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  1. PHILAFORUM.COM Briefmarkenforum
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  3. Pete

Beiträge von Pete

  • Infla Berlin Stempel FH auf Rückseite

    • Pete
    • 17. April 2013 um 17:24
    Zitat

    Original von dijatel
    und noch eine Frage,
    ist möglich auf dem Bild zu erkennen ob die Marken echt oder falsch sind ? Danke

    [Blockierte Grafik: http://img402.imageshack.us/img402/9336/img890v.jpg]

    In dem konkreten Fall kann man erkennen, dass die linke Marke m.E. eine nicht zulässige Entwertung auf einer Marke mit Kreuzerwährung trägt. Einfacher Grund: der Stempelort "METZ" lag im Groschengebiet und nicht im Kreuzergebiet:

    Beispiel für eine Marke mit der Entwertung "METZ" auf einer Groschenmarke - Los 809:

    Kurzbefund zum Los 809:

    Ein weiteres Beispiel - Los 480 (mit Befund Brugger BPP):

    Gruß
    Pete

  • Nigeria - Connection

    • Pete
    • 9. April 2013 um 18:37

    @ uposta:

    schau mal hier:

    Wenn ich mich recht entsinne, kennzeichnet der Michelkatalog nicht alle Ausgaben mit einem Fälschungshinweis, welche zum Schaden der Post gefälscht wurden. Bislang sind mir etwa 16 verschiedene Marken (Hauptnummer im Michelkatalog), bekannt welche mir als Fälschung vorlagen bzw. wovon ich Scans sah. Am letzten Wochenende sprach mit der im o.g. Link aktiven Sammlerkollegin Christine, dass man vorhandene Fälschungen demnächst der Michelredaktion vorlegen könne (damit in zukünftigen Katalogen ein entsprechender Hinweis auftaucht).


    @ saeckingen:

    Es wurden auch Absenderfreistempel gefälscht, richtig. Die philatelistische Forschung ist auch hier noch nicht am Ende. Mir liegen mehrere, verschiedene Abschläge vor. Die Rücksprache mit Sammlerkollegen der Forschungsgemeinschaft Post- und Absenderfreistempel e.V. vor ca. zwei Wochen ergab, dass es sich bei nahezu allen AFS (nach 1990) um Fälschungen handelt. Im Einzelfall befanden sich auch echte stücke bzw. Stempelabschläge darunter, welche aus mindestens zwei verschiedenen Frankiergeräten zusammengebastelt wurden. Hier stellt sich die Frage, ob beispielsweise aus zwei Schrottgeräten von zwei verschiedenen Herstellern ein funktionierendes Gerät zusammengesetzt wurde (unabhängig, ob dafür eine Genehmigung der nigerianischen Postverwaltung vorlag oder nicht).

    Gruß
    Pete

  • Aufdruck auf Hindenburg-Marken

    • Pete
    • 18. März 2013 um 16:12
    Zitat

    Original von Eger-Bergstadt
    Solche Wartheland,Südostpreußen und vergleichbare Stempel tauchen bei mir manchmal mit in Lots ähnlicher Stempel aus dem Sudetenland auf.
    Erstere sammele ich aber nicht und habe da auch keine Literatur(gibts die überhaupt?)
    ...

    Ja, Literatur existiert dazu:

    "Die Not- und Befreiungsstempel in den sudetendeutschen Gebieten 1938-39: einschliesslich aller übrigen Stempel die, vorübergehend bis zur Einführung der Einheitsstempel der Deutschen Reichspost, in diesen Gebieten Verwendung fanden"

    Autoren: Kurt Quaiser, Hilde Quaiser
    Verlag: Forschungsgemeinschaft Sudetenland im Bund Deutscher Philatelisten, 1981

    Quelle:

    Gruß
    Pete

  • Päckchen & Fensterumschläge

    • Pete
    • 8. März 2013 um 15:43
    Zitat

    Original von OlliFoolish
    ...
    Und wie handhabe ich das mit modernem Material, wenn weder Label noch Ankunftsstempel Auskunft geben, zB aus größeren Belegeposten? Bisher wandern solche Briefe mit "leerem" Fenster in die Ablöse-Kiste.
    ...

