Ab der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 wurde durch die NSDAP eine beispiellose Durchdringung des öffentlichen und des privaten Lebens mit den Ideologien des Nationalsozialismus betrieben. Dies reichte von der Verhaftung und der Ermordung politischer Gegner über das Verbot sämtlicher politscher Parteien außer der NSDAP bis zu dienstlichen Anweisungen in den Amtsblättern der Post im Jahre 1933, dass die Mitarbeiten sich mit dem "deutschen Gruß" (notfalls mit dem linken Arm) zu begrüßen hatten und Schreiben der Post mit der Grußformel "Mit deutschem Gruß und Heil Hilter" zu unterzeichnen waren.
Sichtbar ist dies auch an der im Jahre 1934 herausgegebenen neuen Serie von Dienstmarken.
Ab Januar 1934 verausgabte die Deutsche Reichspost zwölf Werte der neuen Dienstmarkenserie mit der Abbild des Hakenkreuzes. Diese Postwertzeichen wurde auf gestrichenem Papier im Buchdruck hergestellt. Das Papier hatte das Wasserzeichen Hakenkreuz. Die Zähnung erfolgte in Kammzähnung 14:14 1/4.
Bekanntgegeben wurde die Ausgabe im Amtsblatt des Reichspostministeriums Nummer 5 vom 16. Januar 1934 unter der Verfügung Nummer 8/1934:
Die Deutsche Reichspost hat neue Dienstmarken zu 3, 4, 5, 6, 8, 10, 12, 15, 20, 30, 40 und 50 Rpf herstellen lassen. Ein Muster wird hierunter in Schwarzdruck in 5/4 natürlicher Größe abgebildet.Die Farben der Marken von 3 bis 40 Rpf entsprechen den Farben der gleichwertigen Freimarken der letzten Ausgabe; die Dienstmarke zu 50 Rpf ist in goldgelber Farbe gedruckt. Den PAnst werden die neuen Dienstmarken erst geliefert, wenn die alten Dienstmarken aufgebraucht sind. Dazu ergeht noch besondere Verfügung. Die Versandstellen für Sammlermarken können die neuen Dienstmarken schon jetzt liefern.
Abbildung 1 - Dienstmarkenserie
Abbildung 2 - Verfügung Nr. 8/1934