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NDP-Briefe

  • rabege
  • 28. April 2008 um 11:58
  • bayern klassisch
    Gast
    • 8. Juli 2008 um 19:19
    • #41

    Lieber rabege,

    da ich dich nicht so allein hier schuften lassen möchte, erlaube ich mir mal aus meinem Minimalbestand mit bayerischer Relevanz 2 Stücke zu zeigen, die mir seinerzeit kaufenswert erschienen.

    Erstens eine hübsche Drucksache aus Frankfurt am Main vom 17.9.1870 nach Augsburg. In umgekehrter Wegstrecke suche ich noch ein Stück in vergleichbarer Qualität. Wer mir eines anbieten möchte ...

    Zweitens mal wieder eine Musterlehrvorführung von Nürnberg, wie man es nicht machen sollte. Da hat doch ein Reisender vom Norden der Republik eine 1 Groschen Marke auf einen innerbayerischen Brief geklebt und ihn am Bahnhof eingeworfen.

    Nach der Vorschrift, die man in Nürnberg wiederholt negierte, hätte man neben die Marke den Vermerk "Ungiltige Marke" setzen müssen und den Brief ohne Anrechnung des Markenwertes als Portobrief taxieren müssen.

    In unserem Fall wären das dann genau 7 Kr. für einen einfachen Brief wie hier gewesen. In der zweiten Gewichtsstufe wären es 11 Kr. gewesen.

    Aber wenn Nürnberg gepennt hat, brauchte auch die Abgabepost in Reichenhall den Fehler nicht wieder gut machen, dachte man sich wohl, und lieferte ihn prompt ohne Taxe aus.

    Nur in der Mathematik ergibt minus mal minus plus, in Bayern hätte man den Schuldigen dafür bestraft, wenn man seiner nur habhaft geworden wäre.
    Heute ist es verjährt.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

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  • rabege
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    679
    • 9. Juli 2008 um 08:49
    • #42

    Hallo bayern klassisch,
    schöne Belege, alle beide, aber der, wo nicht alles nach Vorschrift lief, gefällt mir besonders..
    Zwei Bfe mit bay. Relevanz habe ich noch gefunden - man ahnt es schon, aus der Hauber -Correspondenz nach Lindenberg...

    Aus Bacharach (mußte ich nachgoogeln, liegt zw. Bingen und Coblenz am Rhein,Unesco- Weltkulturerbe) mit handschr. Bahnpostaufgabe-Vermerk und aus Frankfurt mit im Feuser 1.Aufl. nicht verzeichnetem L1 Frankfurt A/M.

    Gruß rabege

    PS: Falls ein Arge-Mitglied mitliest, kann es vielleicht Hintergrund-Infos über sog. Treichel-Briefe beitragen....dann zeig ich auch den nächsten....

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  • bayern klassisch
    Gast
    • 9. Juli 2008 um 09:11
    • #43

    Hallo rabege,

    danke für das Zeigen vieler interessanter NDP - Briefe. Angeblich sollen ja die Rast und Hauber Briefe nach Lindenberg er vor kurzem entdeckt worden sein. Ich habe aber welche schon vor über 20 Jahren gekauft - so jung sind sie also nicht am Markt.

    Schön, dass dir die 2 Belege gut gefallen. Dann will ich mal noch was zeigen.

    Als erstes erfreut uns ein lustiger Brief aus Nebra vom 28.9.1868, dessen Adresse ich dreimal lesen musste:

    "An den Herrn Dr. Wildrich Lange in München in der Schweiz, Heustraße No 22".

    Selbst die intensivste Suche im Internet und damals bei den Postbediensteten brachten kein Ergebnis. Ein München in der Schweiz gibt und gab es nicht (davon abgesehen wäre er für die Schweiz mit 1 Groschen unterfrankiert!) gewesen.

    Also hat ihn ein schlauer Postler mit dem Vermerk "vielleicht Bayern" versehen und "der Schweiz" eingeklammert.

    Tatsächlich befand sich der Adressat in München und bekam ihn auch postwendend zugestellt.

    Der 2. Brief aus Cöln Bahnhof lief am 26.4.1869 nach Nürnberg und war mit 1 Groschen für einfache Briefe beklebt. Dieser wog aber mehr, so dass man zuerst die NDP - Nachtaxe mit 2 Groschen notierte, später aber diese nicht mit 7 Kr. umrechnete, sondern in 8 Kr.!

    Im Groschenbezirk kostete ein unfrankierter Brief der 2. Gewichtsstufe 3 Groschen, wovon der verklebte abgezogen wurde.

    Im Kreuzerbezirk aber kostete der gleiche Brief 11 Kr., wovon die postalisch nur als 3 Kr. geltende 1 Groschenmarke abgezogen wurde, so dass tatsächlich noch 8 Kr. in Bayern für die Post des Norddeutschen Bundes zu kassieren waren.

