Wie wahr.
So langsam macht es keinen Spass mehr hier.
Michael
Wie wahr.
So langsam macht es keinen Spass mehr hier.
Michael
Lieber bayern klassisch,
danke für die Erläuterung.
So hatte ich es mir auch gedacht, aber war dieses Vorgehen denn wirklich regulär ? In dem preußisch-russischen Vertrag von 1865, in dem die reduzierten Franko-Taxen festgelegt wurden, stand nur etwas von Silbergroschen.
Auf anderen Postvereinsbriefen, z.B. nach Württemberg (aus der vorhergehenden Vertragsperiode mit 3 Sgr. Postverein / 3 Sgr. Russ. Porto) kenne ich die asymmetrische Umrechnung in 20 Kreuzer: 9 Kr. Postverein und 11 Kr. russ. Porto.
Viele Grüße
Michael
ZitatOriginal von Schnulli
...
Bei genauer Betrachtung ist zu sehen, dass die fette rote 7 schwach blau gestrichen ist. Dahinter ist ein Handzeichen oder mit viel Phantasie lese ich daraus auch 7 und 5, also wohl 7,5 Sgr. Dahinter ist dann der Franco-Stempel abgeschlagen.
...
Die 7 Sgr. vom Absender zu zahlendes Franko wurde bei der Kontrolle im preußischen Postamt blau gestrichen - ist bei vielen preußischen Franko-Briefen zu sehen, es war eine übliche Vorgehensweise.
Danach steht in blauer Tinte fr. 5 , dies ist das Weiterfranko für die schwedische Post. Möglicherweise wurde dies in dem preußischen Postamt in Hamburg notiert. Von dort könnte auch gut der Franco-Stempel stammen; in dem Buch von Meyer-Margreth ist ein ähnlicher (gleicher ?) Franco-Stempel für die preußische Post abgebildet.
Viele Grüße
Michael
Liebe Sammlerfreunde,
anbei ein einfacher Frankobrief aus Frankfurt a.M. (Thurn & Taxis) nach Moskau von 1866.
Taxiert wurde er mit 7 / 7, was ich als 7 Kr. Postvereinsgebühr und 7 Kr. russisches Porto interpretiere. Letztgenanntes wurde auch in die mit Blaustift notierten 2 Sgr. reduziert.
Aber wieso wurde der Postvereinsanteil mit 7 Kr. (2x 3,5 Kr. = 2 Sgr.) und nicht mit 6 Kr. (2x 3 Kr. = 2 Sgr.) notiert ?
Postvereinsintern galt der Umrechnungskurs 3 Kreuzer = 1 Sgr. ![]()
Viele Grüße
Michael
Hallo schnulli,
7 Sgr. Gesamttaxe, davon waren 5 Sgr. Weiterfranko an Schweden, die ihrerseits 2 1/2 Sgr. an Dänemark für den Transit abtreten mussten.
Viele Grüße
Michael
Hallo,
französischer Eingangsstempel Tour-T 2 Valenciennes (geführt in Paris)
Der Brief kostete 6 Décimes Porto.
Viele Grüße
Michael
Hallo VorphilaBayern,
danke für die Auskunft. Hatte es so vermutet, aber nicht sicher gewußt.
Also eigentlich ein rein preußischer Brief, auch wenn er 3 Postgebiete berührte. ![]()
Viele Grüße
Michael
Hallo VorphilaBayern,
danke fürs Zeigen dieses interessanten Briefes.
Kann man etwas dazu sagen, durch welche Post und auf welchem Weg (direkte Strecke ??) dieser Brief befördert wurde ?
Viele Grüße
Michael
Hallo,
der nächste zufällige Fund bei ebay ?!!
Michael
Lieber bayern klassisch,
ja, es kann gut der Standard-Leitweg und Neunkirchen das Umspedierungspostamt gewesen sein. 1857 allerdings noch auf die Kutsche.
Habe gerade noch mal im Münzberg nachgeschaut: Ab 1868, also in der NPD-Zeit gehörte Neunkirchen zu den Eisenbahnpostanstalten.
Neunkirchen wurde 1860 an das preußische Eisenbahnnetz angebunden.
Vielen Dank und viele Grüße
Michael
Lieber bayern klassisch,
(vorläufig) letzte Frage hierzu:
ZitatDie Leitung verlief mit der pfälzischen Bahnpost über Kaiserslautern und Zweibrücken, ganz normal also.
Taucht der Neunkirchen-Stempel auf diesen Briefen regelmäßig auf ?
Vielleicht muß ich meinen Wissensstand hier ergänzen.
Auf normalen Preußen-Briefen ist dieser Stempel - als Aufgabestempel - selten.
