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  1. PHILAFORUM.COM Briefmarkenforum
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Posthistorie

  • Kramix
  • 19. September 2008 um 21:41
  • Kramix
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    • 11. Oktober 2009 um 10:49
    • #221

    Hallo und einen schönen Sonntag allen Forumianern,

    es regnet Bindfäden im Sauerland, also mal wieder Zeit, etwas in meinem Phila-Archiv zu kramen. In den nächsten 2 - 3 Folgen möchte ich hier einmal die bekanntesten Briefmarken der Welt vorstellen - die natürlich fast jeder kennt - und dazu einige Hintergrundinformationen, die eventuell nicht jeder kennt. Beginnen wir heimatbewußt mit einer deutschen Marke und zwar dem

    Sachsen - Dreier

    Wohl kaum eine andere deutsche Briefmarke erfreut sich bei den Sammlern einer größeren Popularität als die " Sachsen - Dreier ", jene am 29. Juni 1850 erstmals an den Schaltern des damaligen Königreiches Sachsen verkaufte rote 3 - Pfennig - Marke. Die verblüffende Ähnlichkeit mit der nicht weniger beliebten bayerischen " Schwarzen Einser " kommt allerdings nicht von ungefähr: Denn als 1849 in Bayern die ersten deutschen aufklebbaren Wertzeichen erschienen waren, ließ sich die sächsische Postverwaltung einige Exemplare als Muster schicken.
    Die äußerst vorsichtigen und cleveren Sachsen ( hatten sich sicher ein paar Beamte aus Schwaben ausgeliehen ) sparten daher für den probeweisen Start der " Sachsen - Dreier " nicht nur einen eigenen Graphiker, sondern sie wählten mit dem 3 - Pfennig - Wert aus Angst vor Fälschungen konsequenterweise auch die niedrigste Wertstufe. Das führte dann allerdings dazu, daß der größte Teil der Marken als Drucksachenporto für den Versand von Zeitungen verwendet wurde und völlig unbeachtet im Papierkorb landete. Viele Exemplare gingen noch zusätzlich dadurch verloren, daß sie - je zur Hälfte auf das Streifband und auf die Zeitung geklebt - vom Empfänger beim Öffnen der Sendung zerrissen wurden. So sind letztendlich von der nicht gerade geringen Druckauflage von 500000 Stück höchstens 5000 bis 6000 Stück erhalten geblieben. Echte Luxusstücke sind ebenso selten wie größere Streifen, Blocks oder Bogenteile. Es sind nur je ein ungebrauchter Sechser- und Viererblock sowie ein gebrauchter Viererblock bekannt. Eine große Rarität ist ferner ein Fünfer - Streifen, der sich im Besitz der Deutschen Bundespost befindet.
    Abenteuerliche Anekdoten ranken sich um den einzigen Sachsen - Dreier - Bogen. Angeblich wurde der Bogen an einer Holzsäule auf einem Dachboden entdeckt und durch unsachgemäßes Ablösen erheblich beschädigt. Kunstvoll repariert landete er dann schließlich später in der berühmten Sammlung des größten Sammlers aller Zeiten, Renotiere de Ferrary, über den ich ja bereits in einem vorherigen Artikel berichtet habe.

    Aber auch ausländische Marken bringen schon bei der Erwähnung ihres bloßen Namens Glanz in die Augen eines Philatelisten, z.Bsp.

    Ochsenauge und Ochsenkopf

    Neben den vielen Fachausdrücken, mit denen die Philatelie unsere Sprache bereichert hat und die Anfängern schlaflose Nächte bereitet, regte das eigenwillige Aussehen bestimmter Briefmarken die Sammler immer wieder zu originellen Wortschöpfungen an. Jeder Philatelist weiß, was sich hinter einem " Baseler Täubchen " verbirgt und daß mit einem " Strubeli " eine Helvetia - Marke bezeichnet wird ( wohl weil der Graphiker die sitzende Dame so schlecht frisiert hat ) und daß man die ersten British Guyanas gern " Cotton Reels " nannte, weil sie eine gewisse Ähnlichkeit mit Nähgarn - Etiketten haben.
    Auch die ersten Marken Brasiliens verdanken einen Großteil ihrer besonderen Beliebtheit nicht zuletzt ihrer ungewöhnlichen Bezeichnung als " Ochsenaugen ". Die im Juli 1843 erschienenen Postwertzeichen, mit denen Brasilien nach Großbritannien und dem Kanton Zürich als drittes Land der Welt aufklebbare Briefmarken verausgabte, sind einfach gestaltete Ziffernmarken, deren ovaler, abgeplatteter Untergund ganz entfernt an das genannte tierische Sinnesorgan erinnert. Bei den nachfolgenden brasilianischen Marken ließ man die Phantasie dann noch etwas weiter schweifen und bezeichnete diese als " Ziegen- und Katzenaugen ". ( Merke: Entgegen weitverbreiteter Meinung haben Philatelisten doch Sinn für Humor ).
    Als " Ochsenköpfe " dagegen bezeichnet man die ersten Marken des ehemaligen Fürstentums Moldau, aus dem 1862 nach der Vereinigung mit dem Fürstentum Muntenien ( Walachei ) das heutige Rumänien hervorging. Bei dem auf den sieben in den Jahren 1858 und 1859 erschienen Werten abgebildeten " Ochsenkopf " handelt es sich jedoch nicht um das Haupt eines gewöhnlichen Ochsen, sondern um das eines Ur- oder Auerochsen, den sich die Fürsten der lange Zeit von den Türken kontrollierten Moldau - Region als Wappentier auserkoren hatten. Die " Ochsenköpfe ", im abarten- und kehrdruckreichen Handpressen - Druckverfahren ( da bekommt unser @Abartenhannes doch sicher feuchte Augen ) hergestellt, zählen zu den gesuchten Raritäten unter den klassischen europäischen Postwertzeichen, postfrische Exemplare erzielen zur Zeit auf Auktionen etwa einen Erlös von 50000 EURO.

