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AD - Staaten - Dänemark

  • bayern klassisch
  • 13. August 2008 um 18:57
  • VorphilaBayern
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    7. August 1955 (70)
    • 20. Dezember 2008 um 21:29
    • #201

    Liebe Sammlerfreunde,

    ab 1.2.1854 änderte sich einiges:

    Unfrankierter Brief von Kiel (Herzogtum Holstein) nach Nürnberg (Königreich Bayern) vom 25.11.1858.
    Im Preussisch-Dänischen Postvertrag vom 19.12.1853 zum 1.2.1854 wurde ein dänisches Porto zwischen Hamburg und Kiel von 2 Silbergroschen (entsprach 8 Reichsbanco Schillinge), festgelegt.
    Das Porto von 16 Kreuzer rechnete sich folgendermaßen:
    Holsteinisches, bzw. Dänisches Porto von Kiel nach Hamburg = 2 Silbergroschen.
    Das Postvereinsporto von 3 Silbergroschen wurde mit 9 Kreuzer (interner Postvereinsverkehr = 1 Sgr = 3 Kr) angeschrieben.
    Im Vereinsausland wurde dagegen 1 Sgr = 3,5 Kreuzer gerechnet,
    dementsprechend entsprachen 2 Sgr = 7 Kr., die angeschrieben - und 9 + 7 = 16 Kreuzer beim Empfänger kassiert wurden.
    Rückseite Stempel KDOP Hamburg, sowie Thurn und Taxis Hambzurg von 1858.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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  • VorphilaBayern
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    7. August 1955 (70)
    • 21. Dezember 2008 um 08:12
    • #202

    Liebe Sammlerfreunde,

    der Absender aus Altona (Herzogtum Holstein im Königreich Dänemark) brachte den Brief am 23.2.1856 nach Hamburg und gab ihm im Thurn und Taxisschen Postamt auf. Er sparte dadurch 1 Kreuzer für den Empfänger, denn im Preußisch-Dänischen Postvertrag vom 19.12.1853 zum 1.2.1854 wurde ein dänisches Porto zwischen Hamburg und Altona von 1 Silbergroschen festgelegt. Dies entsprach im Vereinsauslandsverkehr 3,5 Kreuzer, aufgerundet auf 4 Kreuzer, dazu kamen noch 3 Silbergroschen = 9 Kreuzer Postvereinsporto. Wäre der unfrankierte Brief direkt von Altona abgeschiickt worden, hätte der Empfänger somit 13 Kreuzer Porto bezahlt, so waren es 12 Kreuzer.


    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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    Einmal editiert, zuletzt von VorphilaBayern (21. Dezember 2008 um 08:13)

  • Nordlicht
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    • 21. Dezember 2008 um 09:55
    • #203

    Hallo VorphilaBayern,

    klasse, vielen Dank für das Zeigen der interessanten Belege.
    Diese Portoperioden und -besonderheiten auf Briefen nach Bayern zu belegen, ist leider gar nicht so einfach. Und 1865 änderte sich die Taxe nochmal, was mit Kreuzer-Briefen auch nicht häufig zu dokumentieren ist.

    Den Segeberg-Brief finde ich besonders interessant. Geht aus dem Inhalt vielleicht hervor, warum statt eines Poststempels ein handschriftlicher Aufgabevermerk erfolgte?

