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BayernBriefe ohne Marken

  • Bayern-Nils
  • 19. Oktober 2008 um 18:39
  • Bayern-Nils
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    • 6. August 2010 um 22:17
    • #321

    Hallo bayern klassisch

    Besten Dank für deine Antwort. Und Mühe :P :)

    Eigentlich toll was man herausfinden kann. :)
    War es so dass die Botendienste ab und zu geerbt waren, in Bayern wie es in Österreich vorgekommen hat? Damit deute ich darauf hin dass der Bote oder die Botenfamilie ein "Kontrakt" so zu sagen hatte, die Briefe nach Hitzhofen zu bringen (und anderen Orten).

    Dass es ein Ankunftstempel bei der Brief nicht gibt, weiss ich nicht wie ich beurteilen soll. Es ist nicht ungewöhnlich dass besonders Dienstbriefe ganz ohne Ankunftsstempel sind. In mein Vergleichsmaterial kommt es aber seltener und seltener vor dass die Ankunftsstempeln fehlen.

    Nochmals danke für die geleistete Arbeit :)

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 7. August 2010 um 06:50
    • #322

    Hallo Nils,

    für eine Antwort muss ich etwas weiter ausholen.

    Die geerbten Botendienste fallen hier vermutlich weniger ins Gewicht - das war auch eine andere Zeit (zuvor), als Botenfamilien diese Dienstleistungen erbrachten (Taxis war ja eine von diesen, die Fussacher oder Lindauer Boten et cetera).

    Bei den bayer. Postexpeditionen (PE) galt es, folgende, teils divergierende Kräfte ins Gleichgewicht zu bringen:

    1. Wünsche/Forderungen der Behörden.
    2. Wünsche/Forderungen der Privaten (die konnten sehr mächtig sein!).
    3. Wünsche/Forderungen der Postverwaltung selbst (teils aus 1. und 2. gespeist).
    4. Wahrung alter oder älterer Besitzstände und Rechte (das wäre dein Fall) aller Beteiligten.
    5. Dringendheit von Umsetzungen im Rahmen betrieblicher Neuorganisation(en), z. B. neue Bahnlinie - neue Postzuleitung - neue PE.

    Hierbei galt es abzuwägen, wie die Geschäfte laufen würden, denn ein Subunternehmer wie ein Expeditor sollte ja so gut verdienen, dass er seinen Job mit seinen Angestellten im Sinne der Postverwaltung optimal ausüben konnte. Expeditoren, denen das Wasser bis zum Hals stand, oder die nach Nebeneinkünften gierten, waren für Unterschlagungen anfällig und auch sonst nicht sehr zuverlässig.

    Da sie tagtäglich mich großen Beträgen zu tun hatten, oft mehrere Tausend Gulden über Wertbriefe oder Wertpakete, und das Vertrauen in die damalige Post durch Unterschlagungen, Überfälle und Schludrigkeiten litt, war der Postverwaltung sehr daran gelegen, möglichst nur solvente, sichere und fleißige Expeditoren zu gewinnen, womit man sich das Vertrauen der Bevölkerung zurück erobern konnte, was den Umsatz und Gewinn nach vorne brachte.

    Waren Expeditoren für eine Stelle zu gewinnen, die auch ohne Landpostbotendienst ertragreich zu werden schien, konnten sie die Gebiete drumherum anderen Expeditoren überlassen, wenn diese das wünschten, oder es ihnen aufoktroyieren.

    Ob sich der Landpostbotendienst überhaupt rechnete, ist bei vielen kleineren Expeditionen schwer heraus zu finden, weil die Unterlagen über die Rentabilität i. d. R. entsorgt wurden. Es sind mir aber Klagen an die vorgesetzten OPÄ bekannt, in denen hierauf abgestellt wurde. Dann konnte die Verwaltung gegensteuern, indem der Dienstvertrag modifiziert wurde (höhere Emolumente, Beteiligung am Markenverschleiß, Einbindung der Amtskassen in Aufwendungen für den Dienstbetrieb, Leitung günstigerer Routen für die lokale PE etc.).

