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AD - Staaten - Dänemark

  • bayern klassisch
  • 13. August 2008 um 18:57
  • solid611
    aktives Mitglied
    Beiträge
    129
    • 11. September 2008 um 22:32
    • #101

    Hallo bayern klassisch,

    die 20 als Gewichtsangabe war mir auch suspekt. An eine Kreuzerangabe hab ich auch gedacht. Aber warum sollte Taxis innerhalb seiner Posthoheit in zwei Währungen taxieren? In Hamburg hat das taxissche Postamt nach meiner Erfahrung immer das Teilporto in Schilling Courant angegeben.
    Die Umrechnung von 20 Kr in 8 Schilling Courant würde rechnerisch passen, aber überhaupt nicht mit den anderen Taxen korrespondieren, da von Hamburg nach Burg einfach nur 4 Schilling Courant anfielen. Die höchste Einzeltaxe von Hamburg in den am weitesten entfernten dänischen Postort (außer Westindien ;)) betrug 13 Schilling Courant.

    Bist du sicher, dass das Porto nach Hamburg nur 20 Kr betrug? Wie gesagt nach der Taxtabelle 1843 waren es 12 Schilling Courant.

    Eine andere Möglichkeit wäre, dass die "20" keine ist (z.B. 70 Kr. würden mit 27 Schilling Courant korrespondieren) oder nicht zur Taxierung gehört.

    Viele Grüße
    solid611

  • bayern klassisch
    Gast
    • 11. September 2008 um 22:53
    • #102

    Hallo solid611,

    ich kenne nicht den Staatsvertrag, mit dem der württembergische König das Fürstenhaus belehnt hat, aber gewisse interne Gratifikationen (für WÜ) halte ich schon für denkbar bzw. wahrscheinlich.

    Ich könnte dir Briefe von Taxis mit bayer. Relevanz zeigen, die belegen, dass ein individueller Portoansatz eher die Regel, als die Ausnahme war.

    Etwa zu dieser Zeit setzte man 18 Kr. an Porto, um nach Bayern zu schreiben, von Taxis an. Wenn du dir auf S. 2 meinen Teilfrankobrief aus Obernburg betrachtest, so zeigt dieser auch eine 8 (Hamburgische Schilling Courant) ab der bayer. Grenze bis Hamburg.

    Da Taxis Württemberg mit wohlfeilen Tarifen ködern musste, dürften die 2 Mehrkreuzer allemal ausgereicht haben. Auch spricht die Notation der 20 von der Farbe her für eine Hand in Württemberg.

    So recht will ich auch an eine höhere Gewichtsstufe nicht glauben, da diese i. d. R. mit Achtel - Loth Unterteilung anzugeben gewesen wäre (in Bayern sah man das sehr locker).

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • solid611
    aktives Mitglied
    Beiträge
    129
    • 11. September 2008 um 23:38
    • #103

    Hallo bayern klassisch,

    die 8 Schilling Courant nach Bayern waren es 1843 auch noch etwa. Von Hamburg bis zur bayrischen Grenze kostete es für Altbayern 7 SchC und für Rheinbayern 8 SchC.

    Vielleicht ist der Brief nachgewogen und hochtaxiert worden, ohne Angabe des Gewichts. Klar dass ist ungewöhnlich, aber bei der Taxierung von Dänemark mit 112 RBS bin ich mir ganz sicher und alle anderen Taxen passen auch dazu.

    Eventuell hat ja jemand hier im Forum einen Brief zwischen Stuttgart und Hamburg von 1836.

    Viele Grüße
    solid611

  • bayern klassisch
    Gast
    • 12. September 2008 um 07:10
    • #104

    Hallo solid611,

    ist das nicht gerade das spannende und damit schöne an der PO? Hier haben wir nun einen "simplen" Brief vor uns, den wir doch nicht final knacken können. Aber wir arbeiten dran.

    Vielleicht zeigt uns VorphilaBayern aus seiner wunderbaren Sammlung (die auch, wie ich weiß, Württemberg mit vielen Rosinen beinhaltet), das ein oder andere Pendant, um uns so zu Hilfe zu eilen. Wenn nicht, dann haben wir ab jetzt ein Auge auf diese Leitung aus (oder nach) Württemberg.

