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Beiträge von liball

  • Preussen - Württemberg

    • liball
    • 28. August 2009 um 15:19

    Hallo VorphilaBayern,

    meine Interpretation zu diesem interessanten Brief nach Rottenburg ist folgende:
    Dem Berliner Stempel nach zu urteilen, gehe ich davon aus, dass der Brief in den 1. Postvertrag zwischen Bayern und Preußen fällt, also bis 1833.
    In Art. 20 dieses Vertrages sind beide Partner überein gekommen, dass bei der transitierenden Correspondenz das einfache Gewicht bis 1 Loth geht. 3 5/6 Loth wäre somit die 4. Gewichtsstufe. Dies entspräche in Preußen 19 Sgr. (4,75 x 4). Dies entspricht ca. 1 fl. 5 Kr.
    Der bayerische Transit kostete 8 Kr. Es wurde hier also die 3 ½ fache Gewichtsstufe gerechnet (8 x 3,5), warum auch immer.
    In Württemberg wurde er dann der 7. Gew.-Stufe (über 4 ½ Loth) zugeordnet. Dies wären bis 18 Meilen 27 Kr. gewesen. Vermutlich wurde noch 1 Kr. Bestellgeld eingerechnet.

    Grüsse
    liball

  • Auslage St. Gallen

    • liball
    • 24. August 2009 um 18:36

    Hallo bayern klassisch,

    leider kenne ich die Gewichtsprogression in St. Gallen nicht. In den Postverträgen steht hierüber nichts. Die Ausführunsverträge liegen mir nicht vor.
    Lediglich im Postvertrag zwischen Zürich und Aargau ist bei den Tarifen zu entnehmen, dass der doppelte Brief 4 Kr. kostet, wenn das einfache Briefporto 3 Kr. beträgt.

    Viele Grüsse
    liball

  • Auslage St. Gallen

    • liball
    • 22. August 2009 um 09:26

    Hallo bayernklassisch und VorphilaBayern,

    Meine Interpretation zu euren Briefen:
    Der Brief von bayernklassisch lief mit Sicherheit nicht über den Bodensee, aber auch nicht durch Österreich, da Vorarlberg zu dieser Zeit zu Bayern gehörte. Er ist nach dem Postvertrag zwischen St. Gallen und Bayern vom 19.11.1808 zu behandeln. Nach Art. 3 betrug der schweizer Anteil 3 Kr. Hier hinzu kam das bayerische Porto von 4 Kr.
    Beim Brief von VorphilaBayern gehörte Vorarlberg nicht mehr zu Bayern. Nachdem im Vertrag zwischen der Schweiz und Österreich vom 22.6.1816 in § 5 der unentgeltliche Transit geschlossener Briefpakete vereinbart wurde, taxierten die Schweizer jedoch unverändert. Ich gehe hier davon aus, dass es sich um einen Brief der 2. Gewichtsstufe handelt, denn nur dann ist der bayerische Anteil von 6 Kr. zu erklären. Von Lindau nach Grönenbach waren es ca. 7 Meilen = 2. Taxrayen, 2. Gew.-Stufe.

    Grüsse liball

  • Briefverkehr zwischen Altdeutschland und Grossbritannien

    • liball
    • 31. Juli 2009 um 15:36

    Hallo,

    ich möchte einen Brief aus London nach Oberammergau vom 11.6.1855 zeigen. Es handelt sich hierbei um eine extrem späte Verwendung des englischen Verrechnungsstempels.
    Meines Wissens kommt dieser Stempel nach 1855 nur noch auf Briefen nach Bremen vor.

    Grüsse
    liball

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    London I.jpg 70,12 kB – 284 Downloads
  • Alte Briefe ohne Marken...

    • liball
    • 31. Juli 2009 um 15:25

    Hallo,

    hat jemand eine Idee zu den Taxen dieses Feldpostbriefes aus Passau vom 11.6.1809 mit Franchise an den Fürsten zu Lippe-Detmold in Detmold (Königreich Westphalen). Der seltene Stempel DE. BAV. ist lt. Feuser in Frankfurt benutzt worden.

