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Beiträge von phoenix

  • Keine Angst vor Hawaii

    • phoenix
    • 6. Januar 2026 um 20:10

    Hallo,

    heute mal wieder etwas zu Hawaii. Diesmal aber nichts aus der klassischen Zeit sondern aus der Gegenwart. Es geht um den Vulkan Mauna Kea auf Big Island und dessen heutige Nutzung als Observatorium. Von hier aus lässt sich der Weltraum sehr gut erforschen und so wurde seit 1985 das Keck-Observatorium mit zwei baugleichen Spiegelteleskopen errichtet. Besonders die trockene und dünne Luft auf ca. 4200 Metern Höhe, stets über der Wolkendecke gelegen, machen diesen Ort ideal für Beobachtungen des Weltalls. Und mittlerweile wurde dieser Ort auch auf Briefmarken gebannt. Zum einen zeige ich das Keck Observatorium auf einem Block mit sechs Marken von denen eine Marke das Keck Observatorium zeigt (USA MiNr. 3363) und auf der anderen Seite zeige ich eine Ausgabe der Hawai’i-Lokalpost die zum 400. Jahrestag des Telekops das Observatorium auf dem Mauna Kea darstellt.

              

    Gruß phoenix

  • Geschäftspost Schering AG - Berlin

    • phoenix
    • 5. Januar 2026 um 20:05

    Hallo,

    heute gibt es etwas aus Osteuropa zu zeigen. Als erstes haben wir da eine auffrankierte Ganzsache aus Jugoslawien. MiNr. 678 (2 mal) und MiNr. 683 erhöhen dabei das Porto der Ganzsache von 5 auf 34 Dinar. Absender ist „Jugolek“ in Belgrad und abgestempelt wurde am 28.01.1955.

    Ein Luftpostbrief aus der Sowjetunion stammt aus dem Jahr 1956 und wurde mit 1,40 Rubel frankiert (MiNr. 1335, 1730). Absender ist die Firma Sojuzchimexport aus Moskau über die Schering in den 50er Jahren wieder erste Kontakte mit der Sowjetunion nach dem 2. Weltkrieg aufnahm. Schering war in Russland seit 1885 präsent und hatte später auch zwei produzierende Werke die im Jahre 1919 jedoch verstaatlicht wurden.


    Gruß phoenix

  • Ausgaben der Gilbert & Ellice Inseln

    • phoenix
    • 2. Januar 2026 um 19:12

    Hallo,

    ich wünsche allen im Forum ein gesundes neues Jahr 2026. Wie jedes Jahr um die Zeit möchte ich gern berichten was sich so bei meinem Sammelgebiet Gilbert und Ellice Inseln getan hat. Im letzten Jahr lag der Sammelschwerpunkt bei Briefen und hierbei besonders bei Luftpostbelegen. Marken hätte ich gern auch mehr in die Sammlung aufgenommen doch Ausgaben die mein Interesse erregt hätten waren dann doch eher rar. Doch ich will mich nicht beklagen denn Geduld ist bekanntlich der beste Begleiter beim Aufbau einer Sammlung. So dann kommen wir mal zu den Fakten.

    1. Da ist ein Erstflugbeleg von den Clipperflügen Neuseeland - USA 1940. Dieser Beleg trat seinen Weg von Neukaledonien (21.07.1940) nach Canton Island (20.07.1940) an. Das Stempeldatum von Canton Island ist wegen der Datumsgrenze einen Tag früher. Solche Belege sind eigentlich nichts besonderes doch ein kleines Detail macht ihn dann doch besonders. Der Brief ist als R-Brief gelaufen und dadurch abweichend mit 9Fr 65c anstatt mit 7Fr frankiert. So etwas habe ich bisher noch nicht gesehen. Also ab in die Sammlung!

    2. Ein Aerogramm fand ebenfalls den Weg in die Sammlung. Mit 10c portogerecht nach Neuseeland verschickt. Frankiert mit einer Weihnachtsmarke (MNr.166) der 1970er Ausgabe und dann auch noch am 24.12.1970 in Tarawa (Vernon 35b) abgestempelt. Da kann man wirklich nicht von einer Spätverwendung sprechen.