    Solange bei Belegen im C6-Format mit Marken der BRD vorderseitig die orange farbene Codierung der DPAG zu finden ist, sehe ich kein Problem, Fensterumschläge als Beleg aufzubewahren. Der Nachweis der maschinellen Briefesortierung (Transport und der Zustellung) ist damit erbracht. Bei Belegen ohne Codierung sowie ohne Knicke/Büge/angestoßene Ecken (was halt beim Transport/Zustellung passieren kann) wäre ich je nach Situation eher skeptisch. C6-Belege ohne DPAG-Codierung kommen allerdings auch in der Realität vor.

    C6-Briefumschläge ohne Fenster sind mengenmäßig betrachtet (teils deutlich) seltener als Umschläge mit Fenster - abhängig von der Quelle (Posteingang). Müsste ich in meiner (nicht gerade kleinen) Sammlung moderne Privatpost alle C6-Umschläge mit Fenster entfernen, bliebe nicht mehr viel übrig.

    Gruß
    Pete

  • Deutsche Nebengebiete Fiskalmarken

    • Pete
    • 19. Februar 2013 um 17:43

    @ SvenBremen:

    Mich würde es nicht überraschen, wenn diese Stücke bei ebay in der Briefmarkenkategorie "Abstimmungsgebiete" ein paar Euro bringen. Die Marken sollten dann korrekt beschrieben sein und ein zusätzlicher Text in englischer Sprache kann nicht schaden. Fiskalmarken aus den deutschen Nebengebieten aus dieser Zeit sind allgemein alles andere als häufig.

    Die Katalogwertangabe in den Katalogen von Erler/Norton muss nicht immer zutreffen. Teilweise sind die Kataloge bzw. dort gelisteten Preise älteren Datums und insbesondere bei Fiskalmarken aus Nebengebieten bestimmen Angebot und Nachfrage die Preise.

    Gruß
    Pete

  • Polnische Marken

    • Pete
    • 19. Februar 2013 um 17:36
    Zitat

    Original von Andi-S
    Hallo,

    dieser Satz polnischer Marken hat die Aufschrift Marka, Marki, Marek!

    An einem Stempel kann man sehr undeutlich ein Datum erkennen, 29 oder 39.

    Sind die Marken a bisserl was wert?


    Gruß

    Andi

    Alles anzeigen

    Bei den gezeigten Stücken handelt es sich um Briefmarken aus dem Gebiet Ostoberschlesien - Mi-Nr. 7-16 - gültig von Mitte 1922 bis 30.04.1923. Diese Marken stehen auch im normalen Michel-Deutschland-Katalog hinter den Ausgaben des Abstimmungsgebietes Oberschlesien. Nahezu alle Marken wurden scheinbar mit dem gleichen Handstempel aus Tarnowski-Gory (deutsch: Tarnowitz) entwertet; Stempeldatum (soweit erkennbar) "4 IV 1923" um 9 Uhr.

    Gruß
    Pete

  • Eisbärblock: ich brauche eure Hilfe...

    • Pete
    • 9. Februar 2013 um 09:28
    Zitat

    Original von Gwynny
    ...
    Und zwar geht es um den französischen Eisbär Block 1.

    Habe einen hier liegen. Und habe einen Stempel vom Prüfer Tust drauf gefunden.
    ...

    Der Prüfer Wolfgang Tust aus Paron-Sens (Frankreich) war von 1971-1997 Mitglied des BPP und prüfte dort die deutsche Besetzung in Frankreich von 1939/45 (Quelle: "50 Jahre Bund philatelistischer Prüfer (1958-2008)" der Autoren Dr. Penning und Dr. Oechsner).

    Gruß
    Pete

  • Was mich auf die "Palme bringt"

    • Pete
    • 15. Januar 2013 um 18:39
    Zitat

    Original von wajdz8

    Im gezeigten Beispiel kann der Aufkleber ja dann unterhalb der Marken wieder appliziert werden.
    Selbst schon mit Erfolg ausprobiert, trotzdem ohne Garantie.

