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Bayern Besonderheit

  • VorphilaBayern
  • 30. September 2008 um 13:39
  • VorphilaBayern
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    7. August 1955 (70)
    • 30. September 2008 um 13:39
    • #1

    Liebe Sammlerfreunde,

    ich möchte hier eine kleine Besonderheit vorstellen:

    Postpaketadresse (1914 in Paketadresse, bzw. Paketkarte umgenannt)
    für ein zwei kg schweres Feldpostpaket.
    Aufgegeben in Weiding (Stempel: Posthilfstelle Weiding Taxe Arnschwang).
    Das Paket und die Postpaketadresse wurden in der Bahnstation Weiding (lag an der Bahnlinie Nürnberg - Furth im Wald) aufgegeben und die 25 Pfg Luitpold erhielt im Bahnpostwagen den Stempel: NÜRNBERG - FURTH BAYER. BAHNPOST Zug 1116 - 29.11.1914.
    In der nächsten Bahnstation in Arnschwang wurden das Paket und die Postpaketadresse der Postexpedition Arnschwang übergeben. Dort wurde der kleine Paketklebezettel auf die Postpaketadresse geklebt.
    Der große Paketklebezettel kam auf das Paket. Auf dem linken Abschnitt wurde der Aufgabestempel von Arnschwang (Oberpfalz) 30. 11. 1914 abgeschlagen. Von dort ging es weiter zur angegebenen Feldpostadresse.

    Selten bei diesem Beleg ist folgendes:
    - Posthilfstellenstempel auf Postpaketadresse, bzw. Paketkarte.
    - die Verbindung Posthilfstellenstempel und Bahnpoststempel auf Postpaketadresse.
    Die Steigerung ist aber folgendes:
    Die Postpaketadresse ist aus der zweiten Versuchswoche, die vom 23. - bis 30. November 1914 zur Weihnachtsversorgung der Soldaten stattfand.
    Die erste Versuchswoche fand vom 19. - bis 26. Oktober 1914 statt.
    Ab 22. Februar 1915 wurde dann der Paketverkehr für die Feldpost allgemein zugelassen.
    Die Gebühr betrug 20 Pfg. Bei diesem Paket kamen noch 5 Pfg. hinzu (Beförderung zum Depot).

    Ich denke, daß dies ein nicht alltäglicher Beleg ist.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

    Bilder

    • Weiding-Feldpostpaket.1914.jpg
      • 313,84 kB
      • 964 × 677
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  • Minimarke
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    • 1. November 2008 um 18:04
    • #2

    Sehr Schönes Stück!
    Und bis zur letzten Zeile komplett korrekt beschrieben!
    Bei der Beschreibung des Portos gehe ich nicht ganz mit.
    Die 25 Pfennig waren das Porto der deutschen Reichspost für die Zuführung der Pakete in die Paketdepot der Feldpost.
    Diese 25 Pfennig galten Entfernungsunabhängig bis 5 Kilogramm.
    Darüber war es möglich Pakete bis 10 kg der Feldpost auf diese Weise zu zu führen.
    Dann kamen pro Kilogramm mehr 5 Pfennig dazu, ebenfalls unabhängig von der Entfernung.
    So dass es Feldpost Zuführungen mit 25 - 30 - 35 - 40 - 45 - 50 Pfennig gibt.
    Sollte jemand solche Belege besitzen wäre hier wohl der richtige Platz um diese zu zeigen.

    Somit sind die Begriffe Soldatenpaket (die berühmte 20 Pfennig Massenware in dieser Zeit), und Feldpost Zuführung durch die Post klar zu trennen.

  • VorphilaBayern
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    • 17. November 2008 um 05:59
    • #3

    Lieber Minimarke,

    vielen Dank für Deine umfassende Erklärung als Paketkartenspezialist.
    Ich denke, daß von den angegebenen Paketkarten - Portostufen Du am besten bestückt bist.
    Es wäre schön, wenn Du einige zeigen würdest.

    Liebe Grüße,
    VorphilaBayern

  • Minimarke
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    • 1. Januar 2009 um 19:41
    • #4

    Hallo nach Grafenwöhr,
    ein Gesundes Neues Jahr allen!!!