    So nächste Woche gehts weiter mit anderen bekannten und berühmten Marken.

    Einen schönen Tag noch wünscht allen Forumianern

    Kramix

    Bilder

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    Geld kann Leben nicht kaufen ( Bob Marley )

  • Ron Alexander
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    4. Mai 1984 (41)
    • 11. Oktober 2009 um 10:56
    • #222

    Halllo Kramix,

    wie immer sehr interessant und wieder etwas dazugelernt, Dankeschön! Wer sagt denn bitte wir haben keinen Humor!? Uns versteht nur keiner ;).

    Grüße und einen schönen Sonntag
    Ron

    Sammelgebiet:
    Französische Besatzungszone Württemberg
    Stetig auf der Suche nach Besonderheiten und Abarten der FZ Württemberg

    Einmal editiert, zuletzt von Ron Alexander (11. Oktober 2009 um 10:56)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 11. Oktober 2009 um 11:10
    • #223

    Hallo Gert,

    danke für deine Infos. Mal sehen, ob die Schwarze Eins auch noch dran kommt?

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • wolleauslauf
    Gast
    • 11. Oktober 2009 um 11:19
    • #224

    Hallo Gert,

    warum hast Du diesen Bericht nicht schon vor 35 Jahren geschrieben :D

    Da habe ich zwei "Ochsenaugen" vertauscht, da es für mich zu dieser Zeit keine "sammelwürdigen" Marken waren ;)
    Bereits fünf Jahre später ( nachdem ich wußte, was ich da vertauscht habe ;) ), hatte ich mich in den A...... beissen können, aber da war es zu spät ;)
    Nach dem Motto: Empfänger unbekannt verzogen, habe ich wieder mal "Lehrgeld bezahlt" :)
    Die Tauschsammlung und die 50 DM waren aber zu dieser Zeit die Garantie, mit meinem Mercedes 180 D ( alte Ausführung - 6 Sitzer ) wieder über einen Monat zu tanken :D und kein Heizöl einzufüllen :D und mein Startkapital für meine jetztige "Spezialsammlung" ! :D, war auch gesichert.

    Also der Kreis hat sich geschlossen und "nachkarteln" soll man ja nicht.

    Ich habe keine Ochsen mehr und dafür eine schön ausgebaute DDR Sammlung, was will ein Philatelist mehr ? ;)
    Noch dazu, dass meine Augen noch gut genug sind, um "Müschis" zu sehen und zu finden :P

    Danke wiedermal und Dein wöchentlich verdientes Veltins :bier:

    Viele Sammlergrüße ins Sauerland von

    Wolle

  • Kramix
    Stamm Mitglied
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    • 16. Oktober 2009 um 20:03
    • #225

    Hallo Philafreunde,

    da ich diese Serie gerne bis zum Ende des Jahres abschließen möchte und noch etliche Kapitel anstehen, mal ein weiterer Bericht außerhalb der gewohnten Zeit.

