Dass Briefmarken auch politische Aussagen transportieren, weiß man nicht erst seit dem Kalten Krieg. Das Paradebeispiel ist der sogenannte Chaco-Krieg zwischen Bolivien und Paraguay in den Jahren 1932 bis 1935, der durch eine Briefmarkeausgabe, die das umstrittene Gebiet zu Paraguay gehörend erklärte, ausgelöst wurde. Das Porträt des Dalai Lama auf einer staatlichen Briefmarke wird in der heutigen Zeit kaum noch eine kriegerische Auseinandersetzung verursachen, dafür aber politischen Druck durch die chinesische Regierung. Diese Erfahrung machte Österreich, das am 7. Juli 2005 eine Sondermarke zum 70. Geburtstag des Oberhauptes der Tibeter herausgeben wollte (Österreich Michel-Nr. IX). Auf Druck Chinas kam die Marke nie an die Schalter; die bereits gedruckten Millionen Exemplare wurden eingestampft. Offiziell bestreitet die Österreichische Post bis heute, dass die Gesamtauflage bereits gedruckt war und behauptet, es seien nur einige "Vorentwürfe zu Prüfzwecken" erstellt worden. Die Fachwelt weiß, dass mindestens drei Zehnerbogen in Privathand gelangten, interessanterweise an Deutsche, von denen einer seinen Zehnerbogen an einen österreichischen Händler verkauft hat. Der hat nun erstmals den Markt getestet.
Streitobjekt: Briefmarke mit dem Dalai Lama
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...und wiederum Felzmann verstiegert in der nächsten Auktion einen Bogen der Dalai-Lama-Marken. Startpreis 15000 Euro...
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... die aber nicht verkauft wurde...
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Gärtner hat auch einen Bogen im Angebot..., da scheint ein Nest zu sein...
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... oder ein sogenanntes Wander-Los, das von einer Auktion zur nächsten tingelt.
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bei der vorletzten felzmann-auktion ist ein eckrandstück noch für 4.500,-- + Aufgeld weg gegangen. ich hörte, dass schon wesentlich mehr bezahlt wurde... und jetzt bleibt ein bogen liegen??