    Weil es gerade angeboten wird: Ein Parallelbrief zu meinem mit dem TT36 aus DK über Forbach nach Frankreich, fast eine Dublette.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Bilder

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  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
    Beiträge
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    Geburtstag
    7. August 1955 (70)
    • 12. September 2008 um 08:21
    • #105

    Hallo solid611 und bayern klassisch,

    vielen Dank für eure Arbeit.
    Bin beim Suchen. Habe bisher aber erst zwei Belege in der Gegenrichtung nach Württemberg gefunden.
    Frankobrief von Hamburg nach Tübingen vom 4.3.1844.
    Rückseite Frankobetrag schwarz 4 und rot 12. Also 12 Kreuzer,
    sowie Frankobrief von Hamburg nach Öhringen von 1842.
    Rückseite Frankobetrag schwarz 12 und rot 48. Also 48 Kreuzer.
    Vorderseite links unten neben "franko" durchgestrichene rote "8".
    Habe erst wieder abends Zeit.
    Wenn gewünscht, kann ich von beiden Belegen die Bilder einstellen.
    Vielleicht finde ich noch einen Württemberg Beleg nach Hamburg.
    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

  • bayern klassisch
    Gast
    • 13. September 2008 um 16:00
    • #106

    Hallo VorphilaBayern,

    ich denke wir alle würden gerne deine angesprochenen Briefe sehen - man kann nur dazu lernen.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • solid611
    aktives Mitglied
    Beiträge
    129
    • 13. September 2008 um 16:54
    • #107

    Hallo VorphilaBayern,

    da schließe ich mich bayern klassisch an. Aus den Briefen lernen wir das meiste dazu.

    @bayern klassisch
    Bin ganz deiner Meinung. Genau solche Sachen machen den Reiz an unserem Hobby aus.

    Den Kopenhagen-Brief beobachte ich auch. Mal sehen was der Markt sagt.
    Zur Info für eventuelle Interessenten: Der Aufgabestempel ist ein sogn. Duplexstempel vom Seeländer Eisenbahnpostbüro auf der Strecke Kopenhagen-Korsör. Duplex heißt er besteht aus kombiniertem Nummern- und Tagesstempel. Die Nummer ist 181 und hier so abgeschlagen, dass der Nummernstempelteil nicht auf dem Brief ist, weil er zur Markenentwertung vorgesehen war. Das war übliche Praxis bei Porto- und barfrankierten Briefen. Bei dem von mir auf Seite 3 vorgestellten Brief (Danemark R 2) kann man den Nummernteil noch etwas deutlicher erkennen.

    Werd gleich noch das Gegenstück zum "TT36" Stempel zeigen.

    Viele Grüße
    solid611

  • solid611
    aktives Mitglied
    Beiträge
    129
    • 13. September 2008 um 17:33
    • #108

    Hallo,

    da der Vertragstempel "TT36" schon erläutert wurde, will ich euch mal das Gegenstück dazu zeigen.

    Für Portobriefe, die von Frankreich über Taxis nach Dänemark liefen, war ebenfalls die Stempelung mit der Vertragsartikelnummer vereinbart. Hier war es in der 2. Verteilung ab 1.1.1866 der Vertragsartikel 36. Der Stempel dementsprechend "F36" (v.d.Linden Nr.1171). Frankreich hat diesen und viele andere dieser Stempel auch noch für Verträge mit anderen Staaten verwendet, also nicht verwechseln. Am häufigsten kommt er auf Briefen nach Preußen vor.
    Auf Briefen über Taxis nach Dänemark ist er sehr selten. Das liegt zum einen an der kurzen Verwendungszeit 1.1.1866 bis 31.7.1867 (dem Ende der Taxispost) und zum anderen daran, dass er vermutlich nur in Paris und dort nur von einem Postbüro verwendet wurde. Ich habe bisher außer meinem nur noch zwei weitere Briefe mit dem Stempel gesehen, aber einige aus dem gleichen Zeitraum auf der gleichen Route ohne ihn.

    Der Brief wurde am 21. Juli 1866 in Granville aufgegeben, lief über Paris - Hamburg weiter nach Helsingör (franz. "Elseneur"), wo er am 25. Juli nach 4 Tagen ankam. Durchgangstempel sind siegelseitig von Paris, dem taxischen Postamt in Hamburg und vom Hamburger Stadtpostamt 2. Abteilung abgeschlagen. Das dänische Postamt in Hamburg war 1864 in Folge des 2. Dänischen Krieges geschlossen worden und wurde als 2. Abteilung dem Stadtpostamt angegliedert. Diese übernahm die Abwicklung der dänischen Korrespondenzen.