    Teil 2 - Die bekanntesten Briefmarken der Welt

    Keine Briefmarke der Welt hat die Gemüter der Philatelisten wohl so erregt wie die legendäre Mauritius und auf kein vergleichbar großes Stückchen Papier ist jemals mehr Jagd gemacht worden als auf die 1847 als erste englische Kolonialmarken erschienenen blauen und roten Postwertzeichen.
    Wie immer ranken sich um die Geschichte solch seltener Stücke Gerüchte und Legenden. Der Wahrheit am nächsten kommt wohl die folgende Version :
    Die beiden ersten Marken dieser kleinen englischen Kolonie im Indischen Ozean gingen auf den Wunsch der Gattin des Königlichen Gouverneurs für Mauritius, Exzellenz Gomm, zurück. Lady Gomm. der die Briefmarken des Königreichs England von der amtlichen Korrespondenz her bekannt waren, wollte die Einladungen zu einem Galadinner, das sie veranstalten wollte, in mit den neuen modischen Marken frankierten Briefumschlägen an ihre Gäste versenden. Port Louis, die Hauptstadt der Kolonie, sollte der Metropole London schließlich nicht nachstehen. Wenn Ihre Königliche Majestät zur Einladungen von Ehrengästen sich der mit Marken frankierten Postsendungen bediente, so brauchte Lady Gomm - zumindest nach ihrem Verständnis - der Herrscherin nicht nachzustehen ( man sieht, schon damals gab es etwas überkanditelte Frauen ). ;)
    So bedrängte die Dame ihren Mann so lange, bis dieser sich entschloß, selbst Marken herstellen zu lassen. Der Goldschmied und Uhrmacher J. Barnard machte einen Kostenvoranschlag für 1000 Briefmarken. Das Gravieren der Platte berechnete er mit 10 Pfund und 10 Schilling, als Material diente ein glattpolierter Kupferdruckstock, der früher für kommerzielle Drucksachen verwendet worden war. Barnard gravierte die Platte nach dem Modell der ersten Königin - Victoria - Type, nur daß er an Stelle der bei jener rechts und links laufenden Guilloche - Girlanden links den Text " Post Office " und rechts " Mauritius " setzte. Von dieser ersten Platte wurden 850 Marken abgezogen. Erst fünfzehn Jahre später, als das Briefmarkensammeln in seinen Anfangswehen lag, setzte das Interesse der ersten Philatelisten für diese irrig beschrifteten Marken lebhaft ein. Für eine 1-Penny Marke wurde damals schon von dem später berühmt gewordenen Jean Baptiste Moens der für die damaligen Verhältnisse astronomische Betrag von 300 Franken bezahlt.
    In den folgenden Jahren stieg die Nachfrage und die Gäste, denen Lady Gomm zu jenem Bankett am 30. September 1847 Einladungskarten in markenfrankierten Kuverts gesandt hatte, die durch die Post zugestellt und mit den ersten Mauritius Marken freigemacht worden waren, begannen eifrigst nach diesen kleinen bedruckten Papierchen zu suchen - meist jedoch ohne Erfolg.
    Von dem gesamten Bestand existieren heute nur mehr 24 Marken, zwei weitere Exemplare, eine One-Penny orangerot und eine Two Pence blau, die sich im Reichsmuseum in Berlin befanden, sind in den Wirren des 2. Weltkrieges spurlos verschwunden.
    Um jede Mauritius ranken sich abenteuerliche Anekdoten. Leidenschaftliche Sammler verfolgten die Spuren einzelner Marken bis in entlegene indische Dörfer. Auch der im Anhang abgebildete Brief hat seine besondere und aufregende Geschichte. Sie beginnt am 4. Oktober 1847 in Port Louis auf Mauritius, wie der Stempel dokumentiert. Von dort gelangte er mit einem Segelschiff nach England. Über London und Boulogne ging er weiter nach Paris und traf nach 85 Tagen beim Adressaten in Bordeaux ein. Allerdings mußten über 50 Jahre vergehen, ehe ein Schüler aus Bordeaux die phlilatelistische Kostbarkeit in der Geschäftskorrespondenz seines verstorbenen Vaters wiederentdeckte. Der pfiffige junge Mann, der den Wert der Mauritius sehr wohl kannte, verkaufte seinen Fund 1903 an Monsieur Lemaire für 20.000 Mark. Die Briefrarität ging noch durch verschiedene Hände, ehe sie 1922 für über 75000 Mark in der Sammlung des amerikanischen Millionärs Arthur Hind landete. Als 1934 die Hind - Sammlung in der Schweiz versteigert wurde, erwarb der Tabakkrösus Maurice Burrus den Mauritius - Brief für 85000 Franken.
    Vier Jahre nach dem Tode des Schweizer Briefmarken - Königs wechselte 1963 auf einer Auktion des Hauses Robson Lowe ltd. in London der Brief für über 300000 Mark den Besitzer, also eine ganz ansehnliche Wertsteigerung innerhalb ener relativ kurzen Zeit. Es existiert nur noch ein Mauritius-Brief, der den Bordeaux-Fund an Wert und Schönheit übertrifft: Ein vom 1. Januar 1850 datierter Brief mit zwei breitrandigen orangeroten One-Penny-Marken, der 1897 in einem indischen Bazar für fünfzig englische Pfund erworben wurde und bei einer Auktion 1968 in New York als " kostbarster Brief des Jahrhunderts " über 1,5 Miliionen Mark erbrachte - wahrlich, der Basar Kauf hatte sich gelohnt.
    Dennoch sollten die normalen und gewöhnlichen briefmarkensammler den Kopf nicht hängen lassen, denn jeder hat die Möglichkeit, eine Mauritius zu besitzen, wie schon der geniale Komiker und " Wortdrechsler " Heinz erhard vor etlichen Jahren in einem seiner Gedichte bewiesen hat:

    Herr Heinrich Franz von Ohnegleichen,
    der sammelte gern Postwertzeichen
    mit Zähnen und mit glatten Rändern
    aus Übersee und andern Ländern
    und klebte sie - alle vereinigt,
    jedoch geordnet und gereinigt -
    ins Album, wie man das so muss!
    Nur fehlte die Mauritius!

    Was hatte er nicht unternommen,
    um diese Marke zu bekommen !!!
    Ja, selbst als der Minne frönte
    mit Minna, die ihn arg verwöhnte,
    so fragte er bei jedem Kuss:
    "Hast du nicht die Mauritius?"

    Bald brachte beiden Adebar
    ein Kind, das zwar ein Mädchen war,
    doch Heinrich fasste den Entschluss:
    "Die nennen wir Mauritius!
    Gewiss, der Name passt nicht recht
    für'n Kind von weiblichem Geschlecht -
    doch sei's! Zu End sei der Verdruss:
    Ich hab eine Mauritius!" -

    Sehr früh schon ging das Mädchen gern
    in Bars, damit es tanzen lern
    und dadurch körperlich erstarke!
    Na, sie wurde vielleicht 'ne Marke - - -

    So, das wars für heute. Allen ein schönes Wochenende wünscht

    Kramix

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    Geld kann Leben nicht kaufen ( Bob Marley )

  • bayern klassisch
    Gast
    • 16. Oktober 2009 um 21:30
    • #226

    Hallo Gert,

    köstlich zu lesen und kurzweilig wie immer - ich freue mich zu lesen, dass noch viel von dir kommt ... :)

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • soaha
    erfahrenes Mitglied
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    • 17. Oktober 2009 um 00:21
    • #227

    hallo,

    ich war hier ein paar Tage mit lesen der angehäuften Beiträge beschäftigt, (kotzfaktor).

    Hier muss ich aber sagen herlich manche Geschichten habe ich einfach verschlungen.

    Danke Kramix.

    Grüße
    soaha

    Verstehen heißt verstehen wollen.

  • wolleauslauf
    Gast
    • 17. Oktober 2009 um 13:02
    • #228

    Hallo Gert,

    wieder Mal wunderbar !!!

    Vieles wußte ich bereits, aber man sieht, dass auch ein "alter Bayerischer Depp" noch was dazu lernen kann.
    Man lernt ja nie aus und sollte lesen und anderen Menschen zuhören können :D
    Mein Wissensstand ist damit wieder aktuell, danke dafür :bier:

    Und zu unserem "gemeinsamen Freund Heinz " sage ich auch nur :]
    besser kann man doch nicht die Philatelie aus ihrer manchmal "engstirnigen" Sammlergemeinschaft reißen. :D

    "Hinter eines Baumes Rinde, sass die Made mit dem Kinde " :D
    Wer das versteht und sich amüsieren kann, ist auch ein guter Mensch und kann nie ein schlechter Philatelist sein :D ;) :P

    P.M. von Wolle, der ein schönes Wochenende wünscht.

  • Bernd HL
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    Männlich
    • 17. Oktober 2009 um 13:48
    • #229

    Einfach nur :goodjob: :] :] :]

    Für die Mühe mal ein :bier: :bier: rüberschieb...

    Zackige Sammlergrüsse aus Lübeck sendet Bernd HL ;)!

  • Ron Alexander
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    4. Mai 1984 (41)
    • 17. Oktober 2009 um 13:53
    • #230

    Danke! War wieder sehr interessant und leicht zu lesen.

    Schönes Wochenende!

    Grüße
    Ron

    Sammelgebiet:
    Französische Besatzungszone Württemberg
    Stetig auf der Suche nach Besonderheiten und Abarten der FZ Württemberg

  • Kramix
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    Männlich
    • 17. Oktober 2009 um 20:51
    • #231

    Hallo Philafreunde,

    der Abend ist noch lang, bis zur Boxveranstaltung dauert es noch etwas, also Zeit, ein weiteres Kapitel im Potpourri der berühmtesten und bekanntesten Briefmarken vorzustellen.