    Grüsse
    liball

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  • Briefverkehr zwischen Altdeutschland und Grossbritannien

    • liball
    • 28. Juli 2009 um 19:06

    Hallo,

    zu diesem Thema kann ich auch einen netten Brief aus London nach Mittenwald vom 14.8.1852 zeigen.
    Durch den zum 1.8.1852 in Kraft gesetzten neuen Postvertrag zwischen Preußen und England ermäßigte sich die Gebühr für den einfachen Brief um 10 Kr. auf 23 Kr. (gleich 8 d = 7 Sgr.). Nach Art. 7 dieses Vertrages erhielt England von Preußen für Portobriefe 3 ½ Sgr. Zur Kenntlichmachung wurde hierzu von England extra der Verrechnungsstempel "3 ½ Groschen" angeschafft, der in London verwendet wurde und am 12.8.1852 ausgeliefert wurde. Dieser Brief beweist jedoch, dass noch am 14.8. handschriftliche Vermerke verwendet wurden (3 ½) .
    Die belgische Transitgebühr von ½ Sgr. wurde jeweils vom Empfängerland an Belgien vergütet. Insgesamt lastete somit ein fremder Portoanteil von 4 Sgr. auf diesem Portobrief, der auf der Rückseite notiert wurde.

    Dateien

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  • Franco-Zettel mit Auslagestempel

    • liball
    • 24. Juli 2009 um 17:59

    Hallo,

    nachdem bayern klassisch im Thread AD-Großbritanien einen Francozettel zeigte, möchte ich einen Francozettel aus der Vorphilazeit vom 2.7.1844 zeigen.
    Dieser Zettel begleitete eine Geldsendung über 175 Gulden und kostete eine Gebühr von 6 Kr. Das Porto wurde in Wermelskirchen auf 29 1/2 Sgr. festgesetzt. Dieser Betrag wurde dem Postamt Würzburg belastet, die den Gegenwert von 1 fl. 44 Kr. in Auslage nach und vom Absender kassierte.

    Grüsse
    liball

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  • Briefverkehr zwischen Altdeutschland und Grossbritannien

    • liball
    • 24. Juli 2009 um 14:53

    Hallo bayern klassisch,

    sehr schönes Stück.
    Absender, die alle anfallenden Taxen selbst bezahlen wollten, sich ihrer Sache jedoch nicht sicher waren, hatten die Möglichkeit, der Sendung einen Franco-Zettel mitzugeben. Auf ihm wurden in der Regel am Empfangsort die entstandenen Portokosten notiert. Da diese Sendung nach London lief, dürfte dies wohl in Köln geschehen sein, dass vermutlich einen direkten Paketschluss mit England hatte. Der zurückgesandte Schein wurde dem Absender vorgelegt, der dann das Gesamtporto nachträglich bezahlen musste.
    Ich vermute dass der Schein eine Gebühr von 7 Kr. kostete. Zudem musste er 27 Sgr. = 1 fl. 35 Kr. bezahlen.
    Einen Franco-Zettel der zwischen Bayern und Preußen lief aus dem Jahr 1844 könnte ich auch zeigen.

    Schöne Grüsse aus dem Allgäu
    liball

  • Bayern-Österreich 1819-1842

    • liball
    • 19. Juni 2009 um 16:06

    Hallo Vorphila Bayern,

    Vielen Dank für das Zeigen der vielen “Lindau-Briefe“. Zum Verständnis des 4 ½ Kr.-Beleges aus Nürnberg nach Dornbirn noch folgendes:
    In Vorarlberg galt die Reichswährung im 24-Gulden-Fuß. Erst zum 1.8.1818 wurde offiziell auf die österreichische Conventionsmünze im 20-Gulden-Fuß umgestellt. Doch trotzdem war die Reichswährung in Vorarlberg weiterhin sehr beliebt und hat sich neben der gesetzlichen österreichischen noch lange gehalten. So ist ein Postschein mit Reichswährung aus dem Jahre 1844 bekannt.
    Portoberechnung: Grenzporto in Bregenz lt. Tarif 2 Kr. C.M. = 2 ½ Kr. rhein. + 2 Kr. rhein. Botenlohn nach Dornbirn. Diese Handhabung ist mir nur auf Botenbriefen nach Dornbirn bekannt. Dort wurde erst am 1.2.1840 ein Postamt eingerichtet.
    Zur Verdeutlichung habe ich noch einen Brief aus Schaffhausen angehängt, der erst in Lindau zur Post gegeben wurde und genau obige Handhabung nachweist.

