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Bayern: Briefe - ohne Francomarken - (geändert 30.01.10)

  • Luitpold
  • 13. September 2008 um 20:13
  • Bayern-Nils
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    • 30. Dezember 2008 um 16:17
    • #181

    Hallo bayern klassisch

    Besten Dank für dein Antwort.

    Also Waldnaab. An diese Art zu verkürzen habe ich nicht gedacht. :rolleyes:

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • Bayern-Nils
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    • 31. Dezember 2008 um 11:18
    • #182

    Hallo Alle

    Eine letzte Frage dieses Jahr.

    Ich habe nochmal ein Deutungsproblem.

    Regierungs Sache von Landshut nach München 1830. Vor RS steht es "mit Einlage"?

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 31. Dezember 2008 um 12:05
    • #183

    Hallo Nils,

    da steht "mit Beyl(age)", aber es meint dasselbe. Schöner Brief. :)

    In Norwegen gibt es halt doch die schönsten Briefe ... ich sags ja immer wieder.

    Liebe Grüsse und dir einen guten Rutsch ins Neue Jahr wünscht bayern klassisch

  • Bayern-Nils
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    • 31. Dezember 2008 um 12:56
    • #184

    Hallo bayern klassisch

    Danke für deine Antwort. :)

    Ein guten Rutsch ins Jahr 2009 wünsche ich dir und alle andere. Und ein herzlichen Dank besonders an dir Bayern Klassisch für dein Hilfe und alle die gute Antworten die du mir gegeben hast. Ein herzlichen Dank an alle andere hier im Forum auch. :)

    Ich freue mich an 2009 :)

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • Bayern-Nils
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    • 1. Januar 2009 um 19:53
    • #185

    Hallo Alle

    Ich habe hier ein Portobrief der 1809 von Wallerstein in Bayern nach Haltenbergstetten in Württemberg gelaufen ist. Es ist ein Chargebreief und der Absender hat dafür 4 Kreuzer bezahlt. Aber ganz unten steht es gegen Recepisse. Wie viel hat der Absender dafür bezahlt?

    Erste postalische "Kontakt" hat der Brief in Nördlingen gehabt und ist hier gestempelt.
    Der Absender hat auch "perr Dinkelsbühl" geschrieben. Gab es damals ein guten postalischen Grund dafür? Oder was es pur Pekuniär?

    Taxen: 4 Kreuzer an Bayern und 8 Kreuzer an Württemberg - der Anfänger hat 12 Kreuzer Rheinisch bezahlt. Der Postgang in Württemberg war viel teuerer als in Bayern. Weil der Brief vor 1810 gelaufen ist, hat Württemberg den Brief selbst besorgt.

    Ich sehe gern Kommentare und Antworten :)

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • VorphilaBayern
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    • 2. Januar 2009 um 07:03
    • #186

    Hallo Bayern-Nils,

    einen sehr schönen und seltenen Brief zeigen Sie hier.
    Das Königreich Bayern (ab 1.7.1808) und Württemberg (ab 1.1.1806)hatten 1809 die Post in eigener Regie.
    Bis zum 3.11.1810 (Bayern) und 1.7.1814 (Württemberg) galten noch die früheren Reichsposttaxen (Thurn und Taxis), die ich nicht vorrätig habe. Der Postvertrag Bayern - Württemberg vom 25.10.1809 zum 1.1.1810 galt bei diesem Brief noch nicht. Wie sich die 4 Kreuzer (Bayern) und 8 Kreuzer (Württemberg) genau aufschlüsseln, kann ich nicht sagen. Auch warum der längere Weg auf bayerischen Gebiet (per Dinkelsbühl) gewählt wurde, kann ich nicht sagen. Wahrscheinlich war eine schnellere Verbindung über Dinkelsbühl ins "Württembergische",
    denn das nur 2 Meilen entfernte Bopfingen (Württemberg) bekam erst am 11.4.1813 eine kgl. württ. Postexpedition.
    Zu den Recepissen habe ich die bayer. Verordnung vom 17. Juli 1807 gescannt, demnach kostete, wenn ich es richtig verstanden habe, die Retour-Recepisse bis zum 2.11.1810 (Neue bayerische Briefposttaxe) nichts. Ab 3.11.1810 wurden 12 Kreuzer verlangt.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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  • bayern klassisch
    Gast
    • 2. Januar 2009 um 09:54
    • #187

    Hallo,

    noch etwas zu dem schönen Brief von Nils:

    Gegen Recepisse bedeutete nur = Einschreiben.