    Und da sage noch einer, der NDP wäre langweilig ...

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

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  • Altsax
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    • 9. Juli 2008 um 11:22
    • #44

    Nach meiner Berechnung war der Brief wie folgt zu taxieren:

    Entfernung 52 Meilen, Progressionssatz 9, Tarif 19 1/2 Sgr. zzgl. Assekuranzgebühr von 18 Sgr., in Summe 37 1/2 Sgr.

    Taxiert und in Marken dargestellt wurden 24 Sgr.

    Liegt der Rechenfehler bei mir oder beim damaligen Postler?

    Altsax

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  • rabege
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    • 9. Juli 2008 um 12:31
    • #45

    Hallo Altsax,
    mE ist deine Berechnung ebenso falsch wie die des Postlers.....
    Die Entfernung Bautzen - Salzkotten beträgt etwa 72 Meilen, anzusetzen wäre daher der 11. Progressionssatz für 13 Pfund...22Gr x13 :12 = 23,83
    gerundet 24 Gr, die frankiert sind.
    offenbar hat der Postler ob der hohen Summe die Versicherungsgebühr von 6 x 3 Gr= 18 Gr vergessen zu taxieren...
    Wie immer ein wunderbarer Beleg von dir,
    Gruß rabege

    ps: Gibt es eine sinnvolle Deutung des blauen Vermerks und der 54 ?

    2 Mal editiert, zuletzt von rabege (9. Juli 2008 um 12:36)

  • Altsax
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    • 9. Juli 2008 um 12:59
    • #46

    Hallo rabege,

    mein mathematischer Ehrgeiz ist geweckt!

    Lt. Post- und Telegraphenhandbuch hat Bautzen die Entfernungsziffern 70 und 122, Salzkotten 60 und 174.

    Die Differenzen betragen folglich 10 und 52, die Summe der Quadrate 2804. Die nächst niedrigere Quadratzahl der Tabelle ist 2704, deren Wurzel ist 52.

    Rechnerisch müßte das stimmen, gibt es einen gedanklichen Fehler dabei?

    Die blaue Tintenschrift läßt sich mit gutem Willen als "Salzkotten" deuten.

    Die "54" könnte die Paketnummer sein.

    Beste Grüße

    Altsax

  • rabege
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    • 9. Juli 2008 um 13:15
    • #47

    Hallo Altsax,
    ich muß gestehen, dass ich das Handbuch leider nicht besitze und Entfernungen mit einem Routenplaner ermittle.
    Wenn auch die Post damals noch nicht am Kirchheimer Dreieck im Stau stand, so passen die Entfernungen schon ungefähr.
    Bautzen- Salzkotten wird mit 538 Km angegeben, dass entspricht etwa 72 Meilen....ich kann mir nicht vorstellen, dass die Orte früher wesentlich näher beieinander lagen.
    Im Vertrauen auf deine Rechenkünste muß der Fehler im Handbuch liegen, Gruß rabege

  • Altsax
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    • 9. Juli 2008 um 13:34
    • #48

    Hallo rabege,

    mir scheint, daß Dein Routenplaner nicht auf Luftlinienentfernung einstellbar ist. Ich komme ganz grob auf 380 km Luftlinie, da würden die 52 Meilen etwa passen.

    Die Taxentfernungen basierten auf den jeweiligen Mittelpunktsentfernungen der Taxquadrate (Luftlinie).

    Um zu beweisen, daß man in Bautzen auch richtig rechnen konnte, folgt ein weiterer Beleg.

    Entfernung 44 Meilen, Progressionssatz 8, Tarif 38 3/4 Sgr.

    Interessant bei den beiden Belegen ist die Feststellung, daß unterschiedliche Stempel verwendet worden sind, beim späteren noch der alte sächsische mit aptierter Jahreszahl.

    Der Grund dafür liegt darin, daß Wert- und Recobriefe in Bautzen an einem separaten Schalter bearbeitet worden sind, an dem der sächsische Stempel (alte Doppelkreistype) bereits Anfang 1868 abgelöst und durch den gezeigten Einkreiser ersetzt worden ist.

