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Auslagen und Postvorschuss

  • mx5schmidt
  • 22. Mai 2008 um 17:10
  • mx5schmidt
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    • 18. Oktober 2008 um 21:46
    • #481

    Aus meinem heutigen Posteingang kann ich Euch diesen Brief vorstellen:

    Faltbrief mit blauem Aufgabestempel R2 "GANDERSHEIM 10 8 * 2 - 3".

    Adressiert "An den Stadtmagistrat zu Hannover".

    Handschriftlicher Vermerk "Postvorschuss 8 gr 8 Pf acht Groschen acht Pfennig HDS(Herzogliche Dienst Sache) Herzogliche Creis Direction Gandersheim".

    Entsprechender Vermerk in Rötel "8 8 Bruchstrich zweimal unterstrichen".

    Dieser Vermerk wurde gestrichen und in Rötel vermerkt "8 3/4 gr".

    Die 8 Pf braunschweigischer Währung wurden in 9 Pfennig preußischer Währung reduziert, da der Brief im DÖPV vom Herzogtum Braunschweig ins Königreich Hannover lief.

    In blauer Tinte wurde dann zunächst vermerkt "11, 9", die "9" wurde dann gestrichen und durch eine "8" ersetzt.

    Siegelseitig blauer K2 "HANNOVER 11 8 9-10" (Feuser 1370-18, nachgewiesen ab 1849) sowie handschriftlich "2".

    Als Verschlußmarke Papiersiegel "HZ. BRAUNSCHW. LUNEB. CREIS DIRECTION GANDERSHEIM".

    Gandersheim gehörte zum Herzogtum Braunschweig.

    Die "8 3/4" dürfte 8 gr 9 Pf bedeuten.

    Offene Frage:

    1. Wie deute ich die 3 gr Porto von "8 3/4" auf "11 9" bzw. korrigiert von "8 8" auf "11 8". Mindest Procuragebühr von 1 Gr plus 2 Gr Porto?

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

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    Einmal editiert, zuletzt von mx5schmidt (18. Oktober 2008 um 22:16)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 18. Oktober 2008 um 21:54
    • #482

    Hallo mx5schmidt,

    um es kurz zu machen:

    zu 1) Es war eine H. D. S., also eine herzogliche Dienst - Sache "der herzoglichen Creis Direction Gandersheim".

    zu 2) Ja!

    zu 3) Keine Ahnung!

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • mx5schmidt
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    • 18. Oktober 2008 um 22:19
    • #483

    Hallo bayern klassisch,

    Danke für die Beantwortung von 2 der 3 gestellten Fragen zu meinem heute gezeigten Brief, und das nach nur 8 Minuten, alle Achtung!

    Die Beschreibung habe ich direkt entsprechend aktualisiert.

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

  • mx5schmidt
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    • 20. Oktober 2008 um 22:03
    • #484

    Hallo an all Euch Postvorschußbegeisterte.

    Heute zeige ich Euch einen Brief aus Hannover:

    Faltbrief mit schwarzem Aufgabestempel R3 "HANNOVER 7 Jan. 1-2" (Feuser 1370-17, nachgewiesen ab 1849).

    Adressiert "An den Magistrat zu Dannenberg".

    Handschriftlicher Vermerk "Postvorschuß 1 Thaler 12 ggr 6 Pf".

    Handschriftlicher Vermerk "Polizei-Direction Hannover P.(olizei) S.(ache)".

    Links unten in roter Tinte Procuravermerk "p c 2 ggr".

    Entsprechender Vermerk in roter Tinte links oben "1 Thaler 14 ggr 6 Pf".

    Rechts unten in Rötel "1 Thaler 15 ggr 6 Pf", die der Empfänger wohl zu zahlen hatte.

    Siegelseitig schwarzer K1 "8 Bruchstrich 1".

    Die Währung 1 Thaler = 24 ggr galt im Königreich Hannover bis zum 30.09.1858.

    Der 1 ggr Porto entsprach vom 01.10.1850 - 30.09.1858 innerhalb des Königreichs Hannover der Gebühr für einen Brief bis 1 Loth.

    Die Procuragebühr müßte gemäß dem hier gewählten Ansatz 1/2 ggr je 1/2 Thaler Postvorschuß betragen haben.

    Kann das jemand bestätigen?

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    Einmal editiert, zuletzt von mx5schmidt (20. Oktober 2008 um 22:04)

  • mx5schmidt
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    • 21. Oktober 2008 um 21:42
    • #485

    Heute zeige ich Euch einen Brief aus Schwerin aus dem Jahre 1872:

    Faltbrief mit schwarzem Aufgabestempel K2 "SCHWERIN I/M 11 3 72 4-5N".

