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Hamburg Vorphilabriefe

  • Bayern-Nils
  • 21. November 2008 um 19:27
  • Baldersbrynd
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    • 8. März 2009 um 21:22
    • #61

    Hallo lieber Sammlerfreunde

    Haben noch ein Hamburg Brief bekommen auch nach Bordeaux aber dies mal mit 23 Decimes in Portobetrag. Sendet am 18.7.1848.
    Solid611 schreibt früher das den Porto war 4 Decimes je(?) 7,5g und dazu kommt das Inlandsporto auf 10 Decimes auch für 7,5g Ist es dann 15 Decimed für Brief bis 15g? Wenn es Korrekt ist dann stimmt das Porto mit 23 Decimes (4+4+10+5=23).

    Was bedeutet das Zeichen im obere linke Ecke?

    Liebe Grüße
    Jørgen

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    2 Mal editiert, zuletzt von Baldersbrynd (9. März 2009 um 08:04)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 9. März 2009 um 08:15
    • #62

    Hallo Jörgen,

    deine 2. Rechnung stimmt, denn der Brief hat oben links das "d" für double, war also ein Doppelbrief.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Baldersbrynd
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    • 9. März 2009 um 08:21
    • #63

    Lieber bayern klassisch

    Vielen danke für dein Antwort.

    Liebe Grüße
    Jørgen

  • Baldersbrynd
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    • 26. März 2009 um 13:25
    • #64

    Hallo Altbrief Sammlerfreunde

    Haben dieser Brief bekommen. Sendet aus Bremen am 23.12.1818 nach Bordeaux. Aud dem Adresseseite steht "Frey bis Hamburg" nicht mit das gleiche Handschrift vie der Adressat. Am oben links steht 2? ist es 2 Loth? Im Mitte steht 67 das ist 67 Decimes dem Portobetrag von Hamburg bis Bordeaux. Ich meine das ist ein hohes Betrag. In den Ziffer "6" steht ein "4" ist das den Portobetrag von Bremen nach Hamburg?
    Auf dem Siegelseite:
    Auf Bild zwei steht "19" und ?
    Auf Bild drei steht "13" und ? M oder Ch?


    Hoffentlich kann eine von Euch mir helfen, im voraus Vielen Danke.

    Liebe Grüße aus Dänemark, (noch kein Früling)
    Jørgen

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    Einmal editiert, zuletzt von Baldersbrynd (26. März 2009 um 13:27)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 26. März 2009 um 13:39
    • #65

    Hallo Jörgen,

    zu den Taxen kann dir solid611 sicher mehr sagen als ich, aber dein Brief war sehr schwer, denn links oben steht das Gewicht mit 25g und die Gesamtgebühr ab Hamburg war tatsächlich 67 Decimes.

    Von Bremen bis Hamburg müsste er 4 Grote gekostet haben, aber solid611 weiß da sicher mehr als ich.

    Feines Stück - gut gemacht. :)

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Baldersbrynd
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    • 26. März 2009 um 20:25
    • #66

    Hallo bayern klassisch

    Besten Dank für dein Antwort, ich warten auf solid611.

    Liebe Grüße
    Jørgen

  • solid611
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    • 26. März 2009 um 20:52
    • #67

    Hallo Jørgen,

    da will ich dich nicht warten lassen. :D

    Dein Brief ist sehr interessant.
    Vor allem, dass er aus Bremen kommt, ist ganz ungewöhnlich. Mit einem Vertrag vom Mai 1818 haben Frankreich und Taxis ihre Postbeziehungen neu geordnet und u.a. auch einen direkten Kartenschluss von Bremen nach Frankreich eingerichtet. Der Umweg über Hamburg war also im Dezember 1818 nicht mehr erforderlich. Die Französische Post aus Bremen wurde dort beim taxischen Postamt aufgegeben und erhielt den Stempel von Taxis und einen Vertragsstempel "T.T.R.4". Das Porto von Bremen nach Bordeaux war identisch mit dem von Hamburg. eine Leitung über Hamburg machte daher keinen Sinn. Ich vermute, dass der Brief zwar in Bremen geschrieben aber nicht dort aufgegeben wurde.

