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  1. PHILAFORUM.COM Briefmarkenforum
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Beiträge von philnum

  • Internationale Briefmarken-Messe Berlin 2009

    • philnum
    • 24. September 2009 um 22:33

    Hallo Bernd,

    bisher war ich in jedem Jahr auf der IBB, aber dieses Mal werde ich wahrscheinlich auch nicht mehr hinfahren, zumal in Berlin der S-Bahn-Verkehr stark eingeschränkt ist und die Parkplätze rund um die Messehallen am Funkturm knapp sind. Da war letztes Jahr der Hintereingang mit kilometerlangem Fußweg über Lieferantenzufahrt und Messegelände parkplatztechnisch günstiger, nur für die vielen älteren Besucher beschwerlich.

    Dieses Jahr ist die Briefmarkenbörse nur noch ein Anhängsel der parallel stattfindenden NUMISMATA. Früher war das mal umgekehrt - da startete freitags die IBB und die Münzenbörse kam samstags und sonntags noch hinzu. Daher beschränken sich auch die Öffnungszeiten diesmal auf zwei Tage, wobei am Sonntag ohnehin zeitig Kehraus ist.

    Bislang war ich immer freitags da, um dem Besucheransturm am Wochenende zu entgehen. Da war das "Forum für Sammler" meistens nicht so besonders gut besucht, zumal man sich immer wiederkehrende Themen wie "Gespräch mit MICHEL" oder "Neues von Philotax" nicht mehr als einmal antun muss. Die anwesenden Händler beklagten schon von Jahr zu Jahr die schlechten Geschäfte auf der Hauptstadt-Messe, so dass sie wohl mehr und mehr fernbleiben. Früher waren auch mehr Auktionsfirmen, sogar eBay und Delcampe vertreten. Von den Zubehörherstellern bleiben Lindner und Schaubek weg.

    Die Argen usw. sind wahrscheinlich wieder in irgendeine dunkle Ecke hinter viel zu eng gestellte Ausstellungsrahmen gezwängt und in Bezug auf Ruhezonen oder Catering mit Sitzplätzen war auf der IBB bislang auch immer Fehlanzeige.

    Beste Sammlergrüße

    philnum

  • Mi.Nr. 140 I Marienkirche

    • philnum
    • 24. September 2009 um 19:07

    Hallo Gerhard,

    die Zahnspitzen sehen vergrößert weich und leicht ausgefranst aus (vom Trennen) - ein Zeichen für Originalgummierung. Nachgummierungen hinterlassen oftmals verklebte Zahnspitzen. An einigen Zahnlöchern befinden sich leichte Bräunungen, die aber unbedeutend sind.

    Die Zähnung der Marken halte ich für einwandfrei und sogar überdurchschnittlich. Bei dieser Ausgabe sind Zahnspitzen häufig verkürzt, hier alle gleichmäßig. Der eine stumpfe Eckzahn oben ist durch das Aufeinandertreffen zweier leicht versetzter Zahnlöcher verschiedener Zähnungskämme (Linienzähnung) entstanden und damit herstellungsbedingt.

    Beste Sammlergrüße

    philnum

  • Sachsen 1

    • philnum
    • 23. September 2009 um 16:34

    Gruezi,

    dieser dubiose SACHSEN-MI-1-SACHSENDREIER-GESTEMPELT ist im stampsx-Forum (siehe 3. Beitrag von oben bzw. vom 22.09.09 16:49) schon abgehandelt worden.

    Sachsen-Dreier kauft man als Nicht-Experte besser mit aktuellem Attest, wenn man wirklich ungetrübte Freude daran haben will. Außerdem lieber etwas länger für ein bildschönes Stück sparen als die Hälfte oder mehr für so ein wertloses Machwerk ausgeben.

