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Brief nach Sachsen

  • Baldersbrynd
  • 7. November 2008 um 11:35
  • Baldersbrynd
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    1. Mai 1939 (87)
    • 7. November 2008 um 11:35
    • #1

    Hallo Alle

    Ich suche Hilfe mit den deutschen Portoberechnung für dieser Brief.
    Das Brief sind gesendet von Cape Town SA nach Herrnhut Sachsen über London, Sendet am 1. Mai 1827.
    Im Mitte des Briefes steht mit rot "11" ich meine das ist der deutsche Portobetrag. Ist das Hamburgische Schillinge oder Sachsische Gutegroschen?
    Hoffentlich kann Jemand mir Hilfen.

    Im voraus vielen Danke
    Liebe Grüße
    Jørgen

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  • bayern klassisch
    Gast
    • 7. November 2008 um 11:58
    • #2

    Hallo Jörgen,

    zuerst einmal Gratulation zu dem wunderbaren Stück - ich hoffe, du bist jetzt nicht völlig überschuldet :D.

    Da der Brief über das preußische Postamt Hamburgs (Stempel Zweizeiler) lief, halte ich die 11 für 11 Sgr..

    Neben Cuxhaven steht auch die Gesamtgebühr von 13 guten Groschen und 6 Pfennige, zu denen weitere 3 Pfennige für den Briefträger hinzu kamen, so dass der Endbetrag 13 GGr. 9 Pfg. waren.

    Die Differenz zwischen 11 Sgr. und 13 GGr. und 6 Pfennigen war für die Strecke Hamburg - Herrnhut zu berappen.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Baldersbrynd
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    • 7. November 2008 um 12:32
    • #3

    @bayern klassisch

    Vielen danke für schnelle Antwort und guten Beschreibung.
    Ich muss gestehen das ist nich mein Brief, leider, aber es gehöhrt zu ein Freund von mir. Er hat noch zwei von dieser und viel mehr von Kap des guten Hoffnung. So ich bin nicht verschultet.
    Willst Du auch die zwei anderen sehen, dann machen ich gern ein Scan?

    Liebe Grüße
    Jørgen

    Einmal editiert, zuletzt von Baldersbrynd (7. November 2008 um 12:34)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 7. November 2008 um 12:40
    • #4

    Lieber Jörgen,

    welcher Postgeschichtler würde nicht mehr dergleichen Briefe sehen wollen?

    Der sollte sich sein Lehrgeld auszahlen lassen :D.

    Ich freue mich über jeden tollen alten Brief, sei er nun dir, mir oder einem anderen. Also bitte zeigen. ;)

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Baldersbrynd
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    • 7. November 2008 um 13:06
    • #5

    Liebe bayern klassisch.

    Du hast etwas geschrieben das ich nicht ganz verstehen. Du Schreibst: "Die Differenz zwischen 11 Sgr. und 13 GGr. und 6 Pfennigen war für die Strecke Hamburg - Herrnhut zu berappen".
    War dieser Betrag für dieser Strecke oder von die Strecke Cuxhaven - Hamburg? War die 11 Sgr. umgerechnet bis 13 GGr und 6 Pf.?

    Und hier kommt die zwei andere Briefe. Wenn Du Zeit und Lust haben, willst Du auch die Portobetrag für dieser berechnen?

    Liebe Grüße
    Jørgen

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  • doktorstamp
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    • 7. November 2008 um 13:11
    • #6

    Das Schiff hiess Boudicea.

    Diese Dame, eigentlich eine Königin, ist mit dem Arminius in Deutschland in etwa gleichzustellen.

    Ihre Sippe, die Iceni, hatte schon so einiges mit den Römern vereinbart. Und so bis 60AD lief alles ziemlich ruhig. Mit dem Tod ihres Mannes, und die zu ihrem Gunsten Interpretierung seines Testaments (er vermachte dem Römischen Kaiser die Hälfte seines Reiches) in dem sie meinten uns gehört jetzt das Reich der Iceni, kamm es zu einem Aufstand. Boudicca hat daraufhin protestiert, und für ihren Einsatz wurde sie mit einer Peitscher gezüchtigt, ihre beiden Töchter vergewaltigt. Die Behandlung ehemaligen Verbundeten konnte zu nichts anders führen.

    Sie setzte die Iceni in den Kriegszustand. Den Römern das Leben schwergemacht und forderte viele Opfer auf römischer Seite.
    Die Städte Colchester, Verulanium, sowie London waren dem Boden gleichgemacht.