    3. Wieder Flugpost doch diesmal muss ich etwas ausholen. Im Jahre 1969 wurde eine Flugverbindung zwischen dem Tarawa-Atoll und dem Butaritari-Atoll eröffnet. Der Brief ist jedoch nicht vom Erstflug der später im Jahr 1969 stattfand. Es handelt sich vielmehr um einen sogenannten EXPERIMENTAL FLIGHT (Stempel jeweils auf der Vorder und Rückseite) mit dem man die neue Verbindung testen wollte. Laut der mir vorliegenden Literatur wurden auf diesem Flug der am 15.10.1969 stattfand lediglich 12 Briefe transportiert. Einen davon kann ich jetzt zeigen. Auf der Rückseite sind jeweils Stempel von Bikenibeu und Butaritari (jeweils Vernon 35) vom 15.10.1969 abgeschlagen. Die Briefmarke auf der Vorderseite (MiNr.150) wurde ebenfalls mit einem Vernon 35 jedoch von Bairiki (14.10.1969) abgestempelt. Die 4 im Datum ist schlecht zu erkennen. Kommen wir jetzt zum Porto. Ein Luftpostbrief im Inland hat damals 8c gekostet. Es wurden jedoch 10c verklebt. Ein Brief im Inland kostete damals 2c. Damit wurde wohl die Strecke von Bairiki nach Bikenibeu berechnet. Beide Orte liegen auf dem Tarawa-Atoll. Scheint natürlich alles ein wenig konstruiert aber was tut man nicht alles für den Sammler. Als Zugabe befindet sich im Brief eine Rechnung für erbrachte Dienstleistungen in Höhe von 56 $ (Ausgaben der Behörde für öffentliche Arbeiten).

    4. Und dann sind da doch noch Briefmarken eingetrudelt. Zwei Viererblöcke von den Eckrändern von der Ausgabe zur Silberhochzeit König Georg VI (MiNr.52 und 53). Endlich ist somit auch eine Einheit des Höchstwertes zu 1 Pfund in der Sammlung, sogar mit der Plattennummer (1) auf dem Unterrand. Die Suche hat jetzt ziemlich lange gedauert aber ich konnte mich dann sogar mit dem Händler auf einen guten Preis einigen.

    Gruß phoenix

  • Erst- & Sonderflüge

    • phoenix
    • 29. Dezember 2025 um 18:06

    Hallo Kartenhai,

    fast richtig aber doch nicht die richtige Originalvignette. Wenn du auf Farbe und Beschriftung schaust wirst du entdecken das es nicht ganz richtig ist. Ich zeige mal die ursprüngliche Ausgabe aus dem Jahr 1965 und auch noch ein Foto des Flugzeugs das im Jahre 1979 den Flug durchgeführt hat.

    Gruß phoenix

  • Geschäftspost Schering AG - Berlin

    • phoenix
    • 27. Dezember 2025 um 21:38

    Hallo,

    diesmal zeige ich etwas aus Westeuropa. Da ist als erstes ein Kofferanhänger aus Belgien. Sowas ist mir auch noch nicht untergekommen. Eine Warenprobe ohne Handelswert die als Einschreiben per Luftpost von Brüssel (23.09.1955) nach Berlin verschickt wurde. Auf der Rückseite ist auch handschriftlich vermerkt worum es sich bei der Warenprobe handelt. Von Zinkstaub ist da die Rede. Die Nummer 2 heute zeigt einen Einschreibebrief aus Frankreich der von Paris nach Berlin verschickt wurde. Absender ist Marcel Sauvain. Zum Absender konnte ich bis jetzt jedoch nichts wirklich brauchbares finden.

         

    Gruß phoenix

  • Geschäftspost Schering AG - Berlin

    • phoenix
    • 13. Dezember 2025 um 22:13

    Hallo,

    und noch ein wenig Nachschlag zu Afrika. Da haben wir einen Brief aus Ägypten aus den 1950-er Jahren. Das genaue Datum ist auf dem Stempel leider nicht lesbar. Absender ist Sabet, Bocti & Kahil (Rue Chawarby 7 – Kairo). Auf einem anderen mir vorliegenden Brief steht zusätzlich noch „The National Medical & Trading Co.“ Finden konnte ich dazu auf die Schnelle jedoch nichts. Die Briefmarken scheinen wohl eher Standardwerte zu sein MiNr.398 (1953), MiNr.404 (1953) MiNr.478 als Viererstreifen (1955). Der zweite Brief stammt aus Mauritius und wurde am 28.02.1956 in Port Louis abgestempelt. Zwei Freimarken von Queen Elisabeth II, zusammen 60 Cents, fanden ihren Weg auf den Brief. Absender ist ein gewisser Germain H. Le Roy – Commission Agent Manufacturer’s Representative mit Postfachadresse und eigener Telexadresse. Leider konnte ich auch zu dieser Person nichts finden. Aber es gibt ja noch einige Briefe die ich zeigen werde. Da gibt es sicherlich mehr zu erzählen.