    Adressiert "An den Pastor Schliemann zu Alt Buckow bei Neubuckow".

    Handschriftlicher Vermerk "Vorschuß 20".

    Vermerk in Blaustift "Pro 12 1/2 Bruchstrich 3".

    Dieser wurde in blauer Tinte gestrichen und vermerkt "15 1/2 Bruchstrich 25".

    Hinweisender roter Stempel "Auslagen.".

    Ich vermute, das der handschriftlicher Postvorschußvermerk als "20 (Schillinge)" zu lesen ist.

    Der Thaler galt in Mecklenburg-Schwerin damals 48 Schillinge.

    Reduziert auf (= umgerechnet in) Groschen ergeben sich hier 20/48 * 30 = 600 : 48 = 12 1/2 Gr, wie auf dem Bruchstrich in Blaustift ausgewiesen.

    Das Porto betrug 3 Gr. Davon entfiel 1 Gr auf die Postvorschußgebühr, die mit 1/2 Gr je angefangenem Thaler Postvorschuß bei einem Minimum von 1 Gr angesetzt wurde. Das Minimum kam hier zum Ansatz.

    Hinzu kamen 2 Gr als Beförderungsgebühr wie für eine Wertsendung über eine Entfernung von 5 - 15 Meilen.

    Das summierte Porto von 15 1/2 Gr wurde in blauer Tinte ausgeworfen.

    Wieder zurück reduziert in Schillinge gemäß der Formel 15 1/2 geteilt durch 30 mal 48 ergeben sich die unter dem Bruchstrich vermerkten 25 Schillinge.

    Sofern das stimmt konnte ich Euch hiermit endlich einmal einen Brief mit doppelter nachvollziehbarer Reduktion vorstellen.

    Ich bin gespannt auf Eure Kommentare!

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

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  • bayern klassisch
    Gast
    • 21. Oktober 2008 um 21:48
    • #486

    Hallo,

    bei der Währung liegst du daneben - die Reichswährung war Thaler und Groschen; Schillinge waren nach 1867 "out".

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Schnulli
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    • 25. Oktober 2008 um 11:21
    • #487

    Eine Neuwerwerbung hier zum Zeigen:

    Postvorschußbrief von Hannnover an die Gemeinde Eberholzen Amt Gronau.

    Den Betrag kann ich nicht vollständig entziffern. Es sind 20 Ggr und einige Pf. dazu. Auf der Rückseite ist mit Rötel 21 Ggr und 9 Pf. vermerkt.

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    Es grüßt alle Leser der Schnulli

  • mx5schmidt
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    • 26. Oktober 2008 um 13:46
    • #488

    Hallo Schnulli,

    Den Postvorschußbetrag deute ich als "20 ggr", dahinter könnte "Courant" stehen.

    Der Procuravermerk lautet "1 ggr".

    Das ergibt in Summe die in Rötel ausgeworfenen "al 21 ggr". Das "al" steht natürlich für Auslage.

    Bei den auf der Rückseite zusätzlich vermerkten 9 Pf kann es sich eigentlich nur um das Bestellgeld für die Zustellung handeln, denn ein Portoansatz unter 1 ggr ist mir unbekannt und ein solcher wäre auch auf der Vorderseite vermerkt worden.

    Somit wurde neben dem Postvorschußbetrag hier lediglich die Procuragebühr erhoben.

    Der Absender muß also Portofreiheit genossen haben.

    Darauf dürfte der Vermerk unten links hinweisen "Consis?", den ich leider (noch) nicht deuten kann.

    Liebe Grüße und mach weiter so mit Deinen gezielten Neuerwerbungen!

    mx5schmidt

    PS:

    Ich habe gestern einen kurzen Trip nach Sindelfingen eingelegt und konnte zu unserem Thema 29 Briefe erwerben, die nun gedeutet und hier vorgestellt werden müssen, nach dem Motto : "Demnächst in diesem Theater!"

  • mx5schmidt
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    • 30. Oktober 2008 um 21:42
    • #489

    Nach einigen Tagen Abstinenz kommt hier ein Brief mit einem interessanten Aufgabestempel:

    Faltbrief mit schwarzem K1 "AACHEN 14 2 7 8", also vom 14.2. 7-8 Uhr.

    Adressiert "An den Herrn Heinrich Peter Clauss Winzer zu Traben a/d Mosel".

    Handschriftlicher Vermerk "Postvorschuß zwei S(ilber)groschen Feld Ober Secretair".

    Entsprechender Vermerk in blauer Tinte "2", dieser wurde gestrichen und vermerkt "5".

    Hinweisender roter Stempel "Auslagen.".

    Rückseitig Handschriftliche Vermerke "Boppard" sowie "3".

