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Ganzsache Bizone Interpretationshilfe

  • dietbeck
  • 12. August 2008 um 20:23
  • dietbeck
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    • 12. August 2008 um 20:23
    • #1

    Hallo,

    wollte den anhängenenden Beleg mal zur Diskussion stellen.

    Ganzsache am 11.7.46 in der Frz. Zone abgeschickt. Die Marken der Bizone waren dort ja nicht gültig, also hat man den Tagesstempel neben die Marke gesetzt, um so die Ungültigkeit für die Empfängerpostverwaltung zur Nachgebührerhebung anzuzeigen. In der Bizone aber wurde die Marke offensichtlich als gültig gestempelt (im Ankunftspostamt in Frankfurt) und die eigentlich zu erhebende Nachgebühr von 18 Pfennig (1,5-fache Strafgebühr) wieder gestrichen.

    Folgende Fragen habe ich:

    1. Wer hat die Marke blau eingerahmt, die Ausgangs- oder die Empfängerpostverwaltung ?
    2. Ich nehme an die 18 und das anschliessende Durchstreichen wurde im Frankfurter Postamt erledigt ?
    3. Was ist die Erklärung für die Rückgängigmachung der Nachgebühr und die entsprechende "Gültigmachung" der Marke durch die Empfängerpostverwaltung. Waren aus Sicht der Bizone die eigenen Marken in der Frz. Zone als gültig anzusehen ? Oder gibt es eine andere Erklärung ?

    dietbeck

    Bilder

    • ganzsache_bizone_frz_zone.jpg
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    Es kommt nicht drauf an wie alt man wird, sondern wie man alt wird.

    Die einzige Konstante im Leben ist die Veränderung

    Einmal editiert, zuletzt von dietbeck (12. August 2008 um 20:26)

  • doktorstamp
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    • 12. August 2008 um 21:20
    • #2

    Die Marken sowie die GS der DS Ziffern besassen keine Gültigkeit in der Frazösischer Zone. Deswegen ist die Abstempelung neben dem Wertzeichen gesetzt. ADA u. Vorschriften.

    Das Wertzeichen wurde am Absenderort beanstandet, hinzu wurde das 18Pfg in blaustift geschrieben. Trotzdem wurde die Karte befördert.

    Bei Ankunft in Frankfurt M. ist die Beanstandung rückgangig gemacht und das Wertzeichen nachträglich entwertet.

    Das einzuziehende Nachgebühr wurde durchstrichen (sprich Entlastet) und die Karte anschliessend bestellt.

    mfG

    Nigel

    Sammeln wie es einem Spaß macht

  • dietbeck
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    • 13. August 2008 um 07:31
    • #3

    Hi Nigel,

    danke für die Erklärung. Folgendes macht mich noch nachdenklich.

    1. Ich dachte bisher, dass eine konkrete Nachgebührerhebung der Empfängerpostverwaltung vorbehalten ist, zumindest was irgendwelche Ziffernangaben auf dem Beleg im Sinne der erhobenen Nachgebühr angeht
    2. Mir scheinen für die Markenrahmung und die "18" 2 verschiedene Stifte verwendet worden zu sein. Das kann ich nicht beschwören, aber der visuelle Eindruck ist so. In jedem Fall scheint die "18" und deren Durchtreichen mit demselben Stift vorgenommen worden zu sein
    3. Grundsätzlich aber scheint mir die Vorgehensweise des Frankfurter Ankunftspostamtes nicht regelkonform zu sein. Denn mit der Abstempelung wurde die Marke ja im Grunde für den GESAMTEN Postweg als valide erklärt (für mich spielt es dabei eine untergeordnete Rolle, dass die Nominale für die Art der Sendung (Postkarte) und die Entfernung (Inland) in den Zonen gleich waren).

    Gruss
    Dieter

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  • doktorstamp
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    • 13. August 2008 um 13:27
    • #4

    Hallo Dieter

    zu Punkt 1 irrst du dich. Sofern das Abgangpostamt bestimmt einen von sich aus betrachtet unterfrankierten Beleg zur Beförderung freizugeben, sind sie berechtigt das einzuziehende Nachporto zu berechnen.

    Eigentlich hätten sie sie dem Absender für das Nachporto zurückschicken sollen. Hier haben sicher Deutsche Postbeamter den Franzosen widerwillen gehandelt, was mich nicht wundert.

    Zu 2 ein Beamter hat die Marke beanstandet, wohl ein Zweiter wird es in dem Verrechnungsbuch eingetragen haben. daher zwei verschiedene Stifte (reine Vermutung, kann aber so vorgekommen sein)

    Zu 3 Viele Fachkräfte waren entweder tot, oder in der KG. Die Handhabung der Post und der Umgang mit den Regeln in jener Zeit entsprach oft keineswegs den ADA, geschweige denn die Vorschriften.

    Solche Belege sind nicht zu Hauf zu finden. Aber Seltenheiten gar Raritäten sind sie nicht.

    Um dieser Zeit war der Interzonenverkehr mehr oder weniger ganz freigegeben, lediglich haben die Franzosen gegen den Strom geschwommen.

    Sammeln wie es einem Spaß macht

    Einmal editiert, zuletzt von doktorstamp (13. August 2008 um 13:29)

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