    Von wo auch immer, ist er bis Hamburg bezahlt und dort von Taxis nach Frankreich geleitet worden.
    Frankreich errechnet das Porto so:
    Auslandsanteil für den 4. Taxis Rayon 9 Decimes
    Inlandsanteil Givet - Bordeaux 10 Decimes
    Zusammen 19 Decimes, die siegelsseitig notiert sind.
    Für ein Gewicht von 25 Gramm progessierte Frankreich das Gesamtporto in der 7. Gewichtstufe 3 1/2fach, also 19 x 3,5 = 66,5 bzw. 67 Decimes oder 6 France 7 Decimes.

    Viele Grüße
    solid611

  • Baldersbrynd
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    • 26. März 2009 um 21:13
    • #68

    Hallo solid611

    Vielen danke für schnelle und ausfürliches Beschreibung von mein Brief.
    Ich habe ein Scan von dem Inhalt gemacht, vielleicht kann es etwas sagen warum das Brief über Hamburg geht und auch warum es wog 25 g. Der kleine "4" in das große "6" was bedeutet das? Den Portobetrag von Bremen nach Hamburg?

    Liebe Grüße
    Jørgen

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  • solid611
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    • 26. März 2009 um 21:39
    • #69

    Hallo Jørgen,

    da haben wir ja die Lösung.

    Der Brief ist zunächst am 23. Dezember 1818 in Bremen geschrieben worden. Unten ist dann noch ein Zusatz hinzugefügt worden und zwar in "Wismar and 31 December 1818". Den Inhalt kann ich nicht entschlüsseln, da er auf französisch ist. Aber vermutlich waren dem Brief noch weitere Seiten beigefügt, die ihn schwerer machten.

    Der Schreiber befand sich wohl auf einer Geschäftsreise in Norddeutschland. Er hat den Brief in Bremen geschrieben und ihn mit nach Wismar in Mecklenburg genommen. Dort hat er noch etwas hinzugefügt und den Brief dann in Wismar zur Post gegeben. Dafür hat er dann 4 Schilling bis Hamburg bezahlt.

    Ein ganz außergewöhnlicher Brief.

    Viele Grüße
    solid611

  • Baldersbrynd
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    • 26. März 2009 um 22:08
    • #70

    Hallo solid611

    Noch mal Besten danke für dein Antwort.
    Ich habe noch eine Frage. Du hast in erste Antwort geschrieben: Für ein Gewicht von 25 Gramm progressierte Frankreich das Gesamtporto in der 7. Gewichtstufe 3½ fach, also 19 x 3,5 = 66,5 bzw. 67 Decimes.
    Willst du mir sagen wie kommst es in 7. Gewichtstufe? und warum 3,5 X 19 Decimes? Ich habe das noch nicht ganz Verstanden.
    (In Dänemark sagen wir ich muss es ausgeschnitten in Pappe bekommen.)

    Im voraus Vielen Danke.

    Gruß
    Jørgen

    Einmal editiert, zuletzt von Baldersbrynd (26. März 2009 um 22:08)

  • solid611
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    • 26. März 2009 um 22:34
    • #71

    Hallo Jørgen,

    wir sagen "schwarz auf weiß". :D

    Also hier zum ausschneiden und auf Pappe kleben.

    Die französische Progression war von 1802 - 1827:

    1. Stufe___bis zu 6 Gramm exklusive__________einfaches Porto
    2. Stufe___6 bis 8 Gramm exklusive___________einfaches Porto + 1 Decimes
    3. Stufe___8 bis 10 Gramm inklusive___________1½ faches Porto
    4. Stufe___über 10 bis 15 Gramm exklusive_____2 faches Porto
    5. Stufe___15 bis 20 Gramm exklusive_________2½ faches Porto
    6. Stufe___20 bis 25 Gramm exklusive_________3 faches Porto
    7. Stufe___25 bis 30 Gramm exklusive_________3½ faches Porto
    und so weiter pro 5 Gramm mehr ½ fach Porto mehr

    Also wurde bei einem Brief der 25 bis 29,9 Gramm wog das Porto mal 3,5 berechnet.

    Viele Grüße
    solid611

  • Baldersbrynd
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    • 27. März 2009 um 05:51
    • #72

    Hallo solid611

    Super. Vielen Danke für dieser Beschreibung.

