang.

    Wenn man jetzt unterstellt, der Brief hätte rekommandiert werden sollen ...

    Ich habe eine kaum leserliche Kopie des Schweizer Vertrags mit dem Postverein gefunden, von der ich ein paar Zeilen kopiert habe. Der Text zur Einschreibegebühr ist kaum lesbar, ich habe ihn deshalb "transkribiert".

    Viele Grüße
    balf_de

    Einmal editiert, zuletzt von balf_de (28. September 2010 um 20:06)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 28. September 2010 um 20:02
    • #204

    Lieber balf_de,

    nach den Listen der Orte bis 10 Meilen lag Beckenried von allen deutschen Staaten zu weit entfernt.

    Die CH hatte Listen der Orte in Deutschland die bis 10 und bis 20 Meilen entfernt lagen - daher hätte man dort Augsburg finden müssen und nur mit 40 Rappen frankieren lassen. Aber so gefällt es mir besser. :)

    Eingeschriebene Briefe von der CH nach Bayern sind seltener, als umgekehrt.

    Einen Brief mit Rückschein aus den 50er Jahren habe ich noch nie gesehen, weder hin, noch her. Er in den 60er Jahren kam das hin und wieder vor, bleibt aber eine große Seltenheit.

    Auch einen Rückschein selbst mit 20 Rappen oder 6 Kr. habe ich nie gesehen - wenn solch ein Stück schön wäre und bei der richtigen Auktion angeboten werden würde, dürfte man tief ins Portomonnaie greifen ... :(

    Gibt es so etwas von Baden?

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Bernd HL
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    • 28. September 2010 um 21:25
    • #205

    Hallo bayern klassisch,

    gestattest Du mal eine kleine Verständnisfrage? Ich lese hier in den letzten Beiträgen von gesuchten überfrankierten Briefen bzw. "häufigen" unterfrankierten. Wieso seid Ihr da so scharf drauf? Was ich bislang von Beleg-Sammlern immer gehört habe, achten sie zuerst auf die Portorichtigkeit und wenn die nicht gegeben ist, bleibt schon mal ein Beleg liegen oder wird nur mit erheblichem Abschlag genomen. Gut, das waren nun nicht diese "alten" Sammelgebiete, aber es spielte halt eine grosse Rolle. Und hier habe ich nun den Eindruck, dass abweichende Frankaturen etwas besonderes sind. Kannst Du bitte mal einen Dummen wie mich aufklären?

    Zackige Sammlergrüsse aus Lübeck sendet Bernd HL ;)!

  • bayern klassisch
    Gast
    • 28. September 2010 um 21:54
    • #206

    Hallo Bernd HL,

    wenn du dumm wärst, hättest du mir nicht diese Frage gestellt. ;)

    Wir müssen unterscheiden zwischen Länder- und PO - Sammlern (PO = Postgeschichte).

    Ein Ländersammler wird immer einen portogerechten (eigentlich wäre besser zu formulieren "frankogerechten") Brief zu finden (EF, MeF usw.).

    Ein Postgeschichtler sammelt Belege zu einem Postvertrag. Hierzu gehört zu wissen, welche Vorschriften es für die Handelnden (Postbedienstete und Korrespondenten) gab, was man ihnen an die Hand gab, die Poststücke korrekt zu frankieren oder taxieren, welche Möglichkeiten des Versands es gab usw. usw..

    Für eine optimale PO - Sammlung wird also neben der Masse der portorichtigen Briefe auch versucht werden, unter- und überfrankierte Briefe zu zeigen, denn eine PO - Sammlung sollte immer die Vielfalt und den Facettenreichtum der Verträge selbst, wie auch die Realität = Praxis zeigen.

    Wenn Ländersammler einen überfrankierten Brief verschmähen, ist das in Ordnung. Wenn PO - Sammler ihn wissentlich liegen lassen, obwohl es kaum Beispiele davon gibt, sollten sie ihr sammlerisches Konzept überdenken.

    Unterfrankierte Briefe sind beliebter, weil sie i. d. R. als solche erkannt wurden und oft Taxen, besondere Stempel usw. aufweisen, also optisch attraktiver sind.

    Dies gilt aber nur für alte Sammelgebiete, deren Belegbestand ohne sammlerische Intension zustande kam.

