Weil auch Drucksachen nicht immer völlig Belangloses beinhalten müssen, zeige ich mal eine aus München vom 16. August 1873, aus der "guten, alten Zeit" also.
Ganz so gut würde das seinerzeit 77-jährige Fräulein Josephine Hebberling ihre Zeit jedoch eher nicht empfunden haben, liest man doch in ihrer Todesanzeige folgenden Satz:
"Wir bitten unsere Freunde, schwerbetroffen von dem entsetzlichen Ende durch eine Gewaltthat, das die Vorsehung der theuren Verblichenen beschieden hat, um stille Theilnahme."
Wer nach dem Lesen der Todesanzeige noch Sinn für postgeschichtliche Belange hat, darf gerne kundtun, welchen Postlauf die Drucksache seinerzeit genommen hatte, und was es so mit den Stempeln auf sich haben könnte ...
Kleiner Tipp - alltäglich war auch das nicht.
Liebe Grüsse von bayern klassisch