Hallo Nils,
ZitatHast du mein Email gesehen?
leider nein, bin unterwegs.
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Liebe Grüsse von bayern klassisch
Hallo Nils,
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Liebe Grüsse von bayern klassisch
Hallo,
wenn man bedenkt, dass Thurn und Taxis das einzige Land war, welches zwar keine gemeinsame Grenze zu Frankreich besaß, jedoch stets bis zum 30.6.1867 eigene Postverträge mit der "Grande Nation" abschloß, dann kann man sich schon etwas darüber wundern.
Keine Bange, das lag in der Historie der Reichspost begründet, die mit Taxis ja bis zum bitteren preußischen Ende fortlebte.
Taxis sandte üblicherweise seine Sendungen in den Süden Frankreichs über Strasbourg, in den Westen und Norden über Forbach und nur in den Norden über Aachen, Valenciennes und Erquellines (früher noch über Givet, aber das war lange vor diesem Vertrag).
Nur in den Fällen, in denen der Empfänger im Kreis Wissembourg ansässig war, und das war bei Gott nur ein ganz kleiner Teil Frankreichs, leitete man die Post über die bayerische Pfalz im geschlossenen Transit und kartierte direkt mit Wissembourg. Bayern bekam hiervor wenig mit und wurde nur über das Briefgewicht abgefunden, wobei wir unterstellen können, dass ein einfacher Brief (bis 10g) etwa einen halben Kreuzer in die bayerische Kasse spülte.
Für Taxis war dies von Vorteil, denn es konnte die Post lange über eigenes Gebiet bis Worms laufen lassen und musste nicht Baden für den Transit bemühen, was bis Kehl teurer geworden wäre.
Der hier gezeigte Portobrief aus Mainz datiert vom 10.1.1861 und lief am 11.1.1861 ausweislich des Grenzübergangsstempels "Tour-T. - Wissemb." über Landau und Bergzabern mit der Bahnpost nach dorthin.
Er wurde in Wissembourg mit 5 Decimes taxiert, eine Taxe für einfache Briefe, die es für bayerische Portobriefe ab dem 1.7.1858 nicht mehr gab.
Der Empfänger in Bouxwiller, welches etwa 40 km südwestlich von Wissembourg lag, war darüber froh, denn ein bayerischer Portobrief hätte 6 Decimes gekostet! Frankreich, wir danken dir. ![]()
Die meisten Taxis - Sammler wissen gar nicht, dass es überhaupt Briefe ihrer sammlerischen Heimat über die Pfalz nach Frankreich gab. Dem abzuhelfen sollte dieser kleine Artikel geeignet sein. ![]()
Liebe Grüsse von bayern klassisch
ZitatOriginal von bayern klassisch
Die meisten Taxis - Sammler wissen gar nicht, dass es überhaupt Briefe ihrer sammlerischen Heimat über die Pfalz nach Frankreich gab. Dem abzuhelfen sollte dieser kleine Artikel geeignet sein.
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Hallo bayern klassisch
Wir anderen brauchen auch dieser Information, und sagen herzlichen Dank ![]()
Viele Grüsse
Nils
Hallo Freunde
Bei der vorher gezeigte Brief von Lyon nach Wien 1873, war die Frage ob der Brief über Bayern lief. Jetzt habe ich eine kleine Antwort. Die rückseitig gezeigte Nummerstempel 1307 ist in Dijon abgeschlagen. Daher ist der Brief ganz sicher über Bayern geschickt.
Ich habe es rausgefunden weil bayern klassisch ein schöner Link geschickt hat. Besten dank bayern klassisch ![]()
Viele Grüsse
Nils
Hallo Bayernfreunde,
ich möchte 2 Portobriefe zeigen, die beide von München nach Paris gelaufen sind.
Der 1. Brief vom Juni 1854 fällt unter den Postvertrag Bayern - Frankreich vom 1.7.1847. Danach kostete ein Brief der 1. Gewichtsstufe sowohl franko wie auch porto 18 Kreuzer. Diese 18 Kreuzer wurden umgerechnet in 5 Decimes (handschriftlich mit Tusche).
