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Raumfahrt

  • mx5schmidt
  • 14. Oktober 2008 um 22:28
  • mx5schmidt
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    • 21. November 2008 um 21:51
    • #81

    Beim heutigen Brief handelt es sich um einen Helikopterbeleg, der einen Unterstützungsflug zum Start einer Raumfahrtmission dokumentiert, die hier leider nicht handschriftlich eingetragen wurde.

    Dem eingetragenen Datum 8.7.1976 nach handelt es sich um die Mission "Palapa A1", den Start des ersten indonesischen Kommunikationssatelliten.

    Zu diesem Thema habe ich folgende Info gefunden:

    The Palapa-A satellites, built by Boeing SatelliteSystems, are identical to the Anik A and Westar satellites Boeing built for the first domestic systems in Canada and the United States.

    The Palapa-A satellite program began in February 1975 when the Indonesian government awarded two separate contracts to Boeing for the construction of two satellites, a master control station for the entire system, and nine earth stations.

    Completion of the earth stations and development, construction, and launch of the first satellite took place in 17 months, one of the fastest production schedules ever undertaken by Boeing management and engineers.

    Other firms built 30 earth stations to complete the group segment of the system, which was controlled and operated by PERUMTEL, the government-owned telecommunications company.

    Palapa-A's specially designed antenna concentrated the satellites signal power on all Indonesian islands, including the main isles of Sumatra, Java, Bali, Kalimantan, Sulawesi, and Irian Jaya, as well as the surrounding southeast Asia area including Singapore, Malaysia, Thailand, and the Philippines.

    Palapa-A was a 12-transponder satellite with an average capacity of 6000 voice circuits or 12 simultaneous color television channels or any combination of the two. Contract lifetime of the satellite in orbit was seven years.

    The satellite was 11 feet 2 inches high (including antenna) and 6 feet 3 inches in diameter. The shaped-beam antenna was a solar transparent 5-foot parabolic dish. Launch weight of the satellite was 1,265 pounds; in-orbit weight was 654 pounds.

    NASA's launch vehicle for the Palapa-A satellite was the Delta-2914, the same type booster used to launch the earlier Anik A and Westar satellites.

    Palapa, a name signifying national unity, was chosen by President Suharto in July 1975.

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

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  • mx5schmidt
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    • 22. November 2008 um 21:47
    • #82

    Hallo

    Ich bringe hiermit das Space Shuttle am 14. April 1981 auf der Edwards Air Force Base wieder zur sicheren Landung.

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

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    • 23. November 2008 um 06:24
    • #83

    Habe vor kurzem die Anzeige eines Italienischen Auktionshauses gesehen welches das Tagebuch einen ISS Bewohners versteigert. Billig wird das sicherlich nicht.

    Tibet, Nepal-Klassische Ausgaben, Irak-Eisenbahnmarken 1928-1942, Irak-Zwangszuschlagsmarken Hochwasser 1967, Overland Mail Baghdad-Haifa, SCADTA-Provisorische Einschreibmarken der Ausgabe 1921 & 1923, Kolumbien- Halbamtliche Ausgaben

  • jeanyjo
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    5. Februar 1970 (56)
    • 23. November 2008 um 11:37
    • #84

    da könnt ich ja auch was zu beisteuern wenn gewünscht
    jeany

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  • wajdz
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    • 23. November 2008 um 16:09
    • #85

    Die von der "Endeavour" mitgebrachte wasseraufbereitungsanlage, ein 145-millionen-dollar-automat , der urin, schweiß und kondenswasser der atemluft in trinkwasser umwandeln soll, verweigert seinen dienst.
    Möglicherweise funktioniert eine zentrifuge in einem destillationsteil nicht.

    Offensichtlich wird inzwischen von den produzenten die qualitäts- und endkontrolle nicht nur bei normalen gebrauchsgütern auf den kunden verlagert.

