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Bayern Nr. 16

  • bayern klassisch
  • 17. Dezember 2008 um 19:00
  • bayern klassisch
    Gast
    • 17. Dezember 2008 um 19:00
    • #1

    Die Nr. 16 Bayerns ist sicher keine Rarität wie die Nr. 26, sie ist keine Schönheit wie die Nr. 2, sie hat nicht die Aura der Nr. 1 oder die zahlreichen Farbnuancen der Nr. 4.

    Aber sie ist eine Marke, die man nicht verachten sollte, denn auf Anhieb wird man nicht viele schöne 16er finden, schon gar nicht auf Brief.

    Als man sie offiziell am 1.1.1867 auflegte, hatte die Nominale von 6 Kr. nur noch geringe Bedeutung. Im Inland kosteten Briefe über 1 Loth bis 15 Loth genau 6 Kr., so dass sie im Inlandsverkehr mit großem Abstand am häufigsten zu finden ist.

    Die nächste Verwendung war auf Briefen in den Postverein bis 1 Loth über 10 bis 20 Meilen, oder über 1 bis 2 Loth unter 10 Meilen.

    Als Einzelfrankatur ins Ausland kann sie nur als Drucksache, oder aus Bayern in die Schweiz vorkommen (bis 10 Meilen innerhalb Bayerns und bis 10 Meilen innerhalb der Schweiz, bzw. im Nahbereich bis 5 Meilen über 1 bis 2 Loth).

    Um die Postverhältnisse Bayerns zu Sachsen mit dieser Marke zu demonstrieren, zeige ich einen Brief aus Bamberg (Bahnhof) vom 24.4.1867 in das über 10 bis 20 Meilen entfernte Aue, der mit einem hübschen Randstück treffend frankiert wurde.

    Postvereinsbriefe, egal in welches Land, mit dieser Marke sind nicht häufig.

    Am 27.12.1867 schrieb man in München einen einfachen Brief nach Leipzig, von dem man annahm, dass 6 Kr. reichen würden. Tatsächlich war am fünftletzten Tag des Postvereins aber bei Briefen über 20 Meilen immer noch das Franko von 9 Kr. zu kleben. Hierfür reichte es daher nicht, und die Aufgabepost notierte zuerst 6 und meinte damit 6 Kreuzer (Portobrief = 12 Kr. minus der verklebten 6 Kr. = noch 6 Kr. vom Empfänger).

    Nachdem man sich aber darüber im klaren war, dass man in Leipzig nicht in rheinischen Kreuzern rechnete, strich man die 6 mehrfach durch und notierte korrekt in der Währung der Abgabepost 2 Neugroschen. Diese durfte der Empfänger am Folgetag zahlen; sie wurden Bayern von Sachsen am Quartalsende überwiesen.

    Sind schon 6 Kr. Frankaturen in den Postverein keine Massenware, so kann man unterfrankierte Briefe mit der Nr. 16 lange suchen.

    Diese 6 Kr. Portostufe (eigentlich Frankostufe) existierte aber nur vom 1.1.1867 bis zum 31.12.1867. Ab dem 1.1.1868 gab es keine 6 Kr. Einzelfrankaturen in Deutschland mehr (von Druchsachen der 6. Gewichtsstufe mal abgesehen), denn einfache Briefe kosteten wie bisher 3 Kr., die schweren aber nun 7 Kr..

    Wir haben also einen Verwendungszeitraum von exakt einem Jahr, wenn wir die ganz seltenen Ausreißer mal vergessen wollen.

    Danach wurde sie mit 1 Kr. Werten der Ausgabe von 1862 als relativ seltene Mischfrankatur und der 1 Kr. grün, Nr. 14, hinzu frankiert, um auf die neue Portostufe von 7 Kr. zu kommen.

    War die bayerische Erstausgabe vom 1.11.1849 noch bis zum 31.8.1864 (!) gültig, so wurde die Nr. 16 schon nach dem 31.10.1868 ungültig, so dass wir ein totales Zeitfenster der Verwendung von maximal 22 Monaten haben.

    Bei einer Auflage von nur 3,4 Millionen Stück (zur Erinnerung gut 76 Millionen Stück der Nr. 2), von der der allergrößte Teil der üblichen Vernichtung anheim gefallen sein dürfte, haben wir es bei dieser Marke mit einer - in guter Erhaltung - kleinen Seltenheit zu tun.