    Beste Grüße

    Altsax

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    2 Mal editiert, zuletzt von Altsax (9. Juli 2008 um 13:38)

  • rabege
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    • 10. Juli 2008 um 15:29
    • #49

    Hallo Altsax,
    du hast bezgl. des Routenplaners recht, ich habe den nächst besten gewählt, und dort die kürzeste Entfernung eingestellt.
    Habe nicht erwartet, dass so große Differenzen auftreten...
    Wie dem auch sei, letztlich wird der Postler, ebenso wie du, die Tabellen genutzt haben...
    Habe deinen Bf noch einmal angesehen,weil es doch beim 2. hinsehen manchmal eine vernünftige Erklärung gibt...
    Unten lese ich: Anbei ein Paket, gleicher Adresse, Inh. Document, Wert 600 Thaler
    Oben lese ich: 12 11/20 ???
    Wäre es denkbar, dass ein Document nicht 12 Pfund, sondern Loth wiegt?
    Dann würden der Minimalsatz für Pakete über 50 Meilen von 6Gr zuzügl. der Asssecuranzgebühr von 18Gr die frankierten 24 Gr ergeben...und der Postler hätte alles richtig gemacht,
    Gruß rabege

  • bayern klassisch
    Gast
    • 10. Juli 2008 um 15:39
    • #50

    Das Wertstück wog 12 10/20 Loth.

    Beste Grüsse von bayern klassisch

  • Altsax
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    • 10. Juli 2008 um 16:07
    • #51

    rabege, bayern klassisch

    Bingo!!!

    Zu meiner Studienzeit nannte man das "laterales Denken", heute einfacher "wer lesen kann, ist im Vorteil".

    Mein Vertrauen in die ehemals sächsischen Postbeamten ist wiederhergestellt.

    Liebe Grüße

    Altsax

  • rabege
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    • 10. Juli 2008 um 16:40
    • #52

    Freut mich, wenn ich auch mal was erhellendes beitragen kann...

    Anbei ein weniger spektakulärer Paket- Begleitbrief von Plathe (bei Stettin) nach Berlin, portogerecht zum Minimalsatz für 15-20 Meilen mit 4 Gr frankiert.
    Hier hat mir der rückseitig abgeschlagene Ausgabe-Stpl " Packet-Bestellung" gefallen, der mir vom Typ eher sächsisch vorkommt...
    Auf der Vorderseite hat unter dem frei-Vermerk ein Dr Napp ein prüfzeichenähnlichen Namensstempel abgeschlagen, kann jemand etwas über ihn sagen?
    Gruß rabege

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  • Altsax
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    1. Juli 1850 (175)
    • 10. Juli 2008 um 16:56
    • #53

    Hallo rabege,

    der Paketausgabestempel wirkt tatsächlich "sächsisch", ist aber in exakt dieser Form von der sächsischen Post nicht verwendet worden. Die Ähnlichkeit rührt möglicherweise daher, daß Schilling auch für die sächsische Post arbeitete.

    Der berüchtigte Stempel des "Dr. Napp" ziert leider die Frontseite zahlreicher Briefe. Als Prüfer trat der Herr m.W. nicht in Erscheinung. Vermutlich handelt es sich um einen Sammler, der sein Ego streicheln wollte.

    Beste Grüße

    Altsax

    3 Mal editiert, zuletzt von Altsax (11. Juli 2008 um 09:12)

  • rabege
    erfahrenes Mitglied
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    • 11. Juli 2008 um 08:59
    • #54

    Hallo,
    4x 1/4Gr für einen einfachen Bf hatten wir schon...nun also 3x1/3 Gr auf einem Bf von Berlin nach Koesen.
    Hätte er gewußt, dass der Empfänger sich gerade in Berlin, Hotel de Saxe, aufhielt,wohin der Bf weitergesandt wurde, hätte der Absender das halbe Franco sparen können..

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  • bayern klassisch
    Gast
    • 11. Juli 2008 um 09:33
    • #55

    Hallo rabege,

    nettes Stück - hätte der Absender wenige Tage gewartet, hätte er einen NDP - Brief verschickt, und ein Reichspostbrief wäre angekommen ...

    Interessant waren die sog. Frankostempel, die es von zahlreichen Orten der NDP gab, jedoch nie in Bayern. Man muss jedoch irgend wann einmal die bayer. Postbediensteten darüber informiert haben, was es mit diesen Stempeln auf sich hat.

    Ich zeige einen aus Frankfurt am Main vom 5.2.1868 nach Oberzwieslau, für den der Absender 3 Kr. gezahlt hatte.

    Viele Briefe mit Frankostempeln nach Bayern habe ich aber nicht gesehen.

    Auch Transitbriefe vom NDP durch Bayern sind keine Massenware, vor allem keine unfrankierten. Der einzige, den ich kenne, lief am 12.3.1868 von Bonn über Bayern nach der Leopoldstadt in Wien. Der Empfänger zahlte 10 Neukreuzer, die 2 Groschen oder 7 Kr. rheinisch entsprachen, also ein Zuschlag von 100% wegen der unfrankierten Absendung.

    Das wird der Grund sein, warum kaum Portobriefe existieren.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

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  • rabege
    erfahrenes Mitglied
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    679
    • 11. Juli 2008 um 10:09
    • #56
    Zitat

    Original von bayern klassisch
    Hallo rabege,

    nettes Stück - hätte der Absender wenige Tage gewartet, hätte er einen NDP - Brief verschickt, und ein Reichspostbrief wäre angekommen ...