    >Mit kassenbon wird ohne probleme umgetauscht< :D

    Weiter zu den sternen Mfg wajdz8

    Briefmarken sammeln, welch vernünftige Leidenschaft

  • Germaniafan
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    • 24. November 2008 um 20:00
    • #86

    @ Mx5schmidt
    Da ich gerade in meinen Autographen-Dokumenten wühle hier noch eine leider ungelaufene Karte mit Original Unterschrift von Rudolf Nebel. Ohne die Forschung der Raketen-Pioniere wie R. Nebel währe das Apollo -Programm sicher nicht so schnell möglich geworden.
    Schöne Grüße
    Guido

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  • Zähnetigger
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    • 25. November 2008 um 08:58
    • #87

    Blockausgabe :Mondumkreisung durch Apollo 8
    Ungarn 1969 Block 68
    Aus dem ehemaligen Ostblock,gab es zu diesem amerik. Thema wenig Material - der eiserne Vorhang erstreckte sich auch - in die Weiten des Weltalls - :zZz:

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    Mit 90% aller Menschen nicht übereinzustimmen,
    ist eines der wichtigsten Anzeichen für geistige Gesundheit - .

  • wajdz
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    • 26. November 2008 um 21:11
    • #88

    der achtziger jahre wurde das album eines inzwischen verstorbenen sammlers aus der damaligen ddr nicht mehr aufgeklappt. Hier eine seite zu unserem thema.

    Übrigens kann die verloren gegangene werkzeugtasche mit etwas glück beobachtet werden http://spaceweather.com/flybys/index_coords.phpr

    Mfg wajdz8

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  • wajdz
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    • 27. November 2008 um 16:01
    • #89

    aus diesem album

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  • wajdz
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    • 28. November 2008 um 17:40
    • #90

    Scheichtümer haben sich schon sehr früh dieses themas bemächtigt und viele, zumeist grafisch gut gestaltete marken dazu herausgegeben. Leider wird man sehr selten einen echt gelaufenen beleg mit diesen marken finden. Aber schön sind sie doch.

    Mfg wajdz8

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    2 Mal editiert, zuletzt von wajdz (28. November 2008 um 17:51)

  • mx5schmidt
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    • 28. November 2008 um 21:18
    • #91

    Hier ein sehr schöner Beleg mit Stempel des Hauptbergungsschiffes USS New Orleans und Autogrammen der drei Astronauten der Mission Skylab III:

    Alan Bean,
    Jack Lousma,
    Owen Garriott.

    Die Daten zu der mit diesem Brief dokumentierten Landung sind wie folgt:

    Landung: 25. September 1973
    Landeplatz: Pazifik, 30°47'N, 120°29'W
    Flugdauer: 59d 1h 9min 4s
    Erdumkreisungen: 858
    Bergungsschiff: USS New Orleans
    Umlaufzeit: 93,2 min
    Bahnneigung: 50°
    Apogäum: 441 km
    Perigäum: 423 km
    zurückgelegte Strecke: 39,4 Mio. km

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

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    • 29. November 2008 um 19:10
    • #92

    auch heute noch nicht der industriestaat, würdigte die bemühungen auf dem weg zu den sternen mit einer eindrucksvollen serie.
    Mfg wajdz8

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  • wajdz
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    • 30. November 2008 um 19:21
    • #93

    eine seite aus dem alten album. Ein bunter querschnitt. Mfg wajdz8

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  • mx5schmidt
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    • 7. Dezember 2008 um 22:35
    • #94

    Dank skabene kann ich Euch heute diesen Beleg zum Start der zweiten Sonnensonde Helios-B am 15.0.1976 zeigen und habe gleichzeitig zu den zwei Heliossonden im Internet, insbesondere auf der Seite von Bernd Leitenberger, wie folgt recherchiert:

    Die Helios Sonnensonden waren die ersten Raumsonden, die nicht von der UdSSR / USA gestartet wurden, 10 Jahre bevor mit den Sonden zu dem Kometen Halley die ersten Starts der ESA und Japans erfolgten.