    Der Sem - Katalog trägt dieser Tatsache ebenso wenig Rechnung wie der Michel: gestempelt 23 Euro, auf Brief 160 Euro. Unterstellt man die üblichen 50% des Katalogwertes als Kaufpreis für einwandfreie Ware, kann sich jeder Bayern - Sammler mit diesen Stücken schmücken, ohne finanzielle Risiken auf sich zu nehmen.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

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  • Bayern-Nils
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    29. April 1962 (64)
    • 17. Dezember 2008 um 20:56
    • #2

    Hallo bayern klassisch

    Besten Dank fürs zeigen dies schöne und seltene Briefe. Und für deine ausführliche Beschreibung. Ich habe leider keine Briefe mit dieser Marke. Hoffentlich finde ich Mal ein Brief die ich mich leisten kann.

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
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    7. August 1955 (70)
    • 17. Dezember 2008 um 21:20
    • #3

    Lieber bayern klassisch,

    vielen Dank für das Zeigen dieser sehr schönen und sehr seltenen Belege, sowie für Ihre wiederum vorzügliche Beschreibung.

    Ich kann leider nur einen Brief zeigen:

    Von Schweinfurt nach ......... (Ort kann ich nicht lesen) bei Lauterbach über Fulda (Großherzogtum Hessen - im Thurn und Taxisschen Postbezirk) vom 26.10.1867.
    Von Lauterbach aus fielen noch 2 Kreuzer Landbestellgeld an (Rückseite vermerkt).

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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    Einmal editiert, zuletzt von VorphilaBayern (17. Dezember 2008 um 21:22)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 17. Dezember 2008 um 21:42
    • #4

    Lieber VorphilaBayern,

    danke für dein Lob aus berufenem Munde. :)

    Dein Brief lief nach Stockhausen. Aber nicht in den taxischen Postbezirk, sondern nach Preußen.

    Viele Briefe mit dieser Marke und Zustellgebühren wird es nach Preußen nicht geben, oder haben sie sich alle vor mir versteckt? :D

    Feines Stück und vielen Dank fürs zeigen sagt bayern klassisch

  • Erdinger
    aktives Mitglied
    Beiträge
    345
    • 18. Dezember 2008 um 10:25
    • #5

    Ein Beispiel für die häufigere Verwendungsart (Inland 1 bis 15 Loth, da mit Beilagen) ist diese Parteisache aus Wartenberg an den königlichen Advokaten und Stiftungsanwalt Mayer in Freising. Leider handelt es sich nur um eine Briefhülle, die nicht eindeutig auf 1867 oder 1868 datierbar ist. Im ersten Fall wäre es wohl eine einigermaßen frühe Verwendung (aber sie gefällt mir auch, wenn sie von 1868 ist). Der Postablagenstempel ist auf dieser Marke sicher nicht so häufig anzutreffen. Den Postschein dazu hätte ich gerne ...

    [Blockierte Grafik: http://666kb.com/i/b4s0xyha0f055v07a.jpg]

    Viele Grüße vom
    Erdinger

  • bayern klassisch
    Gast
    • 18. Dezember 2008 um 10:44
    • #6

    Hallo Erdinger,

    zu den seltenen Stempelformen auf der Nr. 16 gehören alle Postablagen, die von Wartenberg sowieso.

    Zwei kleine Korrekturen seien mir aber erlaubt:

    Dein Brief wurde, trotz des Absendervermerks "Postschein", nicht eingeschrieben. Der Chargé - Stempel fehlt und auch die Reko - Nummer ist nicht vorhanden.

    Vermutlich wollte man eingeschrieben verschicken, hat es aber dann entweder unterlassen (Absender) oder vergessen (Post).
    Beides kam vor. Ein Nachteil ist das heute nicht für uns Sammler.
    Nach der Vorschrift hätte der Postablageninhaber den Absender auffordern müssen, den Vermerk zu streichen. Das wurde aber nur sehr selten veranlaßt.

    Dein Brief ist todsicher aus 1867, denn, wie ich oben schrieb, ist zum 1.1.1868 die Gebühr für schwere Briefe von 6 auf 7 Kr. angehoben worden. Wäre er vom 5.1.1868, hätte er mit noch 5 Kreuzern nachtaxiert werden müssen (Portobrief über 1 Loth = 11 Kr. minus der verklebten 6 Kr. = 5 Kr. vom Empfänger).