    MfG wajdz

    Um die Marken aus Sicht eines Briefmarkensammlers zu retten, mag dies durchaus gut funktionieren, kein Zweifel ;)

    Würde man in dem gezeigten Beispiel den Aufkleber entfernen und unterhalb der Marken wieder aufkleben, wäre der Beleg aus Sicht eines Puristen betrachtet nicht mehr als Beleg sondern die Marken als großes Briefstück zu betrachten. Der Beleg wäre nicht mehr als original und einwandfrei einzustufen. Der Aufkleber stammt von einer Briefsortiermaschine (Modell Intelli Star von Böwe, Bell & Howell) und diese ist technisch nicht in der Lage (Briefsortierunfälle als Ausnahme von der Regel einmal abgesehen, wo der Aufkleber sonstwo landen kann), den Aufkleber unterhalb der Marken aufzubringen. Jeder Privatpostsammler, der sich etwas mit derartigen Aufklebern befasst, müsste erkennen, dass hier am Beleg manipuliert wurde. Die Belege mit "umgesetzten" Aufklebern, die ich bisher gesehen habe, wiesen fast ausnahmslos Spuren am neu platzierten Aufkleber auf (Knicke und Dellen -> irgendwie musste man den Aufkleber mit den Fingern zu fassen bekommen).

    Gruß
    Pete

  • Kaschmir Ganzsache ?

    • Pete
    • 11. Januar 2013 um 17:36
    Zitat

    Original von kartenhai

    ... Von einer Telegraphen-Ganzsache habe ich noch nie gehört. ?(

    Gruß kartenhai

    Mir sind auch keine Telegraphenganzsachen bekannt, zumindest bisher nicht. Allerdings muss der Absender der Nachricht auch Gebühren/Porto für die Übertragung und Zustellung der zu morsenden Nachricht bezahlen und diese Nachricht vorab auf einen Zettel, z.B. ein Formular eintragen. In der DDR wurden beispielsweise normale Briefmarken zur Begleichung dieser Gebühren auf dem Formular verklebt und einige Länder verausgabten separate Telegraphenmarken. Derartige Marken des Deutschen Reiches (für die Begleichung der Gebühren) wurden/werden auch im Michel-Spezial Band 1 katalogisiert (im Anschluss an den POL-Lochungen nach den Dienstmarken).

    Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es für die Telegraphie Forumlare mit einem Wertstempel (= Ganzsache) gegeben haben könnte.

    Gruß
    Pete

  • Kaschmir Ganzsache ?

    • Pete
    • 10. Januar 2013 um 17:20

    @ steppenwolf:

    sehr interessantes Archiv :)

    Nachfolgend der Link zum Thema Kaschmir für Onlineleser:


    Gruß
    Pete

  • Was mich auf die "Palme bringt"

    • Pete
    • 6. Januar 2013 um 17:09
    Zitat

    Original von Markenfritze
    Hallöchen,

    versuche mal den Aufkleber abzuziehen, das sollte recht einfach gehen. Die Dinger sind wie Haftnotizen, das war jedenfalls bei mir meistens (allerdings nicht immer) so.

    LG Markenfritze

    Derartige Belege wären dann m.E. allerdings nicht mehr als Ganzstücke anzusehen, da ein Bestandteil der Frankierung/Sortierung (d.h. der Aufkleber des zustellenden Briefdienstleisters) fehlen würde. Dies gilt insbesondere für Belege, bei denen noch Reste des Klebers auf der ursprünglichen Stelle ersichtlich sind.

    Gruß
    Pete

  • Michel 41 PFä

    • Pete
    • 6. Dezember 2012 um 17:38

    In diesem konkreten Fall dürfte das Datum der Briefmarkenentwertung bereits für sich sprechen - 08.11.1888. Laut Michel tauchte die Fälschung im Jahr 1885 in Straßburg auf. Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass Jahre nach dem Bekanntwerden der Fälschung noch Exemplare verwendet wurden.

    Die Fälschung wird im Buch "Pfennige, Pfennig und Krone/AdlerDie Briefmarken-Ausgaben des Deutschen Kaiserreichs (MICHEL Nr. 31-52)" von Herrn Jäschke-Lantelme beschrieben:

    Eine (leider unscharfe) Abbildung sowie weitere Informationen nachfolgend auf Seite 5 der pdf-Datei:

    Eine deutlich bessere Abbildung der Straßburger Fälschung:

    Gruß
    Pete

  • Paketkarte Oberschlesien

    • Pete
    • 6. Dezember 2012 um 17:29
    Zitat

    Original von kartenhai
    ...