    Beste Sammlergrüße

    philnum

  • verkaufe Hindenburg Graf Zeppelin

    • philnum
    • 23. September 2009 um 10:04

    Hallo,

    ein Zeppelinpost-Experte bin ich nicht, habe aber einige Belege. "Gemachte" Sammlerbriefe in Großauflage waren bei den Zeppelinfahrten die Regel, selbst handschriftlich addressierte Belege sind wohl keine "Bedarfspost". Erstens war das Zeppelin-Porto deutlich höher als das normale nach Übersee und zweitens wurden Atlantik-Überfahrten wegen schlechten Wetters auch schon mal verschoben, so dass echte Bedarfspost billiger und zielsicherer auf herkömmlichem Transportweg lief.

    Was mich an dem gezeigten und bei eBay angebotenen Belegen stutzig macht, sind:

    a) die erhebliche Überfrankatur, denn 8 Reichsmark waren damals eine stattliche Summe;

    b) die Abstempelung solcher offensichtlich massenweise aufgegebenen Sammlerbriefe mit Bord-Poststempeln statt Zuleitung und Abstempelung über andere Einlieferungspostämter oder Aufgabe in Friedrichshafen und letztlich

    c) die offenbar fehlenden Ankunftsstempel, die eine tatsächliche Beförderung glaubhaft machen würden.

    So bleibt wirklich nur eine Prüfung, um solche Stücke, die nicht authentisch wirken, zu einem verantwortbaren Preis handelsfähig zu machen.

    Beste Sammlergrüße

    philnum

  • Preußen

    • philnum
    • 22. September 2009 um 09:31
    Zitat

    Original von Baldersbrynd
    Was steht auf der Vorderseite, ich kann nur dieser lesen: Ihren Hochwohlgeboren ? ? zu Ansbach. am links: ? ? frei.

    Hallo Jørgen,

    das scheinen alles Titel und Namen zu sein, keine postalischen Verfügungen:

    "Ihrer Hochwohlgeboren

    (Fra)u v (?) Rukendorff geb. Freiin

    v (?) Eyb (?) zu Ansbach

    b. Fr. v. Eyb (?)

    geb. v. Wolfskehl (?)

    frei".

    Beste Sammlergrüße

    philnum

  • Wer kann helfen ?

    • philnum
    • 20. September 2009 um 15:29

    Hallo Gernesammler,

    der Brief ist adressiert

    "An die Königl. Kreisgerichts-Commission zu Dahme

    hierbei 1. Paket in Papier".

    Innen steht geschrieben:

    "Der Königlichen Kreisgerichts-Kommission übersenden wir anbei in der Reallasten (?) Ablösungs-Sache zu Dahme I. 5. D. 192.
    zwei Ausfertigungen des ... 28ten September 1854. von uns bestätigten Regresses mit dem Ersuchen, auf dem Hypotheken-Folia des Schmiedemeisters Jasmund (?) Gottl. Winkelmann gehörigen ...
    hufe Acker ... der kleinen Mark von Dahme, Vol: X.
    litt. W. No. 187. des Hypotheken-
    buchs sämmtliche darauf eingetragenen Abgaben
    an den Kaufmann Karl Wilhelm Gießler zu Dahme
    löschen und sodann die Regresse ... unter Einziehung ..."

    Rückseite "...

    Berlin, den 26ten September 1855

    Königliche General-Commision für die Kurmark ..."

    Den Rest zu entziffern, würde sehr viel Zeit kosten, aber vielleicht reicht das schon um ungefähr zu erahnen, dass es sich wohl um eine Hypothekenangelegenheit und deren Bearbeitung durch die zuständigen Institutionen handelt.

    Beste Sammlergrüße

    philnum

  • DR 822 +825 senkrechter Strich

    • philnum
    • 20. September 2009 um 13:19

    Hallo Tom,

    habe auch eine MiNr. 825 mit solchen schrägen Schlieren, die wahrscheinlich von farbverschmierten Stichtiefdruckwalzen herrühren.