    Die Sonden halten bis heute den Rekord für die nächste Sonnenpassage von 43.4 Millionen km.

    Es waren die einzigen Raumsonden, welche die BRD je gebaut hat und sie bedeuteten den Einstieg Deutschlands in die Erforschung des interplanetaren Raums.

    Dieses Gebiet wird bis heute von deutschen Instrumenten dominiert.

    So kommt nicht nur die Hälfte der Nutzlast von Rosetta aus Deutschland, Staubdetektoren und Analysatoren flogen aber auch auf Galileo, Cassini, Stardust und CONTOUR mit.

    Leider sind die Helios Sonden schon bei ihrem Start kaum von der Öffentlichkeit beachtet worden.

    Der Startschuss für Helios fiel schon im Jahre 1966, als zwischen Bundeskanzler Ludwig Erhardt und Präsident Johnson ein entsprechendes Abkommen unterzeichnet wurde.

    Wichtig war nicht nur der wissenschaftliche Charakter der Mission sondern auch die Festigung der politischen Beziehungen.

    Der Vertrag enthielt daher keine Details über die Mission.

    Es blieb den Wissenschaftlern vorbehalten, diese auszuarbeiten.

    Da man in Deutschland sich schon lange man sich mit der Erforschung des interplanetaren Raumes beschäftigte, (unter anderem postulierte Ludwig Biermann 1951 den Sonnenwind) einigte man sich auf eine Sonde, deren Ziel die Erforschung der von der Sonne abgegebenen Teilchen und des interplanetaren Raumes war.

    Am 10.6.1969 wurde der Vertrag über die Mission formell ratifiziert und am 3.2.1970 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht.

    Zum ersten Mal in Deutschland setzte man das Prinzip eines Hauptauftragsnehmers ein.

    Dies bedeutete, dass eine Firma den Auftrag bekam und Unteraufträge selbst weiter vergab, statt dass man verschiedene Firmen mit der Fertigung einzelner Subsysteme beauftragte und nachher selbst dafür sorgen musste, dass die Raumsonde als ganzes funktionierte.

    Die Aufteilung erfolgte dahingehend, dass die Amerikaner die beiden Trägerraketen Titan 3E Centaur stellten.

    Die Sonden selber wurden in Deutschland gebaut.

    Die Experimente wurden entsprechend der finanziellen Beteiligung so aufgeteilt, das 7 der 10 Experimente aus Deutschland und 3 aus den USA stammten.

    Die Gesamtkosten der Mission betrugen 700 Millionen DM beziehungsweise 270 Millionen USD.

    Dies war eine Kostenüberschreitung der geplanten Ausgaben um 15 %.

    Bis zum Start der Raumsonden 1974 waren 215 Millionen USD angefallen.

    Die Summe stieg bis zum Ende der Primärmission auf 240 Millionen USD.

    Die folgende Missionsverlängerung war dann mit 30 Millionen USD vergleichsweise preiswert.

    Davon trug die BRD 465 Millionen DM und die USA 230 Millionen DM.

    Hauptauftragnehmer war Messerschmitt-Bölkow-Blohm (MBB), die Firma erhielt etwa 50 % des industriellen Auftragsvolumens von 278 Millionen DM, der Rest entfiel auf ERNO Struktur, Wärmehaushalt, Bodenempfangsgeräte), AEG Telefunken (Solargenerator und Transponder), SEL (Datenverarbeitung), Ferranti (Rechner), ETCA (Energieversorgung), Ball Brothers (Spin Mechanismus), Sterer (Kaltgas System), Exotech (Sonnensensoren), Motorola (Testsatz), Harris (elektrische Komponenten) und Fairchild (Experiment Antennen).

    Die deutschen Gesamtkosten teilten sich folgendermaßen auf:

    Entwicklungs- und Fertigungskosten: 280 Millionen DM
    Deutsche Experimente: 65 Millionen DM
    Datenempfang und Aufbereitung: 40 Millionen DM
    Versuchs- und Bodenbetriebsanlagen: 50 Millionen DM

    Die Startkosten wurden von den USA mit 70 Millionen USD angegeben.