    Man müßte jetzt nachforschen, ob die Frankatur ohne diese 4 Marken genau richtig war. Das wissen aber nur die Spezialisten.

    ...

    Ich hoffe, dass nicht nur Spezialisten helfen können sondern auch Leser, die über einen gut sortierten Bestand an Büchern von Infla-Berlin verfügen :)

    Aus der Buchreiche wird hier Band 12 "Die Tarife für Brief- und Paketpost vom
    1.7.1906 - 31.12.1923" weiterhelfen, da in Oberschlesien während der Abstimmugnszeit weiterhin die Reichsmark als Währung und bis kurz vor Ende der Abstimmungszeit auch die Posttarife der Reichspost galten, inklusive der Portoerhöhungen in den Jahren 1920 - 1922 (Ausnahme: die Portoerhöhung vom 01.07.1922; diese wurde in Oberschlesien nicht mehr umgesetzt).

    Das Paket wurde am 21.05.1920 in Kreuzburg in Oberschlesien aufgegeben und ging nach Hamburg. Unter der Berücksichtigung des Paketgewichtes von 7 kg (?) dürfte überprüfbar sein, ob das Porto von 3,00 RM passte.

    @ kartenhai: der vorderseitige handschriftliche Vermerk scheint vom 31.05.1920 ("31/5") zu stammen. Ich nehme eher an, dass Geld vom Empfänger eingezogen wurde (wiederholte Vorzeigegebühr?). Die gestempelten Marken aus der ersten Dauerserie Oberschlesiens dürften demnach keine Verwendung für den Betrag zu 0,50 RM gefunden haben und waren in Hamburg auch nicht gültig gewesen. Die Marken selbst sind kunterbunt zusammengewürfelt und von verschiedenen Poststempeln (Stempeltypen) entwertet worden. Die Stempeldaten verweisen bei drei der vier Marken auf Februar bzw. März 1920.

    Gruß
    Pete

  • DDR Dienstmarken (54-56) + Sowjetische Zone (48)

    • Pete
    • 22. November 2012 um 17:54

    @ eike1989:

    Beitrag 1:
    Scan 1: Mi-Nr. 37B
    Scan 2: Mi-Nr. 8 bedarfsgestempelt, der Rest Nachdrucke ex Mi-Nr. 1-9
    Scan 3: Nachdrucke ex Mi-Nr. 10-16
    Scan 4: 5Pf = Mi-Nr. 34B; 10Pf = Mi-Nr. 35B; 15Pf = Mi-Nr. 36B; 40Pf = Mi-Nr. 33yI (bei Wasserzeichen 2) oder eher wahrscheinlich Mi-Nr. 39yA (bei Wasserzeichen 3)
    Scan 5: 40Pf = Mi-Nr. 33yI (bei Wasserzeichen 2) oder eher wahrscheinlich Mi-Nr. 39yA (bei Wasserzeichen 3); 30Pf = Mi-Nr. 38yA; 20Pf = Mi-Nr. 37B

    Beitrag 2:
    Scan 1: gestempelte Marken = Neudrucke Mi-Nr. 18x-24x; ungestempelte Marke zu 5Pf = Mi-Nr. 34B
    Scan 2: Neudrucke Mi-Nr. 25x-28x
    Scan 3: 15Pf = Mi-Nr. 36B und 20Pf = Mi-Nr. 37B
    Scan 4: 15Pf; 20Pf und 40Pf = Neudrucke Mi-Nr. 21x; 22x und 25x; bei der bedarfsgestempelten Marke zu 10Pf handelt es sich um die Mi-Nr. 19xI
    Scan 5: 5Pf = Mi-Nr. 34B; 10Pf = Mi-Nr. 35B; 20Pf = Mi-Nr. 37B; 15Pf = Neudruck Mi-Nr. 21x; Marken im Querformat = Mi-Nr. II gefälligkeitsentwertet in der Spalte "=U" (20Pf) und Mi-Nr. 9 gefälligkeitsentwertet in der Spalte "=U" (70Pf)