             

    Gruß phoenix

  • Geschäftspost Schering AG - Berlin

    • phoenix
    • 10. Dezember 2025 um 07:52

    Hallo Wolffi,

    natürlich geben die Briefe noch mehr her. Der Brief aus Mocambique stammt von einem C. Webendoerfer mit einer Postfachadresse in Beira. Da habe ich leider noch nichts wirklich konkretes finden können. Beim zweiten Brief aus Äthiopien sieht das schon deutlich besser aus. Der ist von einem Dr. med. Karlheinz Suermondt der die Filiale von Schering in Kairo leitete und später auch in das Management beim Arzneimittelhersteller Gödecke aufstieg. Da gibt es sogar einen guten Wikipedia Eintrag zu: https://de.wikipedia.org/wiki/Karlheinz_Suermondt

    Gruß phoenix

  • Geschäftspost Schering AG - Berlin

    • phoenix
    • 9. Dezember 2025 um 21:37

    Hallo,

    vor einiger Zeit habe ich eine Kiste mit Briefen aus den 1950-er Jahren erstanden. Zu meiner eigentlichen Sammlung hat dieser Posten so gar keinen Bezug, einfach liegenlassen konnte ich so einen Fund irgendwie aber auch nicht. Die Briefe aus fast allen Teilen der Welt waren dafür einfach zu spannend. Also bin ich auf Entdeckungsreise gegangen und habe die über 300 Briefe ein wenig durchsucht und geordnet. Dabei habe ich festgestellt das die Briefe zum großen Teil Geschäftskorrespondenz der Schering AG aus Berlin sind. Aus über 300 Briefen sind nach dem Durchsuchen um die 50 Briefe übriggeblieben die denke ich schön die Geschäftsverbindungen in die ganze Welt aufzeigen und damit auch ein schönes Zeitdokument aus den 1950-er Jahren ist. Und von diesen Briefen möchte ich von Zeit zu Zeit mal ein paar zeigen. Vielleicht kann ja der eine oder andere etwas zu den Briefen ergänzen da sich mein Wissen auf die Michelnummer der Markenausgaben bzw. das Stempeldatum beschränken wird. Übrigens sind die aussortierten Briefe jetzt nicht wieder in einen dunklen Karton gelandet, die habe ich den örtlichen Sammlerverein gespendet. Wäre doch schade wenn so etwas wieder in der Versenkung verschwindet.

    Ich beginne jetzt mal mit etwas Afrika. Da haben wir einen Brief aus dem damals noch portugiesischen Mocambique. Abgestempelt wurde der in Beira am 08.03.1957. Der zweite Brief kommt aus Äthiopien. Dieser Brief wurde am Flughafen von Addis Abeba am 19.01.1955 abgestempelt und hat sogar auf der Rückseite einen Transitstempel von Athen (23.01.1955).

    Bis bald phoenix

  • King George V Freimarken Neuseeland - Überdrucke aus dem Südpazifik

    • phoenix
    • 8. November 2025 um 21:43

    Hallo,

    kurzes Update zu den King George V Freimarken mit Überdruck. Jetzt sind auch die letzten senkrechten Paare, mit unterschiedlicher Perforation in die Sammlung geflattert. Es handelt sich dabei um die 1 Sh Ausgaben von Aitutaki (MiNr.21 / Stanley Gibbons 18a) und Samoa (MiNr.49 / Stanley Gibbons 142a). Die Sammlung der postfrischen Einzelmarken ist damit zwar abgeschlossen aber es gibt ja immer wieder neue Sachen zu entdecken.