    Dann wollen wir mal unser Glück versuchen!!

    Feldpostzuführung bis 6 kg:

    [Blockierte Grafik: http://home.arcor.de/minimarke/Paketkarten/Feldpost-Dateien/image001.jpg]

  • Minimarke
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    • 1. Januar 2009 um 19:45
    • #5

    Feldpostzuführung bis 7 kg:
    [Blockierte Grafik: http://home.arcor.de/minimarke/Paketkarten/Feldpost-Dateien/image003.jpg]

  • Minimarke
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    • 1. Januar 2009 um 19:46
    • #6

    Feldpostzuführung bis 8 kg:

    [Blockierte Grafik: http://home.arcor.de/minimarke/Paketkarten/Feldpost-Dateien/image005.jpg]

  • Minimarke
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    • 1. Januar 2009 um 19:46
    • #7

    Feldpostzuführung bis 9 kg:

    [Blockierte Grafik: http://home.arcor.de/minimarke/Paketkarten/Feldpost-Dateien/image007.jpg]

  • Minimarke
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    • 1. Januar 2009 um 19:48
    • #8

    Feldpostzuführung bis zum maximalen Gewicht von 10 kg:

    [Blockierte Grafik: http://home.arcor.de/minimarke/Paketkarten/Feldpost-Dateien/image009.jpg]

  • Minimarke
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    • 1. Januar 2009 um 19:50
    • #9

    Feldpostzuführung für 2 Pakete bis 5 kg:

    [Blockierte Grafik: http://home.arcor.de/minimarke/Paketkarten/Feldpost-Dateien/image011.jpg]

    in der Hoffnung etwas Licht ins Dunkel gebracht zu haben!

  • VorphilaBayern
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    • 2. Januar 2009 um 06:01
    • #10

    Hallo Minimarke,

    habe mich also nicht getäuscht,
    daß Du als Paketkartenspezialist,
    uns solche schöne und seltene
    Stücke aus Deiner umfangreichen
    Bayernkiste zeigen kannst.

    Herzlichen Dank fürs Zeigen

    und ebenfalls die besten Wünsche für 2009,

    von VorphilaBayern

  • bayern klassisch
    Gast
    • 2. Januar 2009 um 09:57
    • #11

    ... vielleicht verrät uns Minimarke mal, wo diese Kiste genau steht ... :D

    Für spätere Fehlbestände könnten wir (VorphilaBayern und ich) aber garantiert nichts! :D

    Klasse Aufbereitung des nicht häufigen Materials - vielen Dank auch von einem, der "nur" Kreuzerzeit sammelt. :)

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Minimarke
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    • 2. Januar 2009 um 10:20
    • #12

    Danke für die Blumen :)

    @bayern klassisch - die Kiste steht bei mir im Regal, beschriftet mit Feldpost WK I, wie @ VorphilaBayern weiss bin ich jederzeit bereit meine Kisten zu zeigen !
    Vielleicht wird auch irgendwann eine Sammlung daraus :)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 2. Januar 2009 um 10:31
    • #13

    edit!

    Einmal editiert, zuletzt von bayern klassisch (2. Januar 2009 um 12:00)

  • Belsazar
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    • 2. Januar 2009 um 12:20
    • #14

    Das schöne bei der Pfennigzeit von Bayern ist das man mit wenig Geld eine wirklich traumhafte Sammlung aufbauen kann.
    Hier ein weiteres Beispiel die Nr 172 Einzelfrankatur. Nur einen Monat möglich! Schlappe 8 Euro bei ebay.
    Oder eine EF der Michel Nr. 143 oder 144, die ich leider selber noch suche!

    Bilder

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  • VorphilaBayern
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    • 2. Januar 2009 um 13:05
    • #15

    Hallo Belsazar,

    vielen Dank für das Zeigen dieser schönen
    Einzelfrankatur der Nr. 172 von Bayern.

    Einzelfrankaturen dieser Marke waren aber auch noch nach dem 1.10.1919 möglich, wie zum Beispiel: Ortsbriefe bis 20 Gramm (1.10.1919-5.5.1920)
    und Postkarte im Fernverkehr (1.10.1919-5.5.1920).