    Nicht verwechseln mit einer Retour - Recepisse, also dem Rückschein! Bei Dienstbriefen auch Post - Liefer - Schein genannt.

    Der Rückschein kostete den Absender 12 Kr. und war im Königreich Bayern immer kostenpflichtig. Ab 1.7.1850 wurde die Gebühr auf 6 Kr. gesenkt, ab 1.1.1868 wieder auf 7 Kr. angehoben.

    Wenn nur "gegen Recepisse" da steht, wollte man einen Postschein haben, den es nur bei der Einschreibung gab. Hierfür waren 4 Kr. vom Absender zu zahlen, wie bei deinem Brief. Genau hierauf bezieht sich die dankenswerterweise von VorphilaBayern gezeigte Verordnung.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Bayern-Nils
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    • 2. Januar 2009 um 10:39
    • #188

    Hallo VorphilaBayern und bayern klassisch

    Besten Dank für ihre Antworten. Und der Verordnungskopie. :)

    Also "gegen Recepisse" ist gleich "gegen Schein". Die Wörter hat sich nur durch die Zeit sich geändert sonst gab es keine Unterschiede wenn ich es richtig verstanden habe.

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 2. Januar 2009 um 11:44
    • #189

    Lieber Nils,

    stelle dir mal folgende Adressen vor:

    Reine Dienstbriefe

    Vom Gericht Augsburg an das Gericht Nürnberg = portofrei.

    Vom Gericht Augsburg an das Gericht Nürnberg gegen Recepisse = portofrei + Chargégebührenfrei.

    Vom Gericht Augsburg an das Gericht Nürnberg gegen Recepisse und Post - Lieferschein (Retour Recepisse für Behördenpost) = portofrei + Chargégebührenfrei + 12 Kr. für die RR vom Absender.

    Portopflichtige Dienstbriefe

    Vom Gericht Augsburg an das Gericht Nürnberg, Parteisache = portopflichtig beim Empfänger.

    Vom Gericht Augsburg an das Gericht Nürnberg, Parteisache franko = portopflichtig beim Absender.

    Vom Gericht Augsburg an das Gericht Nürnberg, Parteisache gegen Recepisse = portopflichtig, Absender bezahlt die Chargégebühr, Empfänger zahlt das Porto.

    Vom Gericht Augsburg an das Gericht Nürnberg, Parteisache franko gegen Recepisse = portopflichtig, Absender zahlt das Franko und die Chargégebühr.

    Vom Gericht Augsburg an das Gericht Nürnberg, Parteisache gegen Recepisse und Lieferschein (Retour - Recepisse) = Portopflichtig, der Absender zahlt nur die Chargégebühr und die Retourrecepisse, der Empfänger zahlt das Porto.

    Vom Gericht Augsburg an das Gericht Nürnberg, Parteisache franko gegen Recepisse und Lieferschein (Retour - Recepisse) = Absender zahlt alle 3 Gebühren.

    Privatbriefe

    Herrn Müller in Augsburg = Portopflichtig für den Empfänger.

    Herrn Müller in Augsburg franko = Franko zahlt der Absender.

    Herrn Müller in Augsburg franko gegen Schein = Franko und Chargégebühr zahlt der Absender.

    Herrn Müller in Augsburg franko gegen Schein und Retour - Recepisse = Franko, Chargé- und RR - Gebühr zahlt der Absender.

    Ab 1.1.1861 war in diesem Bereich möglich:

    Herrn Müller in Augsburg gegen Schein = Porto- und Chargégebührpflichtig für den Empfänger.

    Herrn Müller in Augsburg gegen Schein und Retourrecepisse = Absender zahlt die RR, Empfänger zahlt das Porto und die Chargégebühr.

    Auf die Hinzufügung von weiteren Sonderdiensten wie Express und Poste restante habe ich zu Gunsten der Übersichtlichkeit verzichtet.

    Ich hoffe, du kommst damit gut klar. :)

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Bayern-Nils
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    • 2. Januar 2009 um 13:45
    • #190

    Lieber bayern klassisch

    Herzlichen Dank für deine Mühe. Es ist sehr hilfereich so eine Übersicht zu haben :)

    Die Liste ist gespeichert.