    Gruß phoenix

       

  • Postal Stationery der Cookinseln

    • phoenix
    • 8. November 2025 um 20:07

    Hallo,

    Postal Stationery, die Zweite! Bereits im Jahre 1893 war die neue Dauerserie mit Königin Makea verfügbar. Eigentlich wollte man auch gleich eine neue Postal Stationery PS2 mit dem Bild der Königin mitliefern doch das sollte noch bis Mitte 1894 dauern. Erst dann waren die ersten 1000 Postal Stationery gedruckt und im August 1894 endlich in Rarotonga verfügbar. Ein zweiter Druck mit einer Auflage von 10000 Stück wurde dann im März 1895 fertiggestellt. Das Format der PS2 hatte nun das Format 125 x 80 mm und MiNr.6 (1P blau) der Cookinseln stand Pate für den Markenaufdruck. Da die Druckplatte der PS1 (Typ 1) für den neuen Druck wiederverwendet wurde gibt es auch bei diesen Postal Stationery den Fehler mit dem angeknabberten D in CARD. Ein anderer Fehler ist die Beschädigung des A in ISLANDS. Somit gibt es für PS2 insgesamt zwei Varianten wovon ich jedoch nur die mit dem beschädigten A zeigen kann. Die Beliebtheit von PS2 war ähnlich schlecht wie von PS1. Echter Bedarf ist auch hier sehr selten. Viele unbenutzte Postal Stationery verstaubten in der Post Office auf Rarotonga und erst 1924 also 30 Jahre nach der Erstausgabe entschied man sich die verbliebenen Karten zu beseitigen. Genau 3530 Postal Stationery PS2 wurden nunmehr amtlich vernichtet und damit ist die erhaltene Auflage von 7470 Postal Stationery PS2 sogar noch geringer als die von PS1.
    Zeit was zu zeigen.

    PS2 unbenutzt mit Beschädigung des A in ISLANDS

    PS2 gestempelt mit Beschädigung des A in ISLANDS und Typ A3 (Rarotonga 13 JE 1895)

    Gruß phoenix

  • Postal Stationery der Cookinseln

    • phoenix
    • 7. November 2025 um 21:23

    Hallo,

    Ganzsachen scheinen im Forum ja gerade angesagt zu sein. Dann zeige ich jetzt auch mal was in der Hoffnung das sie nicht allzuschnell wieder vergessen werden. Ich widme mich heute den sogenannten Postal Stationery
    der Cookinseln. Das sind zwar nur zwei Exemplare aus der klassischen Zeit aber zu erzählen gibt es doch einiges.

    Die erste Ausgabe, ich bezeichne sie mal PS1, ist der ersten Markenausgabe der Cookinseln angelehnt und wurde in mehreren Auflagen zwischen Januar 1892 und Oktober 1893 gedruckt. Insgesamt wurden 8643 Postal Stationery in dieser Zeit gedruckt. Das Format ist ziemlich ungewöhnlich und entspricht den neuseeländischen Reply-Karten (Format 127 x 154). Die Karte ist jedoch keine Reply-Karte und so findet man häufig beschnittene Karten. Das war früher zum Sammeln bzw. verschicken wohl bequemer. Da für den Druck zwei unterschiedliche Platten benutzt wurden sind auch Unterschiede innerhalb der Ausgabe erkennbar. Es wird hierbei zwischen Typ 1 und Typ 2 unterschieden. Typ 2 hat einige Farbpunkte in der oberen rechten Ecke des Markenaufdrucks, die da eigentlich nicht hingehören. Auch ist die Druckfarbe etwas dunkler. Typ 1 hat diese Farbpunkte nicht und ist in der Druckfarbe heller. Der Typ 1 zeigt jedoch in einer Variante auch Fehler im Druckbild was wohl auf den Verschleiß der Druckplatte zurückzuführen ist. Das D in CARD scheint bei dieser Variante wie von innen angeknabbert.

    Eine Postal Stationery und doch drei Varianten gar nicht schlecht. Das gute ist ich kann sogar alle drei Varianten zeigen. Sonderlich beliebt waren die Postal Cards wohl nicht. Postfrisch findet man sie häufiger. Selbst in Deutschland habe ich sie schon in einigen Briefmarkenläden entdecken können. Echt gelaufene Postal Stationery sind jedoch nahezu nicht existent. Lediglich Stücke mit Gefälligkeitsstempel sieht man, wenn auch nicht häufig.
    Zeit etwas zu zeigen.

