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Charge Briefe

  • Bayern-Nils
  • 24. September 2008 um 16:55
  • Bayern-Nils
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    • 19. Dezember 2009 um 20:01
    • #101

    Hallo Freunde

    Leider gibt es in diesem Thread wenige Chargebriefe ausser die Bayerische. Der Thread hat vielleicht eine falsche Name? Auch recomandierte Briefe darf man zeigen ;)

    Eben in meine Sammlung eingestäckt ist dieser Brief, der von Wien nach Neustadt an der Waldnaab in 1856 geschickt war. In Österreich war es, glaube ich, der Regel, dass man der Chargegebühr mit Marken frankierte. Nicht vorderseitig, aber Rückseitig. Wahrscheinlich ein Erbe von der Vormarkenzeit wo man die Chargegebühr rückseitig notiert haben.

    Dieser Brief ist mit 18 Kreuzer CM vorderseitig frankiert. Also war der Brief hier in der 2. Gewichtsstufe. Rückseitig sehen wir die 6 Kreuzer CM Rekogebühr frankiert.

    Oben links ist die österreichische Kartierungsnummer 3 geschrieben. Mit Rötelstift ist die bayerische Kartierungsnummer 22 geschrieben.

    Ist diesen Gewohnheit mit rückseitigen Frankierung von Chargegebühr auch in anderen Vereinsländer zu sehen?

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • Magdeburger
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    • 19. Dezember 2009 um 20:26
    • #102

    Hallo Bayern-Nils

    damit auch ein preussischer Beleg gezeigt wird - ein schwerer Franco-Reko-Brief von Demmin nach Stettin vom 28.12.1865, Entfernung ca 15 Meilen.
    Ab 1 Loth bis 15 Loth war die doppelte Brieftaxe - hier 4 Sgr sowie die Rekogebühr von 2 Sgr, insgesamt 6 Sgr fällig. Dies wurde vom Absender bar bezahlt.

    @Bayern Klassisch

    beschreibe bitte Deinen wunderschönen Brief. Leider kann ich dazu nichts betragen, ausser keine Ahnung. :ups::ups::ups:


    Mit freundlichem Sammlergruss

    Ulf

    Suche Belege von Magdeburg bis 31.12.1867 sowie Belege mit Packkammerstempel

  • bayern klassisch
    Gast
    • 19. Dezember 2009 um 21:39
    • #103

    Hallo in die Runde,

    ich kenne kein Land deutscher Zunge, in dem man die Chargégebühr siegelseitig verklebt hat, außer in Österreich. 2. Gewichtsstufen per Chargé sind im Postverein selten und wenn dann noch die Chargégebühr verklebt wurde, macht es das nicht schlechter.

    An Nils Brief sieht man gut, dass die Chargégebühr gewichtsunabhängig war.

    Zu meinem Brief habe ich eine Interpretation, aber die muss nicht stimmen:

    Erlangen 1831 nach Abbehausen in Oldenburg. Gewicht oben links 1 3/4 Loth.
    Er erhielt die Rekonummer 7 (oben rechts) in Erlangen und kostete den Absender 4 Kr. Rekogebühr (nicht vermerkt). Als Dienstbrief der Universität war er in Bayern nicht portofrei, sondern kostete 20 Kr. bis Aschaffenburg, die mittig schwarz notiert wurden. Nach dem Regulativ vom 1.12.1810 kostete er 8 Kr. + 4 + 4 + 4 Kr., weil er über 1,5 - 2 Loth wog, also in der 4. Gewichtsstufe lag.

    Dienstbriefe mit "Cito" - Vermerk waren Expreßbriefe. Ob man dies in anderen AD - Staaten auch so sah, entzieht sich meiner Kenntnis. Jedenfalls sind sie nach außerhalb Bayerns sehr selten bis unbekannt.

    Über Aschaffenburg lief er nach Frankfurt, wo er die neue Rekonummer 89 in blau oben rechts erhielt. Dort taxierte man auch mittig 14 / 6, also 14 Sgr. für sich und 6 Sgr. für die bayer. 20 Kr. (tatsächlich waren 6 Sgr. aber 21 Kreuzer!).

    In Hamburg wurden 38 Hamburgische Schillinge und zwei NB - Zeichen für die Rekommandation angebracht.

    In Abbehausen wurden dann 59 Grote vom Empfänger kassiert.

    Das ist meine Interpretation des Briefes. Vlt. kann der ein oder andere die letzten Strecken kompetenter beschreiben.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Magdeburger
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    • 20. Dezember 2009 um 10:06
    • #104

    @All

    zwar weiß ich nicht ob es hilft, jedoch nach der Beschreibung des schönen Briefes habe ich nach den Umrechnungen der Währungen gesucht.

