Aber wunderbare Belege!!!
Schnörkelbriefe, Fürstenbriefe, 17. Jhdt.
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Hallo
mtcyrus (danke für Deine Nachricht, ich hole das jetzt auf )

bayern klassisch (danke für Deine Mühen)
Bayern-Nils (auch Dir vielen Dank)erstmal zu mir:
Also ich sammle seit einem Jahr Altbriefe - aber eben eher wirklich Altbriefe, schön verschnörkelt und am besten schön alt. Verkaufe aber ab und an und bin auch gerne an Tausch interessiert. Ich habe aber kein spezielles Themengebiet - bei meiner Sammlung achte ich eher auf das Aussehen als auf einen bestimmten Inhalt oder eine bestimmte Herkunft.
Mich fasziniert vor allem das hohe Alter - man kann die Geschichte dahinter fast erschnuppern...

Leider noch, ich würde aber eben gerne die Inhalte lesen können - ich werde wohl versuchen langsam Grundkenntnisse zu erlernen.
Für ein von bayern klassisch empfohlenes Studium hätte ich keine Zeit – aber vielen Dank für den Ratschlag



Die Herkunft meiner Briefe und Belege kommt aus einer Erbschaft und aus zugekauften Alben von einem Auktionshaus aus dem Nahen Umland Potsdam (bleibt aber mein Geheimnis, da ich einmal pro Monat dort Briefmarken kaufe – und (fast) niemand kennt das…. – nicht böse sein, jeder hat so seine Geheimnisse
Ich stelle jetzt noch einen Brief ein bin schon auf Eure Reaktionen gespannt!
Viele Grüße an alle und danke
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hier noch ein Brief aus meiner Sammlung auf den ich etwas stolz bin...
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und noch einer meiner Lieblinsgbelege
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Zu den Schriftarten (Ganz) Altdeutschland sind schon einige Beiträge im Forum erfaßt worden. Ferner bei Wiki.de ist auch jedemenge zu lernen.
Sprachmässig sind im Forum durch die Mitglieder praktisch alle Europäische Sprachen vertreten. Sofern ich feststellen kann hapert es bei den Slavischen Sprachen.
Lateinkenner gibts mehrere hier.
mfG
Nigel
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Zitat
Original von doktorstamp
Sofern ich feststellen kann hapert es bei den Slavischen Sprachen.Ich glaube aber, das wir auch da das (zumindest bis jetzt und im Notfall mit Hilfe von aussen) bis jetzt immer hin bekommen haben...
In zwei anderen Foren in denen ich aktiv bin ist die slavische Sprachgruppe sehr gut besetzt und im Notfall frage ich halt dort um Hilfe.Grade noch so Europa:
Ein wirkliches Problem ist osmanisches Türkisch (welches in arabisch geschrieben ist). Das taucht immer wieder auf und bereitet wirklich Probleme. -
ich versuche ständig zu lernen - aber die die unterschiedlichen Schriften sind für mich noch kaum zu entziffern.
ich hoffe das wird noch - aber es ist schade da ich wirklich sehr viele Altbriefe besitze aber noch kaum einen Inhalt kenne - teilweise kenne ich nicht mal die Absender und/ oder die Empfänger

und das finde ich so schaden da ich stundelang in diesen alten Briefen versinken könnte...