    PS1 Typ 1 als komplette Karte ungestempelt

    PS1 Typ 1 mit dem angeknabberten D und gestempelt mit Typ A2 und auf der Rückseite mit Typ AF5

    PS1 Typ 2 als komplette Karte gestempelt mit Typ A3 (Rarotonga 12 SP 1894)

    Gruß phoenix

  • Schöne Auslands-Frankaturen

    • phoenix
    • 8. Oktober 2025 um 19:08

    Hallo,

    hier ein schöner Händlerbrief aus Kanada randvoll mit Marken (45) beklebt und das auf der Vorder-und Rückseite. Auch die Abstemplung ist sehr schön. Insgesamt wurden Marken im Wert von 5,21 Can $ verklebt.

    Gruß phoenix

  • Dänische Jul/Weihnachtsmarken

    • phoenix
    • 2. Oktober 2025 um 21:08

    Hallo,

    hier mal ein Brief mit Jule-Marken bestückt aus dem Jahre 1949. Der Brief ist von Dänemark nach Deutschland gelaufen und trägt gleich vier Marken der 1949-er Ausgabe.

    Gruß phoenix

  • Ägypten - Zensurstempel

    • phoenix
    • 2. Oktober 2025 um 20:56

    Hallo,

    ich glaube der Brief passt hier ganz gut rein auch wenn er nicht aus dem 2.Weltkrieg stammt. Da hat sich denke ich ein Zensurbrief aus den 50er Jahren bei mir angefunden. Der Verschluss Klebestreifen auf der linken Seite ist zwar nur mit arabischen Schriftzeichen gefüllt die ich nicht lesen kann. Schaut man jedoch ein wenig im Internet herum kann man ähnliche Exemplare entdecken.

    Gruß phoenix

  • Russland Postzensur 1914 - 1917

    • phoenix
    • 21. September 2025 um 20:05

    Hallo 241264hsv-fan,

    ich lese da beim unterstrichenen Wort Riga. Sollte der Brief evtl. nach Riga verschickt werden und nicht nach Moskau?

    Gruß phoenix

  • Die überdruckte Königin - Makea Takau Ariki (1839–1911)

    • phoenix
    • 11. September 2025 um 21:38

    Es gibt Briefmarken nach denen sucht man eine ganze Ewigkeit und sind sie dann endlich im Album offenbart sich einen erst die ganze Geschichte um die jeweilige Ausgabe. So ging es mir kürzlich bei einer Neuerwerbung. Es geht um die Michel-Nr.16 von den Cookinseln, Königin Makea Takau Ariki (1P braun) mit Überdruck Krone. Die letzten 15 Jahren hatte ich die Marke immer auf dem Radar aber der Erwerb gestaltete sich schwierig. Zum Anfang war die Marke einfach zu teuer und man setzte sich andere Prioritäten. In letzter Zeit gab es keine oder nur sehr schlechte Exemplare im Angebot und die waren meiner Meinung nach auch noch überteuert. Doch jetzt ist sie in der Sammlung die Geschichte um die Marke ist viel interessanter als ihre Beschaffung.