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 2. Januar 2009 um 16:53
    • #191

    Lieber Nils,

    genau so war es von mir gedacht! ;)

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • VorphilaBayern
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    • 10. Januar 2009 um 19:03
    • #192

    Liebe Sammlerfreunde,

    möchte folgenden Teilfrankobrief zeigen:

    Brief vom General Vicariat des Bistums Würzburg
    (unterschrieben von Weihbischof Gregor Zirkel,
    Titularbischof von Hippo) nach Götzingen über
    Tauberbischofsheim und Hardheim (beide Orte
    im Großherzogtum Baden) vom 17. Juni 1808.
    Der Brief war im Großherzogtum Würzburg
    gebührenfrei, jedoch nicht im Großherzogtum
    Baden. Der Absender bezahlte diese Gebühr
    (Rückseite: "Post 3 Kreuzer. Sowie in der Mitte
    unten steht "Postfrei").

    Bischof zu dieser Zeit war: Am 6. Mai 1808 wurde
    Johann Franz Schenk von Stauffenberg von Papst
    Pius VI. zum Kapital-Vikar ernannt
    (er starb am 11. Dezember 1813).

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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  • Bayern-Nils
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    • 15. Januar 2009 um 20:40
    • #193

    Halle Freunde

    Ich habe hier ein Brief wo ich etwas unsicher geworden bin. Ist es so dass Regierungs Sachen zwischen Österreich und Bayern portofrei waren?
    Ich weiss nicht warum aber ich dachte dass auch RS wegen der FrankoZwang nur bis zum Grenze portofrei war. Ich habe in meine Literatur gesucht aber könnte keine Beweise finden.

    Höre gern von jemand mit gute Ideen.

    Viele Grüssse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 16. Januar 2009 um 07:03
    • #194

    Lieber Nils,

    leider hast du kein Jahr genannt, aber bei Zugrundelegung der Postverträge müsste es ein Brief aus 1843 bis 1850 sein. Bis zum 30.9.1842 waren R.S. nur in Bayern portofrei, in Österreich nicht.

    Ab dem 1.10.1842 bis zum Postverein am 1.7.1850 waren sie gänzlich portofrei. Ab 1.7.1850 sowieso.

    Hübscher Brief - den hätte ich auch genommen.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Bayern-Nils
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    • 16. Januar 2009 um 07:12
    • #195

    Guten Morgen bayern klassisch

    Danke für deine Antwort. :)

    Doch es steht ganz oben Jahr 1841 als Überschrift.
    Also ist der Brief portofrei gelaufen.

    Oder könnte es sein dass der Brief ein von vielen war, und nur ein von den Briefen ein Kostenvermerk hatte?

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 16. Januar 2009 um 09:24
    • #196

    Lieber Nils,

    ich muß mal zuhause unter meinen Briefen nachschauen. Dann werden wir schlauer sein.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • bayern klassisch
    Gast
    • 16. Januar 2009 um 15:19
    • #197

    Lieber Nils,

    ich habe nochmals den Postvertrag Bayerns mit Österreich von 1819 durchgelesen und dort nichts finden können.

    Üblicherweise hat man bayer. Parteisachen in Österreich portofrei belassen, bayer. Regierungssachen aber taxiert.

    Ich habe jedoch einen Brief als Armensache (A.S.), bei dem die Taxe in Wien abgestrichen wurde.

    Ich denke, dein Brief ist falsch behandelt worden, und der Empfänger freute sich, dass er nichts zahlen musste.

    Hübsch und eine Besonderheit - was willst du mehr?

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Bayern-Nils
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    • 16. Januar 2009 um 17:21
    • #198

    Lieber bayern klassisch

    Besten Dank für deine Antwort.
    Es freut mich dass ich sowas in meine Sammlung habe. :)

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • Bayern-Nils
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    • 19. Januar 2009 um 19:26
    • #199

    Hallo Freunde

    Ich habe hier ein Brief wo ich alles nicht lesen kann :(

    Möchte gern ein Bestätigung haben, ist dieser Brief 1818 geschrieben?

    Feuser meint (im Katalog) dass der Freysing Stempel erst 1824 zu finden ist. Unten im Text ist es 1818 geschrieben, aber ich bin nicht sicher ob der Brief dann geschrieben ist.


    Höre gern von euch.

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

    Einmal editiert, zuletzt von Bayern-Nils (19. Januar 2009 um 19:26)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 20. Januar 2009 um 06:23
    • #200

    Hallo Nils,

    der Brief wurde am 26.5.1818 geschrieben - prima. Ich werde gleich heute abend meine Literatur ändern.

    Glückwunsch und liebe Grüsse von bayern klassisch

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