    Ob ein königlicher Advokat und Stiftungsanwalt diese Kröte geschluckt hätte, ist fraglich.

    Eine Verwendung vom 5. Tag der Ausgabe, noch dazu bei einer kleinen Postablage, ist sehr früh und belegt, dass diese Marke der Ausgabe von 1867 tatsächlich an den Schaltern war. Von den hohen Nominalen zu 12 Kr. und 18 Kr. wären solche frühen Daten undenkbar ...

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Erdinger
    aktives Mitglied
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    345
    • 18. Dezember 2008 um 11:25
    • #7

    Lieber bayern klassisch,

    man sollte keine Beiträge schreiben, wenn man gerade telefoniert ... du hast (wie immer) recht!
    Ich habe Ungültigkeitsdatum mit Tarifänderung verwechselt. Den Chargé-Stempel hatte ich auch vermisst - die Ironie hätte ich allerdings deutlicher machen können ...

    Jedenfalls bin ich gespannt auf weitere Belege mit dieser unscheinbaren und unterschätzten Marke.

    Liebe Grüße vom
    Erdinger

  • bayern klassisch
    Gast
    • 18. Dezember 2008 um 18:00
    • #8

    Lieber Erdinger,

    als Zeichen meiner tiefen Sympathie zu Erding und allen Erdingern zeige ich eine sehr seltene Entwertung mit dem Halbkreisstempel von Freising.

    Am 30.10.1867 ging dort ein schwerer Brief nach Erding, für dessen Marke man sich den Mühlradstempel zu verwenden ersparte. Ich kenne nur ganz wenige Briefe dieser Marke, die nur mit Ortsstempeln versehen sind. Freising hat das zwar mit München hin und wieder hinbekommen, aber das war es dann auch schon.

    (Ab hier nur für Erdinger, da off topic: Es ist ein Wendebrief, der von Erding aus per Fahrpost für 7x wieder retour gesandt wurde. Er hat aber keinen Stempel! Hatte Erding keinen Fahrpoststempel um diese Zeit?)

    Eine Zufrankatur der 1 Kr. grün vom 23.5.1868 zeigt uns einen der wenigen Briefe innerhalb der Pfalz mit einer 7 Kr. Farbfrankatur von Annweiler nach Landau. Wer eine zweite hat, darf sie gerne vorstellen ...

    Am 26.5.1868 wurde in Kaufbeuren eine Nr. 16 mit unüblichem Seidenfadenverlauf frankiert. Man kann noch deutlich sehen, wie ein Teil des Fadens aufgesplittet wurde und links ab stand. Schon der selige Franz Pfenninger war von dem Brief "attracirt".

    Da die Nr. 16 schon generell nicht häufig ist, kann man sich vorstellen, dass alle sie betreffenden Besonderheiten hinsichtlich ihrer Beschaffenheit und ihres Druckes bemerkenswert sind. Viel wird man nicht zusammen bekommen.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch, der morgen hier weitermachen wird ...

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  • Erdinger
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    • 18. Dezember 2008 um 18:47
    • #9

    Lieber bayern klassisch,

    ein eigener Fahrpost-Stempel von Erding ist mir aus dieser Zeit nicht bekannt.

    [Blockierte Grafik: http://666kb.com/i/b4sdvkyjck7icx87a.jpg]

    Viele Grüße vom (eiligen)
    Erdinger

  • bayern klassisch
    Gast
    • 18. Dezember 2008 um 18:51
    • #10

    Lieber Erdinger,

    danke für die prompte Antwort. Ich kenne auch nur einen Schreibschriftstempel in gemischter Antiqua von 2 Postscheinen aus Erding aus den fünfziger Jahren ...

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    P. S. Eine kleine Bogenecke mit sicher nicht alltäglichem Stempel ...

