Hallo kartenhai,
nicht nur im Ascher Katalog von 1930,
sondern auch im Borek Ganzsachen-
Spezial-Katalog Deutschland 1850 - 1932
aus dem Jahr 1978, steht auf Seite 118
folgendes:
Fernsprechscheine (Telephon-Billets)
Wie die Deutsche Reichspost führte
auch die Bayerische Post- und Tele-
grafenverwaltung 1883 für die
Benutzung einer öffentlichen
Telefonstation numerierte Billets ein,
die zuerst in München ausgegeben
wurden. Fernsprechscheine aus dieser
Zeit der technisch neuen Einrichtung
sind selten. Erst nach und nach fanden
die Billets in neu eingerichteten Fern-
sprechstellen folgender Orte verstärkt
Verwendung:
Augsburg 1.7.1886
Bamberg 1.12.1886
Bayrischzell-Wendelsteinhaus 1.8.1887 (nur Wst. 50 Pfg.)
Fürth 1.12.1885
Hof an der Saale 1.3.1890 (nur Wst. 10 und 25 Pfg)
Kaiserslautern 1.3.1890 (nur Wst. 10 und 25 Pfg)
Ludwigshafen am Rhein 1.12.1887
München 5.11.1883
Nürnberg 1.12.1885
Tegernsee-Hirschberghaus 1.9.1890 (nur Wst. 50 Pfg)
Würzburg 1.12.1887
Es gab Billets mit Wertstempel von 10 -, 25 - und 50 Pfg,
sowie 1 Mark.
Sie waren gültig vom 5.11.1883 bis 31.12.1890.
Es ist ein Münchner Billet mit Wertstempel 25 Pfg abgebildet.
Dank an Postgeschichte-Kemser und abrixas für das Zeigen
dieser schönen Belege. Ich habe für meine Heimatsammlungen
erst ein Telefonbillet finden können, das ich zu gegebener Zeit
zeigen werde.
Beste Grüße von VorphilaBayern