was sagt ihr zu den 2 neu geposteten briefen (von gestern Abend)?
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Der erste Brief ist ohne Zweifel aus dem Jahre 1653
Der zweite ist allerdings keineswegs 1530, sondern um 1752.
Diese Schriftform als Kurrent oder Laufschrift bekannt findet Verwendung ab 1700, geläufig wird sie bis 1910.
Ab 1911 wird Süterlin, auch Sütterlin geschrieben in das Preussische Schulwesen eingeführt, es dauerte bis zirka 1920 eher es ganz verbreitet war. 1941 werden diese beiden Schriftarten abgeschafft und die moderne Lateinschrift eingeführt. Die Verwendung dieser Schrift war nach dem Kriege von den Alliierten bekräftigt, und sogar Pflicht.
Vor 1700 war die sogenannte Kanzleischrift am häufigsten verwendet, Die ist auch in Englisch als Chancellery Script bekannt. Zugleich werden aber viele andere Schiftarten verwendet.
Gibt doch Süterlin in die Forumsuchfunktion ein und du wirst Links finden.
mfG
Nigel
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Hallo marroseu,
bei dem 1. Brief gebe ich Nigel (doktorstamp) Recht, da 1653 eindeutig notiert wurde.
Beim 2. Brief sehe ich das ganz anders als er. Das Jahr 1530 kann ich zwar nirgendwo entdecken (Scan taugt nicht viel), aber vom Duktus der Schrift käme es für den süddeutschen Raum hin. 17?? ist sicher falsch.
Der Absender war wohl Conrad Bischof zu Würzburg und Herzog zu Frannkhenn, also Franken. Bitte mal selber googlen, ob 1530 da herein paßt. Ich halte es in jedem Fall für einen Brief des 16. Jahrhunderts, da die Orthographie eindeutig auf die Zeit um oder vor 1600 schließen läßt.
Beste Grüsse von bayern klassisch
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Hallo,
dieser "Conrad" hier würde in Betracht kommen für den 2.Brief:
Konrad II. von Thüngen (1466–1540), Fürstbischof von Würzburg und Herzog zu Franken.grüße,
Charly -
Hallo marroseu
Ich habe mein Brief von dem Jahr 1579 hier gescannt. Ich weiss nicht ob du davon kluger wirst, aber es ist auf jeden Fall etwas vergleichbares.
Viele Grüsse
Nils -
Hallo
doktorstamp, bayern klassisch
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Ich habe jetzt mal gegoogelt und ich finde nur
Konrad I. (Bischof von Hildesheim und Würzburg) gestorben wohl 1202, einen anderen K(C)onrad finde ich nicht der Bischof in Würzburg war - auch wenn ich versuche einen Herzog zu Frannkhenn namens Conrad zu finden sieht es schlecht aus - alles was eventuelle mit Conrad stimmen könnte ist viel früher gewesen...
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oh ein sehr schöner Brief.... danke für die Information - die Ähnlichkeit der Schrift ist verblüffendaber klar
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sorry habe deine Antwort übersehen - in der Tat der könnte es sein - diesen habe ich nicht gefunden...
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meinst Du diesen http://de.wikipedia.org/wiki/Georg_II._(Hessen-Darmstadt)
? der ist nämlich schon ein jahr vor Datierung des 1. Briefes gestorben! bzw. viele Jahre vor Unterschrift des 2. Briefes
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ich hatte den Brief schon mal gepostet und wollte wissen ob er von 1653 ist - kam ja ein klares ja
aber kann mir vielleicht noch jemand sagen
von wem er geschrieben wurde und für wen er bestimmt war
und vielleicht das Thema
DANKE
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Hallo marroseu,
weil meine Zeit leider nicht unbegrenzt ist, hier mal die Adresse:
"Denen Ehrenvesten, Achtbaren, wohlgelarten, vnd wohlweisen Herren Bürgermeistern vnd Rath der Stadt Döbelln, vnsern insonders vielgünstigen Herren, vnd geehrten lieben Freunden"
Gruß von bayern klassisch
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danke sehr nett von Dir - das hilft mir schon
nur so schnell wäre gar nicht nötig gewesen

aber DANKE bayern klassisch
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Wenn ich das richtig entziffere, hat der Rat zu Colbitz (heute Sachsen-Anhalt, nördlich von Magdeburg) diesen Brief geschrieben.
Gruss Totalo-Flauti
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Colbitz wurde 1197 erstmals urkundlich erwähnt,
Der slawische Ortsname (zu deutsch "Ort in den Wiesen") weist auf eine Ansiedlung bereits um 750 - 800 hin. Erstmalig erwähnt wurde Colbitz im Jahre 1197, als Ludolf von Colbitz als Zeuge beim Landgericht zu Ebendorf auftritt. Die Landeshoheit wechselte im 14. Jahrhundert von Alten Mark auf das Erzbistum Magdeburg. Territorial gehörte das Gebiet zur Grafschaft Billingshoch. Diese war ein Teil der Nordmark, in der seit 1134 Albrecht der Bär aus dem Hause Askanien Markgraf war. Er betrieb von dort aus die Ostkolonisation und machte damit die Nordmark zum Ausgangspunkt der Mark Brandenburg. Daher bürgerte sich ab dem 14. Jahrhundert der Name Altmark für dieses Gebiet ein. Als aber 1320 die askanischen Markgrafen ausstarben und die Altmark durch Heirat der Witwe des letzten Markgrafen an Herzog Otto von Braunschweig kam und darauf allerhand Streitereien folgten, wurde diese Teile 1336 endgültig vom Erzbistum erworben. Aus dieser Zeit stammen weitere urkundliche Nachrichten über Colbitz.
war der Rat daher sowas wie ein Stadtrat?
hat jemand eine ungefähre Ahnung um was es in dem Brief geht?...
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