    Viele Grüße
    Jørgen

  • Bayern-Nils
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    • 27. März 2009 um 07:13
    • #73

    Hallo Jørgen

    Danke fürs Zeigen. Super Brief :P :P


    Und Danke sollid611,
    für eine immer aussführliche Erklärung. Es ist immer gut wenn man etwas hier im Forum lernt. :)

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • Baldersbrynd
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    • 27. März 2009 um 07:47
    • #74

    @ Bayern Nils
    Danke für dein lob zu mein Brief.

    @ solid611
    Jetzt kommt noch eine paar Fragen zu dem Briefe nach Frankreich.
    Ist dieser Portoausrechnung das gleiche für das ganze Rayon 4?
    Ist es das gleiches Progression für die andere Rayons?
    Oder wo kann ich dieser Porti finden? Auch von der Zeit nach 1827.

    Viele Fragen, aber ich habe Heute neues gelernt, und will gern mehr wissen davon.

    Ich meine das Briefsendungen nach Frankreich sehr Interessant sind bis 31.12.1875, weil man so viele verschidende Porti finden kann.

    Liebe Grüße und noch einmal vielen Danke für dein Hilfe.
    Jørgen

  • solid611
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    • 27. März 2009 um 21:46
    • #75

    Hallo Jørgen,

    die Berechnung des Portos in Frankreich ist für alle Briefe die von Taxis aus dem 4. Rayon kommen, also den Stempel "T.T.R.4" tragen gleich.

    Die Progression ist auch bei allen anderen Taxis-Rayons gleich. Nur der Auslandsanteil ist dann nich 9 Decimes wie im 4. Rayon sondern:
    1. Rayon Stempel "T.T.R.1" 3 Decimes
    2. Rayon Stempel "T.T.R.2" 5 Decimes
    3. Rayon Stempel "T.T.R.3" 7 Decimes

    Das gilt aber nur für Taxis. Mit Preußen, Bayern, Baden, Holland, Belgien etc. hatte Frankreich auch ähnliche Verträge mit Rayoneinteilungen, die ganz andere Auslandsanteile haben.

    Ab 1828 änderte Frankreich seine Progession. Nun wurde so progressiert:

    1. Stufe___bis 7,5 Gramm exklusive___________einfaches Porto
    2. Stufe___7,5 bis 10 Gramm exklusive________ 1½ faches Porto
    3. Stufe___10 bis 15 Gramm exklusive_________2 faches Porto
    4. Stufe___15 bis 20 Gramm exklusive_________2½ faches Porto
    5. Stufe___20 bis 25 Gramm exklusive_________3 faches Porto
    6. Stufe___25 bis 30 Gramm exklusive_________3½ faches Porto
    und so weiter pro 5 Gramm mehr ½ fach Porto mehr.

    Diese Progression ist für das Gesamtporto für Post von Taxis bis 1844 angewendet worden. Von 1845-1849 wird es dann richtig kompliziert, da Auslands- und Inlandsanteil unterschiedlich progressiert wurden. Das hatte ich an anderer Stelle schon mal erläutert.

    Viele Grüße
    solid611

  • Baldersbrynd
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    1. Mai 1939 (86)
    • 27. März 2009 um 22:08
    • #76

    Hallo solid611

    Sehr vielen Danke für dieser Übersicht med Portobetragen nach Frankreich.

    Viele Grüße
    Jørgen

  • solid611
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    • 27. März 2009 um 22:17
    • #77

    Hallo Freunde,

    nach der ganzen Theorie hier noch ein kleines Beispiel für die Progressierung.

    Es handelt sich um die Vorderseite (mit Fragmenten der Rückseite) eines hochgewichtigen Einschreibens aus Dänemark über Hamburg am 8. Dezember, im Kartenschluss über Givet bis Paris weiter nach Calais und dort am 16. Dezember angekommen. Leider ist es nicht ganz erhalten und kann anhand der Stempel nur grob auf 1827/9 datiert.

    Trotz der Mängel handelt es sich um eines der Lieblingsstücke meiner Sammlung, da kein weiteres Einschreiben aus Dänemark nach Frankreich aus dieser Periode bekannt ist und es meines Wissens keinen höher taxierten Brief aus Dänemark nach Frankreich gibt.

    Einschreiben nach Frankreich sind auch deshalb selten, weil Frankreich dafür das doppelte Porto erhob.