    Weitere 10 Millionen USD entfielen auf die Experimente und das Deep Space Network.

    Gebaut wurden die Sonden von 1970-1974.

    Es wurden zwei Flugexemplare und ein Reserveexemplar gebaut, das für Tests diente.

    Es wäre bei einem Fehlstart gestartet worden und steht heute im deutschen Museum in München.

    Die Konstruktion von Helios wurde durch die Tatsache geprägt, dass sich diese Raumsonde auf mind. 50 Millionen km Entfernung an die Sonne nähern sollten.

    Zum Zeitpunkt des Starts der Entwicklung, hatten sich Raumsonden bis auf 108 Millionen km an die Sonne genähert (Bahn der Venus).

    Die Erde umkreist in einer mittleren Entfernung von 149.6 Millionen km die Sonne

    Gebaut wurden 2 Raumsonden, um den Raum vergleichend von 2 Positionen aus beobachten zu können und die aktive Zeit zu verlängern.

    Die Sonden heißen Helios 1+2 oder Helios A+B je nach Autor.

    Helios 2 war etwas schwerer als Helios 1, es gibt jedoch keine Informationen, worin der Unterschied bestand.

    Helios 2 näherte sich der Sonne auf 43.4 Millionen km, näher als jeder Planet.

    Die Energiemenge, die dort auf die Sonde fällt, beträgt 1180 % der in Erdnähe.

    Die Sonde wurde daher so konzipiert, dass sie diese Energie maximal abstrahlt.

    Dies macht die Sonden heute noch so herausragend.

    Eine Nation, die noch nicht einmal ihren ersten Satelliten gestartet hat, konzipiert eine Raumsonde, die extremsten Bedingungen trotzt - die technischen Anforderungen waren also enorm.

    Die beiden identischen Sonden waren beim Start 370.0 kg (Helios 1) und 376.5 kg (Helios 2) schwer.

    Ohne wissenschaftliche Nutzlast betrug das Gewicht 299 kg.

    Sie waren für eine Missionsdauer von 18 Monaten ausgelegt, was drei Sonnenumläufen entspricht.

    Sie hatten die Form einer riesigen Garnrolle mit einem Durchmesser von 277.2 cm oben und unten, in der Mitte nur 175 cm.

    Die Höhe betrug 212.3 cm, mit der Sendeantenne 420.78 cm.

    Zwei Ausleger für das Magnetometer (Experiment 2) und Plasmawellen (Experiment 5) ragten um 4.7 beziehungsweise 14.8 / 16 m zur Seite heraus.

    Bei Helios 2 war diese Antenne nur bis auf 14.8 m entfaltbar.

    Soll waren 16 m.

    Der Zentralkörper ist ein Sechzehneck.

    Solarzellenflächen befanden sich nur am oberen und unteren Rand.

    Diese Fläche war um 32.5° zur Rotationsachse geneigt, um wenig Licht aufzunehmen und vieles zu reflektieren.

    In Erdnähe produzierten diese maximal 270 W an Strom.

    Benötigt wurden in Erdnähe 229 W Strom, beim Betrieb aller Experimente in Sonnennähe 238 Watt.

    Der minimale Strombedarf betrug 211 Watt.

    Der Strom wurden von 14080 Sonnenzellen an der Oberfläche geliefert.

    Die gesamte Fläche der Garnrolle betrug 13.16 m².

    Die Abnahme der Leistung in Sonnennähe liegt darin, dass der Wirkungsgrad von Solarzellen mit steigender Temperatur stark abnimmt.

    Die Struktur, gefertigt von ERNO Raumfahrttechnik in Bremen, wog 71.34 kg.

    Dazu kamen noch 21.91 kg für die Thermalkontrollsysteme.

