Hallo bayern klassisch,
mir macht so was immer Spaß, nebenbei lernt man noch was.
Gruß Xeno
Hallo bayern klassisch,
mir macht so was immer Spaß, nebenbei lernt man noch was.
Gruß Xeno
Habe hier einen Brief anscheinend aus dem Jahr 1839 vom Kloster Heilsbronn nach Eibenstock in Sachsen.
Auf der vorderseite des Briefes über dem Ort Eibenstock ist eine 10 vermerkt, auf der Rückseite eine 12. Daher gehe ich mal davon aus, dass für den Brief insgesamt 22 Kreuzer bezahlt worden sind.
Wie sich aber die Gebühren zusammen gesetzt haben, kann ich nicht beurteilen.
Vielleicht kann jemand dies erklären?
Gruß Xeno
Meine These zum Brief:
Der Brief der von Obernzell nach Mailand geschickt worden ist, fiel unter den Deutsch-Österreichischen Postvertrag. Mailand in der Region Lombardei liegend gehörte bis 1859 zu Österreich.
Der Brief wurde in der Zeit zwischen 1850 1856 geschrieben dies ist durch den gMR 246 I Verteilung Obernzell zu erkennen.
Durch die in der Zeit bestehenden Tarifen vermute ich 9 Kreuzer für über 20 Meilen und zusätzliche 9 Kreuzer für eine Warenprobe/Mustersendung.
Auf die Auflösung bin ich gespannt!
Gruß Xeno
@ oisch - Dir wünsche ich einen schönen Urlaub
Hallo bayern klassisch,
sehr schöne Stücke, die Du hier zeigst und vielen Dank für die Zusatzinformationen.
Das größte Problem bei diesen alten Belegen habe ich bei der Identifizierung der Sütterlinschrift.
Habe mal bei Wikipedia geschaut und dort auch ein Alphabet in Sütterlinschrift gefunden, nur bei der Identifizierung der Briefe half mir dies bislang nicht viel, da es ja mehrere Variationen gegeben hat wie man einzelne Buchstaben geschrieben hat.
Warum kann ich den Bestimmungsort immer deutlich lesen und alles andere erscheint mir immer verschlüsselt.
Gibt es da eine bestimmte Literatur, die das Bestimmen und Lesen der Wörter einfacher macht?
Gruß Xeno
Es geht weiter mit den Postämtern:
Endingen NS 37
Engen NW 38
Eppingen NS 39
Ernstthal NS 40
Erzingen
Im Anhang NS 37 Endingen und Zweikreisstemel Eppingen.
Gruß Xeno
Habe hier einen Dreierstreifen 1 Kreuzer gelb mit gMR 581 Weyhers.
II Verteilung
Die 8 ist unten mit der Farbe des Stempels ausgfüllt.
Nach meinen Informationen wurde der Ort Weyhers 1868 von Bayern an Preußen abgetreten und gehört heute zum Regierungsbezirk Kassel.
Gruß Xeno
Diese Woche wurde im 9 Kreuzer Thread die Marke 1 Kreuzer rosa schon mal angesprochen, da ich heute auch einige Marken dieser Ausgabe erhalten habe, eröffne ich diesen Thread.
Es gibt 2 Platten von der 1 Kreuzer rosa Ausgabe:
Die Bestimmung geht wie bei den braunen 6 Kreuzer über die Ecken.
Bei Platte 1 sind die Ecken abgerundet, bei Platte 2 sind die Ecken rechtwinklig.
Zeige hier mal 5 Marken dieser Ausgabe:
4 dieser Marke stufe ich der Platte 1 zu. Bei der zweiten Marke von oben bin ich mir allerdings nicht ganz sicher.
Die Ecken kommen mir im Gegensatz zu den anderen Marken nicht rund vor.
Merkmale für die zweite Platte sind teils auch die spitzen Ecken, spitz kommen mir die Ecken allerdings nicht unbedingt vor, daher sind die Ecken eventuell auch nur leicht abgerundet und doch Platte 1?
Welche weiteren Merkmale helfen Euch bei der Bestimmung?
Für Eure Mithilfe bedanke ich mich im voraus.
Gruß Xeno
Habe hier 4 grüne 9 Kreuzer Marken.
Stufe diese 4 Marken als Typ 3 ein.
Bei den unteren Marken verdecken die Stempel teils die Erkennungsmerkmale, bei der letzten unten rechts bin ich mir nicht ganz sicher, ob es Typ 3 ist.