    Die im Michel aufgelistete Zähnung A = K 13:12,5 und B = K 14 lässt sich auch ohne Zähnungsschlüssel anhand der Anzahl der vollständig vorhandenen Zähnungslöcher (d.h. ohne Eckzähne) durch Abzählen feststellen und nachprüfen:
    Zähnung A: senkrecht 15 volle Zähnungslöcher
    Zähnung B: senkrecht 17 volle Zähnungslöcher

    Zum Abgleich kannst du auch die Marke zu 40Pf (gab es nur mit der A-Zähnung) auf die Marken zu 5-20Pf legen. Wenn die Zähnung passt, handelt es sich um die A-Zähnung. Wenn die Zähnung abweicht, liegt eine B-Zähnung vor.

    Bezüglich der SBZ-Marke gehe ich von der Mi-Nr. A195 aus. Die Mi-Nr. 195 habe ich deutlich heller in Erinnerung.

    Gruß
    Pete

  • Briefmarken auf Speisekarte ?!

    • Pete
    • 1. November 2012 um 13:29
    Zitat

    Original von Bahjo
    Hallo nochmals,

    folgende Frage: wieso klebt man Briefmarken auf Speisekarten, ergibt die Zusammenstellung der Marken einen Sinn? Zum weiterveräußern, falls sie
    etwas wert sind, so zusammenlassen oder einzeln ausschneiden?

    Fragen über Fragen ;) Und vielen Dank im vorraus fürs anschauen.

    LG bahjo

    Das Datum vom 20.03.1921 macht einen Sinn. Hierbei handelt es sich um den Tag der Abstimmung vom 20.03.1921, wonach die im Abstimmungsgebiet Oberschlesien ansässige Bevölkerung sowie Wahlberechtigte aus dem Deutschen Reich zur Abstimmung über die zukünftige Landeszugehörigkeit gebeten wurden. Das Abstimmungsgebiet entstand aufgrund von Bestimmungen im Friedensvertrag von Versailles, welcher vom Deutschen Reich als Verlierer des ersten Weltkriegs 1919 unterzeichnet wurde. Das Abstimmungsgebiet beinhaltete auch das "Ruhrgebiet des Ostens", d.h. die Steinkohleförderung und Verarbeitung in Oberschlesien. Zum 12.02.1920 erfolgte die Abtrennung dieses Gebietes vom Deutschen Reich und die Verwaltung durch eine alliierte Kommission (unter der Führung Frankreichs). Die für das Abstimmungsgebiet gedruckten Marken wurden in der staatlichen Druckerei Atélier des timbres in Paris hergestellt und die Briefmarkeninschrift dreisprachig gehalten (deutsch, polnisch und französisch). Ursprünglich sollte die Abstimmungszeit lediglich wenige Monate dauern (wie in Allenstein, Marienwerder und Schleswig) und zog sich u.a. aufgrund von umfangreicher Wahlvorbereitung, Unruhen und Aufständen bis 1922 hin.
    Jeder Wahlberechtigte erhielt zwei Wahlscheine (1x für Polen, 1x für das Deutsche Reich) und stimmte mit einem dieser Wahlscheine ab. Im Juni/Juli 1922 wurde das Abstimmungsgebiet Oberschlesien geteilt und die Land- bzw. Stadtkreise dem Deutschen Reich bzw. Polen (die neuen polnischen Kreise als Ostoberschlesien bis 30.04.1923 ein eigenes Briefmarkengebiet) zugewiesen. Bei der Aufteilung wurde das Ergebnis der Abstimmung nicht immer berücksichtigt.


    Den vorliegenden Artikeln in der Fachliteratur zu den Briefmarken des Abstimmungsgebietes Oberschlesien nach war der Ansturm der Bevölkerung an diesem Wahlsonntag an den Postämtern durchaus hoch (insbesondere in den Hauptpostämtern der Kreisstädte wie dein Beispiel Ratibor), zumal für den Abstimmungstag ein Satz Briefmarken mit anlassbezogenem Aufdruck verausgabt wurde (Mi-Nr. 30-40). Dieser Satz wurde nur teilweise und in begrenzter Stückzahl pro Person abgegeben. Sammler sowie sonstige Interessierte ließen am 20.03.1921 daher auch normale Marken mit dem Datum der Abstimmung abstempeln, um den für Oberschlesien schicksalträchtigen Tag zu dokumentieren. Daher dürfte auch deine Speisekarte mit den Marken stammen. Ich würde das Blatt in diesem Zustand belassen und nicht zerschneiden (und die Marken auch nicht abweichen). In diesem Zustand verweist das Blatt auf ein Stück Zeitgeschichte. Zur Entwertung wurden verwendet: Mi-Nr. 1; 15-16; 18-22; 24-26 und 28.