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Bayern-Nils
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    • 7. August 2010 um 10:05
    • #323

    Hallo bayern klassisch

    Danke für deine interessante und ausführliche Antwort :) :) :)

    Es ist auch eine bessere Beispiel für die Wichtigkeit von Heimatsammlungen, bei Verständnis von die Postgeschichte.
    Aber wo findet man die Heimatsammlungen wo man Vergleichsmaterial finden kann? Ich kenne leider wenige :(

    In einige Jahren kann es sich vielleicht ändern? :)

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • Bayern-Nils
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    • 7. August 2010 um 15:51
    • #324

    Hallo Freunde

    Heute noch einen schöner Brief, der ein kleinen Umweg gelaufen war. Statt Colmberg-Leuthershausen direkt, ist der Brief über Ansbach gelaufen. Die Strecke hat sich dadurch gedoppelt. Und hier war der Bahnpost sicher nicht bestimmend.

    Ein violetter Zierstempel von Colmerg lässt sich auch gern schauen. Dazu von Januar 1874.

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 21. August 2010 um 07:44
    • #325

    Hallo Nils,

    wenn der Brief in den falschen Postsack kam, ging er in der falschen Richtung auf seine Reise. Die allermeisten Briefe wurden sicher richtig kartiert - aber die Ausnahmen zu besitzen ist natürlich dann umso reizvoller. :)

    Der hier wurde ausweislich des Stempels des Absenders aus Oberstein nicht von dort nach Würzburg zur Portoersparnis transportiert, sondern tatsächlich in Würzburg geschrieben und von dort nach Bad Kissingen aufgegeben. Man benutzte eben auch das vorgestempelte Briefpapier auf Reisen im Ausland.

    1852 war noch ein Jahr, in dem die Auf- und die Abgabepost taxierten, obwohl ihn die Aufgabepost korrekt mit 6 Kr. taxiert hatte (unfrankiert bis 1 Loth über 12 Meilen). Dieses Verhalten kann man noch bis in die späten 50er Jahre hinein beobachten, weil einige glaubten selbst errechnen zu müssen, was andere längst errechnet hatten.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

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  • Bayern-Kreuzer
    Gast
    • 21. August 2010 um 15:31
    • #326

    Hallo bayern-klassisch,

    auch 1854 gab es noch 2 Taxziffern auf einem Brief von Würzburg (Absender auch Maerker) zum Elias Treibs nach Kissigen.

    viele Grüße
    bayern-kreuzer

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  • bayern klassisch
    Gast
    • 21. August 2010 um 15:33
    • #327

    Hallo Bayern-Kreuzer,

    perfektes Penant zu meinem Brief - super!

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Bayern-Kreuzer
    Gast
    • 26. August 2010 um 17:00
    • #328

    Hallo Bayernfreunde,

    anbei kein Bayern-Brief, aber immerhin einer, der nach Bayern ging:

    Brief vom 27.8.1865 von Müncheberg in Brandenburg / Preußen nach Kissingen.
    Postgeschichtlich nichts besonders, der Stempel auch nicht.
    Aber ich habe ihn wegen der doch kuriosen Anschrift gekauft:

    "An
    den Herrn ..... .....
    Edel-Steinhändler aus Oberstein
    zur Zeit
    in Bad Kissingen
    in Baiern
    in dem Laden an der
    Wiese neben dem Laden mit
    geschnitzten Elfenbeinwaren"

    Viele Grüße
    bayern-kreuzer

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  • Bayern-Nils
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    • 26. August 2010 um 17:10
    • #329

    Hallo Bayern-Kreuzer

    Toller Brief :D :D
    Sogar an Herr NN

    Sieht man nicht so oft. Deswegen diese super Anschrift.

    Danke fürs Zeigen

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 26. August 2010 um 17:12
    • #330

    Hallo Bayern-Kreuzer,

    ein schöner Brief - da kommt die interessante Adresse noch dazu!

    Was du nicht lesen kannst ist "p. p.".

    Das stand für "praemissis praemittendis": der gebührende Titel sei vorausgeschickt.

    Weil der Absender den Namen des Adressaten nicht kannte, musste er sich so behelfen.