Zu der ersten Marke oben links hätte ich noch eine Frage:
Die rechte obere Ecke der Marke ist nicht ausgefüllt, ein Plattenfehler?
Allerdings ist dieser Plattenfehler nicht aufgeführt und somil wohl auch nichts besonderes.
Gruß Xeno
Hallo bayern klassisch,
Zur Lösung des Briefs Augsburg - Memmingen
Ich habe mich gefragt warum der Brief unter den Posttarif bis 12 Meilen Entferung fiel. Habe nun aber selbst raus gefunden dass bis 1872 folgende Regel galt 1 Meile = 7,5km. Habe heute im Routenplaner die Kilometer gezogen zwischen Augsburg - Memmingen und bin dort auf 91km gekommen. Also gerade noch so Stufe I.
Die Post hatte demnach einmal die Tätigkeit den Hauptlauf für die Briefbeförderung zu besorgen. Also die Beförderung des Briefes von Augsburg nach Memmingen. Nach Eingang des Briefes in Augsburg übernahm diese die Vermittlungstätigkeit und besorgte einen Boten der den Brief zustellte.
Wenn ich richtig verstehe waren die Boten keine Angestellen der Post sonden eher eine Art Franchisnehmer die im eigenen Namen und auf eigene Rechnung den Brief zustellten.
Gruß Xeno
Hallo bayern klassisch,
danke für Deine ausführliche Antwort!
Vielleicht wäre es angebracht einen neuen Thread über Expressbriefe und deren Rückscheine zu eröffnen, um dort eventuell genauer auf die Materie einzugehen.
Im 9 Kreuzer Thread wäre dies wohl eher unter dem Bereich Off Topic einzustufen.
Da ich bislang kein Material über diese sehr interessante Materie habe, würde ich gerne einpaar Belege sehen, wenn Du dies schon anbietest.
Gruß Xeno
Hallo bayern klassisch,
danke für die Informationen, die Du oben gezeigt hast.
Eine Frage hätte ich aber doch:
Dieser Retour Recepisse ich nenne ihn Rückschein ging nach Zustellung des Briefes kostenfrei an das Aufgabepostamt zurück.
Den Aufgabepostämtern wurde es also selbst überlassen, ob diese die Gebühr über 6 Kreuzer für den Rückschein dem Absender in Rechnung stellten.
Also ist es möglich, dass ein Absender für einen Expressbrief nur die Bestellgebühr bezahlen musste nicht aber für den Rückschein, da ich nach den von mir gelesenen Angaben im Sem immer der Meinung war, dass diese 6 Kreuzer zu entrichten sind?
Gruß Xeno
@dj - danke für Deinen Hinweis
@bayern klassisch
Meine These zu dem Brief ist folgende:
Durch den vom Absender geschriebenen Vermerk "Ist sogleich zu übergeben" wird der Brief zum Expressbrief. Für diese Leistung muss der Absender eine Bestellgebühr von 24 Kreuzer bar bezahlen. Aufgeteilt 18 Kreuzer für die Zustellung und 6 Kreuzer für den Rückschein. Durch den Chargestempel wurde der Brief zusätzlich noch zum Einschreiben wofür der Absender nochmals 6 Kreuzer bezahlen musste. Eigentlich war der Zusatz Charge nicht notwenidg, da der Absender durch den Expressbrief schon eine gewisse Sicherheit hatte.
Zusätzlich musste der Abender natürlich noch das Porto bezahlen 6 Kreuzer. Also insgesamt 36 Kreuzer.
Ich stufe den Brief im Gegensatz zu oisch in die Gewichtsstufe 1 ( Briefe bis 1 Loth) und über 12 Meilen ein, was den Brief zu einem Fernverkehrsbrief macht. Zwischen Augsburg und Memmingen liegen ca. 80km. Laut Sem waren Eilbotenzustellungen zu dieser Zeit auch nur im Fernverkehr möglich.
Expressbelege kommen in dieser Zeit relativ selten vor aufgrund der hohen Gebühren die zu entrichten waren.
Da der Brief mit einem Loth sehr leicht sein musste ca. 16gr kann es sich eigentlich nur um eine sehr eilige Nachricht gehandelt haben. Solche Nachrichten wurden normal als Telegramm übermittelt.
Ich kann mir vorstellen, dass es sich um eine geheime oder sehr wichtige Nachricht handeln musste, die sonst niemand anders als der Empfänger erfahren durfte ansonsten würde die ganze Aktion für diesen Brief per Eilboten keinen Sinn machen.