    Heute: Die Germania oder besser bekannt als die " Blechbüchse "

    Das Schicksal vieler Frauen, die mit einem Briefmarkensammler - sagen wir doch gleich Philatelist - liiert sind, besteht darin, dass sie sich ihren Partner mit einer anderen Frau teilen müssen, die eher einer Amazone als den in einem gleichzeitg laufenden Thread vorgestellten Aktmodellen gleichen. Bei allen Einwänden und Kritik von Seiten der holden Weiblichkeit wird man von diesen Philatelisten immer wieder hören: " Bevor Du kamst, war sie schon da, ich lieb halt die Germania ".

    Ja, das ist sie, eine der meistgeliebten, aber gleichzeitig auch meistgehassten Briefmarken überhaupt. Geliebt? Weil sie eine unerschöpfliche Fundgrube ist für Farbabweichungen, Plattenfehler, Druckzufälligkeiten, verschieden Ausgaben, Wasserzeichen etc. Gehasst? Weil sie " Otto - Normalsammler " auf Grund dieser Verschiedenartigkeit schier zur Verzweiflung bringt ( aber dafür habe ich ja meinen Forumskollegen Germaniafan, dem ich alles zuschicke, womit ich nicht klar komme und dann qualifizierte Auskünfte bekomme - aber bitte den armen Kerl jetzt nicht zumüllen).
    Aber was hat es mit dieser Marke auf sich, die uns in den Jahren von 1900 bis 1922 begleitet hat, sowohl mit der Inschrift " Reichspost " als auch mit der Inschrift " Deutsches Reich " ?.
    Also Fakten auf den Tisch des Herrn:
    Als zur Jahrhundertwende das " Kaiserlich Deutsche Reichspostamt " neue Postwertzeichen ausgeben wollte, schaltete sich Kaiser Wilhelm II höchstpersönlich ein, um ein geeignetes Motiv auszuwählen. Seine Kaiserliche Hoheit plädierte für ein Portrait - nicht so sehr um Fälschungen zu verhindern, wie es offiziell hieß, sondern mehr in der stillen Hoffnung, sein eigenes Konterfei auf den neuen Freimarken zu verewigen ( seine Eitelkeit war ja nun hinreichend bekannt ). Dieser heimliche Wunsch des eitlen Monarchen ließ sich mit Rücksicht auf die deutschen Bundesfürsten allerdings nicht erfüllen und so wurde schließlich als neues Markenbild eine gekrönte " Germania " gewählt.
    Das Ersatzmotiv verhalf einer jungen Schauspielerin namens Anna Führing zu unverhofftem, millionenfach gestreutem Ruhm, von der sie aber finanziell in keinster Weise profitieren konnte - heute wäre sie über Tantiemen und Copyrights ein gemachter Mann - Tschuldigung Frau - gewesen. An diesem Ruhm war Wilhelm II nicht ganz unbeteiligt. Anna Führing, die einer Hamburgher Theater - Familie entstammte und mit dem Regisseur der Königlichen Hofoper in Berlin verheiratet war, hatte als " Germania " in einem dem Kaiser gewidmeten Festspiel so große Triumphe gefeiert, daß sie die Berliner Bürgerschaft anläßlich einer Denkmalseinweihung auf einem muschelförmigen Prunkwagen vor den Kaiserpavillon ziehen und ein Festgedicht rezitieren ließ. Der Monarch war von den Künsten der Anna Führing so angetan, daß er sie kurz darauf im Atelier des Malers Paul Waldraff aufsuchte, der die Schauspielerin porträtierte. Beim offiziellen Künstlerwettbewerb erhielt Waldraff prompt für seine " Führing - Germania " den kaiserlichen Zuschlag - ( wie man wieder sieht, auch damals war Protektion schon alles - Times never change ) Und so zierte die " Germania mit dem Blechbusen ", wie der Maler seine Schöpfung nannte, zwanzig Jahre lang die Briefe im Reich, in China, in der Türkei und in Marokko. Aber auch halbiert als gesuchte Vineta - Rarität oder als Wohlfartsmarke für die Kriegsgeschädigten.
    Was dem Kaiser so gefallen hatte, geriet allerdings heftig in die Kritik seiner Untertanen. Das Magazin " Dekorative Kunst " sprach von der " stümperhaftesten Leistung der Welt ", der Reichstagsabgeordnete Müller - Sagan meinte, Gutenberg würde sich Grabe umdrehen beim Anblick der Germania Marke und die Hamburger Lehrervereinigung suchte im Rahmen eines Wettbewerbs sogar nach einem besseren Ersatzentwurf, " damit nicht länger ein derartiges Zeugnis eines niedrigen Kulturniveaus Tag für Tag über alle Völker der Erde gestreut werde". ( ja, hätts damals doch schon Paris Hilton gegeben ).
    Doch die eiserne Germania ließ sich nicht erschüttern: Anna Führing behauptete ihren Platz im reichsdeutschen Markenbild auch dann noch, als der Kaiser schon längst abgedankt hatte und sie hat heute noch ihren hohen Stellenwert in den Alben und Unterlagen zahlloser Sammler.