    Viele Grüsse
    liball

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  • Schweden - Bayern

    • liball
    • 17. Mai 2009 um 13:00

    Hallo solid611,

    beide Briefe kamen aus Stockholm.

    Grüsse
    liball

  • Schweden - Bayern

    • liball
    • 16. Mai 2009 um 11:31

    Ich möchte hier zwei schöne Briefe aus Schweden vorstellen, beide aus dem Jahre 1827, die ich nicht ganz verstehe. Insbesonders die bezahlten Frankobeträge. Beim Brief nach Nürnberg wurden 27 Sk.Bco. angeschrieben, beim Brief nach München jedoch 42 Sk.Bco. (2. Gewichtsstufe ?). Vielleicht kann hier solid611 weiterhelfen.
    Beide Briefe wurden gem. dem Vertrag mit Schweden vom 1.3.1821 bis Stralsund bezahlt, wobei der Stempel „frco. Stralsund“ von der preußischen Postagentur in Ystad verwendet wurde. Aufgrund des niedrigen Fahrwassers im Stralsunder Hafen wurde am 11.9.1826 die einstweilige Verlegung des Seepostkurses nach Wyk und von dort mittels Ruderboot nach Greifswald vereinbart.
    Preußen setzte seinen Transit jeweils auf 6 ½ Sgr. In Hof in Auslage genommen wurden jedoch 29 Kr. Dies entspricht keinesfalls 6 ½ Sgr. Im Vertrag mit Preußen 1816 hat Bayern zugesagt, für Briefe aus Schweden 7 ggr. an Preußen zu vergüten, dies entspräche 29 Kr. Es sieht also so aus, das Bayern vom Empfänger 29 Kr. = 7 ggr. kassierte, obwohl 6 ½ Sgr. nur 23 Kr. entsprachen.
    Das bayerische Inlandsporto nach München wurde auf 18 Kr. festgesetzt (6. Rayon, 2. Gew.-St.). Beim Brief nach Nürnberg wären in der 1. Gew.-St. 6 Kr. (3. Rayon) fällig gewesen. Nachdem hier jedoch nur das Gesamtporto von 36 Kr. angeschrieben wurde, lässt sich nicht genau ermitteln, wie die bayerische Post den Brief letztlich behandelt hat.

    Grüsse
    liball

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  • Stempel PRE.RP

    • liball
    • 3. April 2009 um 19:51

    Hallo,

    ich kenne 2 Briefe mit diesem Stempel. Kann jemand zu diesem Stempel etwas sagen.
    Der anhängende Brief ist vom 3.11.1823. Er ist gelaufen von Köln nach Aussee in der Steiermark.
    Im Feuser-Handbuch steht lediglich Deutung fraglich.

    Grüsse liball

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  • Bayern - Baden : Franko Grenze

    • liball
    • 30. März 2009 um 15:57

    Hallo bayern-klassisch,

    ich kann mir nicht vorstellen, dass der Brief über den See nach Meersburg gelaufen ist. In der mir zugänglichen Literatur habe ich noch nie etwas von einem Kurs Lindau-Meersburg gelesen. Einen solchen Postkurs auf dem Landwegegab es jedenfalls schon in der Reichspostzeit.
    Ich habe die Rückseite eingescannt. Ich ging immer davon aus, dass es 3 Kr. sind. Die Klaue ist aber für mich nur schwer zu entziffern. Vielleicht kommst du auf eine andere Zahl.
    Nachdem Meersburg Grenzpostamt war, kann es durchaus sein, dass der Württenberger bis Meersburg fuhr und diesem das ganze Porto bis Meersburg zustand (analog Bayern-Württemberg). Nach § 6 des Postvertrages Bayern-Baden v. 1810 war eine Teilfrankatur im Einzeltransit nur zulässig bis zur württembergischen Grenze.
    Um das ganze noch etwas verwirrender zu gestalten, habe ich zusätzlich einen Portobrief aus dem Jahr 1827 angehängt. Gleicher Absender, gleicher Empfänger, 3 Kr. Bayern, 2 Kr. Württemberg, 2 Kr. Baden, dieses Mal ohne Bestellgeld?