    Das Temperaturkontrollsystem musste mit einer Einstrahlung von 1 kW bis 15.3 kW zurechtkommen.

    Dies geschah dadurch, das zum einen 50 % der Oberfläche mit optischen Reflektoren überzogen sind, die 93 % des einfallenden Lichtes reflektieren (Hochreflektierende Quarzspiegel SSM: Second Surface Mirror).

    Für die Anbindung der Reflektoren und Solarzellen wurde ein Bindeelement gefunden werden, welches zwischen -100 und +170°C funktionierte.

    Im Innenraum, der nicht von der Sonne beschienen wird, regulieren Louver die Temperatur.

    Dies sind Elemente wie Jalousien, die durch ein Bimetall geöffnet werden.

    Sie strahlen die Wärme in den Weltraum ein.

    Unter der Sonde ist eine Superisolierung an der gesamten Innenseite untergebracht.

    Die Sonde ist so gut isoliert, dass es nötig ist, sie in Erdferne zu heizen.

    Dies machen thermostatgesteuerte Heizsysteme für die Instrumente und die Elektronik.

    Ziel war eine Arbeitstemperatur von 20°C für die Elektronik.

    Sie war für eine Temperatur von -10 bis +20 Grad Celsius ausgelegt.

    Der Solargenerator, der erheblich stärker der Hitze ausgelegt war, war für Temperaturen von -65 bis +175 Grad spezifiziert worden.

    Als letzte Maßnahme rotiert die Sonde sehr schnell mit um ihre eigene Achse.

    So ist nur ein Teil der Oberfläche der Sonne ausgesetzt.

    Die Rotationsachse ist so ausgelegt, dass die Sonde senkrecht zur Ekliptik rotiert.

    Die nominelle Rotationsrate betrug 60 +/- 1 Umdrehungen pro Minute.

    Neben dem Solargenerator hatte die Sonde noch eine Silber-Zinkbatterie an Bord.

    24 Zellen hatten eine Kapazität von 10,2 Ah.

    Hersteller war Silberkraft.

    Die Bordspannung wurde mittels der Batterie und des Solargenerators auf 28 ± 1 V stabil gehalten.

    Das Energieaufbereitungs- und Übertragungssystem wog 61.5 kg und stammte von ETCA Charleroi.

    Die Verkabelung mit einer Länge von 32000 m bestand aus 276 Steckern und wog 42.3 kg.

    Die Elektronik besteht aus einem Kommandogeber, der 256 Kommandos verarbeiten konnte.

    Während der bis zu 65 Tage dauernden Zeiten, in denen die Sonde sich in Konjunktion befand (von der Erde aus hinter der Sonde) wurden die Daten auf einen Magnetkernspeicher von 500.000 Bit gespeichert.

    Dieser diente auch zur Speicherung der Daten im "Schock Mode".

    Die Datenübertragungsrate konnte von 8 bis 4096 Bits/sec in Zweierpotenzen gewählt werden.

    Beim Perihelion (sonnenächster Punkt) betrug die Datenrate zwischen 64 und 256 Bit/sec.

    Das Kommandosystem stammte von Standard Elektrik Lorenz in Stuttgart.

    Lediglich ein Teil der Sonde war immer der Sonne ausgesetzt:

    Dies war die Sendeantenne in der Mitte der Sonde.

    Sie erreichte bei Helios 1 eine Temperatur von 154°C.

    Sie bestand aus 3 Sendeantennen mit niedrigem, mittleren und hohem Gewinn, jedoch keiner direkt auf die Erde ausgerichteten Parabolantenne, so dass die Datenrate niedrig blieb.

    Die höchste Temperatur die an der Sonde auftrat, waren 370°C.

    Die Sendeleistung war variierbar zwischen 0.5 und 20 Watt.

    Die Sendefrequenz betrug 2297 MHz (Helios 1) und 2295 MHz (Helios 2).

    Die Empfangsfrequenz lag bei 2215 MHz bei beiden Sonden.