    Gruß
    Pete

  • Notopfer mit rotem Aufdruck

    • Pete
    • 16. Oktober 2012 um 19:26
    Zitat

    Original von harald9186
    Hallo,

    ...

    andererseits frage ich mich jetzt, wenn ein Brief mit einer auf diese Art entwerteten Marke bei Felzmann versteigert wird, dürfte diese Form der Entwertung sehr selten sein.

    Mußten "Amtsbriefe" - mit Freistempler - denn überhaupt die Zuschlagsmarke erhalten ?

    Gruß
    Harald

    Ohne das Angebot von Felzmann zu kennen: ist ggf. die verwendete Notopfermarke etwas Besonderes (Abart oder seltene Variante)? Oder bezieht sich das Angebot eher auf einen teuren Absenderfreistempel?

    Und ja, mittels Absenderfreistempel freigemachte Briefe mussten auch mit einer Notopfermarke frankiert werden. Wenn ich mich nicht irre, konnte die Notopferleistung (Marken) auch en bloc am Postschalter gekauft werden, wo diese direkt entwertet wurden (ohne einzeln auf einen Brief geklebt worden zu sein).

    Gruß
    Pete

  • Oberschlesien Aufdruck Mi. 107

    • Pete
    • 22. September 2012 um 18:01
    Zitat

    Original von Kontrollratjunkie
    ... Aber eine Echtheitsbestätigung DES SOHNES von Haertel (sic !) ist schon ein Hammer, selten so gelacht. ...

    Der Sohn von Max Haertel hatte etliche Atteste ausgestellt. Darin wird auf das nach dem Tod des Vaters vorgefundene Erbe (Briefmarken der Oppelner Notausgabe bogenweise) verwiesen. Ein Teil dieses Nachlasses ist vor wenigen Jahren über eine weitere Verwandte von Max Haertel im Handel aufgetaucht und wurde vom BPP-Prüfer für Oberschlesien, Herrn Gruber erworben; der Posten umfasste u.a. einen Prüfstempel von Max Haertel sowie 2300 (!) Fälschungen der Oppelner Notausgaben:
    (siehe Forschungsbericht 4: "Ein Teilnachlaß von Max Haertel?", ziemlich weit unten)

    Gruß
    Pete

  • 3 Marken Berlin und Danzig

    • Pete
    • 14. September 2012 um 18:10
    Zitat

    Original von saeckingen
    ...
    Bei den beiden anderen Marken wurden durch die Inflation wertlos gewordenen Briefmarken durch einen privatem Aufdruck zu Vignetten umgewandelt. ...

    Normalerweise werden derartige Marken durch einen Aufdruck privater Natur zu Vignetten. Dies gab es nach Ende der Inflationszeit immer einmal wieder. Im konkreten Fall werden diese Aufdruckmarken im Michel Deutschland-Spezial-Katalog Band 1 als halbamtliche Flugmarken mit den Nummern Ia und Ib gelistet (Ausgabe 30.08.1923). Ich weiß allerdings nicht, ob der Aufdruck echt ist.

    Gruß
    Pete

  • Wie kommt es zu diesen Werten?

    • Pete
    • 30. August 2012 um 18:17

    @ tierisch:

    Wenn ich mich recht erinnere, war die Senkung des Portos in der DDR (1954) eine Folge von


    Gruß
    Pete

  • Oberschlesien

    • Pete
    • 17. Juli 2012 um 20:47
    Zitat

    Original von donfliesio
    ...
    Prüfstempel sollte wie ihr geschrieben habt Müller + irgendein anderer Name sein.
    ...

    Die Inschrift des "Prüf"stempels sollte lauten:

    "Dr. Müller/
    Leobschütz"

    ;)

    Gruß
    Pete

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