    Viele Grüsse
    liball

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  • Bayern - Baden : Franko Grenze

    • liball
    • 30. März 2009 um 11:11

    Hallo,

    zu dieser Thematik kann ich auch einen Brief beisteuern.
    Es handelt sich um einen Brief aus Lindau vom 19.6.1828, der im Einzeltransit durch Württemberg nach Meersburg lief.
    In Lindau wurden 3 Kr. bezahlt, Württemberg setzte 2 Kr. an. In Meersburg wurde der Frco Graenze-Stempel abgeschlagen, der 1809 von der badischen Post gegenüber Württemberg eingeführt wurde, jedoch nach Vertragsbeginn mit Bayern auch im Postverkehr mit Bayern eingesetzt wurde.
    Nachdem die geringste Portostufe in Baden 2 Kr. war, hat es den Anschein, dass in Baden nur 1 Kr. Bestellgeld in Ansatz gebracht wurde.

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  • Briefverkehr zwischen Altdeutschland und der Schweiz

    • liball
    • 21. März 2009 um 09:01

    Hallo balf_de,

    ich gehe davon aus, dass Gerhard Brack mit Rainer Brack verwandt ist, da beide aus Offenburg kommen.

    mfg
    liball

  • Norwegen-Deutschland ohne Marken

    • liball
    • 21. März 2009 um 08:52

    Hallo solid611,

    vielen Dank. Ich kann immer nur staunen über deine Kenntnisse.

    mfg
    liball

  • Briefverkehr zwischen Altdeutschland und der Schweiz

    • liball
    • 19. März 2009 um 10:22

    Hallo balf_de,

    die Briefe passen m.E. mit Ausnahme des bei der Bahnpost benützten Stempels schon in eine Heidelberg-Sammlung, da ab dem 1.7.1844 nur noch Heidelberg als badisches Austauschpostamt fungierte. Dort wurden dann auch die W.P. und O.P.-Stempel benützt.
    Nachzulesen in Postgeschichte und Altbriefkunde, Heft 115, von Gerhard Brack.

    Grüsse
    liball

  • Norwegen-Deutschland ohne Marken

    • liball
    • 19. März 2009 um 10:09

    Hallo,

    ich habe hier einen Brief vom 10.2.1854, der aus Freyburg in Schlesien wohl irrtümlich über Bayern nach Fredrickshald in Norwegen lief.
    Mit dem Porto habe ich Probleme. Mein Versuch:
    12 Kr. taxiert in Preußen für Portobrief über 20 Meilen
    Von Bayern über Coburg und Gotha nach Hamburg geleitet
    DÖPV 4 LSK = 8 Sksp
    Dänemark 4 LSK = 8 Sksp
    Seegebühr 4 LSK = 8 Sksp
    Norwegen 3 LSK = 6 Sksp
    Gesamtporto: 30 Sksp
    Vielleicht kann jemand hier weiterhelfen.

    Grüsse
    liball

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  • Bayern-Norwegen

    • liball
    • 11. Februar 2009 um 17:50

    Hallo solid611,

    besten Dank für die neuerliche Erklärung. Man lernt nie aus. Toll was du alles über Briefe aus Skandinavien weist. Vielleicht kannst du bei Gelegenheit einmal meine eingestellten Schwedenbriefe anschauen.

    Grüsse
    liball

  • Hrzt. Lauenburg

    • liball
    • 8. Februar 2009 um 10:43

    Hallo,

    ich habe hier einen Brief aus Winterthur in der Schweiz nach Lauenburg vom 26.4.1839 (Rückseite Stempel HALLE).
    Mit der Interpretation habe ich so meine Probleme.
    In der Schweiz lief der Brief des Bez.-Gerichtes vermutlich portofrei. Bayern belastete seinen Transit mit 24 Kr. (2. Gew.-St. 16 + 8). Dies entsprach 7 Sgr. In Halle wurde BAYERN gestempelt.
    Preußischer Transit: 14 Sgr. + fremdes Porto 7 Sgr. = 21 Sgr.?
    Gesamtporto in Lauenburg: 31 1/2?
    Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen.
    Grüsse
    liball

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