    Rückseitig schwarzer K1 Fingerhutstempel "16 2".

    Das Porto von 5 Sgr. setzt sich zusammen aus dem Postvorschuss in Höhe von 2 Sgr. plus der Beförderungsgebühr für einen einfachen Brief über 20 Meilen in Höhe von 3 Sgr.

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

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    Einmal editiert, zuletzt von mx5schmidt (31. Oktober 2008 um 11:41)

  • bayern klassisch
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    • 31. Oktober 2008 um 07:04
    • #490

    Hallo mx5schmidt,

    der Absender war Feld - Ober - Secretair.

    7-8 Uhr stimmt.

    2 Sgr. Postvorschuß plus einfacher Brief über 20 Meilen 3 Sgr. = 5 Sgr..

    Nur meine laienhafte Interpretation.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • mx5schmidt
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    • 31. Oktober 2008 um 11:42
    • #491

    Hallo bayern klassisch,

    vielen Dank für Deine wie immer alles andere als laienhafte Interpretation, die ich wie üblich gleich in die Briefbeschreibung eingearbeitet habe.

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

  • Baldersbrynd
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    • 1. November 2008 um 15:14
    • #492

    Hallo mx5schmidt

    Du zeigst so viele schöne Auslagen/Nachmahme Briefe. Wir sind ein bischen langsamer hier in DK, aber heute haben ich zwei Stck. bekommen.

    Der erste ein Auslagenbrief aus Stettin nach Stargard, sendet am 24.5.1854.
    Vorschuß 1 Thaler 18 Silbergroschen. Portobetrag 5 Sgr.

    Der zweite ist ein Nachnahmebrief aus Uffenheim nach Burgbernheim(?) Sendet am 9.12.1879.
    Nachnahme 6 Mark 40 Pfennige.
    Portobetrag 10 Pf. für der Brief und Nachnahmegebühr ab 1.10.1878: 6 mal 2 Pf. erhöht bis 15 Pg, Zusammen 25 Pf. Warum dann 30 Pf. geschrieben auf der Brief?

    Viele Grüße
    Jørgen

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    Einmal editiert, zuletzt von Baldersbrynd (1. November 2008 um 21:58)

  • doktorstamp
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    • 1. November 2008 um 21:22
    • #493

    Baldersbrynd

    NN Gebühr war immer auf 10Pfg abgerundet daher 30 Pfg

    Brief 10 Pfg NN 20Pfg

    mfG

    Nigel

    Sammeln wie es einem Spaß macht

  • mx5schmidt
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    • 1. November 2008 um 22:11
    • #494

    Hallo Jørgen,

    Der Ort ist in der Tat Burgbernheim.

    Wenn der Brief aus dem Jahre 1879 datiert galt eigentlich für eine Sendung bis einschließlich 10 Meilen eine Beförderungsgebühr in Höhe von 20 Pf.

    Dazu kam die Nachnahmegebühr in Höhe von 2 Pf pro angefangene Mark, hier also rechnerisch 14 Pf.

    Diese waren eigentlich "auf einen durch 5 teilbaren Betrag nach oben abzurunden".

    Gerundet wurde hier aber scheinbar auf das Minimum von 10 Pf, oder aber dieses Minimum galt hier als Ausnahme.

    Eine Erklärung könnte auch sein 15 Pf für die Nachnahmegebühr korrekt aufgerundet, Gebühr für einen Brief im Landbestellbezirk zu 5 Pf plus 10 Pf, weil unfrankiert aufgegeben.

    Wie Du siehst, auf jeden Fall wieder ein sehr spannender Beleg!

    Vielen Dank für´s Zeigen und weiter so!

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

    PS:
    Wie war eigentlich Dein Vortrag zum Thema???
    Ist ein Manuskript zu haben?

  • mx5schmidt
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    • 1. November 2008 um 22:34
    • #495

    Hallo Jørgen,

    Das Porto für Deinen Brief von Stettin nach Stardard setzt sich gemäß dem vom 1.9.1852 - 31.12.1860 geltenden Tarif zusammen:

    aus dem tarifmäßigen Porto der Sendung, hier 1 Sgr für einen einfachen Brief bis 10 Meilen

    plus

    einer Procuragebühr in Höhe von 1 Sgr je angefangenem 1/2 Thaler, hier 4 Sgr.

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

  • Baldersbrynd
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    • 2. November 2008 um 07:44
    • #496

    @ Nigel, @ mx5schmidt Danke für Eure Antwort.

    Es ist ein Bayern Brief und den Porto und Gebühr war anders als für DR. Ab 1.1.1876 bis 31.12.1889 nach Michel 30 Pf. Gesammtgebühr für Nachnahmebriefe bis 10 Meilen und bis 10 Mark. Dann stimmet alles.