    Von Frankreich in Paris mit dem Vertragsstempel "F36" gekennzeichnet, vergütete Taxis dementsprechend 2 1/2 Sgr an Frankreich. Zwischen dem DÖPV und Dänemark galt ab 1.8.1865 ein neuer Postvertrag, der nun für den frankierten Brief 3 Sgr = 12 RBS als Taxe festlegte. Für Portobriefe wurde ein Aufschlag von 1 Sgr = 4 RBS erhoben. Die 3 Sgr/12 RBS wurden geteilt, den Portozuschlag erhielt die jeweilige Empfängerpostanstalt.
    Taxis erhielt daher in Hamburg 2 1/2 Sgr für Frankreich und 1 1/2 Sgr Vereinsanteil = 4 Sgr, die siegelseitig in Rötel notiert sind.
    Dänemark berechnete das Porto in Blau:
    2 1/2 Sgr für Frankreich = 11 RBS im Zähler
    DÖVP-DK 12 RBS im Nenner
    4 RBS Zuschlag für Portobrief vorangestellt, so dass 11+12+4 = 27 RBS Gesamtporto zu zahlen waren und in Rötel angeschrieben sind.

    Viele Grüße
    solid611

    Bilder

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  • bayern klassisch
    Gast
    • 13. September 2008 um 21:18
    • #109

    Hallo solid611,

    danke für deine wie immer interessanten und lehrreichen Ausführungen; dass deine Briefe schmuck sind, braucht man unter PO - Sammlern nicht zu erwähnen ... ist eh klar.

    Du schreibst aber: "Die 3 Sgr/12 RBS wurden geteilt, den Portozuschlag erhielt die jeweilige Empfängerpostanstalt."

    Damit habe ich ein kleines Problem.

    Üblicherweise bezog die Grenzeingangspost das gesamte Postvereinsfranko bzw. Porto. Wie sollte den dies geteilt werden? Taxis war doch nur Transit - Dienstleister, der davon lebte, hier im geschlossenen Transit dank eigener Postverträge mit Frankreich und DK den preußischen Posteingangsanstalten in Forbach, Valenciennes und Erquellines nichts abgeben zu müssen.

    Der Postvereinsvertrag sah auch keine Abgabe des Portozuschlages an die Abgabepost vor (zumindest in den süddeutschen Staaten gab es dergleichen nicht). Warum hätte Taxis auf den jeweiligen Groschen verzichten sollen?

    Bei Portobriefen der deutschen Staaten nach DK gab es auch keinen Portozuschlag.

    DK konnte doch froh sein, dass jemand dessen Randlage nicht ausnutzte und die Korrespondenzen über Zentral- und Südeuropa günstig verteilte.
    Preußen wäre da auch nicht kulanter gewesen. Eher im Gegenteil.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • solid611
    aktives Mitglied
    Beiträge
    129
    • 14. September 2008 um 00:27
    • #110

    Hallo bayern klassisch,

    da hab ich mich wohl zu unklar ausgedrückt. Die 3 Sgr waren nicht der Vereinsanteil sondern der Gesamtbetrag, der für Vereinstransit und bis zum Empfänger in Dänemark zu zahlen waren. Und der wurde im Transit geteilt. Je 1 1/2 für Taxis und DK.
    Taxis erhielt natürlich den gesamten Vereinsanteil, egal ob Bayern, Baden, Preußen oder Hannover noch beteiligt waren.

    Das Dänemark so extrem gut verhandelen konnte, hast du ja schon bei deinem Brief von 1868 mit den jeweiligen Anteilen beschrieben.

    Der Portozuschlag beim Transit ist eins meiner Lieblingsthemen. Der wurde was Frankreich angeht immer nur einmal erhoben. Auch wenn der Vertrag Frankreich-Taxis und Taxis(DÖPV)-Dänemark jeweils eine Aufschlag vorsah (das gleiche gilt für Preußen). Wenn man rein die Verträge berücksichtigt, hätte der Aufschlag sogar dreimal erhoben werden können. 1. für F-T 2. für den DÖPV 3. für T-DK. Aber er ist immer nur einmal berücksichtigt worden und vom Empfänger eingezogen worden.
    Preußen hat 1866/7 bei Transitportobriefen aus DK auch 1 1/2 Sgr an DK vergütet.