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    • 18. Dezember 2008 um 20:01
    • #11

    Hallo und guten Abend,

    den ausführlichen und fundierten Anmerkungen von bayern klassisch
    zur Mi. Nr. 16 ist nichts hinzuzufügen, so daß ich das Gesamtbild
    des Verwendungsbereiches dieser Marke
    nur mit einigen Stücken aus der eigenen Sammlung abrunden kann:

    1. Innerbayerischer Brief der 2. Entfernungsstufe
    von Kempten nach Regensburg von 04.September 1867

    2. Verwendung der 6 Kr. blau im Postverein für Entferungen
    von 10 bis 20 Meilen von Würzburg nach Fulda
    vom 30.September 1867

    Grüße,
    Wilfried

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  • sys1849
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    • 18. Dezember 2008 um 20:12
    • #12

    Zu den von bayern klassisch angesprochenen Mischfrankaturen
    der 6 Kr. blau noch zwei Beispiele:

    1. 7 - Kreuzer Frankatur von 6 Kr. Wappen blau mit 1 Kr. gelb der Ziffernserie
    auf doppelt verwendetem Brief der 2. Gewichtsstufe vom Handelsgericht
    in Würzburg an das Landgericht in Karlstadt vom 7.Juli 1868.

    2. Eine Mischfrankatur mit dem nächsthöheren 3 Kr. Wert der Ziffernserie
    als 9 Kr. Gesamtfranko für einen Brief der 1. Gewichtsstufe im Postverein
    von Augsburg nach Prag vom 31.Juli 1867.

    Wilfried

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  • bayern klassisch
    Gast
    • 18. Dezember 2008 um 20:35
    • #13

    Hallo sys1849,

    vielen Dank für das Zeigen von Briefen, die jeder gerne hätte. :P

    2 Anmerkungen seien mir gestattet:

    Der 1. Brief aus Kempten nach Regensburg ist ein Brief der 2. Gewichtsstufe, aber sicher kein Brief der 2. Entfernungsstufe, da in Bayern ab dem 1.8.1865 keine Entfernungsstufen mehr existierten.

    Der vorletzte Brief mit der Mischfrankatur aus Würzburg nach Karlstadt war ein Dienst - Expreßbrief, wie man an dem links mittig zu lesenden Vermerk "dringend" erkennen kann. Eine Expreßgebühr wurde aber nicht fällig.

    Der letzte Brief von Augsburg nach Prag zeigt eine Mischfrankatur, die denkbar selten ist. Ein absolutes Spitzenstück!

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • bayern klassisch
    Gast
    • 19. Dezember 2008 um 16:49
    • #14

    Eine Farbfrankatur aus Bamberg vom 12.5.1868 nach Nürnberg zeigt ein Chargébrief, der mit 1 3/10 Loth (für Bayern ungewöhnlich) gewogen wurde.

    Nach der Vorschrift war die Reko - Gebühr links unten mit "7 Kr. rec." als kassiert zu notieren und die Reko - Nummer in den roten Rautenstempel einzutragen.

    Es war daher ein 14 Kr. Frankobrief.

    Etwas komplizierter verhielt es sich am 12.8.1868 in Wörth, als man einen Brief nach Regensburg schicken wollte. Zuerst müssen wir uns den Brief ohne Marken vorstellen, um in seine Chronologie hinab zu tauchen.

    Das königliche Landgericht Wörth wollte dem königlichen Regierungs - Fiskalat in Regensburg einen zu insinuierenden Brief als portopflichtige Parteisache (P. S. Mitte links) zusenden. Hierfür notierte man vorderseitig unter Regensburg und siegelseitig den Insinuationsvermerk mit "Ins. am 12. August 1868 (Unterschrift) Fleischmann". Eine Insinuation war eine gerichtsverwertbare Zustellung.

    Die Aufgabepost in Wörth taxierte den unfrankiert aufgegebenen Brief mit 11 Kreuzern, da er über 1 - 15 Loth wog. Dann stellte man fest, dass die hohe Empfängerbehörde diesen Brief mit Porto belastet wohl nicht annehmen würde, was viel Ärger und Mühen bedeutet hätte.

    Ergo gab man ihn - noch am selben Tag - der Absendebehörde zurück mit der Bitte um Frankatur. Diese beugte sich dieser Anordnung und frankierte treffend mit 7 Kreuzern. Gegen die Vorschrift entwertete man in Wörth aber beide Marken mit nur einem Mühlradstempel, auch wenn dieser Versuch als sehr gelungen bezeichnet werden kann.