    Kleiner Zusatz am Rande vom alten PO - Aussteller: Man kann auch Postverträge vergleichend darstellen - hinsichtlich der Porti oder Franki, der Laufwege, der Gebührenverteilung oder auch, wie ich es halte, hinsichtlich der Ausführbarkeit. Wenn man den Folgevertrag kennt, der 7 Kr. linear als Standard festlegte, wodurch es praktisch keine überfrankierten Briefe mehr gab, dann kann man einen solchen überfrankierten Brief zeigen und so aufzeigen, dass man nicht mehr die Rayons zweier Länder ausrechnen musste. Ein Unterfrankierter wäre aber auch geeignet, dem Betrachter die Situation zu erläutern.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Bernd HL
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    • 29. September 2010 um 06:45
    • #207

    Hallo bayern klassisch,

    vielen Dank für die Ausführungen! Da habe ich doch wieder etwas gelernt :jaok: Und es ist ja auch nachvollziehbar, dass in der damaligen Zeit noch nichts "gemacht" wurde, wie es heute üblich ist.

    Nochmals vielen Dank und Gruss aus einem sonnigen Lübeck

    Bernd

    Zackige Sammlergrüsse aus Lübeck sendet Bernd HL ;)!

  • balf_de
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    • 7. Oktober 2010 um 13:55
    • #208

    Hallo zusammen !

    Schon seit einigen Tagen freue ich mich darauf, endlich wieder etwas „produktives“ in diesem Thread zeigen zu können. Heute kam endlich der Postbote.

    Die Gefahr, hier auch so viele unüberlegte Fragezeichen zu setzen wie in meinem letzten Beitrag im Baden-Thread, besteht nicht. Hier ist alles klar und eindeutig: weder über- noch unterfrankiert, der erste Schweizer Rayon ist eindeutig, das Jahr 1864 erkennbar, die Marken sind in Ordnung.

    Posthistorisch also eigentlich „nichts Besonderes“. Wenn man aber in Betracht zieht, dass es so viele über 1 Loth schwere badische Briefe in die Schweiz wohl nicht gibt und aus philatelistischer Sicht die späte Verwendung der Nummer 14b mit der 21a als ausgesprochen seltene Mischfrankatur erkennt, dann wird verständlich, dass ich diesen für mich als Heidelberg-Sammler wichtigen Brief nicht „ohne Gegenwehr“ bekommen konnte (obwohl er ausgesprochen günstig ausgerufen war ...)

    Viele Grüße
    balf_de


    balf_de proudly presents :

  • bayern klassisch
    Gast
    • 7. Oktober 2010 um 14:48
    • #209

    Lieber balf_de,

    zu dieser Schönheit darf ich dir herzlich gratulieren - wunderschön, frisch und in dieser Kombination selten ... was will man mehr?

    Danke fürs Zeigen und liebe Grüsse von bayern klassisch

    Einmal editiert, zuletzt von bayern klassisch (7. Oktober 2010 um 14:48)

  • kreuzer
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    • 7. Oktober 2010 um 15:29
    • #210

    Hallo balf_de,

    ein sehr schöner Brief, der es auf jeden Fall Wert war, dass Du Dich gewehrt hast ;)

    Auch bei mir war heute der Postbote da und hat was gebracht, was ich heute Abend hier mal vorstellen werde, wenn ich von der Arbeit zu Hause bin.

    Viele Grüße

    kreuzer

  • kreuzer
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    • 7. Oktober 2010 um 17:37
    • #211

    Hallo zusammen,

    wie bereits angekündigt, gibts auch von mir noch was zu sehen und zwar einen schönen Ganzsachenumschlag, den ich aufgrund eines Hinweises von @bayern klassisch, dem ich hierfür nochmal herzlich danken möchte, günstig erwerben konnte.