    Hallo bk, ich weiß schon, was du meinst, aber ob man das so schreiben darf?
    Schließlich gabs die Reichspost schon seit in Kraftsetzung der Reichsverfassung am 4.05.1871 ... nur die Einführung der neuen Briefmarken ließ auf sich warten...
    Aber ich hätte nichts dagegen gehabt, wenn der Brief 4 oder 5 Tage später versendet worden wäre...
    Hat jemand schon einmal einen noch späteren gesehen?
    Gruß rabege

  • bayern klassisch
    Gast
    • 11. Juli 2008 um 10:38
    • #57

    Hallo rabege,

    Schließlich gabs die Reichspost schon seit in Kraftsetzung der Reichsverfassung am 4.05.1871 ... nur die Einführung der neuen Briefmarken ließ auf sich warten...

    Meines Erachtens gab es das nicht auf postalischer Ebene. Da die Gesetze des Norddeutschen Bundes alle auch Bayern, Baden und Württemberg übergestülpt wurden, und diese erst zum 1.1.1872 abgelöst wurden, wäre ein Brief wie deiner, der am 27.12.1871 abgesandt, aber wegen Unzustellbarkeit erst am 1.1.1872 an den neuen Wohnort gelaufen wäre, durchaus ein Brief zweier Welten.

    Ich hätte es dir gegönnt ...

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • rabege
    erfahrenes Mitglied
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    • 12. Juli 2008 um 09:53
    • #58

    Mit Ortsbriefen und Briefen in den eigenen Landzustellbezirk des NDP könnte man den Rahmen jeder Ausstellungssammlung sprengen ...wenn es denn gelingen würde, alle möglichen Tarife der verschiedenen Mitglieder zu belegen.
    Als Bsp einmal 1Kr für ehem. TT-Guldenbezirk, dann 1/2 Gr für Preußen nach der Frankoermäßigung zum 1.7.1868
    Gruß rabege

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  • Altsax
    aktives Mitglied
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    Geburtstag
    1. Juli 1850 (175)
    • 12. Juli 2008 um 13:16
    • #59
    Zitat

    Original von rabege
    Mit Ortsbriefen und Briefen in den eigenen Landzustellbezirk des NDP könnte man den Rahmen jeder Ausstellungssammlung sprengen ...wenn es denn gelingen würde, alle möglichen Tarife der verschiedenen Mitglieder zu belegen.

    Hallo rabege,

    das ist sicher eines der reizvollsten Gebiete überhaupt und erfreulicherweise noch nicht so stark beackert wie die Auslandsdestinationen.

    Den beigefügten Brief hat wohl wegen der Markenverfärbung und des Federzugs niemand haben wollen. Ich habe mich dann "geopfert":

    Beförderung innerhalb des Oschatzer Landzustellbereiches von Kreischa nach Leuben. Wenn der Landbote auf dem Bestellgang Korrespondenz übernahm, durfte er sie direkt zustellen und hatte die Marke mit Federzug zu entwerten.

    Ich weiß nicht, wie häufig derartige Briefe nach 1867 sind, sächsische jedenfalls muß man sehr lange suchen!

    Beste Grüße

    Altsax

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    Einmal editiert, zuletzt von Altsax (12. Juli 2008 um 13:17)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 12. Juli 2008 um 13:39
    • #60

    Lieber Altsax,

    da wird man doch gerne zum Opfer ...

    Lieber rabege,

    ein spannendes Kapitel. Leider hat Bayern da nicht mitgespielt ... Schade!

    Dann zeige ich auch mal zwei:

    Der 1. ist ein lustiges Stück, denn man versandte am 29.7.1870 von Lindenau nach Bad Kissingen ein 1 Groschen Kuvert an einen Privatier aus Dessau, der dort wohl kurte.
    Sicherheitshalber notierte man siegelseitig: Falls abgereist, bitte nach Dessau senden.
    So war es dann auch. Man hat am 1.8.1870 vergeblich versucht, ihn zuzustellen (man hatte Listen der Kurgäste, aus denen hervorging, wo die Gäste gerade logierten), so dass man dem Willen des Absender Folge leistete und ihn mit "abgereist nach Dessau" versah und mit dem Halbkreisstempel vorderseitig als Zeichen der Postaufgabe bedruckte.

    Ab 1868 war die Nachsendung und Weiterleitung von Poststücken kostenlos.

    Der 2. ist ein Teilfrankobrief, denn der Absender in Bischofswerda gab ein Expreß - Kuvert am 20.9.1869 auf, wollte aber die Bezahlung der Expreßgebühr von 2 1/2 Groschen bzw. 9 Kr. dem Absender überlassen. Dieser durfte sie am Folgetag in Kissingen auch bei der Auslieferung berappen.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

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