    Morgen gehts weiter mit der: Tre Skilling Banco

    Wer morgen nicht liest, dem sei schon jetzt ein schönes Wochende gewüncht

    Kramix

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    Geld kann Leben nicht kaufen ( Bob Marley )

  • wolleauslauf
    Gast
    • 17. Oktober 2009 um 21:09
    • #232

    Hallo Gert,

    :] :] :bier:

    Auf dem Bild schaut sie aber schöner und aktrativer, als auf der Marke aus :D

    Sammlergrüße von Wolle

  • muemmel
    Gast
    • 17. Oktober 2009 um 21:13
    • #233

    Lieber Gert,

    einfach wieder köstlich!

  • bayern klassisch
    Gast
    • 17. Oktober 2009 um 21:13
    • #234

    Hallo Gert,

    Anna F., näheres der Redaktion bekannt, wurde mit Freistaat Bayern geadelt auch links und rechts des Rheins mit bayerischen Stempeln aufgewertet - was war da schon Marokko? :D

    Die Tre Skilling Banco nicht! Schade eigentlich, wo ich doch so gerne Mühlradstempel auf ausländischen Marken sehe ... ;)

    Liebe Grüsse und bis morgen - bayern klassisch

  • Germaniafan
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    22. März 1960 (66)
    • 18. Oktober 2009 um 08:56
    • #235

    Hallo Gert, vielen Dank für den wie immer sehr schönen Beitrag.
    "Germania mit dem Blechbusen", gefällt mir. 8-) :D :D

    Schönen Sonntag
    Guido

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  • Kramix
    Stamm Mitglied
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    Männlich
    • 18. Oktober 2009 um 11:53
    • #236

    Einen schönen Sonntag allen Forumianern,

    den agekündigten Artikel über die " Tre Skilling Banco " muß ich leider verschieben, da ich irgendwie meine Unterlagen dazu verlegt habe. Dafür heute ein Bericht über die

