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  5. Deutsches Reich 1872–1945

Brief mit Brustschildmarken. Unterfrankiert aus Deutschland nach Frz. TAX

  • woermi
  • 23. Mai 2008 um 19:27
  • woermi
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    • 23. Mai 2008 um 19:27
    • #1

    Hallo,

    ich hab hier einen unterfrankierten Brief aus Deutschland.
    Der von den Franzosen nachtaxiert wurde weil zu schwer.

    Meine Theorie:

    Unterfrankierte Briefe wurden wie unfankierte Sendungen unter Anrechnung des Portos behandelt.

    Das Porto für einen doppelt schweren unfrankierten Brief nach Frankreich war 10 Groschen, was 12 Decimes (=122 Centimes) entsprach. Für die 3 Groschen wurden 37 Centimes angerechnet (blau). Fehlbetrag 122 - 37 = 85 Centimes.

    Aufgerundet 9 Decimes (taxiert in schwarz).

    Mein Problem: schaut so ein Französischer 9er aus?

    Oder, Theorie falsch?

    Eure Meinung ist gefragt!

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  • bayern klassisch
    Gast
    • 23. Mai 2008 um 20:01
    • #2

    Hallo woermi,

    Postvertrag vom 16.5.1872:

    Portobrief Deutschland - Frankreich 60 Centimes.
    2. Gewicht, wie hier: 120 Centimes.

    Der Wert der Marken wurde in Abzug gebracht: 90 Centimes für den Empfänger zu zahlen, das hast du richtig gelesen.

    Weil man den Krieg verloren hatte und 5 Milliarden Goldfrancs Reparationszahlungen an das Reich zahlen musste, brauchte man dringend Geld, so dass man aufrundete, während unterfrankierte Briefe von Frankreich nach Deutschland ab der 2. Gewichtsstufe abgerundet wurden. Man hatte es ja, dank des gewonnen Krieges. Auch ein Stück Postgeschichte.

    Wenn du willst, kann ich dir mal so etwas nach Bayern zeigen.

    Gruß von bayern klassisch

  • woermi
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    • 23. Mai 2008 um 20:05
    • #3

    sind es "90" oder isses eine "9" ? :)

    ich sag mal 9... die seite ist total voll - man hätte noch die geschichte von den loth für auslandspost (15g) und inlandspost (16,..g) bringen können.

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    Einmal editiert, zuletzt von woermi (23. Mai 2008 um 20:32)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 24. Mai 2008 um 06:04
    • #4

    Hallo woermi,

    es ist eine 9, die für 9 Decimes steht, das waren 90 Centimes oder 0,9 Franc.
    Ist alles dasselbe. In Bruchteilen von Decimes = Centimes wurde im Auslandsverkehr nicht gerechnet (im Inlandsverkehr wohl).

    "man hätte noch die geschichte von den loth für auslandspost (15g) und inlandspost (16,..g) bringen können."

    Diese Geschichte bringst du besser nicht - sie ist nämlich falsch.

    Nach Frankreich galt ab 1858 das Gewicht mit 10g, nicht mit 15g oder 16g oder dem Loth. Dergleichen gab es nicht. Auch dieser Vertrag vom 16.5.1872 kannte nur die 10g Gewichtung.

    Dein 2. Brief, mit nur 1 Groschen (unter-)frankiert, wurde gerechnet:

    60 Centimes (= 6 Decimes oder 0,6 Franc) minus 1 Groschen = 5 Decimes.
    Das Prinzip war dasselbe.

    Beste Grüsse von bayern klassisch

  • woermi
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    • 24. Mai 2008 um 14:48
    • #5

    Dann bin ich froh das ich alles richtig beschrieben hatte...

    aber die 10g hab ich noch nirgens gelesen...

  • bayern klassisch
    Gast
    • 24. Mai 2008 um 17:40
    • #6

    Hallo woermi,

    für den unwahrscheinlichen Fall, dass du meinen Worten keinen Glauben schenken solltest, darfst du natürlich auch in den beiden hervorragenden Büchern meines Freundes Dr. Karl Zangerle nachschauen - unter Frankreich ab 16.5.1872 wirst du schnell fündig.
    Was für Bayern galt, galt auch für Württemberg und das Reich, denn das Reich hat die Verträge ausgehandelt und die beiden einzigen verbliebenen Südstaaten durften das ganze nur noch abnicken.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • rabege
    erfahrenes Mitglied
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    679
    • 24. Mai 2008 um 18:52
    • #7

    Hallo woermi,
    hier kannst du etwas finden,
    Gruß rabege

  • woermi
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    • 24. Mai 2008 um 21:16
    • #8

    danke fuer den link,... die 5 farben frankatur preussen als ganzsache is ein knaller...

  • Baldersbrynd
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    • 26. Mai 2008 um 06:53
    • #9

    Hallo Woermi.
    Dein Brief sind mit 3 Groschen unterfrankiert. Briefe nach Frankreich war den Porto 3 Gr. je 10 Gramm ab Mai 1872. Siehe hier: unter Artikel 4.
    Viel Grüss. Jørgen

    2 Mal editiert, zuletzt von Baldersbrynd (26. Mai 2008 um 06:59)

  • woermi
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    • 26. Mai 2008 um 08:09
    • #10

    danke, 15. Mai in Deutschland, in frankreich wurde der Vertrag erst ab 25. Mai gültig - auch ein unikum.

    die 10g hab ich inzwischen auch im Postgebühren Handbuch gesehen.

    Kopie vom Originalvertrag liegt mir auch schon vor :)

  • erron 27. März 2021 um 13:57

    Hat den Titel des Themas von „Frage: Unterfrankiert aus Deutschland, Frz. TAX“ zu „Brief mit Brustschildmarken. Unterfrankiert aus Deutschland nach Frz. TAX“ geändert.

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