    In Kopenhagen für ein Gewicht von 20 Loth (links oben) bis Hamburg frankiert (fr. Hambg).
    In Calais Gewicht in Gramm ermittelt und in blau angeschrieben 305. Danach der Portobetrag ermittelt für 305g 31½faches! Porto. Anteil für Taxis 9 Decimes, französisches Inlandsporto Givet – Calais 6 Decimes, also insgesamt 15 Dec x 31,5 = 472,5 gerundet auf 473 Decimes, für das Einschreiben dann doppelter Portosatz 473 x 2 = 946 Decimes oder 94 f France 6 Decimes!
    Zwei verschiedene CHARGÉ – Stempel, einer für das Franko bis Hamburg und einer für den Portoanteil.

    Der Absender notierte "Documents d Avarie" also grob übersetzt Versicherungsunterlagen, um den Empfänger über den wichtigen Inhalt in Kenntniss zu setzen und sicher zu gehen, dass der das extrem hohe Porto zahlte und den Brief annahm.

    Viele Grüße
    solid611

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  • Baldersbrynd
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    1. Mai 1939 (86)
    • 28. März 2009 um 15:22
    • #78

    Hallo solid611

    Ein wunderschön Brief du zeigst, haben niemals ein gleiches gesehen.
    Glüchwünsch. Ich kann sehen das ich weiter suchen müssen.

    Liebe Grßë
    Jørgen

  • Bayern-Nils
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    • 13. Juni 2009 um 19:27
    • #79

    Hallo Freunde

    Ich möchte Heute dieses Thread etwas neues Leben geben. Hier mit ein Brief der in Hamburg zur Zeit der "Kaiserlich Königlich Französische Postanstalt" eingeliefert ist. Laut Feuser gab es diese Name von 4. August 1808 bis 18.3.1813.

    Der Brief ist 31. August 1808 eingeliefert und ist nach Botzen in Bayern gelaufen. Botzen war in dieser Zeit ein Teil von Bayern.

    Die Taxen hier kenne ich nicht. Kann jemand vielleicht helfen?
    Ob es vorne 14 oder 17 steht weiss ich nicht. Rückseitig steht es auf jeden Fall 14.

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

    Einmal editiert, zuletzt von Bayern-Nils (13. Juni 2009 um 19:28)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 14. Juni 2009 um 10:23
    • #80

    Hallo Nils,

    das ist ein sehr interessanter Brief und ich hoffe, dass die Datierung sicher stimmt.

    Der Aufgabestempel Hamburgs (Feuser Nr. 1349 - 25) der kaiserlich - königlichen französischen Postanstalt dort steht mit 50 € im Katalog und ist recht häufig. Es gibt mehrere Typen dieses Stempels - eine weitergehende Klassifizierung überlasse ich eventuell hier mitlesenden Stempelspezialisten Hamburgs.

    Der Brief ist, wie damals üblich, teilfrankiert mit 14 Schilliingen (zur Erinnerung: 16 Schillingen waren eine Mark) Hamburger Courant Geld.

    Er trägt keinen Vermerk, bis wohin er frankiert worden war.

    Bayern hatte ja ab dem 11.2.1806 den südlichen Teil Südtirols in Besitz, aber noch kein funktionierendes Postwesen dort. 1808 gab es dieses aber schon lange und es gab auch eigene Gebühren hierzu.

    Waren in Bayern noch die alten Gebühren von Taxis gültig, so muss ein Brief durch Bayern bis zum 1.3.1808 unterschieden werden in den alten Teil, der noch postalisch von Thurn und Taxis versorgt wurde und der die Gebührenstruktur der Lehenspost aufweist und den "neuen" Teil Bayerns, also die territorial hinzu gewonnenen Teile, wozu auch das "Alto Adige"gehörte.

    Dieser Brief stammt nun vom 31.8.1808 und ist somit genau ein halbes Jahr nach dem postalischen und faktischen Rückzug der Lehenspost auf altbayerischem Gebiet geschrieben worden. Es galten aber in Altbayern immer noch die Gebühren von Taxis weiter, da Bayern erst zum 1.12.1810 ein eigenes Gebührensystem für alle seine Territorien schaffen konnte.

    Diese 14 Schillinge reichten also aus bis zur bayerischen Grenze. Ab da kamen die vorderseitig notierten 24 Kr. bis Bozen in Ansatz für einfache, bis 1/2 Loth schwere Briefe. Dieses Regulativ galt vom 1.11.1806 bis zum 30.6.1810 nur für Auslandsbriefe, nicht für Briefe im inneren Verkehr Bayerns.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

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