    Endlich gelang es den Römern sie festzunehmen, aber ehe sie sie bestrafen konnte hat sie sich das Leben mittels Gift genommen.
    Es gibt verschiede Schreibweisen für den Namen.

    Bodicea, Boudicca, Boudicea

    mfG

    Nigel

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  • Baldersbrynd
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    • 7. November 2008 um 13:17
    • #7

    Hallo Nigel

    Vielen Danke für Deine beschreibung für die Schiffsname.

    Liebe Grüße
    Jørgen

  • Bayern-Nils
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    • 7. November 2008 um 14:17
    • #8

    Hallo Baldersbrynd und Bayern Klassisch

    Diese Briefe hätte ich gern in meine Samlung gehabt.

    Für mich sieht es aus als ob die Briefe zuerst nach London gegangen ist, der Empfänger ist nach Herrnhut "umgezogen" und die Briefe sind weitergeleitet. Also die Briefe ging nicht über London, aber ist weitergeleitet (macht wohl eine kleine unterschied)
    Die Briefe sind privat weitergeleitet nach Hamburg und da noch mal ins Postamt geschickt. Meiner meinung nach sind die deutsche taxierungen eine preussische und eine sachsiche. Wie viele Gute Groschen und Silbergroschen und so weiter weiss ich aber nicht.

    Viele Grüsse
    Bayern-Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 7. November 2008 um 17:25
    • #9

    Hallo Jörgen,

    ich sehe es ähnlich wie @Bayen-Nils.

    Die Briefe wurden zuerst an einen Forwarder nach London gesandt und waren portopflichtig. Das war nicht ungewöhnlich und ist in der Vormarkenzeit bei Überseebriefen eher die Regel, als die Ausnahme.

    Dann liefen sie über Hamburg (Preußen) nach Sachsen.

    Ob der 1. Brief dann wieder nach Cuxhaven retour lief, glaube ich weniger, denn dann hätte man die sächsische Adresse korrigieren müssen.

    Ich sehe es so, dass man mit der roten Tusche in Hamburg seine (preußische) Forderung aufschrieb (die nichts mit der britischen Taxierung von Übersee zu tun hatte) und diese Silbergroschen in sächsische Neugroschen reduziert wurden und mit dem Porto von Hamburg nach Herrnhut zusammen notiert wurden.

    Die Briefe 1 und 2 haben dann auch je 13 1/2 GGr. vermerkt, während der 3. Brief auf Grund der niedrigeren Forderung Preußens nur noch 12 GGr. in Sachsen kostete.

    Da dies aber nicht mein Gebiet ist, bleibt dies alles meine "private Meinung", ohne dass ich darüber vertragliche Unterlagen hätte.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • doktorstamp
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    • 7. November 2008 um 19:46
    • #10

    Bei dem zweiten Brief ist der handschrifliche Vermerk
    per Steamer to Hambro (Hamburg), anscheinend lag kein Deutsches Schiff in dem Hafen, daher den Leitvermerk India Letter/Portsmouth.
    1834 hatte Portsmouth noch keine Bahnverbindung, dessen bin ich mir sicher da Horsham wo ich wohne auf der Strecke liegt und erst 1838 mit der Bahn angeschlossen war.

    Der Adressat hiess Rev'd (Pfarrer) G M Schindler oder vielleicht Schandler, durch den Stempel ist der Name nicht so richtig zu lesen.
    Es handelt sich also un einen Missionärbrief.

    Und jetzt muß ich na die Arbeit, bis morgen

    mfG

    Nigel

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  • kibitz
    neues Mitglied
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    • 7. November 2008 um 21:09
    • #11

    Hallo Nigel,

    INDIA LETTER PORTSMOUTH ist kein Leitvermerk.
    Briefe vom Kap wurden als INDIA LETTER behandelt.
    INDIA LETTER = 4d bis 3 Unzen für den eingehenden Brief
    + Inland (in dem Fall) nach London.
    Portsmouth - London ca. 72 Meilen also 8d für den einfachen Brief
    (unter 1Unze) + 4d India Letter =1sh
    India Letter Briefe mussten im ersten Hafen den das Schiff anlief
    der Post übergeben werden.

    "per Steamer" seit dem 30.6.1825 fuhren Dampfer der General Steam Navigation C. von London nach Hamburg

    beste Grüsse

    kibitz

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