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AD - Staaten - Dänemark

  • bayern klassisch
  • 13. August 2008 um 18:57
  • Nordlicht
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    • 12. Juli 2010 um 18:15
    • #241

    Hallo senziger,

    nicht Preußen, sondern Thurn und Taxis war für die Briefbeförderung aus der Provinz Westfalen nach Dänemark zuständig. Daher durchlief der Brief auch nicht das preußische Oberpostamt in Hamburg (das auch - noch - nicht für die Beförderung der Briefe aus Hamburg in die Herzogtümer zuständig war).
    Das Porto von Hagen nach Hamburg müßten 9 Schilling Courant und von Hamburg nach Mölln 2 Schilling betragen haben, d.h. insgesamt 11 Schilling. Diese wurden umgerechnet in 13 Schilling Lauenburgischer Münze, die auch rückseitig kartiert wurden. Mit einem Bestellgeld von 1/2 Schilling waren dann insgesamt 13 1/2 Schilling L.M. beim Empfänger fällig.

    Viele Grüße
    Nordlicht

  • senziger
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    • 13. Juli 2010 um 20:44
    • #242

    Hallo Nordlicht,

    danke für deine Erläuterungen.

    Hallo alle,
    hier ein Brief, aufgegeben in Helsingör am 15.8.1837, franco Hamburg über das TT-Postamt weiter über Givet nach Tonnere in Frankreich. Dort angekommen am 24.8.1837.

    Gern lasse ich mich über weiteres belehren ;)

    Gruß

    senziger

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  • Nordlicht
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    • 14. Juli 2010 um 16:58
    • #243

    Hallo senziger,

    interessanter Brief von Dänemark nach Frankreich, teilfrankiert bis Hamburg (Grenzfrankozwang). Mit Herkunftsstempel "DANEMARCK PAR HAMBOURG" und taxischem Rayonstempel (Deutschland war in 5 Rayons unterteilt, wobei Hamburg im Rayon 4 lag). Der angeschriebene französische Portoanteil betrug 15 Decimes.

    Mehr kann ich dazu leider nicht beitragen ...

    Viele Grüße
    Nordlicht

    PS: Danke für's Zeigen, gern mehr davon ;)

  • Michael D
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    • 14. Juli 2010 um 17:07
    • #244

    Hallo,

    ein interessanter Brief !

    Mich beschäftigt der Leitweg.
    Bei einer Laufzeit von 9 Tagen kann man den Landweg oben über Schweden ausschließen.
    Vielleicht eine Seeverbindung Helsingor - Kopenhagen bzw. Kiel, oder ähnliches ?

    Weiß jemand von den nordischen Spezialisten etwas über dänische Schiffsverbindungen Richtung Osten ?

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

    Einmal editiert, zuletzt von Michael D (14. Juli 2010 um 17:08)

  • Nordlicht
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    • 14. Juli 2010 um 17:22
    • #245

    Hallo Michael,

    ich gehe von einer Beförderung über Kiel aus (also über Holstein). Seit 1835 gab es eine regelmäßige Dampfschiffverbindung dorthin. Aber beweisen lässt sich das leider nicht, da keine entsprechenden Stempel oder Leitvermerke vorhanden sind ...

    Viele Grüße
    Nordlicht

  • senziger
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    • 16. Juli 2010 um 22:09
    • #246

    Hallo,

    danke für die Erläuterungen.

    Hier ein Portobrief vom dänischen Postamt in HH nach der Insel Fehmarn im damals dänischen Holstein, versendet am 17.1.1853, taxiert mit 3 (Schilling Courant??).

    Obwohl Holstein zu dieser Zeit dänisch war, ist vom 1.7.1850 bis 31.1.1854 der DÖPV-Vertrag gültig gewesen (HH seit 1.1.1852).

    Spielte dies bei diesem Brief eine Rolle??

    Gruß

    senziger

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  • Nordlicht
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    • 17. Juli 2010 um 12:09
    • #247

    Hallo senziger,

    wieder ein interessanter Brief aus deiner Sammlung - die anscheinend einige Schnittmengen zu meiner hat ;)

    Die Insel Fehmarn gehörte zu Schleswig (auch wenn man das aufgrund der geografischen Lage nicht vermuten würde). Daher galten auch nicht die DÖPV-Sonderregelungen für Holstein, sondern separate Vereinbarungen zwischen Preußen und Dänemark, die bei diesem Brief aber auch keine Rolle spielten.

    Hamburg wurde bereits zu den unabhängigen schleswig-holsteinischen Zeiten postalisch als Inland betrachtet. Daher wurde der Brief noch nach einem Tarif taxiert, der eingeführt wurde als noch nicht beide Herzogtümer Schleswig und Holstein wieder unter dänischer Hoheit waren. Danach wurden unfrankierte Briefe nach Schleswig mit einem Porto von 3 Schilling belegt.