    Folgendes konnte ich somit finden:
    40 Schillinge = 30 Silbergroschen

    Weiterhin habe ich folgenden Link gefunden:

    1 Schilling = 1,5 Grote

    Wenn ich jetzt weiter von den 20 Sgr in Blau (14 + 6 als Summe) taxiert ausgehe, entsprechen diese ca 27 Shillinge (20 * 4 / 3) + 11 Shillinge Transit? = 38 Shillinge.
    38 Shillinge (38 * 1,5) sind 57 Grote + 2 Grote inneroldenburgische Taxe = 59 Grote.

    Mit freundlichem Sammlergruss

    Ulf (der jedoch nicht weiß, ob dies alles richtig ist)

    Suche Belege von Magdeburg bis 31.12.1867 sowie Belege mit Packkammerstempel

  • SitzendeUndMehr
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    • 20. Dezember 2009 um 10:26
    • #105

    Nun, da (überwiegend Bayern...) kann man Abhilfe schaffen. Mal zwei Belege aus Württemberg anbei. Der erste von Fürfeld nach Heilbronn, der zweite von Ellwangen nach Öhringen. Der erste ohne rückseitigen Vermerk, der zweite mit einem Gekriksel, das aussieht wie eine liegende S-Rune.

    Bilder

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    Erste Fehllisten sind online, weitere Fehl- und Dublettenlisten folgen. Habe viel Tauschmaterial Schweiz ab Strubel bis ca. 1965.
    Suche für meine Sammelgebiete (siehe Profil) immer. Außerdem "incoming mail" nach Württemberg bis 31.03.1902.

    2 Mal editiert, zuletzt von SitzendeUndMehr (20. Dezember 2009 um 10:34)

  • SitzendeUndMehr
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    • 20. Dezember 2009 um 10:34
    • #106

    Und wenn wir gerade dabei sind eine Neuerwerbung zum Thema Württemberg. Massig rückseitige Stempel...

    Bilder

    • Charge Württ 3 Pfennig USA zurück.jpg
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    Erste Fehllisten sind online, weitere Fehl- und Dublettenlisten folgen. Habe viel Tauschmaterial Schweiz ab Strubel bis ca. 1965.
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  • bayern klassisch
    Gast
    • 20. Dezember 2009 um 11:01
    • #107

    Hallo SitzendeUndMehr,

    dein 1. Brief ist ein sehr seltener Experßbrief. Lies dir mal den Vermerk unten links durch. :)

    Wenn du dir Rückseiten zeigst, macht das den Nachvollzug für uns einfacher.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • regiduer
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    • 20. Dezember 2009 um 14:47
    • #108

    Da häng ich mal einen sächsischen R-Brief an.

    MEF Mi. Nr. 10 von Dresden nach Frauenmühle, 2 NGR Vereinsgebühr und 2 NGR für die Recogebühr


    mfg regiduer

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  • bayern klassisch
    Gast
    • 20. Dezember 2009 um 15:09
    • #109

    Hallo regiduer,

    hier hat einer mit Achtel - Loth, und ein anderer mit Zwanzigstel - Loth gemessen. Wie war die Vorschrift in Sachsen?

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • BaD
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    • 20. Dezember 2009 um 17:17
    • #110

    Hallo bayern klassisch ,
    laut Posttaxordnung von 1850 wäre eine Gewichtsangabe in 1/4 ; 1/8 und 1/16 Loth möglich, in 1/20 aber nicht.

    Mit besten Grüssen BaD

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  • bayern klassisch
    Gast
    • 20. Dezember 2009 um 17:29
    • #111

    Hallo Bernd,

    ab 1861-62 wurde das Loth ja umgestellt in 30 Lothe pro Pfund. Aus dieser Zeit kenne ich Zehntel - Loth - Angaben.

    Zuvor kenne ich auch Achtel - Lothe, aber keine Zwanzigstel - Lothe. Es mag sein, dass es Postvereinsstaaten gab, die andere Gewichte führten.

    Danke für die schöne Primärquelle - immer gut, das Original einsehen zu können.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Magdeburger
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    • 20. Dezember 2009 um 19:42
    • #112

    @All

    Gewichtsangaben in 20stel Loth kenne ich von den Preussen. Scheinbar besonders gern beim nachwiegen - zumindestens dort gesehen. Irgendwo habe ich auch solche Gewichtsangaben - finde diese jedoch nicht.

    Kann mir jemand sagen wo ich die Orte Sorau und Frauenmühle finden kann?
    Die Taxquadratzahlen zu Sorau finde ich, aber den Ort auf der Karte nicht.