    Viele Grüße
    Nordlicht

  • VorphilaBayern
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    • 21. Dezember 2008 um 10:22
    • #204

    Hallo Nordlicht,

    vielen Dank für Ihre Kommentierung der drei Belege.
    Aus dem Inhalt geht leider nichts hervor.
    Ich denke, daß der Brief evtl. bei der Eisenbahn aufgegeben wurde, denn es ging eine Bahn von Segeberg über Oldesloe nach Hamburg. War diese schon 1853 ?.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

  • Nordlicht
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    • 21. Dezember 2008 um 11:50
    • #205

    Hallo VorphilaBayern,

    an eine Bahnpostaufgabe hatte ich auch schon gedacht, aber Segeberg lag nicht in der Nähe einer Bahnstrecke. Im Jahre 1853 gab es im wesentlichen nur die Strecke Kiel-Altona (und kleinere Abschnitte wie zwischen Lübeck und Büchen, Büchen und Hamburg, Rendsburg und Neumünster).
    Ein Stempel war 1853 jedenfalls in Segeberg vorhanden, aber warum er nicht benutzt wurde, weiß ich leider nicht ...

    Viele Grüße
    Nordlicht

  • solid611
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    • 21. Dezember 2008 um 20:48
    • #206

    Hallo VorphilaBayern und Nordlicht,

    in Segeberg gab es 1853 zwar einen Stempel, den seit 1845 verwendeten dänischen 1 1/2 Kreisstempel, aber der letzte Abschlag ist vom November registriert. Danach muss er defekt gewesen sein. Jedenfalls wurde in Segeberg im Dezember 1853 und Januar 1854 handschriftlich Aufgabe praktiziert. Ab Februar 1854 ist dann ein neuer Einkreisstempel zum Einsatz gekommen.

    VorphilaBayern
    Eine wunderbare Dokumentation der Postverhältnisse von Holstein 1852/56. Danke fürs Zeigen.

    Viele Grüße
    solid611

    Einmal editiert, zuletzt von solid611 (22. Dezember 2008 um 00:37)

  • VorphilaBayern
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    • 21. Dezember 2008 um 21:22
    • #207

    Hallo solid611,

    vielen Dank für Ihre Aufklärung zum handschriftlichen Aufgabevermerk von Segeberg, sowie für Ihre Kommentierung.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

  • Nordlicht
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    • 22. Dezember 2008 um 11:43
    • #208

    Hallo solid611,

    ja, wäre eine mögliche Erklärung und ist sehr wahrscheinlich.
    Allerdings war in Segeberg kurzzeitig bis Dezember 1853 auch ein einzeiliger Langstempel im Einsatz, der aber vielleicht nicht durchgängig benutzt wurde.

    Viele Grüße
    Nordlicht

  • Baldersbrynd
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    • 9. Januar 2009 um 23:39
    • #209

    Hallo Alle

    Haben dieser Brief bekommen. (Geschenk).
    Sendet von Danzig nach Svendborg auf Fühnen, DK am 21.2. keine Jahresangabe.
    Der meisten von der blaue Papierfarben sind verschwunden.
    Porto 3 Gr mit blau geschrieben als preußischer Porto umgerechnet bis 13 dänische Schillinge und 9 Schillinge in dänisches Porto zusammen 22 Schillinge mit rot geschrieben.

    Die Stempel "Danzig Bahnh. Eisenbahnfahrt / 21.2 3-6A" kann ich nicht finden es ist nicht in Freuser anch nicht in Zusammenstellung der Preussischen Poststempel nach Form und Zeitfolge vov Friedr. Wilh. Thalmann, Potsdam 1925.

    Viele Grüße
    Jørgen

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  • Baldersbrynd
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    • 19. März 2009 um 09:41
    • #210

    Hallo lieber Sammlerfreunde

    Ich habe früher gefragt mit dem Portoberechnung, aber keine Antwort bekommen. Dafür probiere ich noch einmal.

    Sendet von Königsberg am 7.3.1835 nach Kopenhagen.
    Auf der Vorderseite steht 28½ Sgr? und am rechten Seite steht mit schwarz 1 Lot? Am oben 8 mit rötel geschrieben was bedeutes das?
    Ist es ein zweite Gewichtklasse Brief?

    Auf der Siegelseite: ?? 93? unter dem Strich 60 dänischen Porto in RBS?
    Links von der Hamburg Stempel steht 12 ?

