Lieber Luitpold,
dein Wunsch ist mir Befehl:
"An Seine des Herrn geheimen Raths und Vicekanzlers freih(errn) von Gebsattel hochwohlgeboren in Bamberg"
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Lieber Luitpold,
dein Wunsch ist mir Befehl:
"An Seine des Herrn geheimen Raths und Vicekanzlers freih(errn) von Gebsattel hochwohlgeboren in Bamberg"
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Hallo an alle,
zunächst vielen Dank für den freundlichen Empfang durch bayern klassisch und
Bayern-Nils.
Ich möchte heute gerne einen Brief von Bayreuth nach Berlin aus dem Jahr 1844 einstellen, der mir an einem Punkt Rätsel aufgibt. Zunächst werden 4 Kreuzer für Bayern notiert, die in Hof in 1 1/4 Sgr. umgewandelt werden. Dann werden auch die gestrichen und in roter Tinte 6 Sgr. hinzu addiert = 7 1/4 Sgr.
Und das ist die Frage . Müssten es nicht 6 1/4 Sgr. sein, da der preuß. Portoanteil nur 5 Sgr. beträgt ?
Habe ich da etwas übersehen ?
Viele Grüße sendet flow47
Hallo flow47
Wie man redusiert kann ich leider nicht, aber vielleicht ist es ein Botenlohn oder Zustellungsgeld mitgerechnet. Ich glaube dass 1 Silbergroschen Botenlohn ganz normal war.
Hätte gern auch die Rückseite gesehen.
Viele Grüsse
Bayern-Nils
bayern klassisch
Auch wenn bei den Postgeschichtlern offensichtlich die Postgebühren-Verrechnung im Vordergrund steht, hier der Grund meiner Frage. Auch vom Stempel her fällt der Brief in die sogenannte Toskana-Zeit. Aber das muss niemand wissen (außer mir).
Luitpold
PS Quelle Wiki
Lothar Karl Anselm Joseph Freiherr von Gebsattel
(* 20. Januar 1761 in Würzburg;
† 1. Oktober 1846 in Mühldorf am Inn)
war Würzburger Domdechant,
großherzoglicher Staatsrat und
erster Erzbischof von München und Freising
von 1821 bis 1846.
flow47 und Bayern-Nils
Die 4 Kr. wurden zweimal in 1 1/4 Sgr. reduziert, wohl zuerst vom Aufgabepostamt, und danach vom Hofer Grenzpostamt.
Der Anteil Preußens mit 5 Sgr. von Hof bis Berlin ist nicht ausgeworfen. Vor 1845 betrug dieser noch 6 Sgr., er war aber ab 1845 zwischen Bayern und Preußen reduziert worden.
Das Gesamtporto betrug somit (nicht angeschrieben) 6 1/4 Sgr..
Zustellgebühren sind keine zu erkennen.
das mit von Gebsattel hatte ich gewusst - es gibt das Büchlein von Dr. Menzinger über die bayer. Bischofsbriefe ...
Die Familie von Gebsattel hatte aber auch starke Wurzeln in Würzburg, von daher ist dein Brief gut erklärbar.
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Hallo Bayern-Klassisch
So du meinst dass es hier (Bayreuth-Berlin) zweimal 11/4 geschrieben ist, und nicht 1 1/4 Stift und 7 1/4 Tusche? Ich finde etwas "komisch" ob man sowas sagen darf, dass der Brief von ein gestrichenen 4 reduziert wird. Aber warum nicht, wir Menschen machen oft komische Sachen.
Ich bezweifle überhaupt nicht die genannte 6 1/4 Sgr Gesamtgebühr.
Ist Zustellgebühr immer mit ein Strich geschrieben?
Viele Grüsse
Bayern-Nils
Liebe Sammlerfreunde,
möchte zwei Briefe zeigen, die an Forwarder in Nürnberg, bzw. Lindau gebracht und dort aufgegeben wurden:
Brief von Vigevano (Königreich Italien - Department Agogna) nach Kempten vom 6. April 1807.
Er wurde nach Lindau gebracht (Vermerk des Forwarders auf der Rückseite: "Andrea Cramer" und dort als Portobrief aufgegeben. Der Empfänger bezahlte 4 Kreuzer Porto.
Brief von Lübeck nach Botzen (Österreich) - geschrieben 2. November 1803. Präsentiertvermerk: 2. Dezember 1803. Er wurde nach Nürnberg gebracht (Vermerk des Forwarders auf der Rückseite: "Bittner" und dort als Teilfrankobrief (Vermerk 1/2 franko). Rückseite Vermerk 8 (Kreuzer) Frankobetrag von Nürnberg bis zur Grenze (Füssen).
Der Empfänger bezahlte das Porto von 12 Kreuzer.
Beste Grüße,
VorphilaBayern
Hallo Nils,
in Preußen (und anderswo) kann man die Zustellgebühr hinten sehen, bzw. vorne, wenn sie mir der Beförderungsgebühr addiert wurde. Hier wurde nichts addiert. Eine Vereinheitlichung der Schreibweise wirst du kaum finden.
Dass man zweimal 1 1/4 notiert hat, ist nichts besonderes. Ich kenne Briefe, da hat man sogar 3mal das gleiche notiert!
Ohne das postgeschichtliche Wissen ist es allein aus den Taxen und Notationen heraus nicht möglich, diese Briefe zu beschreiben.