    1 Cent British Guiana

    Wohl den ersten Rang unter den Weltraritäten hält seit über 100 Jahren ein kleines, unansehnliches Stückchen rotes Papier mit schwarzem Aufdruck: die 1- Cent British- Guiana. Obwohl sie nicht das einzige Postwertzeichen ist, von dem nur noch ein Exemplar existiert, gilt sie in philatelistischen Fachkreisen unbestritten als seltenste Briefmarke der Welt. Ganz sicher aber trägt zu ihrem Ruhm, der bei ihrem letzten Auftauchen 1980 anläßlich einer Versteigerung in New York immerhin mit 935.000$ bezahlt werden mußte, die abenteuerliche Geschichte dieser karminroten Marke bei.
    Als kleinster Wert der Freimarkenausgabe von 1856 scheint die 1 Cent British Guiana in ihrer Heimat, der damals britischen Kolonie Guiana an der Nordostküste Südamerikas wenig Beachtung gefunden zu haben, trotz des auf der Marke abgebildeten Segelschiffes und der lateinischen Losung " DAMUS PETIMUS QUE VICISSIM " - was so viel wie " abwechselnd geben und nehmen " bedeutet.
    Die ursprünglich vorgesehenen, bei der britischen Postverwaltung bestellten Marken erreichten die Hauptstadt Georgetown nie, daher vergab der Leiter der Postverwaltung Guiana, E.T.E. Dalton, den Auftrag an die Zeitungsdruckerei " The Official Gazette " (Joseph Baum und William Dallas), entsprechende Aushilfsausgaben herzustellen. Als Sicherheitsmerkmal gegen Fälschung und Nachahmung wurden die Marken mit dem Federzug EDW versehen (Initialen des Postbeamten E.D. Wight)
    Erst 17 Jahre nach dem ersten Erscheinen der Freimarken von 1856 am Postschalter tauchte neben den zwar ebenfalls bei Sammlern begehrten, jedoch in etlichen Exemplaren bekannten 4-Cent-Werten plötzlich eine gestempelte 1-Cent-Marke auf, und zwar unter der Privatkorrespondenz einer in Georgetown, der Haupstadt Guianas, ansässigen Familie namens Vaughan. Das heute einzig bekannte Exemplar wurde 1873 von dem eifrig briefmarkensammelnden 12-jährigen schottischen Schüler Vernon Vaughan aus Demerara, einer Stadt in Guyana, bei der Durchsicht von Briefen seines Onkels gefunden. Da er diese Briefmarke allerdings nicht in seinem Briefmarkenkatalog finden konnte - schließlich war sie bis dahin ja noch unbekannt -, verkaufte der ahnungslose Schüler sie damals für den für ihn sehr hohen Peis von 6 Schilling an einen pensionierten Beamten ihrer britischen Majestät names N.R. McKinnon. Dieser löste 5 Jahre später seine Sammlung aus Altersgründen auf und verkaufte seine Marken zusammen mit der 1-Cent-Guiana für 120 Pfund Sterling ins britische Mutterland an den Briefmarkenhändler Thomas Ridpath in Liverpool.
    Ridpath scheint der erste Besitzer zu sein,der sich tatsächlich bewußt war, welchen philatelistischen Schatz er erworben hatte. Für den Händler aus Liverpool gab es damals nur einen Käufer, der für diese Rarität in Frage kam: Philipp la Renotiere von Ferrari, der König der Sammler.
    Als die Franzosen Ferraris Alben, die er testamentarisch der Deutschen Reichspost vermacht hatte, als " Kriegsbeute " im 1. Weltkrieg beschlagnahmten und 1922 im Pariser Hotel Drouot versteigerten, kehrte die von allen großen Sammlern begehrte Kostbarkeit wieder auf den amerikanischen Kontinent zurück: In die Sammlung des US - Millionärs Arthur Hind. Unter den Überbotenen befand sich unter anderen König George V. von Großbritannien, sowie zwei weitere gekrönte Häupter. Hinds Witwe verkaufte dann die 1-Cent-Guiana 1940 für 40.000 $ an einen Landsmann, der unbekannt bleiben wollte und sich 30 Jahre lang allein an seinem philatelistischen Kleinod erfreuen wollte. Dieser verkaufte sie 1970 dann für 280.000$ an ein Industriellensyndikat (Vorsitzender Irwin Weinberg) aus Pennsylvania weiter. Erst bei dieser Auktion wurde das Inkognito des Besitzers gelüftet: Es war Frederick T. Small, ein Industrieller aus Florida, der sich ganz auf die klassischen Ausgaben British Guianas spezialisiert hatte.
    Waren die stolzen Besitzer bis dahin leidenschaftliche Briefmarkensammler gewesen, so kam die 1-Cent-Guiana nach dem New Yorker Gebot erstmals in die Hände hartgesottener Spekulanten: Acht amerikanische Geschäftsleute haten sich zu einem Syndikat zusammengetan mit der nicht unbegründeten Hoffnung, nach einigen Jahren die Weltrarität Nr. 1 mit hohem Gewinn weiter veräußern zu können. Ein Plan, der letztendlich ja auch aufging, aber ein trauriges Kapitel für den " heimlichen Traum " eines jeden Sammlers, den diese Marke nicht verdient hatte nicht verdient hatte.
    Zehn Jahre lang wurde die Marke nun weltweit auf zahlreichen Ausstellungen gezeigt, ehe sie 1980 für 935.000 $ in John E. du Pont - dem Erben der Nylon Dynastie - einen neuen Besitzer fand. Allerdings kann dieser sich momantan nicht an seinem " Schmuckstück " erfreuen, denn der Erbe des Chemiekonzerns hatte am 26. Januar 1996 in offensichtlicher geistiger Verwirrung den Olympiasieger von 1984 im Ringen, Dave Schulz, mit drei Schüssen getötet. Für diese Tat, die als Mord eingestuft wurde, hatte ihn ein Gericht in Pennsylvania zu 30 Jahren in staatlicher Obhut verurteilt, von denen er noch mindestens elf absitzen muß, ehe er Hoffnung auf Bewährung erhält. Also wird diese rarität wohl in irgendeinem Tresor dieses Multimillionärs schlummern und auf den Tag warten, an dem die Zuchthaustore sich wieder für ihn öffnen.

    In der nächsten Folge: Die British Guiana echt oder unecht ? - Der Streit der Gelehrten !!!

    Ein schönes Restwochenende noch wünscht allen

    Kramix

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    Geld kann Leben nicht kaufen ( Bob Marley )

  • bayern klassisch
    Gast
    • 18. Oktober 2009 um 12:11
    • #237

    Hallo Gert,

    erste Sahne - Text verschlungen und jetzt angefixt für Teil 2. Also bitte nicht allzu lange warten lassen.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • wolleauslauf
    Gast
    • 18. Oktober 2009 um 12:43
    • #238

    Hallo Gert,

    :bier: und :] wie immer ;)

    In diesem Falle allerdings würde ich um Gnade bitten und dem "noblen" Herren eine vorzeitige Entlassung in Aussicht stellen, so er sich freiwillig von seiner Sammlung trennt, damit die Sammlerwelt diese Rarität wieder im Umlauf weiß ;)

    Auch Dir noch einen schönen Sonntag

    Grüße von Wolle

  • tsueles
    neues Mitglied
    Beiträge
    1
    • 19. Oktober 2009 um 01:36
    • #239

    Hallo Kramix,

    zuerst einmal vielen Dank für den toll geschriebenen Text. Ich bin nur zufällig über dieses Forum gestolpert, als ich dann jedoch deinen Text über den Sachsen-Dreier las, musste ich mich sofort anmelden um was dazu schreiben zu können.