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    • 7. Dezember 2008 um 22:37
    • #95

    Ich habe erstmals festgestellt, dass die Länge des Textes eines Beitrages hier 10.000 Zeichen nicht überschreiten darf!

    Hier kommt der zweite Teil des Textes zu Helios:

    Die Kommunikation erfolgte über die 64 m Antennen des DSN der NASA (Empfang) und einer 32 m Antenne in Weilheim (Empfang und Senden mit 10-20 KW Sendeleistung).

    Zeitweise wurde auch das 100 m Radioteleskop vom Effelsberg (400 KW Sendeleistung) hinzugenommen.

    Der Empfänger stammt von AEG Telefunken, der Sender von Thompson CSF.

    Das Sende/Empfangsubsystem wog 38 kg.

    Als Modulationsverfahren kamen PCM/PSK und PM zum Einsatz.

    Die 4 Antennen stammten von MBB.

    Die gerichtete Antenne hatte einen Gewinn von 23 db.

    Die Rundstrahlantennen hatten einen von 7.3 db beim Senden und 6.3 db beim Empfangen und die omnidirektionale Antenne einen von 0.3 db beim Senden und einen von -0.8 db beim Empfangen.

    Bodenstationen in Deutschland gab es bei Weilheim mit einer 30 m Antenne (Nur Senden mit 53 db Gewinn beim Senden) und das Radioteleskop in Effelsberg mit einer 100 m Antenne (Nur Empfangen mit 65 db beim Empfangen).

    Das Lageregelungssystem von MBB wog 31.9 kg.

    Es setzte 7.7 kg Stickstoff Kaltgas ein.

    3 Düsen mit jeweils 1 N Schub waren dazu vorhanden.

    Die räumliche Lage wurde mit Sonnensensoren mit unterschiedlich großen Gesichtsfeldern (Grob und Fein) kontrolliert.

    Das Lagekontrollsystem konnte die Lage der Rotationsachse im Raum um 200 Grad ändern.

    Nachdem es bei Helios 1 zwei Probleme gab wurde Helios 2 in zwei Punkten nachgebessert:

    Die ausfahrbaren Antennen des amerikanischen Radiowellen-Experimentes (E5) entwickelten auf einer Seite einen Schluss gegen Masse, nachdem sich eine Antenne offensichtlich nicht voll abspulte.

    Die zweite, der ersten Antenne symmetrisch zugeordnete Antenne, ist dagegen voll funktionsfähig.

    Als Ursache der Störung wurde der Elektronenschutzschirm lokalisiert, der für Helios 2 geändert wurde.

    Bei Experiment 1 und 5 hatten sich elektromagnetische Störungen ergeben, wenn die Hochgewinnantenne auf volle Leistung gebracht wurde.

    Der Effekt verschwand wieder in der Nähe des Perihel.

    Diese Störung war durch unerwünschte Elektronenwolken an der Antenne erzeugt worden.

    Für Helios B wurden daraufhin die Antennenschlitze geändert.

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

  • skabene
    Gast
    • 8. Dezember 2008 um 04:22
    • #96

    Was für eine Fülle an Infos. :O_O:
    Hätte ich nicht gedacht. Hatte selber ein wenig gegoggelt, als ich den Beleg hier hatte, aber natürlich nicht so in die Tiefe gehend. Da sehe ich, das dir dieses Thema sehr am Herzen liegt. Finde ich gut.
    Und muß mir das alles mal in Ruhe durchlesen in den nächsten Tagen.
    Schön, das Helios-B gut bei dir gelandet ist. ;)

    skabene

  • Zähnetigger
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    • 9. Dezember 2008 um 18:24
    • #97

    2 Marken wurden am 26.11. 08 von wajdz schon gezeigt - hier nun der kplt. Satz :)
    Phil gr.Zt.

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    Mit 90% aller Menschen nicht übereinzustimmen,
    ist eines der wichtigsten Anzeichen für geistige Gesundheit - .