    Postverträge werden von Politikern gemacht, die Post von Menschen. :)

    Viele Grüße
    solid611

    Einmal editiert, zuletzt von solid611 (14. September 2008 um 00:28)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 14. September 2008 um 06:35
    • #111

    Hallo solid611,

    vielen Dank für die Klarstellungen (ich zweifelte schon etwas an meiner Sichtweise der Dinge damaliger Zeit).

    Zu deinem schönen letzten Satz: Postgeschichtliche Belege werden von Sammlern interpretiert und jeder gibt sein Bestes; gerade diesem Thread kann man fast schon einen handbuchartigen Charakter zubilligen, oder wo sieht man Briefe im Dutzend dieser Sammelgebiete, von denen jeder einzelne etwas Besonderes darstellt?

    Dazu noch die Beschreibungen, auch und vor allem von dir, die zeigen, dass vieles klar, aber auch einiges nicht so klar ist, wie wir Aussteller uns das gerne wünschen würden.

    Wenn man dann noch den nur einen Daumen nach oben in Beziehung zu diesem schwierigen Thema setzt, ist man gar nicht mehr so unfroh, dass diese zweifelhafte Benotung aus der Zeit der Gladiatoren scheinbar weggefallen ist ...

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Einmal editiert, zuletzt von bayern klassisch (14. September 2008 um 06:42)

  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
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    • 14. September 2008 um 08:23
    • #112

    Hallo,

    ich habe vier Belege aus der Gegenrichtung von Hamburg nach Württemberg gefunden,
    leider erst aus den Jahren 1842 bis 1848.

    2 Bilder: Hamb.-Tübingen-1844.jpg und Hamb.-Tübingen-1844.01.jpg
    Frankobrief von Hamburg nach Tübingen (Königreich Württemberg) vom 4. März 1844.
    Rückseite "4" schwarz und "12" in rot.

    2 Bilder: Hamb.-Öhringen-1842.jpg und Hamb.-Öhringen-1842.01.jpg
    Frankobrief von Hamburg nach Öhringen (Königreich Württemberg) vom 26. Febr. 1842.
    Rückseite "12" schwarz und "48" rot.

    2 Bilder: Hamb.-Mergentheim-1845.jpg und Hamb.-Mergentheim-1845.01.jpg
    Portobrief von Hamburg nach Mergentheim (Königreich Württemberg) vom 18. April 1845.
    Der Brief ging retour, "weil der Adressat längst schon verstorben ist".

    2 Bilder: Hamb.-Nordheim-1848.jpg und Hamb.-Nordheim-1848.01.jpg
    Frankobrief von Hamburg nach Nordheim (Königreich Württemberg) vom 24. April 1848.
    Rückseite "18" rot; Vorderseite neben Franko "4" rot, sowie unten links "6 wfr Weiterfranko.

    Ich dachte, daß ich noch einen Brief von Württemberg nach Hamburg um 1835 habe.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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    Einmal editiert, zuletzt von VorphilaBayern (14. September 2008 um 08:26)

  • VorphilaBayern
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    7. August 1955 (70)
    • 14. September 2008 um 08:27
    • #113

    die weiteren 4 Bilder

    Gruß,
    VorphilaBayern

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  • solid611
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    • 14. September 2008 um 22:43
    • #114

    Hallo VorphilaBayern,

    vielen Dank fürs zeigen der schönen Brief.
    Ich habe mal die Taxen nach dem "Briefporto-Tarif von Hamburg nach dem Fürstl. Thurn und Taxischen Lehns-Postbezirke" von 1842 dazu rausgesucht.
    Von Hamburg nach
    Tübingen 12 SchC
    Öhringen 12 SchC
    Mergentheim 11 SchC
    Nordheim ist nicht verzeichnet (Heilbronn 12 SchC)
    Das stimmt ja bei den Frankobriefen überein.