    Viele Fragen, aber hoffentlich kann Jemand mir Helfen, im voraus vielen Danke.

    Liebe Grüße
    Jørgen

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    Einmal editiert, zuletzt von Baldersbrynd (19. März 2009 um 09:43)

  • solid611
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    • 20. März 2009 um 23:34
    • #211

    Hallo Jørgen,

    ein sehr schöner Brief.

    Alles kann ich nicht erklären. Aber die Taxierung.
    Auf der ersten Seite in diesem Thread hast du uns eine Brief aus der derselben Korrespondenz und demselben Jahr gezeigt. Der war als einfacher Brief taxiert.

    Dieser ist nun schwerer also für Preußen in der 2. Gewichsstufe bis inklusive 1 Loth 1 1/2 fach.
    Porto Königsberg - Hamburg 19 HSchC (beim ersten Brief) x 1,5 = 28 1/2 HSchC (bei diesem Brief). Diese sind notiert und siegelseitig in RBS umgerechnet. Der "Einfachheit halber" vorher auf 29 gerundet 29 HSchC x 3,2 = 92,8 also 93 RBS.

    Dänemark progressierte bei 1 Loth bereits zweifach.
    Porto Hamburg - Kopenhagen 29 RBS (beim ersten Brief) x 2 = 58 RBS + 2 RBS Bestellgeld = 60 RBS, die ebenfalls siegelseitig notiert sind.

    Also zahlte der Empfänger 153 RBS Porto.

    Was dier anderen Notierungen bedeuten weiß ich nicht. Da es ein Behördenbrief ist, könnten sie für interne Zwecke in den Behörden angebracht sein.

    Ich hoffe das hilft etwas weiter.

    Viele Grüße
    solid611

  • Baldersbrynd
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    • 21. März 2009 um 07:49
    • #212

    Hallo solid611

    Ich danke dir für dein große hilfe, jetzt kommen ich weiter mit dieser Brief.

    Liebe Grüße
    Jørgen

  • VorphilaBayern
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    • 21. März 2009 um 08:32
    • #213

    Liebe Sammlerfreunde,

    möchte folgende Briefe zeigen:
    Unfrankierter Brief von Fürth (Bayern)
    nach Altona (Herzogtum Holstein im
    Königreich Dänemark) vom 23.4.1842.
    Der Empfänger bezahlte 10 Schilling
    Courant Porto.

    Unfrankierter Brief von Wetzlar (Preußen)
    nach Kopenhagen (Königreich Dänemark)
    vom 31.5.1829.
    Bei den Taxierungen kenne ich mich nicht aus.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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  • Baldersbrynd
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    • 28. April 2009 um 21:50
    • #214

    Hallo Alle

    Ein Freund von mir haben dieser Brief aus München nach Kopenhagen, geschrieben am 24.10.1844, Sendedatum nicht lesbar.
    Am Vorderseite steht 12 mit schwarz und 13 mit rot geschreiben. Was ist dieser zwei Portobeträge? Die rote 13 ist warscheinlich Lübbische Schillinge, oder? Was ist die 12? Ich glaube das die 12 ist erst geschrieben und dann die 13.
    Auf der Siegelseite 42/29 und darüber steht "2" mit Bleistift. Die 42 ist die 13 Lübbische Scillinge umgerechnet bis 42 Dän. Schillinge. Die 29 ist den Portobetrag von Hamburg nach Kopenhagen. Die "2" ist Bestellgebühr in Kopenhagen. 42 + 29 + 2 dän Schillinge zusammen 73 ist auf der Vorderseite geschrieben, oben links.
    Der T.T. Hamburg Stempel ist erst am 2. Nov. gestempelt.

    Liebe Grüße aus DK.
    Jørgen

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    Einmal editiert, zuletzt von Baldersbrynd (28. April 2009 um 21:51)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 28. April 2009 um 22:08
    • #215

    Hallo Jörgen,

    die schwarze 12 vorne ist der bayerische Portobetrag von München bis zur Grenze bei Aschaffenburg. Der Rest müsste stimmen (vorbehaltich unseres lieben solid611 :)).