    Mit freundlichem Sammlergruss

    Ulf (der die 20stel Gewichtsangabe auf Brief weitersucht)

    Suche Belege von Magdeburg bis 31.12.1867 sowie Belege mit Packkammerstempel

    Einmal editiert, zuletzt von Magdeburger (20. Dezember 2009 um 19:43)

  • SitzendeUndMehr
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    • 20. Dezember 2009 um 19:46
    • #113
    Zitat

    Original von bayern klassisch
    Hallo SitzendeUndMehr,

    dein 1. Brief ist ein sehr seltener Experßbrief. Lies dir mal den Vermerk unten links durch. :)

    Wenn du dir Rückseiten zeigst, macht das den Nachvollzug für uns einfacher.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Hallo,

    wie gesagt: Bei dem ersten Brief gab es nichts auf der Rückseite - deshalb habe ich auf den Scan verzichtet.
    Danke aber für den Hinweis auf den Express-Versand. Den habe ich noch nicht realisiert gehabt...

    Liebe Grüße,
    SitzendeUndMehr

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  • SitzendeUndMehr
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    • 20. Dezember 2009 um 19:48
    • #114

    Sorau:
    Frauenmühle:

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  • Magdeburger
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    • 20. Dezember 2009 um 19:59
    • #115

    SitzendeUndMehr

    danke für die Links.
    Jedenfalls kann man bei dem Brief nach Frauenmühle nicht mehr von "bei Sorau" sprechen.

    In der Zwischenzeit habe ich doch etwas zu den 20stel Loth gefunden.

    Mit freundlichem Sammlergruss

    Ulf

    Suche Belege von Magdeburg bis 31.12.1867 sowie Belege mit Packkammerstempel

  • BaD
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    • 20. Dezember 2009 um 20:05
    • #116

    Wer das versteht, ist ein Könner. Ich verstehe es absolut nicht.
    Ab 1841 bis zum 1.Juli 1850. galt in Sachsen folgende Brieftaxe
    Einfacher Brief bis 2,5 Hektas
    1 Meile 4 Pfennige
    2 Meilen 5 Pf.
    3 Meilen 6 Pf.
    .
    .
    7 Meilen 10 Pfennige = 1 Neugroschen
    u.s.w. 1 Pf. pro Meile mehr.
    Das ist alles klar, aber nun kommt das.
    Was muss ich denn für einen recomandierten einfachen Brief über 3 Meilen, der eigentlich ohne Reco 6 Pfennige kostet nun mit Reco bezahlen? 6 Pfennige plus 1 ngr. Recogebühr scheint nicht zu stimmen. Mehr oder weniger?

    Sollte einer diesen Paragraphen der Postordnung verstehen, bitte helfen.
    Bernd

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    Einmal editiert, zuletzt von BaD (20. Dezember 2009 um 20:08)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 20. Dezember 2009 um 20:06
    • #117

    Lieber Magdeburger,

    auch hier wieder zuerst von der Aufgabepost eine Angabe in Zehntel Loth, dann, von der Abgabepost?, eine Angabe in Zwanzigstel Loth.

    System oder Zufall?

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Michael D
    Stamm Mitglied
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    Geburtstag
    5. August
    • 20. Dezember 2009 um 20:10
    • #118

    Hallo Bernd,

    wenn der Brief 6 Pfg. kostet, käme dieser Betrag auch als Reco-Gebühr hinzu.
    So verstehe ich zumindest diesen Paragraphen (2. und 3.Zeile des 2.Scans).

    Kommt das hin?

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • Magdeburger
    Stamm Mitglied
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    Männlich
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    5. Februar 1961 (65)
    • 20. Dezember 2009 um 20:28
    • #119

    bernd

    wie Michael D lese ich es auch, unter 1Ngr -> doppelte Brieftaxe.

    @Bayern Klassisch

    ich weiß nicht, ob da System dahinter steckt. Zumindestens hätte es bei beiden hier gezeigten Briefe keine "Auswirkungen".
    Wenn ich mir die Milligramms in der Differenz heute vorstelle, frage ich mich wozu dies so genau gemacht wurde, vielleicht nach dem Motto: "Wer keine Arbeit hat, macht sich welche."

    Mit freundlichem Sammlergruss

    Ulf

    Suche Belege von Magdeburg bis 31.12.1867 sowie Belege mit Packkammerstempel

  • bayern klassisch
    Gast
    • 20. Dezember 2009 um 20:48
    • #120

    Lieber Magdeburger,

    anlässlich eines Postvertrages Bayerns mit Frankreich wurde allen Poststellen eröffnet, dass ab sofort neue Gewichte zum Einsatz kommen sollten.

    Bei den präzisen Preußen könnte ich mir gut vorstellen, dass Methode dahinter steckte, auch wenn die Differenzen der Wiegeergebnisse marginal sind.

    In einer ruhigen Stunde, also eher nach Weihnachten, muss ich mal meine wenigen Briefe mit Gewichtsangabe sichten, ob auch welche mit Zwanzigstel - Angabe dabei sind.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

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