    Um klar zu stellen, dass die einst notierten 11 Kr. keine Relevanz mehr hatten, strich man diese durch und fügte eine Null - Paraphe mittig hinzu.
    Nun konnte er auf seine Reise gehen.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

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  • sys1849
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    • 19. Dezember 2008 um 19:19
    • #15

    Hallo und guten Abend,

    @bayern klassisch: zunächst Danke für die Korrektur des Kempten Briefes;
    das kommt davon, wenn man beim Einstellen des ersten Briefes
    geistig bereits beim 2 Brief ist...
    Danke auch für die wunderschöne Kombiation Mi. 16 + 14
    aus Bamberg mit dem sehr dekorativen Chargé Rautestempel.

    Wie in deinem Übersichtsartikel bereits angemerkt, war eine der
    wenigen Möglichkeiten, die 6 Kr. blau als Einzelfrankatur
    ins Ausland zu verwenden die, einen Brief in die Schweiz zu senden:

    Hier ein Brief vom 4 Dezember 1867 von Lindau nach Zürich; also
    aus der 1. bayerischen in die 1. schweizer Tarifzone. Beide Posten
    erhielten je 3 Kr., von denen der schweizer Anteil in blauer Farbe
    auf dem Brief links handschriftlich vermerkt wurde.

    Grüße,
    Wilfried

    P.S. Meines Wissens nach müßte auch eine 6 Kr. Frankatur im Nahbereich
    zwischen der Rheinpflaz und Frankreich mit der Mi. 16 möglich gewesen sein.

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  • bayern klassisch
    Gast
    • 19. Dezember 2008 um 19:28
    • #16

    Hallo sys1849,

    zuerst einmal danke für das Zeigen dieser seltenen Frankatur - viele wird es nicht geben.

    Du hast Recht mit der 6 Kr. Nahbereichsvariante von der Pfalz nach Frankreich. Bisher habe ich 2 Stücke gesehen - leider war kein Brief attraktiv und fehlerfrei. Von daher habe ich auf den Kauf verzichtet (zumal ich so etwas mit der Nr. 10 habe).

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • bayern klassisch
    Gast
    • 20. Dezember 2008 um 07:20
    • #17

    Als vorletztes Stück möchte ich einen Brief mit einem waagrechten Paar zeigen, der eigentlich nicht meinen Qualitätsansprüchen gerecht wird.

    Ich hatte ihn damals gekauft, weil ich einen Auslands - Chargébrief mit 5 rückseitigen Siegeln brauchte, um eine Verwaltungsvorschrift für Auslandsbriefe belegen zu können.

    Alle Frankaturen mit mehr als 2 Sechzehnern sind sehr selten, während 12 Kr. Frankaturen auf Briefen ins Ausland noch hin und wieder auftauchen (aber auch die muss man erst einmal haben).

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

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  • Bayern-Nils
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    • 20. Dezember 2008 um 08:38
    • #18

    Hallo Alle

    Ich möchte nur VIELEN DANK sagen, weil es hier so viele schöne Briefe gezeigt wird. Und ich bin gespannt was bayern klassisch noch zeigen will.

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 20. Dezember 2008 um 08:51
    • #19

    Hallo Nils,

    na ja, dann zeige ich mal meine Bombe - eine frankierte Retour Recepisse von 1868 mit Farbfrankatur von Aichach nach Neumarkt und nach Aichach retour.

    Zum 1.1.1868 wurde da die Gebühr von 6 Kr. für Rückscheine auf 7 Kr. erhöht. Die allermeisten Rückscheine sind in den Rundablagen der Zeit gelandet, und die wenigen erhaltenen haben so gut wie nie Marken aufgeklebt.

    Man sieht noch, dass die Marken vorentwertet waren mit dem bekannten Federzug BGA, also Bezirksgericht Aichach. Das tat man, weil man ja die Marken schon in Aichach kaufen und aufkleben musste, und nicht wollte, dass sie die Post oder der Empfänger abmachten und für sich behielten. Daher hat man sie mit dem BGA - Federzug versehen und sie so für Dritte unbenutzbar gemacht. Nur die Post selbst sah, dass die Retour Recepisse vorfrankiert war und akzeptierte diese Vorentwertung.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

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  • Bayern-Nils
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    • 20. Dezember 2008 um 09:47
    • #20

    Hallo bayern klassisch

    Ja, was soll man sagen ausser

    :P :P :P :P :P :P :P :P :P :P

    Danke fürs Zeigen

    Dann gehe ich raus in die Welt und suche mir etwas ähnliches.
    Ob es sowas gibt.

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

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