    Aber noch im selben Jahr, zum 1.7.1853, führte Dänemark einen Einheitstarif (für einfache Portobriefe 6 dänische Skilling) in ihrem Postbezirk ein, der auch im Briefverkehr mit Hamburg galt.

    Ich bin schon gespannt auf den nächsten Brief :)

    Viele Grüße
    Nordlicht

  • senziger
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    • 17. Juli 2010 um 18:43
    • #248

    Hallo Nordlicht,

    danke für die Erklärungen. Ich war felsenfest davon überzeugt, dass Fehmarn zu Holstein gehört.

    Dieser Brief passt nicht zu 100 % hierher aber als Ergänzung zu dem eben gezeigten...

    ....14 Jahre später ist das dänische Postamt in Hamburg schon Geschichte und Schleswig-Holstein preussische Provinz.

    Gruß

    senziger

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    Einmal editiert, zuletzt von senziger (17. Juli 2010 um 20:18)

  • Nordlicht
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    • 17. Juli 2010 um 20:49
    • #249

    Hallo senziger,

    tja, aber obwohl Schleswig-Holstein preussische Provinz war, galt bei diesem Brief nicht der preussische Inlandstarif. Da Burg auf Fehmarn nicht in der ersten Entfernungszone lag, hätte die Beförderung eigentlich mehr als 1 Silbergroschen kosten müssen.

    Es ist gar nicht soo einfach, allein nur die Postbeziehungen zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein/Dänemark mit Briefen zu dokumentieren, da sich im Laufe der Zeit die Zuständigkeiten mehrfach änderten. Aber das macht es auch so interessant ...

    Viele Grüße
    Nordlicht

  • senziger
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    • 17. Juli 2010 um 21:09
    • #250

    Hallo Nordlicht,

    das mit der Entfernung ist mir auch aufgefallen, ich dachte es wäre möglicherweise ein Sondertarif für das Hamburger Postamt. Zu Zeiten des Hamburger Stadtpostamtes hat so ein Brief 1 1/4 Schilling gekostet, das war ja fast 1 Sgr.
    Dass den Preussen ein unterfrankierter Brief durchgeschlüpft ist ist jedenfalls auch ungewöhnlich.

    Gruß

    senziger

    Einmal editiert, zuletzt von senziger (17. Juli 2010 um 21:15)

  • Nordlicht
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    • 18. Juli 2010 um 08:27
    • #251

    Moin Moin senziger,

    Preussen hat den alten (entfernungsunabhängigen) Inlandstarif in Schleswig-Holstein weiterhin geduldet (und auch nicht die Briefmarken ausgetauscht - anders als z.B. in Hannover).
    Der einfache Brief innerhalb Schleswig-Holstein (und dazu gehörte postalisch auch Hamburg) kostete also weiterhin 1 1/4 Schilling. Genaugenommen ist der Brief also überfrankiert (1 Sgr. = 1 1/3 Schilling) ...

    Viele Grüße
    Nordlicht

  • Online
    DKKW
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    • 18. Juli 2010 um 10:47
    • #252

    Guten Morgen,

    ich habe kürzlich einen Portobrief aus Kopenhagen via Hamburg nach Wohlen in der Schweiz erwerben können. Sowohl der Postweg ab Hamburg als auch die Taxierung bereitet mit teilweise Kopfzerbrechen. Jørgen gab mir den Rat, den Brief hier einzustellen:
    Siegelseitig Kartennummer 64 und Taxe 9 (HShC = 29 RBSk), zudem dänischer Antiqua "Kjøbenhavn 4.10.1847" in blau und Dreikreis-Stpl. "Hamburg Th.&T. 6.10.1847" (HB12) in schwarz.
    Vorderseitig L2-Stempel "Danemarck par Hambourg" (HB21)
    Und jetzt beginnen die Probleme:
    Rötel 9 - Wiederholung des dänischen Portoanteils, also 9 Sch. Crt.
    links oben: al 24 (?), nach Erling Bergers Artikel in der NFT 3/2005 und 2/2006 steht al für Auslage und ist die Umrechnung des dänischen Portoanteils (hier: Kreuzer), Vorphila-Sammler in meinem Klub halten dies für einen bayrischen Portovermerk und lesen 14 Kreuzer.
    28 (schwarz) - Portoanteil Thurn & Taxis (?) 28 Kreuzer - hier fehlt mir die Postkonvention von 1842 oder 1843, die der Vereinbarung von 1848 voranging.
    Rötelvermerk 64: Das vom Empfänger erhobene Porto (aber 64 was, Rappen, Kreuzer?) Wie lief der Brief: Hamburg - Frankfurt - Basel - Wohlen (mein Tipp), oder Hamburg - Frankfurt - Schaffhausen - Wohlen oder doch über Lindau, wie bay. Sammlerfreunde vermuten.
    Wer kann helfen?
    Viele Grüße
    Klaus