Wenn Neunkirchen allerdings Eingangspostamt für die Pfalz-Korrespondenz war, ist dies ein anderer Fall. (Ich meine mich sogar schwach an so einen Sachverhalt zu erinnern)
Viele Grüße
Michael
Hallo kreuzer,
ja, selbst wenn man den Wert der Marke als Oberrandstück verdoppelte, würde das einen Befund meiner Meinung nach nicht rechtfertigen.
Eine andere, theoretisch interessante, Frage "gehört die Marke auf den Brief ?" wird von H. Sem nicht beantwortet - kann man sich aber auch selber beantworten.
NB: Der rückseitige (preußische) Stempel von Neunkirchen trägt nicht unerheblich zum Gesamtwert des Briefes bei. ![]()
Frage an Pfalz-Sammler: Wie war der übliche Leitweg aus der Pfalz in die Trier-Region ? Über Neunkirchen ?
NBB: Unabhängig von Handelswert finde ich diesen Brief auch interessant.
Viele Grüße
Michael
Lieber bayern klassisch,
vielen Dank für die schnelle Stellungnahme.
Platte 2 also. Die Angaben in dem M.-Spezial-Katalog kann man wohl knicken...
Was nimmt man sonst ? Die Sem-Bände ?
Noch etwas anderes: Zu diesem Brief gibt es einen (alten) Befund von Sem.
Warum ? Wertmäßig ist das doch kaum gerechtfertigt.
Viele Grüße
Michael
Liebe Sammlerfreunde,
ich möchte folgenden, frisch eingefangen Brief zeigen. Auch wenn er von der Anzahl der gelaufenen Kilometer deutlich über den vorher gezeigten liegt, finde ich, mit < 20 Meilen 3 Länder zu berühren, auch erwähnenswert.
Er wurde in Mannheim (Baden) geschrieben, dann über den Rhein in die bayerische Pfalz gebracht und im gegenüberliegenden Ludwigshafen am 3.1.1857 bei der Post aufgegeben (geschl. Mühlradstpl. 291). Von da lief er über Neunkirchen ins preußische Ottweiler, wo er am nächsten Tag zugestellt wurde.
Frankiert ist er mit 6 Kr. für eine Entfernung < 20 Meilen.
Es handelt sich um eine Mi.-Nr. 4II - und jetzt bitte ich um Unterstützung der Bayernfraktion: Platte 1 ?
Viele Grüße
Michael
Hallo Nils,
danke fürs Zeigen des interessanten Briefes.
Lieber bayern klassisch,
von Frankreich nach Russland kenne ich keine Forwarder-Briefe.
Mit Abstand die meisten dieser Briefe kommen AUS Russland, nach Frankreich / Deutschland / Holland / England.
Die Gegenrichtung ist deutlich schwächer vertreten. Ich habe z.B. einen aus England nach Russland (schon mal irgendwo hier gezeigt).
Viele Grüße
Michael
Liebe Sammlerfreunde,
der folgende Brief wurde am 16. August 1833 in St. Petersburg geschrieben. Am 22. August wurde er in Lübeck der Taxis`schen Post übergeben, die ihn über Givet nach Bordeaux leitete, wo er am 31. August ankam.
Der Empfänger hatte für den Brief der 1. Gewichtsstufe 19 Decimes zu zahlen.
Bis zum Abschluß des preußisch-russischen Postvertrags von 1843 mussten russische Briefschreiber ihre Korrespondenz nach Frankreich mindestens bis zur preußischen Eingangsgrenze freimachen, da die französische Post nicht bereit war, Portobriefe aus Russland anzunehmen.
Alternativ war eine vollständige Frankierung möglich. Ein solcher Brief nach Bordeaux kostete den Absender neben dem russischen Porto noch 36 Sgr. Fremdporto.
Da verwundert es nicht, dass nach Alternativen gesucht wurde.
Viele Grüße
Michael
Hallo miteinander,
nochmals vielen Dank für eure korrigierenden & ergänzenden Kommentare.
Ich habe die Briefbeschreibung dahingehend korrigiert, dass es jetzt besser passt (war gestern Abend offensichtlich auf einem völlig anderen Bahnhof ...)
northstar
Danke fürs Übersetzen und Zuordnen.
Eine Frage noch: War die Nikolaevskij Eisenbahn die Strecke zwischen Moskau und St. Petersburg ?
Viele Grüße
Michael
Hallo Nils,
danke für die Hilfe. Hirslanden kann man herauslesen (wenn man es weiß).
Allerdings - etwas verwirrend - Hirslanden war damals noch selbständig.
Warum wurde in dem Nachbarort abgestempelt ?
Es gibt ja keinen Weiterleitungsvermerk o.ä.
Viele Grüße
Michael
Lieber bayern klassisch,
wo liegt denn Urslanden ??
Bzw. unter welchem Namen findet man es heute ?
Viele Grüße
Michael