  • wajdz
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    • 12. Dezember 2008 um 16:22
    • #98

    bei der NASA. Die Bilddaten der Lunar-Orbiter-Raumsonden aus den Jahren 1966 bis 1967, bis vor kurzem unbeachtet in einer alten Garage gelagert, wurden jetzt neu ausgewertet, mit großem Aufwand digitalisiert und unter http://www.moonviews.com ins Netz gestellt. Die heutige Technik unterstützt die damaligen Formate nicht mehr, deshalb musste die Lunar Orbiter Image Recovery Projekt ( LOIRP ) mit museumsreifen Geräten und speziell neu gefertigten Magnetköpfen arbeiten.
    Ob die Russen ihre Daten pfleglicher behandelt haben?
    Moonviews der APOLLO 15 Mission findet man übrigens bei http://www.astrolink.de.

    Weiter zu den Sternen mfG wajdz8

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    Briefmarken sammeln, welch vernünftige Leidenschaft

    Einmal editiert, zuletzt von wajdz (12. Dezember 2008 um 16:27)

  • mx5schmidt
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    • 14. Dezember 2008 um 22:03
    • #99

    Hallo Freunde des philatelistischen Themas Raumfahrt!

    Von dem 1958 gegründeten Comitee on Space Research (COSPAR) hatte ich bis heute auch noch nichts gehört, bis ich nach Erhalt dieses Stempels zur immerhin 30. Tagung dieses Comitees im Internet recherchiert habe.

    Der Stempel mit Datum 20.07.1994 würdigt den 25. Jahrestag der ersten Mondlandung.

    Das Committee on Space Research ist ein globales Forum der Weltraum-Wissenschaften.

    Es unterstützt die Forschung in allen Bereichen der Raumfahrt auf internationaler Ebene und bietet ihren Wissenschaftern, Forschern und Entwicklern eine interdisziplinäre Plattform der Diskussion.

    Besondere Betonung legt COSPAR auf den Austausch von Daten und Resultaten, auf gegenseitige Information, Meinungsbildung und die Erörterung möglicher Probleme der Raumforschung.

    Mittel zu diesen Zielen sind vor allem die Organisation wissenschaftlicher Tagungen, die Vermittlung von Kontakten und die Herausgabe spezieller Berichte und Publikationen.

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

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  • mx5schmidt
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    • 16. Dezember 2008 um 21:32
    • #100

    Heute habe ich einen Beleg zum Start der Ariane L8 am 4.3.1984 für Euch:

    Dieser Start erfolgte mit einer Rakete des Typs Ariane 1, einer Weiterentwicklung der Rakete Europa 3, die bei einer Länge von 47,4 m bei einem Durchmesser von 3,8 m eine Nutzlast von 1,86 t befördern konnte.

    Der Erststart erfolgte am 24.12.1979, der Letztstart am 21.02.1986.

    Insgesamt erfolgten 11 Starts, wovon 9 erfolgreich waren.

    Der Name Ariane erinnert an die Sagengestalt Ariadne, einer mythologischen Jungfer der alten Griechen.

    Ariadne war es, die Theseus den Weg aus dem Labyrinth des Minotaurus zeigte.

    Der Minotaurus war ein Ungeheuer, halb Mensch, halb Stier, dem in einem verwunschenen Palast auf Kreta jedes Jahr Opfer gebracht wurden.

    Die Opfer wurden in ein Labyrinth geführt, in dem der Minotaurus sie angriff.

    Ariadne war eines der Opfer, doch konnte sie den Weg aus dem Labyrinth durch einen Faden markieren, den Theseus nutzte um sie zu befreien und den Minotaurus zu töten.

    Ariane sollte Europa aus dem Labyrinth das die "Europa" hinterließ wieder ins Licht führen und das tat sie auch.

    Der Flug Ariane L8 brachte mit dem Kommunikationssatelliten INTELSAT-V-F8 eine Nutzlast von 1.860 kg ins All.

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

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