Der 2. Brief vom Febr. 1860 fällt unter den Postvertrag Bayern - Frankreich vom 1.7.1858. Danach kostete ein Brief der 1. Gewichtsstufe franko 12 Kreuzer, porto jedoch 18 Kreuzer. Diese 18 Kreuzer wurden nun umgerechnet in 6 Decimes (Stempel).
Warum 1854 18 Kreuzer in 5 Dec. umgerechnet wurden, 1860 jedoch in 6 Dec. liegt wohl an unterschiedlichen Umrechnungstabellen (Reductionstabellen), die für die beiden o.a. Postverträge galten.
Viele Grüße
bayern-kreuzer
Hallo Bayern-Kreuzer,
das Reduktionsverhältnis rheinischer Kreuzer zu französischen Franken hatte sich nicht geändert. 1 Decime entsprach kanpp 3 Kr., das blieb von 1847 bis zum Ende der Kreuzerzeit stabil.
Nur wollte man Portobriefe nach Frankreich günstiger halten, als Frankobriefe, so dass der Bayer 18 Kr. Franko zahlen musste, bei unfrankierter Absendung der Franzose aber nur 5 Dec. = 15 Kr..
Das hängt auch damit zusammen, dass Frankobriefe aus Frankreich nach Bayern nur 5 Dec. kosteten und es dem franz. Publikum schwer vermittelbar gewesen wäre, warum die einen Briefe teurer sein sollten als die anderen. Bayern war nicht in der Position, dies zu nivellieren und hatte dem zuzustimmen, wollte man nicht von der internationalen Post abgeschnitten werden.
Erst mit dem Vertrag von 1858 wurde für beide Seiten der Zwang zu frankieren mit 2 Dec. bzw. 6 Kr. Differenz deutlich hervorgehoben.
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Hallo bayern-klassisch,
vielen Dank für die (wie immer) fundierten und gut verständlichen Erläuterungen zu meinen beiden Portobriefen München - Paris.
Viele Grüße
bayern-kreuzer
Hallo Freunde
Jetzt habe ich auch ein Transit bayerische Pfalz Brief geholt. Der Brief ist von Frankfurt aM über Mainz und Wissembourg nach Bouxwiller geschickt 9. September 1861.
Es war ein Portobrief und hat der Empfänger 5 Decimes gekostet. Die Erklärung dazu kann man oben sehen (bayern klassischs Beitrag).
Rückseitig gibt es zwei französische Bahnstempeln: "Strasbourg a Paris A" und "Strasbourg a Paris C". Ein Zufall ist es wohl nicht. Der Brief ist vielleicht über zwei verschiedenen Bahnstrecken geschickt.
Bayern klassisch - kannst du auch deine Rückseite zeigen? Nein, nicht deine Rückseite, aber die Rückseite von deiner Bouxweiler Brief oben?
Viele Grüsse
Nils
Hallo Freunde
Ich will Heute ein Bayern-Frankreich Dienstbrief zeigen, der von Germersheim/Pfalz nach Strasbourg im Jahr 1862 gelaufen ist.
Ab 15. April 1857 war die Dienstbriefe mit dem Stempel BSP zu sehen. Es sehr guter Bericht von Hans Otto Streuber über der BSP Stempel, ist in Rundbrief Nummer 52, ArGe Bayern Klassisch zu finden. "BSP" heisst hier Baviere Service Public. Dieser Stempel war, wie ich es verstanden habe, nur bei Auswechslungspostämter benutzt.
Die Briefe von Pfalz nach Strasbourg ist nach Wissembourg geschickt, wo der Brief laut Streuber der rote Stempel "Baviere-Strassbourg 1" bekommen hat. Mein Brief ist also von Germersheim über Landau nach Wissembourg geschickt. Von Wissembourg ist der weiter nach Strasbourg geschickt.