Ich kann zwar keine Sütterlinschrift lesen kann aber auf dem Brief die Abkürzung kgl. identifizieren, so dass der Briefe an eine königliche Einrichtung gesendet worden ist, was aber nach oder über kgl. steht kann ich nicht entziffern.
Dies würde die Dringlichkeit der Nachricht eventuell bestätigen.
Auf die Auflösung bin ich gespannt
Gruß Xeno
Hallo bayern klassisch,
danke für Deine ausführliche Erklärung, macht es einfacher einen Postweg versuchen zu verstehen und wie damals mit solchsen Sachen umgegangen worden ist.
Xeno sagt DANKE!
Gehört zwar nicht in den 6 Kreuzer Thread, die Frage hat mich aber zwecks dem letzten Posting interessiert und wird von mir daher in diesem Thread gestellt.
Ich habe mich schon des öfteren gefragt wie es früher möglich war, dass alle Briefe problemlos geliefert worden sind ohne Postleitzahl, ohne Straße. Mich würde es interessieren nach welchem Schema hier vorgegangen worden ist.
Okay ein Brief von Augsburg nach Nürnberg war sicherlich einer der leichtesten Varianten, da der Empfangsort Nürnberg sicherlich für jeden bekannt war. In Nürnberg lebten um 1850 ca. 80 000 Menschen, dort den Empfänger ohne Staßenangabe zu finden stelle ich mir auch nicht so einfach vor.
Dieses Problem gibt es ja bis weit in das 20 Jahrhundert rein, Postleitzahlen wurden erst 1941 zweistellig eingeführt und später 1962 vierstellig. Lt Quelle Wikipedia wurde 1917 Deutschland durch einen Hr. Carl Cobe in Großräume, regionale und örtliche Bereiche eingeteilt.
Aber z.B. zwischen 1850-1875 hatte man doch sicherlich oft Probleme den richtigen Postweg eines Briefes zu finden, vorallem wenn die Briefe in kleinere Orte geschickt worden sind, die kein eigenes Postamt gehabt haben.
Als Beispiel ich wohne in einem Ort namens Stegen ca. 10 km östlich von Freiburg. Dieser Ort war bis 1860 dem Postamt Burg unterstellt. Das Postamt Burg wurde 1860 aufgelöst und dem Postamt Freiburg unterstellt. Wenn nun ein Brief z.B. von München in diesen Ort geschickt worden wäre, wie hat der Postangestellte in München gewußt welchen Postweg der Brief nehmen soll.
Ich gehe mal davon aus, dass der Brief den Zusatz bei Freiburg gehabt hätte und dies es dem Postangestellten wieder einfacher gemacht hätte.
Aber ich kann mir vorstellen, das es teilweise schon länger gedauert hat bis man einen Brief richtig identifiziert hat, vermutlich wurden Briefe auch erst im Zug vorsortiert und dem Postbeamten hat es schon genügt wenn er wußte in welches Land des Postvereins der Brief geht.
Grüße Xeno
@Bayern Klassisch,
sehr schöne Belege die hier gezeigt worden sind.
Interessant finde ich auch, dass vor 150 Jahren ein Brief schon innerhalb eines Tages gesendet worden ist. Zwischen München und Germersheim liegen ja sicherlich auch so ca. 300km.
Also vor 150 Jahren galt schon das Motto "just in time ![]()
oisch - Willkommen im Club!
@bayern klassisch
Sehr schöne Belege und viele Informationen die aufgeführt worden sind. Finde ich sehr beeindruckend.
Habe aufgrund der Briefe die hier gezeigt worden sind, die Posttarife im Sem Handbuch nachgeblättert. Da ist mir aufgefallen, dass Herr Sem schreibt: "Ab 01.01.1861 ist Frankierung der Charge-Gebühr durch Marken möglich. Diesen Text fande ich allerdings nur bei den Portosätzen im Postverein, bei den innerbayrischen Portosätzen ist in dieser Zeit zwischen 1858-1865 nichts angegeben was ein Einschreiben angeht.
Wenn ich dies nun richtig interpretiere hat man innerbayrisch das Einschreiben bar bezahlt, bei einem Einschreiben von Bayern in ein anderes Gebiet innerhalb des Postvereins wie z.B. bei dem Brief nach Tauber-Bischofsheim (Baden), hätte man das Einschreiben auch mit einer 6 Kreuzer Marke oder 2x 3 Kreuzer Marke bezahlen können?
Oder habe ich da was falsch verstanden?