    Es handelt sich um einen Schweizer 10 Rappen Ganzsachenumschlag, der am 1. Mai 1873 von St. Gallen nach Lindau gelaufen ist. Siegelseitig ist ein Einkreiser von Lindau als Ankunftsstempel zu sehen.
    Die 10 Rappen entsprachen 3 Kreuzern. Normalerweise wäre der Brief in den 1. Schweizer und 1. Bayerischen Rayon einzusortieren, so dass für jeden Staat 3 Kreuzer respektive 10 Rappen fällig geworden wären. Hier wurde allerdings PD gestempelt, also, dass das gesamte Franco mit den 10 Rappen bereits entrichtet war. Dies ist auch korrekt. Des Rätsels Lösung ist der RL-Stempel (der nicht immer abgeschlagen wurde, dann sind die Briefe durch Bestimmung von Entfernung und Franco zu erkennen). Es handelt sich um einen Brief aus dem Rayon Limitrophe, dem Grenzrayon (bis 7 Meilen). In diesem Bereich gelaufene Briefe kamen in den Genuss dieser besonderen Vergünstigung. Die 3 Kreuzer standen vollständig der Aufgabepost zu.

    Viele Grüße

    kreuzer

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    Einmal editiert, zuletzt von kreuzer (7. Oktober 2010 um 17:41)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 7. Oktober 2010 um 19:42
    • #212

    Hallo kreuzer,

    hätte ich nicht meinen schon vor 20 Jahren zum 5fachen Preis gekauft (per Auktion), dann hätte ich den hier mit Kußhand genommen.

    Dazu noch die perfekte Beschreibung - hier paßt alles. :P :)

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • kreuzer
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    • 7. Oktober 2010 um 19:55
    • #213

    Hallo bayern klassisch,

    dankeschön! Dann habe ich ja noch mal Glück gehabt, dass Du schon einen hast.

    Viele Grüße

    kreuzer

  • Bayern-Nils
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    • 7. Oktober 2010 um 20:10
    • #214

    Hallo balf_de und Bayern-Kreuzer

    Es macht spass wenn so schöne Briefe hier gezeigt wird :) :P :P

    Hätte gern die beiden gehabt.
    Danke fürs Zeigen

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • Gernesammler
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    • 8. Oktober 2010 um 09:46
    • #215

    hallo Sammlerfreunde

    habe eine GS-Karte bekommen mit Zusatzfrankatur 5 Rappen von Flühli ( Amt Entlebuch, Kanton Luzern ) nach Landshut in Bayern.

    Gruß der Gernesammler

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    suche immer Marken und Belege mit Berliner und Leipziger Stempeln

  • bayern klassisch
    Gast
    • 9. Oktober 2010 um 17:23
    • #216

    Hallo,

    nach einer schönen Correspondenzkarte ein Grenzbereichsbrief, wie ihn kreuzer gezeigt hat, nur in umgekehrter Richtung. Lindau - St. Gallen waren weniger als 7 Meilen, von daher war das korrekt. Bayern hatte weder P.D. noch R.L. Stempel im Einsatz - sehr sparsam, damals ... ;)

    Auch hier verblieben die 3 Kr. allein bei der Aufgabepost.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

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  • mikrokern
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    • 9. Oktober 2010 um 17:39
    • #217

    Hallo bayern klassisch,

    ah, Du hast den erworben, hatte ihn auch gesehen.
    Die Kinkelin-Nahbereichs-Korrespondenz, von Lindau nach Romanshorn, ist auch heute noch recht ergiebig für den "Markt".
    Zeige hier einen ähnlichen Brief, noch aus der MR-Zeit, vom 3. Sep. 1867.

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    Gruss

    µkern

  • bayern klassisch
    Gast
    • 9. Oktober 2010 um 17:56
    • #218

    Hallo mikrokern,

    auch nicht übel - deiner bis 5 Meilen, meiner bis 7 Meilen ... hat auch nicht jeder. :P

    Der Preis war geschenkt. :jaok:

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • mikrokern
    erfahrenes Mitglied
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    13. Juli 1962 (63)
    • 9. Oktober 2010 um 18:02
    • #219
    Zitat

    Original von bayern klassisch
    ...
    Der Preis war geschenkt. :jaok:

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Ich weiss, habs gesehen... ;)
    Wer Ahnung hat, kauft (manchmal) billig ;)

    Gruss

    µkern

  • Gernesammler
    erfahrenes Mitglied
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    Geburtstag
    5. Dezember 1963 (62)
    • 10. Oktober 2010 um 17:19
    • #220

    hallo Sammlerfreunde

    eine GS-Karte von 1878 mit Zusatzfrankatur 5 Rappen von St.Gallen nach Radolfzell, 1806 fiel die Stadt an Württemberg und kam 1810 im Tausch an das Großherzogtum Baden.

    Gruß der Gernesammler

    Bilder

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