Viele Grüsse
Nils
Hallo Nils,
schöner Brief, aber der Laufweg war ein anderer:
Germersheim - Karlsruhe - Kehl - Strasbourg. Daher hat er auch den Grenzübergangsstempel Baviere - Strasbourg und nicht Baviere - Wissembourg.
Poststellen, die direkt mit Frankreich kartierten oder die keine vorgesetzten Ämter hatten, die mit Frankreich ihre Post austauschten, hatten ihren eigenen BSP - Stempel.
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Hallo bayern klassisch
Besten Dank für deine Berichtigung. Es ist in meine Daten korrigiert geworden ![]()
Viele Grüsse
Nils
Hallo Freunde
Wieder habe ich etwas "Incoming Mail" gekauft. Gibt es ein deutsches Wort dafür?
Die Taxierung hier ist ganz richtig 40 Centimes für einen einfachen Brief der von Pithiviers nach Augsburg im Jahr 1869 gelaufen war. Deswegen auch ein PD Stempel.
Auf der Brief ist es etwas geschrieben "Muster der .... fehlt" geschrieben.
Kann jemand das Wort transkribieren wäre ich froh. Es ist ein Briefhülle und hat leider deswegen keine hinweise im Text.
Viele Grüsse
Nils
Hallo Nils,
"Muster des Spanschen fehlt" steht da.
Vermutung von mir: Vlt. wollte die franz. Firma dem Augsburger ein Muster einlegen, ließ es aber dann wohl sein.
Dann vermerkte der Empfänger vorne, dass entgegen des Briefinhalts kein Muster beigelegen hatte.
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Hallo bayern klassisch
Danke für die Antwort. ![]()
Ich habe es auch so gedacht dass es ein Empfängervermerk war.
Die Transkription hat mich aber nicht geholfen. Was ist ein Spanschen?
In Wikipedia finde ich nichts davon. Weiss jemand?
Viele Grüsse
Nils
Hallo Nils,
ein Vorschlag: der Schreiber hat ein "i" vergessen und meinte spanischen.
Da der Absender ein Weinhändler war, kannst Du dir weiteres ausmalen ...
Schöner Brief !
Viele Grüße
Michael
Hallo Michael
Der Brief hat keine Weinflecken, so es stimmt, es fehlt ein Weinmuster
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Eine Verkürzung habe ich durch Wikipedia als möglich gesehen. Spanschen ist in 19. Jahrhundert für spanischen verwendet. Aber an die Weinmöglichkeit habe ich nicht gedacht.
Vielleicht war es Etiketten die hier fehlten?
Danke für die Antwort. ![]()
Viele Grüsse
Nils
Hallo Nils,
was machen deine zahlreichen Freunde hier nicht alles für dich?
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Die Absenderfirma handelte mit spanischem Safran. Bei den Preisen von Safran damals wie heute kann man sich vorstellen, dass man nicht jedem ein Muster in den Brief einschloß.
Dadurch wird der Brief m. E. erklärlich und ist postgeschichtlich noch interessanter.
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Hallo bayern klassisch
Deine Erklärung macht ja Sinn. ![]()
Man schickt ja auch nicht Gold- oder Silberproben an jeder.
Safran ist übrigens immer noch sehr teuer.
Danke für deine Antwort.
Viele Grüsse
Nils
Hallo Bayern-Nils,
vielen Dank für das Zeigen
dieses wunderbaren Briefes.
Beste Grüße,
VorphilaBayern
Hallo zusammen,
anbei wieder ein Beleg, den hier mal - wenn auch ausser der Zeit - einschmuggle:
9 Kreuzer Brief von Lenggries 10.12.1874 nach Nancy. Entgegen dem Vermerk links unten "fr." war er eben nicht ausreichend freigemacht, so daß der Empfänger weitere Gebühren entrichten mußte. Die Rückseite ist gänzlich leer, daher zeige ich nur die Vorderseite.
Kann mir da nun jemand weiterhelfen ?
Vielen Dank im Voraus.
beste Grüße
Postgeschichte-Kemser
PS: Ist übrigens einer mein Lenggries-"Highlights", wenn man die damalige Größe der Ortschaft bedenkt. ![]()