Gruß Xeno
Danke für Eure Einschätzungen
wissbegierig: Da sind wir ja bis auf die zweite Marke von oben gleich gelegen.
@ dj: Danke für Deine Einschätzung werde den Markt in Zukunft vielleicht auch einwenig genauer beobachten. ![]()
Gruß Xeno
Hallo bayern klassisch,
das eine Bestimmung der ersten und zweiten Verteilung auf diesen Marken fast unmöglich ist, ist mir klar.
Viel mehr habe ich mich gefreut diesen gMR 53 für 4 Euro zu erwerben, denke dieser Preis ist der Stempel wert.
Gruß Xeno
Hier habe ich mal wieder 3 braune 6 Kreuzer Marken.
Bei den ersten beiden Marken kommen mir einige Ecken abgerundet vor, Farbe kommt mir schokladenbraun vor, so dass ich von zwei 4 II Platte 1 ausgehe.
Bei der dritten Marke mit gMR 53 (Dettingen oder Böhl) finde ich es schon schwieriger. Ecken sind nicht abgerundet, ich empfinde sich auch nicht als überbreit, wenn überhaupt abgestumpft also Platte 2
Liege ich mit meiner Einschätzung richtig?
Und wie ist der Stempel gMR 53 zu bewerten der im Sem in beiden Verteilungen mit 100,00 angesetzt ist.
Danke schon mal im voraus.
Gruß Xeno
Hallo zusammen,
war heute mit meinen Kindern im Schwarzwald Schlitten fahren und habe es mir nicht nehmen lassen einen kleinen Umweg zu fahren und den Tauschtag in Villingen-Schwenningen zu besuchen.
Zum ersten Mal bei so einer Veranstaltung habe ich auch mal Ausschau nach einpaar Bayern Quadraten gemacht.
Die unten aufgeführten Marken habe ich von einem Händler erworben, der dieses Lot als Mi.Nr. 2II Platte 4 angeboten hat. Ich habe diese Marken für Euro 10,00 erworben.
Mit meinen Anfängeraugen in diesem Gebiet konnte ich erkennen, dass es sich bei den Marken nicht nur ausschließlich um Platte 4 handelt.
Die Stempel fand ich bei den meisten Marken gut getroffen und habe mich spontan entschieden diese Stücke zu kaufen.
Zu Hause nun, habe ich mir die Marken noch mal genauer angeschaut und die Marken versucht richtig zu bestimmen.
1. Marke oben links Platte 4.
Platte 2 und 3 habe ich ausgeschlossen, da die Raute im unteren linken Quadrat unter der Zahl 3 fehlt und die Ecken nicht abgerundet sind zumindest was für die Bestimmung Platte 2 wichtig ist. Der Stempel verdeckt das Feld unter dem Buchstaben B so dass ich eine Bestimmung zwischen Platte 4 und 5 nicht definieren kann.
Aufgrund der Farbe die nicht milchig blau erscheint, die Entscheidung für 4.
2.Marke oben Platte 4.
änliche Vorgehensweise wie bei der Ersten.
3.Marke oben rechts Platte 2
Ecken oben rechts und unten rechts abgerundet. Raute unter Wertziffer 3 feht im unteren linken Quadrat und Farbe nicht so kräftig als sonst bei Platte 3.
4. Marke unten links Platte 3
Raute unter der Wertziffer 3 im unteren linken Quadrat fehlt, die Ecken sind nicht abgerundet. Die Farbe ist kräftig.
5. Marke unten Platte 2
Ecken erscheinen abgerundet.
6. Marke unten rechts Platte 4?
Ecken nicht abgerundet, Raute unter Wertziffer 3 im linken unteren Quadrat sichtbar, Verzierung unter dem Buchstaben "B" deutlich sichtbar. Daher schließe ich Platte 2,3 und 5 aus. Der entscheidente Hinweis zwecks Einbuchtung ist meiner Meinung nach vom Stempel verdeckt, daher meine Einstufung Platte 4.
Aber die deutlichen Verzierungen machten mich unsicher ob es vielleicht doch eine Platte 1 sein könnte.
Ich hätte noch eine Frage zu den Stempel:
oMR 325 München
gMR 440 Roth (billigere Verteilung)
gMR 110 Gleußen oder Emskirchen beide gleich bewertet
gMR 20 Bamberg (billigere Verteilung)
gMR 152 Kaufbeuren (billigere Verteilung)
Welchen Maßstab kann man nehmen für die Preise der Stempel die im Sem aufgeführt sind?
Danke im voraus für Eure Einschätzung