    Im Text schreibst du, dass der einzige übrige Bogen des Sachsen-Dreiers angeblich schlecht erhalten in den Besitz von Renotiere de Ferrary überging.

    Die folgende Geschichte hört sich sicher nicht besonders glaubwürdig an, zumal ich mich gerade erst registriert habe, dennoch will ich sie loswerden.


    Als ich 12 oder 13 und noch aktiver Sammler war, hatten wir in unserer Stadt in Fürstenfeldbruck in Oberbayern einen älteren Herren (Herr H.), der einen Briefmarken-Laden besaß. Da ich ca. 2-3 mal die Woche bei ihm war meine ich mich recht gut erinnern zu können, dass er ein mehr als bescheidener Sammler war, den viel mehr das Sammeln an sich als das Geschäft interessierte, vor allem uns Kindern zeigte er sich sehr offen und half uns sehr dabei unsere Sammlung günstig aufbauen zu können.
    Eines Tages "diskutierten" wir eben auch über den berühmten Sachsen-Dreier. Eine weiter nette Eigenschaft des Herren war, dass er auf Nachfrage einem gerne seine Exemplare ausführlich zeigte, zu den meisten hatte er auch noch die Geschichte auf Lager, wie er an sie kam.
    Als er mir und einem Freund dann ein Exemplar zeigte waren wir schon komplett begeistert und fragten ihn aufgeregt das ein oder andere Detail.
    Dann fragte er uns ob wir mal etwas besonderes sehen möchten und ging zu seinem Tresor der, soweit ich mich erinnern kann, im Nebenzimmer stand. Er kam zurück mit einer Art Bilderrahmen, der sich verschließen ließ und in ihm befand sich tatsächlich ein Bogen des berühmten Sachsen-Dreiers. Auf Nachfrage erzählte er uns, dass dieser Bogen schon sehr sehr lange in seinem Besitz war und dass er ihn in einer ganz normalen Küchenschublade einer bekannten fand, lange bevor er sein Hobby zum Beruf machte. An den Bogen selbst kann ich mich nicht mehr so gut erinnern, das einzige was ich weiß ist, dass er so ca 20-30 Marken umfasste und (zumindest in meiner Erinnerung) einen tadellosen Zustand machte.
    Wir fragten ihn nach dem Wert des Bogens und er meinte, dass er das so nicht sagen könne, da es ein absolutes Unikat sei. Warum er ihn nicht verkauft hat oder zumindest damit warb, haben wir uns nicht getraut zu fragen. Im Nachhinein denke ich, dass Herr H. ein Vollblut-Philatelist war und es ihm tatsächlich eher darum ging, eine einzigartige Sammlung zu haben und seinen Kunden "etwas bieten zu können" als dass es ihm um Geld oder gar Ruhm ging.

    Nicht sehr lange danach hörte ich auf, Briefmarken zu sammeln, von Herrn H. hab ich seitdem nichts mehr gesehen oder gehört, es könnte gut sein, dass er mittlerweile leider verstorben ist, seinen Laden gibt es schon seit längerer Zeit nicht mehr. (Vielleicht hat er ja den Bogen doch noch verkauft :D)


    Vielleicht kennt ja jemand noch Herrn H. aus Fürstenfeldbruck und kann diese Geschichte zumindest teilweise bestätigen oder kommentieren. (Ja, ich weiß dass sie sich unglaubwürdig anhört, vor allem von einem Forum-Neuling)

    Tut mir leid für den uninspiriert geschriebenen Text, aber es ist spät und ich muss morgen in die Uni, wollte das aber noch schnell loswerden.

    MFG und schreib weiter so gute Texte Kramix

    tsueles

  • wolleauslauf
    Gast
    • 19. Oktober 2009 um 13:31
    • #240

    Hallo tsueles,

    danke für Deine Mühe !!!

    Sollte auch nur "ein Funken" Wahrheit an Deiner story sein, bin ich sicher, dass die "Sachsenspezialisten" wieder ein weiteres Forschungsobjekt haben, die der Sammlerwelt ja gut tut !!!
    Es gibt ja auch Archive, Einwohnermeldeämter, Sterbelisten, Erben, etc. ist schon fast "Kripo" Reserche, die da notwendig ist, aber wenn es was bringt, hilft es Allen ! ;)

    Grüße von Wolle

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