    Wo fange ich an? Am besten im Jahr 1888. Das war das Jahr in der die Cookinseln ein britisches Protektorat wurden. Die damaligen Häuptlinge der Inseln standen dieser Entwicklung durchaus positiv gegenüber und so begann man mit neuseeländischer Hilfe einen modernen Staat aufzubauen. Zum Selbstverständnis des neuen Protektorats gehörte auch die Ausgabe von Briefmarken. Diese Phase begann ab 1892 und ab 1893 wurde auch die damalige Königin Makea Takau Ariki ganz selbstverständlich auf den neuen Freimarken verewigt. So hätte es weitergehen können wären da nicht die Franzosen gewesen die in der unmittelbaren Nachbarschaft zu dieser Zeit sich Tahiti und die Gesellschaftsinseln einverleibten. Die Häuptlinge der Inseln unter Führung von Königin Makea Takau Ariki versuchten jetzt möglichst schnell eine britische Kolonie zu werden um eine Besetzung durch die Franzosen zu vermeiden. Im Jahre 1901 war es dann soweit. Nicht die Briten sondern die Neuseeländer nahmen sich der Cookinseln an übernahmen nunmehr das Zepter auf den Inseln. Das sollte natürlich auch auf den Briefmarken sichtbar werden und so gab es die Anweisung alle noch vorhandenen alten Marken mit einer Krone und den Kürzel NZ zu überdrucken. Man begann mit der 1P braun (Michel-Nr.5) überdruckte nur mit einer Krone und musste bald feststellen das die auf Rarotonga vorhandene Druckpresse dieser Aufgabe nicht gewachsen war. Nach 20 Bögen war Schluss und so sind damit nur 2400 Marken überdruckt worden (Michel-Nr.16). Doch so ganz rund ist die Geschichte mit der Druckpresse nicht. Es soll auch der ansässige Gouverneur gegen den Druck interveniert haben denn die Einheimischen fanden ihre überdruckte Königin nicht wirklich schön. Man raunte sie hat durch den Überdruck der Krone praktisch ihr Gesicht verloren. So wurden fortan die alten Motive auf den Marken weiter gedruckt. Auch die Königin (bis ins Jahr 1919) natürlich ohne den Krone-Überdruck. Erst im Jahre 1919, 8 Jahre nach dem Tod der Königin Makea Takau Ariki, wurden die Marken durch neuseeländische Marken (König Georg V) mit Überdruck ersetzt (Rarotonga Michel-Nr.1-13).

    Gruß phoenix

  • Schöne Auslands-Frankaturen

    • phoenix
    • 10. September 2025 um 22:16

    Hallo,

    dann zeige ich mal etwas aus Australien. Ist zwar schon vor ein paar Jahren gelaufen aber ein Australiensammler hat da sicherlich seine Freude dran auch wenn die Ausipex-Ausgaben schon aus dem Jahr 1984 stammen.

    Gruß phoenix

  • Keine Angst vor Hawaii

    • phoenix
    • 10. September 2025 um 21:57

    Hallo,

    es ist wieder etwas aus der Klassikzeit eingetroffen. Es geht um die Ausgaben von Prince Leleiohoku (12c). Die letzte Überdruckvariante (Scott 69 / Michel 51b) mit schwarzem Aufdruck ist jetzt in der Sammlung. Die Überdruckvariante mit rotem Aufdruck (Scott 63 / Michel 51a) hatte ich bereits. Was ist da jetzt besonders an beiden Marken? Es ist die einzige Ur-Marke die mit zwei unterschiedlichen Farben (rot, schwarz) überdruckt wurde und die Auflage der Überdrucke liegt bei beiden nur im vierstelligen Bereich (Scott 63 – 7500 Marken; Scott 69 – 3750 Marken). Somit ist die Scott 69 bei den Überdruckmarken die mit der geringsten Auflage. Es gibt zwar auch zwei andere Marken die mit beiden Farben überdruckt wurden (Scott 61 / Michel 47 und Scott 66 / Michel 42), doch diese Marken wurden fehlerhaft mit einer anderen Farbe überdruckt (je 1 Bogen mit je 50 Marken) und gelangten wohl auch nie in den Verkauf. Wenn mir tatsächlich einer dieser Fehldrucke irgendwann mal über den Weg läuft und in mein Album gelangt werde ich das natürlich auch zeigen. Aber bei je 50 gedruckten Exemplaren ist das eher unrealistisch.

    Gruß phoenix

  • Russland Postzensur 1914 - 1917

    • phoenix
    • 1. September 2025 um 19:15

    Hallo DKKW,

    beim Transitstempel Wladiwostok würde ich dir zustimmen. Von der Anzahl der Buchstaben ist das korrekt und auch das "wostok" (ВОСТОКЬ) lässt sich auf dem Scan ganz gut erkennen. Das Д in "Wladi" (ВЛАДИ) ist für mich auch recht deutlich zu erkennen.

    Gruß phoenix

  • Russland Postzensur 1914 - 1917

    • phoenix
    • 1. September 2025 um 16:38

    Hallo DKKW,

    ich glaube auf den Stempel ein Nowo zu erkennen. Damit ist der Stempelort dann Nowo Nikolaewsk oder auch Nowonikolajewsk. Und das ist dann das heutige Nowosibirsk. Dann wird das auch mit dem Laufweg plausibel. Das Nikolaevsk am Amur denke ich ist es nicht. Da würde sicherlich im Stempel der Amur mit auftauchen.

    Gruß phoenix

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