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Feldpostbriefe aus Dachbodenfund

  • Braunbear
  • 13. Juli 2008 um 11:13
  • Braunbear
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    • 13. Juli 2008 um 11:13
    • #1

    Am Wochenende war ich bei Verwandten und habe dort ua. den Dachboden geräumt und durchsucht. Anbei habe ich eine Menge Feldpostbriefe dort oben gefunden und konnte sie für mich mitnehmen und behalten.

    Leider kenne ich mich nicht in Sachen Feldpost und Co. aus. Trotzdem möchte ich hier ein Teil meine Funde zeigen und ich bitte um eventuelle Identifizierung / Wertbestimmung.

    Es sind 4 Briefe mit jeweils Vorder- und Rückseite. Ich hoffe es ist erlaubt noch einen Zusätzlichen Post mit den 2 anderen Briefen dazuzustellen. Danke.

    Bilder

    • FP01-v.jpg
      • 367,23 kB
      • 757 × 537
      • 478
    • FP01-h.jpg
      • 350,92 kB
      • 755 × 562
      • 439
    • FP02-v.jpg
      • 177,75 kB
      • 909 × 502
      • 447
    • FP02-h.jpg
      • 198,95 kB
      • 902 × 511
      • 460

    :cool: Sei wie eine Briefmarke: Halte dich an irgendwas fest, bis du am Ziel bist.
    (Josh Billings, amerik. Schriftsteller, 1818-1885)

  • Braunbear
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    • 13. Juli 2008 um 11:15
    • #2

    Anbei Teil 2

    Ich hoffe man kann was erkennen. :)

    Bilder

    • FP001-v.jpg
      • 269,71 kB
      • 707 × 463
      • 427
    • FP001-h.jpg
      • 198,33 kB
      • 715 × 481
      • 404
    • FP003-v.jpg
      • 245,26 kB
      • 902 × 506
      • 403
    • FP003-h.jpg
      • 212,27 kB
      • 898 × 509
      • 404

    :cool: Sei wie eine Briefmarke: Halte dich an irgendwas fest, bis du am Ziel bist.
    (Josh Billings, amerik. Schriftsteller, 1818-1885)

  • carolinus
    Gast
    • 13. Juli 2008 um 11:56
    • #3

    Hallo Braunbear,
    solche Verwandten wünschte ich mir auch!

    Vorweg, von diesem Gebiet habe ich keine Ahnung, allerdings zum ersten Brief einen Vorschlag.

    Der Stempel dürfte aus der Zeit des Deutsch-französischen Kriegs 1870/71 stammen. Im Krötzsch-Handbuch, Altdeutsche Staaten wird dieser Einkreisstempel mit der Inschrift "K.Pr.Feld-Post-Exped. / z. Disp. / d. Gen. Gouv. / im Elsass" als einer von 94 verschiedenen auch aufgeführt.

    Zu lesen ist dort auch, dass alle diese Feldpoststempel selten sind. Mehr weiß ich allerdings nicht, vielleicht haben andere Forenmitglieder, speziell Feldpostsammler, auch Spezialliteratur zu diesem Thema.

    Gruß carolinus

  • Braunbear
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    • 13. Juli 2008 um 15:45
    • #4
    Zitat

    Original von carolinus
    Der Stempel dürfte aus der Zeit des Deutsch-französischen Kriegs 1870/71 stammen. Im Krötzsch-Handbuch, Altdeutsche Staaten wird dieser Einkreisstempel mit der Inschrift "K.Pr.Feld-Post-Exped. / z. Disp. / d. Gen. Gouv. / im Elsass" als einer von 94 verschiedenen auch aufgeführt.

    Gruß carolinus

    Das stimmt Carolinus!
    Ich habe den 1. Brief vorsichtig geöffnet und eingescannt. Dieser Brief wurde am 09. Februar 1871 geschrieben. Ich bin gespannt ob jemand dies entziffern kann. :) Ich glaube dass dieses Dokument ein kleiner Schatz ist, wegen des Alters von 1871! :jaok:

    Bilder

    • Feldpostbrief Seite 1 klein.jpg
      • 236,9 kB
      • 972 × 1.239
      • 374
    • Feldpostbrief Seite 2 klein.jpg
      • 202,84 kB
      • 984 × 1.233
      • 338

    :cool: Sei wie eine Briefmarke: Halte dich an irgendwas fest, bis du am Ziel bist.
    (Josh Billings, amerik. Schriftsteller, 1818-1885)

    2 Mal editiert, zuletzt von Braunbear (13. Juli 2008 um 15:48)

  • Abarten-Hannes
    Stamm Mitglied
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    • 14. Juli 2008 um 12:16
    • #5

    Guten Tag Braunbear,
    du kannst einen vor ganz schöne Aufgaben stellen - besonders, wenn der Schreiber damals selbstkritisch vermerkte:

    Es ist schlecht geschrieben,

    ich hatte keine Zeit.