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Lieber VorphilaBayern,
vielen Dank für diese beiden hübschen Stücke.
Nur der Ordnung halber sei erwähnt, dass der Absenderort Vigevano war. Es gibt nach und von dort umfangreiche Korrespondenz, von der ich auch ein paar Stücke besitze.
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Hallo Luitpold,
möchte zum Thema "Erzbischof Lothar Anselm Freiherr von Gebsattel"
folgenden Brief aus meiner Heimatsammlung zeigen:
Wertbrief (mit einen Dukaten beschwert) als Frankobrief (Rückseite "8" Kreuzer) von Thurndorf (bei Kirchenthumbach - Oberpfalz) an Franz Ludwig von Erthal, Fürstbischof von Bamberg und Würzburg (1779 - 1795). Links oben handschriftlich "De Thumbach" der kaiserlichen Reichspostanstalt in Kirchenthumbach (eröffnet 11.11.1747).
Der Brief ist vom 27. März 1787.
Thurndorf gehörte -, bzw. gehört noch immer zum Bistum Bamberg.
Zum Fürstbischof Franz Ludwig von Erthal möchte ich folgenden Link einstellen:
Beste Grüße,
VorphilaBayern
Hallo Bayern Klassisch
Kannst du Bitte ein neugieriger Ausländer die Unterschied zwischen Botenlohn und Zustellungsgebühr erklären? Botenlohn ist was der Bot als Lohn kriegt. Wie ist es dann mit Zustellungsgebühr?
Viele Grüsse
Nils
Hallo Nils,
Botenlohn und Zustellgebühr ist das gleiche, nur ein anderes Wort dafür.
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Hallo Bayern Klassisch
Danke für dein Antwort.
Viele Grüsse
Nils
@ Bayern-Nils @Bayern klassisch
Hallo Bayern-Nils und Bayern klassisch !
Vielen Dank für eure Antworten. Wenn der preußische Anteil vor 1845 tatsächlich 6 Sgr. betrug, dann ist die Welt doch in Ordnung. Der Brief ist von 1844. Die vermeintliche 1, die die preußische Hand mit roter Tusche geschrieben hat, ist doch eine 7 -also zahlte der Empfänger 7 1/4 Sgr.
Viele Grüße > flow47
Hallo flow47,
ich hatte überlesen, dass der Brief von 1844 datiert - dann ist alles klar.
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Hallo oisch,
wie gewünscht, stelle ich den Charge Porto-Brief (Hülle - Jahr nicht feststellbar) von Neustadt an der Haardt nach Greiz (Fürstentum Reuß - Ältere Linie - im Thurn und Taxisschen Postbezirk) vor.
Unten links "zu höchst eigenen Händen" (Für Eigenhändig gab es zu dieser Zeit noch keinen Tarif). An Porto fielen 6 Silbergroschen an. Ob "Fürst Heinrich XX" im Fürstentum Reuß, bzw. im Thurn und Taxisschen Postbezirk Portofreiheit hatte, kann ich nicht sagen.
Beste Grüße,
VorphilaBayern
Lieber VorphilaBayern,
toller Brief - schade Oisch!
Ich meine mich dunkel daran zu erinnern, dass das Haus Reuss einmal eine Abmachung mit dem Fürsten von Thurn und Taxis getroffen hatte, wonach pauschal pro Jahr eine Abfindung für Briefe an ihn fixiert worden war.
Denn die Beträge, die sich auf Briefen an ihn finden, sind in der Masse abgestrichen. Hier ist die 6 auch annulliert, was ja für diese These spricht.
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Liebe Sammlerfreunde,
möchte folgenden Brief von der Königlich Bayerischen Oberpostamts Direktion Nürnberg, an die Königlich Württembergische Reichs - Ober - Post - Amts Direktion in Stuttgart vom 16. Juli 1808 zeigen.
Unterschrieben ist der Brief von Ernst von Axthelm.
Legationsrat Ernst von Axthelm wurde am 14. Februar 1807 zum Oberpostamt Nürnberg versetzt. Am 8. Oktober 1807 deckte er die sogenannten "Schwarzen Kabinette" (Briefspionage - der Leiter dieser Briefloge war Freiherr von Vrints-Berberich) in Nürnberg auf. Dies verursachte soviel Ärger zwischen dem Königreich Bayern und Thurn und Taxis und führte zwangsläufig zur Auflösung des erst zwei Jahre zuvor vereinbarten Lehensvertrages mit Thurn und Taxis und zur Übernahme der Post durch Bayern am 1. Juli 1808.
Ernst von Axthelm wurde zum 21. Juni 1808 Oberpostmeister des neugebildeten "Königlich Bayerischen Oberpostamt Nürnberg".
Er starb am 1. Mai 1838.
Beste Grüße,
VorphilaBayern
Lieber VorphilaBayern,
interessantes Stück, bei dem auch der Inhalt nicht zu vernachlässigen ist.
Durch die Unterschrift von Axthelms ein Brief, den jeder gerne hätte.
Danke fürs zeigen sagt bayern klassisch
Hallo VorphilaBayern,
vielen Dank fürs Einstellen des schönen Belegs.
Ich bin mir sicher, der passt in Deine Sammlung mindestens genau so gut wie in meine (Neustadt / Haardt bis zum Ende der Bayr. Postverwaltung 1920)
Gruß oisch