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Baden - Italien 1866

  • bayern klassisch
  • 19. Oktober 2008 um 16:41
  • bayern klassisch
    Gast
    • 19. Oktober 2008 um 16:41
    • #1

    Ein Freund bat mich, eine Stellungnahme zu dem nachstehend abgebildeten Brief abzugeben. Für ihn ist die Authentizität etwas fraglich; es geht also um die Echtheit.

    Ich habe dazu zwar eine Meinung, bin aber lieber auf der sicheren Seite und lasse hier mal die Baden - Spezialisten vor.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

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  • Denis
    Super-Moderator Phila-DB-Admin
    Beiträge
    1.133
    Geburtstag
    2. November 1984 (41)
    • 19. Oktober 2008 um 17:04
    • #2

    Hallo!

    Meiner Meinung nach gehört die 30 Kreuzer nicht auf den Brief.

    Denn der Stempel wird "in einem Zug" auf alle Marken aufgestempelt und hat daher bei allen Marken den gleichen Winkel.

    Sehr schön zu sehen bei der braunen und rosa Marke, wo der gleiche Winkel zu sehen ist.

    Ich vermute, an der Stelle der 30 Kreuzer hat eine andere Marke geklebt, die dann entfernt wurde und der Rest des Abschlages dazu genutzt wurde, ihn mit dem Stempel auf der 30 Kreuzer Marke in Übereinstimmung zu bringen.

    Die Charge-Gebühr von 7 Kreuzer musste darüber hinaus erst ab 1.1.1868 durch Marken beglichen werden, früher wurde sie bar bezahlt.

    Da der Brief mir auch nicht allzu groß erscheint, wäre eine Frankatur von 42 Kreuzern sowieso überzogen.

    Gruss
    Denis


    Bitte bietet mir alles von Altdeutschland Baden an, ich brauche noch viele Stempel zur Komplettierung meiner Stempelsammlung.

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  • bayern klassisch
    Gast
    • 19. Oktober 2008 um 17:19
    • #3

    Hallo Denis,

    erst einmal vielen Dank für deine zügige Stellungnahme.

    Die verklebten 42 Kr. würden sich wie folgt zusammen setzen:

    6 Kr. für Baden für Briefe bis 1 Loth und über 10 bis 20 Meilen im Postverein bis zur Schweizergrenze.

    6 Kr. für die Einschreibung. Meines Wissens damals bar bezahlt und eben nicht im Marken.

    6 Kr. für die Schweiz für Briefe im Transit über 10 Meilen bis 1 Loth.

    12 Kr. für Italien, weil über 10g, aber unter 1 Loth schwer.

    12 Kr. für die Einschreibung in Italien, durch die das Franko verdoppelt wurde.

    --------

    42 Kr. in der Summe. Diese 42 Kr. kleben auch auf dem Brief.

    Mein Problem ist das Weiterfranko, das mit 6 / 30 oder 6 / 36 Kr. angesetzt wurde. Leider kann ich das nicht sicher feststellen.

    Die 6 Kr. galten für die Schweiz, siehe meine obige Erklärung. Dann aber müsste es 24 heißen, und nicht 30 oder 36, denn eine 36 hätte in Italien ein Gewicht von 20 bis 30g bedeutet, wodurch es schon in Baden und der Schweiz ein Brief der 2. Gewichtsstufe geworden wäre - damit wäre alles an der Frankatur hinfällig.

    Der Stempelübergang, du sprachst es schon an, sieht sehr unecht aus.

    Auch frage ich mich, ob die beiden anderen Marken originär haften.

    Ich denke auch, dass es eine "Marriage" ist, also jemand einen Brief mit abgelösten Marken billig kaufte und so aufpeppte, und werde meinem Sammlerfreund vom Kauf (im vierstelligen Bereich) abraten.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Bayern-Nils
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    2.480
    Geschlecht
    Männlich
    Geburtstag
    29. April 1962 (64)
    • 19. Oktober 2008 um 17:38
    • #4

    Hallo

    Ich finde, obwohl ich überhaupt kein Expert bin, dass der Stempel auf die Marke eine andere Struktur hat als auf den Briefpapier. Auf den Briefpapier ist der Stempel mehr wie Spots, aber auf die Marke kann man die Linien genauer folgen, obwohl die Linien nicht ganz ausgefüllt sind.

    Viele Grüsse
    Bayern-Nils

    NEH

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