    Einmal editiert, zuletzt von DKKW (18. Juli 2010 um 14:59)

  • Online
    DKKW
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    • 18. Juli 2010 um 10:53
    • #253

    Eigentlich hatte ich Scans von Vorder- und Rückseite beifügen wollen.
    Klaus

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  • bayern klassisch
    Gast
    • 18. Juli 2010 um 14:08
    • #254

    Hallo DKKW,

    ich darf dich beruhigen - dein Brief lief ganz normal, also nicht über Bayern, weil es hierfür keine vertragliche Grundlage gab.

    Kopenhagen - Hamburg - Frankfurt - Basel - Wohlen war der Laufweg.

    Der Empfänger zahlte 64 Schweizer Kreuzer, die etwa 1 Gulden 18 Kr. rheinisch entsprachen.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Online
    DKKW
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    • 18. Juli 2010 um 15:14
    • #255

    Hallo bayern klassisch,

    vielen Dank für die schnelle Hilfe. Inzwischen habe ich auch über das Forum der Dänischen Posthistorischen Gesellschaft (DPHS) Informationen erhalten:
    Ein Brief aus DK konnte unfrankiert oder franko Hamburg (9 Sch. Crt = 24 Kreuzer), franko Frankfurt (18 Sch. Crt = 48 Kreuzer) bzw. durchfrankiert (40 sch. Crt = 64 Kreuzer) in die Schweiz verschickt werden. Die schwarze 28 wäre demnach der Portoanteil, den die Schweizer den Badenern für den Transit vergütet hätten?!
    Auch bei DPHS wird Kopenhagen-Hamburg-Frankfurt-Basel-Wohlen als Route genannt.
    Viele Grüße
    Klaus

  • bayern klassisch
    Gast
    • 18. Juli 2010 um 15:51
    • #256

    Hallo DKKW,

    nichts zu danken. :)

    An deiner Aufzählung glaube ich alles - nur eines nicht: Das man in Dänemark wissen konnte, welche Taxen die Schweizer Postgebiete in den 40er Jahren vorsahen. ;)

    Er lief im übrigen im geschlossenen Transit von Frankfurt (verschlossen) nach Basel (dort geöffnet). Eine Vergütung von der Schweiz an Baden konnte es daher nicht geben, sondern nur eine von Taxis an Baden für die Gewährung dieses Transits.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • senziger
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    • 18. Juli 2010 um 18:08
    • #257

    Hallo,

    hier ein Portobrief aus dem dänischen Altona ins benachbarte Hamburg. Der Empfänger hatte einen Schilling zu zahlen.

    Gruß

    senziger

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  • senziger
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    • 23. Juli 2010 um 18:46
    • #258

    Hallo,

    hier zwei Briefe von Hamburg nach Dänemark:

    1. vom dänischen Postamt am 8.5.1860 nach Assens, frankiert mit 4 Skilling (DK Nr. 7)

    2. vom Hamburger Stadtpostamt am 11.8.1866 nach Kopenhagen, frankiert mit 2 1/2 Schilling (HH Nr. 14)

    Das dänische Oberpostamt wurde infolge des Deutsch-dänischen Krieges am 21.2.1864 vom Hamburger Stadtpostamt übernommen.

    Gruß

    senziger

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  • Nordlicht
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    • 25. Juli 2010 um 12:36
    • #259

    Hallo senziger,

    Respekt, außergewöhnlich gut erhaltene Briefe!
    Das Briefpaar dokumentiert auch schön, dass sich in Hamburg die Gebühr für Briefe nach Dänemark nach dem Deutsch-Dänischen Krieg verdoppelte.

    Obwohl man meinen könnte, Briefe aus Hamburg gibt es reichlich, sind diese in so einer Qualität leider nicht einfach zu finden ...

    Viele Grüße
    Nordlicht

  • senziger
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    • 25. Juli 2010 um 21:45
    • #260

    Hallo Nordlicht,

    danke für die netten Worte.

    Hier ein Portobrief nach dem Einheitstarif vom 1.7.1853 (6 Skilling) mit dem nicht so häufigen großen K 1 als Aufgabestempel.

    Was bedeutet die 3 auf der Vorderseite??

    Gruß

    senziger

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