    Liebe Grüße
    Jørgen

    Einmal editiert, zuletzt von Baldersbrynd (2. November 2008 um 10:06)

  • mx5schmidt
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    • 2. November 2008 um 10:58
    • #497

    Hallo Jørgen,

    Wo Du recht hast, da hast Du recht.

    In Bayern galt wie Du schreibst vom 1.1.1876 - 31.12.1889 für eine Nachnahme bis 10 Meilen ein Porto von 20 Pf plus eine Versicherungstaxe in Höhe von 1 Pf je 1 M, aufgerundet auf volle 5 Pf, mindestens jedoch 10 Pf.

    Hier stimmt der aufgerundete Betrag also mit dem Minimum überein.

    Nachnahmesendungen durften in Bayern ohne dass zusätzliches Porto anfiel unfrei aufgegeben werden.

    Wie ich finde, ein zunächst unscheinbarer, nach Klärung aber einfach nur toller Beleg zu unserem Thema.

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

  • Nordlicht
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    • 2. November 2008 um 13:58
    • #498

    Hallo,

    an diesem Brief konnte ich einfach nicht vorbeigehen, bin aber mit der Interpretation der ganzen Taxzahlen noch überfordert.

    Es handelt sich um einen Postvorschussbrief von Nordhausen über Hamburg nach Oldenburg (Holstein) vom 4.6.1843.
    An Zahlen lese ich:
    links oben das Gewicht ("12") ?
    links eine "18 1/2"
    links unten den Postvorschußbetrag "8..."?
    dahinter noch eine kleine "3/4"
    Mitte oben "1 ??? 6 1/5 ???"
    darunter eine gestrichene "9 1/2"
    Mitte unten eine gestrichene "25"

    Ich habe es jetzt schon mit verschiedenen Währungen (Schilling Courant, Silbergroschen, Gute Groschen) und Relationen versucht, durchzurechnen, aber es ergibt sich noch kein "rundes Bild".

    Daher hoffe ich hier auf Mithilfe und die entscheidenden Hinweise ...

    Viele Grüße
    Nordlicht

  • mx5schmidt
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    • 2. November 2008 um 17:53
    • #499

    Hallo Nordlicht,

    Fangen wir mal mit dem Deuten an:

    Der Postvorschußbetrag ist 8 Sgr 9 Pf.

    Die "3/4" steht für die Procuragebühr in Sgr.

    Daraus resultiert bei 1 Sgr = 12 Pf der ausgewiesene Betrag von "9 1/2 (Sgr)".

    Nordhausen lag in Preussen. Der gezeigte Aufgabestempel ist Feuser 2536-7 und ab 1840 nachgewiesen, "passt" also exakt zu Deiner zeitlichen Einordnung zum Jahrgang 1843.

    Die "9 1/2" wurde in roter Tinte gestrichen und die "18 1/2" in gleicher Tinte vermerkt. Das kann auch eine "18" mit einer Währungsangabe dahinter sein! Wenn der Brief über Hamburg lief könnte das das preussische Porto sein.

    Als nächstes dürfte die "25" vermerkt worden sein, dann evtl. erst noch eine "1" in Rötel (auf der 9)?, schließlich die "1 6 1/5", diese dann sicher in der in Oldenburg in Holstein geltenden Währung, die der Empfänger zu zahlen hatte.

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

    3 Mal editiert, zuletzt von mx5schmidt (3. November 2008 um 21:24)

  • mx5schmidt
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    • 2. November 2008 um 20:58
    • #500

    Heute zeige ich Euch einen Brief aus dem Königreich Hannover:

    Faltbrief mit schwarzem Aufgabestempel L1 "DANNENBERG" (Feuser 656-1), nachgewiesen ab 1810.

    Daneben schwarzer Datumstempel K1 "3 NOV", laut Brieftext aus dem Jahre 1824.

    Laut rückseitigem Siegel ist der Absender "Ambt Hitzacker".

    In Hitzacker selbst wurde erst am 01.05.1834 eine Postspedition eingerichtet.

    Adressiert "An Königl(ich) Hannoversches Amt Neuhaus im Lauenburgischen".

    Handschriftlicher Vermerk "Postvorschuß 6 ggr 8 Pf", darunter "Lohn 8 (Pf)".

    Rechts daneben in roter Tinte vermerkt "p.c. 1".

    Entsprechend rechts oben Vermerk in roter Tinte "al(Auslage) 8 ggr 4 Pf".

    Mittig in Rötel "9 ggr 4 Pf".

    Das Porto betrug im Königreich Hannover 1 ggr für einen Brief mit einem Gewicht von unter 1 Loth.

    Liebe Grüsse

    mx5schmidt

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