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Baldersbrynd
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    1. Mai 1939 (87)
    • 29. April 2009 um 10:33
    • #216

    Hallo bayern-klassisch

    Vielen Danke für deine Antwort.
    Es war auch mein meinung das die 12 der bayerisches Porto war, aber ich war nicht ganz sicher. Dann warten ich auf solid611, wenn Er die andere Portobeträgen bestätigen kann, vielleich ist der rote 13 hanburgische Schillinge?

    Liebe Grüße
    Jørgen

    2 Mal editiert, zuletzt von Baldersbrynd (29. April 2009 um 10:34)

  • solid611
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    • 30. April 2009 um 23:03
    • #217

    Hallo Jørgen,

    ein sehr schöner Brief. Das Porto ist von dir völlig richtig beschrieben.
    Die 13 vorne in rot sind vom taxischen PA notiert und stellen das Porto bis Hamburg inklusive der 12 Kreuzer für Bayern dar.
    Ob es Hamburger oder lübbische Schilling sind kannst du dir aussuchen. Beide Währungen sind identisch. In Hamburg wurde in Hamburger Schilling gerechnet, aber die Vertragswährung zwischen Dänemark und Taxis war der lübbische Schilling. Also kann man nicht genau sagen welche der beiden Währungen der Beamte notiert hat. Im nordeutschen Raum machte das aber keinen Unterschied, weil diese und auch noch der Schlesiwig-Holsteinische Schilling gleich viel wert waren.

    Viele Grüße
    solid611

  • Baldersbrynd
    erfahrenes Mitglied
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    1. Mai 1939 (87)
    • 3. Mai 2009 um 07:27
    • #218

    Hallo solid611
    Vielen danke für deine Antwort.

    Vile Grüße
    Jørgen

  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
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    • 18. Juni 2009 um 14:55
    • #219

    Liebe Sammlerfreunde,

    möchte folgenden Brief zeigen:

    Brief von Bückeburg (Fürstentum Schaumburg-Lippe -
    Thurn und Taxissches Postgebiet) nach Kopenhagen
    (Königreich Dänemark) vom 13.12.1834.
    Links unten: "Herrschaft frei Hamburg".
    Ich kann nicht sagen, ob die Briefgebühr bis Hamburg frei war,
    oder ob bis Hamburg bar freigemacht wurde.
    Ab Hamburg war der Brief auf jedem Fall portopflichtig.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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  • VorphilaBayern
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    7. August 1955 (70)
    • 28. Juni 2009 um 06:54
    • #220

    Liebe Sammlerfreunde,

    möchte folgenden Brief zeigen:

    Unfrankierter Brief von Kiel (Herzogtum Holstein)
    nach Landshut (Königreich Bayern) vom 11. Juli 1849.
    Einen Tag nach dem seit April 1849 dauernden Krieg
    Preußen gegen Dänemark festgelegten Waffenstillstand
    (am 10. Juli 1849).
    Ich denke, daß sich der Portobetrag von 24 Kreuzer
    von Kiel bis zur bayrischen Grenze bezieht und die
    15 Kreuzer von der bayrischen Grenze bis Landshut.
    Dabei wurden die 24 Kr in 10 und 14 Kr aufgeteilt.
    Ich denke 10 Kr von Kiel bis Hamburg und 14 Kr
    von Hamburg bis zur bayr. Grenze.
    Die anderen Taxierungen in schleswig-holsteinischer
    Courantwährung (am 1.1.1849 durch neues Posttax-
    Gesetz in Kraft gesetzt) oder in Silbergroschen,
    kann ich nicht deuten.
    Auf der Rückseite ist die Briefklappe leider beschnitten.


    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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