    Viele Grüße
    solid611

  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
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    7. August 1955 (70)
    • 15. September 2008 um 18:18
    • #115

    Liebe Sammlerfreunde,
    nochmals zwei Briefe von Bayern nach Dänemark.
    Teilfrankobriefe von München nach Kopenhagen vom 15. Oktober 1842,
    sowie vom 3. April 1843.
    An Bayerischer und Thurn &. Taxisscher Frankogebühr wurden jeweils 30 Kreuzer bei der Briefaufgabe bezahlt.
    Beim Brief von 1842 bezahlte der Empfänger 57 RBS und beim Brief von 1843 - 32 RBS.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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    Einmal editiert, zuletzt von VorphilaBayern (15. September 2008 um 18:19)

  • solid611
    aktives Mitglied
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    129
    • 15. September 2008 um 22:26
    • #116

    Hallo VorphilaBayern,

    ich denke der Empfänger zahlte für beide Briefe 29 RBS, was dem einfachen Porto von Hamburg nach Kopenhagen vom 1.8.1818 bis 31.3.1851 entsprach.
    Dänemark schrieb seine Portobeträge bis etwa 1851 immer mit vorangestellter Kartiernummer an.
    1. Brief 1842 Kartiernummer 57_____29 RBS
    2. Brief 1843 Kartiernummer 32_____29 RBS

    Was ich erstaunlich finde, dass Dänemark diese recht hohe Taxe für die stark frenquentierte Strecke so lange hielt. Die Senkung folgte dann jedoch umso schneller und rigoroser ab 1.4.1851 auf 16 RBS und ab 1.7.1853 auf 4 RBS für markenfrankierte Briefe und 6 RBS für barfrankierte und Portobriefe.

    Viele Grüße
    solid611

  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
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    Geburtstag
    7. August 1955 (70)
    • 16. September 2008 um 05:28
    • #117

    Hallo, Solid611,

    vielen Dank für ihre, wie immer ausführliche Beschreibung.
    Dachte bisher, daß links der Portobetrag vermerkt ist.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

  • mecklenburger
    neues Mitglied
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    34
    • 16. September 2008 um 19:58
    • #118

    Hallo,

    habe einen Brief von Wittenburg(Mecklenburg) nach Heiligenhafen(Holstein),der für mich leider nicht datierbar ist.Da der Wittenburg Stempel von 1849 bis 1880 verwendet wurde.Auf der Rückseite ist ein Stempel des Dänischen Postamt in Hamburg,also denke ich das er in die Zeit fällt als Holstein Dänisch war.

    Vielleicht kann mir jemand genaueres,auch zu den Gebühren sagen?

    Gruss
    Mecklenburger

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  • Nordlicht
    aktives Mitglied
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    Geschlecht
    Männlich
    • 16. September 2008 um 20:52
    • #119

    Hallo mecklenburger,

    dann versuche ich es mal:
    Das dänische Postamt in Hamburg gabe es nur bis 1864.
    Daher könnte der Brief nach dem Postvertrag zwischen Dänemark und Mecklenburg von 1861 taxiert sein. Demnach setzte sich das Porto aus 1 Silbergroschen für Mecklenburg und 2 Silbergroschen für Dänemark zusammen. Für Heiligenhafen galt (statt der 2 Silbergroschen) als Sonderporto 1 Silbergroschen.
    Zwischen 1854 und 1861 galt der Preußisch-Dänische Postvertrag: 1 Sgr. für die Strecke von Wittenburg bis Hamburg bzw. Büchen (< 10 Meilen), 2 Sgr. dänisches Porto bis Heiligenhafen (> 10 Meilen).

    Viele Grüße
    Nordlicht

  • solid611
    aktives Mitglied
    Beiträge
    129
    • 16. September 2008 um 23:13
    • #120

    Hallo mecklenburger,

    anhand des Stempels vom dänischen Postamt Hamburg, kann man den Brief in etwa datieren. Der K2 ist von 1851 bis 1862 in 11 Typen registriert. Die Type von deinem Brief ist nach dem Handbuch von Vagn Jensen von November 1852 bis November 1855 bekannt. Anhand der Taxe ist er auf 1854 oder 1855 zu datieren.
    Wie Nordlicht schon geschrieben hat erhielt Mecklenburg für Briefe nach Holstein 1854-1861 1 Sgr und Dänemark 2 Sgr.
    Es handelt sich um einen Frankobrief. Die beiden Anteile sind in Rötel neben dem Freivermerk notiert. Der Gesamtbetrag von 3 Sgr entsprach 5 Mecklenburger Schillingen, die ebenfalls in Rötel angeschrieben sind. Die blaue 2 ist der dänische Anteil nochmals als Weiterfranko notiert.

    Viel Grüße
    solid611

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