    Was ich entziffern kann:

    "Mein vielgeliebter Onkel
    liebe Tante! Fried. u.d.Mädchen.
    In meinen ........fassungs
    Schreiben werdet ihr sehen,
    wo ich bin, und seid wan ich in
    Strasburg bin. Ich bin seid den
    den 28ten d. Mts. schon von Erfurt weg
    und wir sollten nach Paris, das Rgm
    sollte wieder Completiert werden,
    als wir aber her kamen, hatten sie
    schon so viel von ersatzbattaillon
    weg geschickt. Und wir mußten
    nun in den verdamten Strasburg
    bleiben. Die ......ung ist 3 mal
    größer noch als in Erfurt, alle
    Werkt(age) 3 mal auf Wache,
    überhaupt zu sagen, am Leben
    lässt man verzagen. Halb ist
    ist man immer ....... und doch.......
    stramen Dienst.

    Und ich will den lieben Gott
    laufend mal danken, wenn es nur
    erst zu Ende ist.
    Auch nicht für eine Million Thaler
    blieb ich bei den Soldaten,
    und der liebe Gott hat mich .....
    Weise recht treulich behütet
    bis hierher und wird er auch ferner
    thun."
    (Der letzte Absatz ist wirklich kaum leserlich; es wird um baldige Antwort gebeten).

    Schönen Gruß
    Abarten-Hannes

  • Braunbear
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    • 14. Juli 2008 um 12:32
    • #6

    Danke sehr für deine Mühe Hannes, den Brief zu übersetzen. Es ist schon eine ziemliche Leistung so etwas noch lesen zu können! :]

    Die anderen 3 Briefe sind leider ohne Inhalt, so dass ich nur die Umschläge davon habe. Ich denke mal dass dies nicht Wertmindernd für einen Philatelisten ist. ;)

    :cool: Sei wie eine Briefmarke: Halte dich an irgendwas fest, bis du am Ziel bist.
    (Josh Billings, amerik. Schriftsteller, 1818-1885)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 14. Juli 2008 um 13:14
    • #7

    Hallo Braunbear,

    "Die anderen 3 Briefe sind leider ohne Inhalt, so dass ich nur die Umschläge davon habe. Ich denke mal dass dies nicht Wertmindernd für einen Philatelisten ist. "

    Das ist leider falsch gedacht. Dergleichen Umschläge gibt es heute noch zu tausenden, wenngleich es ungewöhnlich ist, sie noch auf dem Dachboden zu finden (Glückwunsch hierzu ;).

    Wenn die Kuverts keinen Inhalt mehr haben, sind sie im Wert drastisch gefallen (wie hoffentlich damals nicht die Absender). Viele Sammler nehmen nur Kuverts mit Inhalt - die anderen interessieren sie nicht.

    Dies hängt mit der Sammlerschaft zusammen, die die Ereignisse dieses Krieges dokumentieren will - und ohne Inhalt leider auch keine Dokumentation.

    Wenn es also keine seltenen Stempel gibt, ist der Wert (leider) sehr gering. Manchmal kann man sie auf Messen oder bei eBay für unter 5 Euro kaufen.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Braunbear
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    23. Juni 1982 (44)
    • 14. Juli 2008 um 13:31
    • #8
    Zitat

    Original von bayern klassisch
    Das ist leider falsch gedacht. Dergleichen Umschläge gibt es heute noch zu tausenden, wenngleich es ungewöhnlich ist, sie noch auf dem Dachboden zu finden (Glückwunsch hierzu ;).

    Wenn die Kuverts keinen Inhalt mehr haben, sind sie im Wert drastisch gefallen (wie hoffentlich damals nicht die Absender). Viele Sammler nehmen nur Kuverts mit Inhalt - die anderen interessieren sie nicht.

    Dies hängt mit der Sammlerschaft zusammen, die die Ereignisse dieses Krieges dokumentieren will - und ohne Inhalt leider auch keine Dokumentation.

    Wenn es also keine seltenen Stempel gibt, ist der Wert (leider) sehr gering. Manchmal kann man sie auf Messen oder bei eBay für unter 5 Euro kaufen.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Danke für die Erläuterungen bayern-klassisch!
    Dann müssten Briefe mit Inhalt fast 100% mehr Wert haben als ohne Inhalt.

    Wie siehts eigentlich Stempeltechnisch mit meinen gefundenen Briefen aus: Sind die Stempel was Besonderes, stimmt es dass auf der Rückseite Ankunftstempel sind?

    JIPIEH. Mein 200ster Beitrag im schönen PhilaForum! ;)

    :cool: Sei wie eine Briefmarke: Halte dich an irgendwas fest, bis du am Ziel bist.
    (Josh Billings, amerik. Schriftsteller, 1818-1885)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 14. Juli 2008 um 13:57
    • #9

    Hallo Braunbear,

    ich habe sie mir alle angesehen - alle haben Ausgabe - Stempel als Ankunftsstempel.

    Die Aufgabestempel, soweit ich es beurteilen kann, sind ja mit Stuttgart nicht gerade Weltraritäten.

    Der Postablagestempel Stuttgart Solitude könnte etwas besseres sein - da müsste mal ein Württemberger ran.

    Mit dem 100% mehr Wert dank Inhalt ist es etwas wackelig:

    Brief mit Inhalt aus den besetzten Gebieten und 08/15 - Stempel 15 Euro.

    Brief wie oben ohne Inhalt 5 Euro.

    Aber: Ein Brief mit hochinteressantem Inhalt (... haben wir heute früh die Brücke von XY gesprengt und sind so 2 Züge entgleist ...) können auch mal das zehnfache oder mehr kosten.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch und Gratulation zum 200. Beitrag!

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