    Häufiger sehen wir den Zusatz N. N. für "nomen nescit", Namen nicht bekannt.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Einmal editiert, zuletzt von bayern klassisch (26. August 2010 um 17:13)

  • Bayern-Nils
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    • 26. August 2010 um 17:25
    • #331

    Halllo

    Ja, wer sein latein kennt, kennt auch die Antwort. ;)

    Ein PP habe ich noch nie gesehen. Macht dein Brief noch besser in meine Augen :P

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 26. August 2010 um 17:35
    • #332

    Hallo Nils,

    der Titel p.p. ist eher ein älterer gewesen, während N.N. eher neueren Datums ist.

    Nur das ich nicht missverstanden werde: Beide sind sehr selten auf der Adressseite zu finden. Ich kenne Sammler mit 5000 Briefen, die haben so etwas nicht.

    Liebe Grüsse vom alten Lateiner bayern klassisch :D

  • Bayern-Kreuzer
    Gast
    • 26. August 2010 um 18:22
    • #333

    Hallo Nils und bayern-klassisch,

    vielen Dank für Eure Kommentare zu meinem Brief.

    Absender war übrigens ein Magnus von Brünneck aus Trebnitz. Über den gibt´s bei Wikipedia fast 2 Seiten zu lesen.

    Und das Ganze gab´s bei ebay für 2,34 € + Porto :D

    Viele Grüße
    bayern-kreuzer

  • Bayern-Nils
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    • 1. September 2010 um 20:16
    • #334

    Hallo Freunde

    Einige Tage her habe ich Glück gehabt und konnte dieser Brief erwerben. Es ist ein Porto Ortsbrief, was eher selten sein muss. Sieht man auf jeden Fall selten.

    Der Empfänger musste für diesen Brief 3 Kreuzer Bezahlen. Der Brief war wahrscheinlich nicht von Absender zum Post gebracht, weil in Schweinfurt geschrieben. So der Absender hat jemand den Brief gegeben und in Kissingen zum Post gebracht. So hat der Empfänger trotzdem 3 Kreuzer gespart.

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 1. September 2010 um 20:28
    • #335

    Hallo Nils,

    ein ganz seltener und sehr schöner Brief. Es gibt kaum unfrankierte Ortsbriefe in der Markenzeit, die keine Portomarke tragen. Der 200%ige Aufschlag zur Frankierung war für die allermeisten doch schon sehr abschreckend.

    Mein Porto - Ortsbrief, den ich morgen zeigen werde, wurde auch nicht am Ort seines Verfassens zur Post gegeben.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Bayern-Nils
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    • 1. September 2010 um 20:53
    • #336

    Hallo bayern klassisch

    Dann freue ich mich auf deine Brief Morgen :)

    Viele Grüsse
    nils

    NEH

  • Bayern-Kreuzer
    Gast
    • 2. September 2010 um 06:52
    • #337

    Hallo Nils,

    Glückwunsch zum dem schönen Porto-Ortsbrief.
    Wann sieht man einen solchen Brief schon mal?

    Den hätte ich auch gerne gehabt - aber ich war beim Bieten doch zu zaghaft.

    Viele Grüße
    bayern-kreuzer

  • Bayern-Nils
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    • 2. September 2010 um 07:35
    • #338

    Hallo Bayern-Kreuzer

    Falls es ein Trost ist, ich war beinahe geschlagen ;)
    Viel Glück nächstes Mal. :)

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 2. September 2010 um 07:45
    • #339

    ... gut, dass ich mich nach Rücksprache mit Nils zurück gehalten habe, sonst wäre es eine heiße Sache geworden. ;)

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    P.S. @Bayern Kreuzer - hast Recht, so einer kommt nicht jedes Jahr ins Angebot, noch dazu so schön. :P

  • VorphilaBayern
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    7. August 1955 (70)
    • 2. September 2010 um 07:59
    • #340

    Hallo Bayern-Nils,

    gratuliere ebenfalls recht herzlich
    zu dieser sehr seltenen Rarität.

    Beste Grüße von VorphilaBayern

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