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

  • VorphilaBayern
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    • 2. Januar 2009 um 15:36
    • #16

    Hallo Belsazar,

    die bayerische Germania 25 - und 35 Pfennig
    Bayern Nr. 143 und 144) werden Sie sicherlich
    als Einzelfrankatur lange suchen müssen.
    Ich kenne nur jeweils ein Stück,
    die ein befreundeter Sammler hat.
    Diese sind im Artikel "Die bayerische Germania"
    in der "POSTGESCHICHTE Nr.90 vom Juli 2002"
    abgebildet.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

  • Minimarke
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    • 2. Januar 2009 um 16:06
    • #17

    Bevor das eigentliche Thema hier verloren geht noch einige 20 Pfennig Porties:

    [Blockierte Grafik: http://home.arcor.de/minimarke/Paketkarten/Feldpost-Dateien/image018_KA.jpg]

    [Blockierte Grafik: http://home.arcor.de/minimarke/Paketkarten/Feldpost-Dateien/Felpost_wue.jpg]

    [Blockierte Grafik: http://home.arcor.de/minimarke/Paketkarten/Feldpost-Dateien/Felpost_by.jpg]

    [Blockierte Grafik: http://home.arcor.de/minimarke/Paketkarten/Feldpost-Dateien/Felpost_ge.jpg]

    alle 4 Karten sind an "feste" Adressen gerichtet, und im Gewicht unter 3 Kilogramm.
    Es wäre schön wenn auch andere Mitleser hier Belege zu diesem Thema zeigen würden.

  • BaD
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    • 2. Januar 2009 um 17:53
    • #18

    Ich möchte mich zu der am Anfang gezeigten Paketkarte äußern.

    Die von Minimarke gezeigten phantastischen und seltenen ( und neuerdings sehr teuren) Paketkarten mit den 5 Pf. Zuschlägen pro kg. zu der Grundgebühr von 25 Pf. sind laut Schrake (geschrieben 1921) erst ab dem 22.Februar 1915 möglich.
    Die Paketkarte stammt aus der 2. Versuchswoche vom 23.11 -30.11.1914.
    Aus der ersten Versuchswoche vom 19. bis 26. Oktober 1914 gibt es keine Paketkarten, denn die 25 Pf. in Marken wurden direkt auf den Paketen verklebt und es wurde auf Paketkarten verzichtet.

    Was diese nur wochenweise Möglichkeit verursachte:
    Am 24. Oktober1914
    waren in Coblenz 55000 Pakete im Depot aufgestapelt und draußen standen noch 23 Eisenbahnwaggons voll mit diesen.
    In der zweiten Woche trafen in Metz 102 Waggons mit Paketen an einem Tag ein, was den Verkehr mangels Entladungsmöglichkeit vollkommen lahmlegte.
    Diese Verhältnisse erzwangen die Verordnung zum 22.2.1915.

    Mit besten Grüßen BaD

    2 Mal editiert, zuletzt von BaD (2. Januar 2009 um 17:58)

  • Minimarke
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    10. Juli 1962 (63)
    • 2. Januar 2009 um 20:18
    • #19

    BaD - auch auf die Gefahr hin das ich hier erschlagen werde ;)

    Ich kenne einen "Beleg" aus der ERSTEN Versuchswoche!

    [Blockierte Grafik: http://home.arcor.de/minimarke/Paketkarten/Feldpost-Dateien/Versuchswoche_eins.jpg]
    Ich würde den Beleg als "kleines" Highlight meiner Sammlung bezeichnen wollen, wie ist eure Meinung?

    Bis jetzt sind mir keine weiteren bekannt. Aber hier wäre der richtige Platz um diese zu zeigen!

  • Briefmarkenburny
    neues Mitglied
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    16. Dezember 1962 (63)
    • 2. Januar 2009 um 20:26
    • #20

    Ich bin zwar nur Mitleser oder besser gesagt Mitbestauner.
    Das ist selbst für Nicht Bayern-Fans hoch interessant :P

    Besten Dank fürs zeigen und erklären!

    Gruß
    Briefmarkenburny

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