Hallo Kramix,
zuerst einmal vielen Dank für den toll geschriebenen Text. Ich bin nur zufällig über dieses Forum gestolpert, als ich dann jedoch deinen Text über den Sachsen-Dreier las, musste ich mich sofort anmelden um was dazu schreiben zu können.
Im Text schreibst du, dass der einzige übrige Bogen des Sachsen-Dreiers angeblich schlecht erhalten in den Besitz von Renotiere de Ferrary überging.
Die folgende Geschichte hört sich sicher nicht besonders glaubwürdig an, zumal ich mich gerade erst registriert habe, dennoch will ich sie loswerden.
Als ich 12 oder 13 und noch aktiver Sammler war, hatten wir in unserer Stadt in Fürstenfeldbruck in Oberbayern einen älteren Herren (Herr H.), der einen Briefmarken-Laden besaß. Da ich ca. 2-3 mal die Woche bei ihm war meine ich mich recht gut erinnern zu können, dass er ein mehr als bescheidener Sammler war, den viel mehr das Sammeln an sich als das Geschäft interessierte, vor allem uns Kindern zeigte er sich sehr offen und half uns sehr dabei unsere Sammlung günstig aufbauen zu können.
Eines Tages "diskutierten" wir eben auch über den berühmten Sachsen-Dreier. Eine weiter nette Eigenschaft des Herren war, dass er auf Nachfrage einem gerne seine Exemplare ausführlich zeigte, zu den meisten hatte er auch noch die Geschichte auf Lager, wie er an sie kam.
Als er mir und einem Freund dann ein Exemplar zeigte waren wir schon komplett begeistert und fragten ihn aufgeregt das ein oder andere Detail.
Dann fragte er uns ob wir mal etwas besonderes sehen möchten und ging zu seinem Tresor der, soweit ich mich erinnern kann, im Nebenzimmer stand. Er kam zurück mit einer Art Bilderrahmen, der sich verschließen ließ und in ihm befand sich tatsächlich ein Bogen des berühmten Sachsen-Dreiers. Auf Nachfrage erzählte er uns, dass dieser Bogen schon sehr sehr lange in seinem Besitz war und dass er ihn in einer ganz normalen Küchenschublade einer bekannten fand, lange bevor er sein Hobby zum Beruf machte. An den Bogen selbst kann ich mich nicht mehr so gut erinnern, das einzige was ich weiß ist, dass er so ca 20-30 Marken umfasste und (zumindest in meiner Erinnerung) einen tadellosen Zustand machte.
Wir fragten ihn nach dem Wert des Bogens und er meinte, dass er das so nicht sagen könne, da es ein absolutes Unikat sei. Warum er ihn nicht verkauft hat oder zumindest damit warb, haben wir uns nicht getraut zu fragen. Im Nachhinein denke ich, dass Herr H. ein Vollblut-Philatelist war und es ihm tatsächlich eher darum ging, eine einzigartige Sammlung zu haben und seinen Kunden "etwas bieten zu können" als dass es ihm um Geld oder gar Ruhm ging.
Nicht sehr lange danach hörte ich auf, Briefmarken zu sammeln, von Herrn H. hab ich seitdem nichts mehr gesehen oder gehört, es könnte gut sein, dass er mittlerweile leider verstorben ist, seinen Laden gibt es schon seit längerer Zeit nicht mehr. (Vielleicht hat er ja den Bogen doch noch verkauft :D)
Vielleicht kennt ja jemand noch Herrn H. aus Fürstenfeldbruck und kann diese Geschichte zumindest teilweise bestätigen oder kommentieren. (Ja, ich weiß dass sie sich unglaubwürdig anhört, vor allem von einem Forum-Neuling)
Tut mir leid für den uninspiriert geschriebenen Text, aber es ist spät und ich muss morgen in die Uni, wollte das aber noch schnell loswerden.
MFG und schreib weiter so gute Texte Kramix
tsueles