    Beste Sammlergrüße

    philnum

  • DDR 327 als Einzelfrankatur?

    • philnum
    • 19. September 2009 um 13:40
    Zitat

    Original von rainer
    Sicherlich ist dieses Handbuch nicht perfekt, aber wenn Du solche Aussagen machst, solltest Du diese auch begründen können.Außerdem steht auf dieser Homepage unter Literaturhinweis: ** Michel Postgebühren-Handbuch Deutschland, Schwaneberger Verlag München 2004 ISBN 3-87858-554-3
    Ich habe im Portostufen-Bereich auf der Homepage nichts gefunden, was nicht so auch im Handbuch steht (ausgenommen Paketkarten), wobei ich noch im Besitz der Erstausgabe von 2001 bin.

    Von einem Handbuch darf man wohl schon etwas mehr an Informationsgehalt erwarten als durch Googeln herauszufinden ist, nämlich ausführliche Fakten auch zu speziellen Verwendungsformen und nicht nur lapidare Auflistung von Standard-Porti.

    Anschriftenprüfung und Werbeantwort wären Beispiele für eingehenden Erklärungsbedarf, wo man sich schon etwas mehr als die bloße Wiedergabe von in postamtlichen Quellen abgeschriebener Gebührensätze wünschen würde. Was sich nicht in Tabellenform pressen oder in Fußnoten fassen lässt, könnte zur Erhöhung der Benutzerfreundlichkeit kurz erläutert werden.

    Zudem verzeichnen MICHEL-Kataloge Bewertungen für diverse 2-(Reichs-)Pfennig-Ausgaben (und sicher auch noch andere reine Ergänzungswerte) vom Deutschen Reich bis zur Nachkriegszeit. Auch hier wäre jeweils die Frage zu stellen, ob es denn überhaupt portogerechte Einzelfrankaturen dieser Ausgaben geben kann und wenn nicht, warum nicht an jeweiliger Stelle auf diese Besonderheit hingewiesen wird (z. B. in Form einer Fußnote).

    Das war hoffentlich Begründung genug zu meiner Kritik aus Sicht eines (potenziellen) Lesers von MICHEL-(Mach-)Werken. Würde ich mir etwas von Verbesserungsvorschlägen, Rezensionen oder dergleichen zu MICHEL-Publikationen versprechen, würde ich sie der MICHEL-Redaktion gewiss nicht vorenthalten. Wie ich bereits mehrmals beim "Gespräch mit MICHEL" - einer regelmäßig auf Briefmarkenmessen stattfindenden Podiumsdiskussion - erleben konnte, mangelt es vor allem aus wirtschaftlichen Gründen an genügend Personal selbst für kleinere redaktionelle Überarbeitungen, da die vorhandenen Mitarbeiter mit Neuheiten-Katalogisierungen aus aller Welt und unumgänglichen Neubearbeitungen einzelner Gebiete infolge neuer Forschungserkenntnisse ausgelastet sind. Ein ganz klein wenig Beratungsresistenz, Beharrungsvermögen und Festhalten an lieb gewordenem Bewährten ist sicher auch nicht von der Hand zu weisen.

  • DDR 327 als Einzelfrankatur?

    • philnum
    • 19. September 2009 um 11:43
    Zitat

    Original von rainer
    ... mit dem zitierten Postgebühren-Handbuch auf meinem Schreibtisch.
    ...
    Eine Anschriftenprüfung kostete 6 Pfg (im Sammelauftrag 4 Pfg, damit sind wohl mehrere Aufträge an ein Postamt gemeint, ist aber nicht näher beschrieben).


    Dann sollte MICHEL auch beim Handbuch mal tüchtig nachbessern und bei Neuauflagen nicht immer nur die Verkaufspreise kräftig erhöhen!

    Auf der Homepage zur Köpfeserie gibt es zu den Frankaturmöglichkeiten des 2-Pf-Wertes auch einige Erläuterungen. Am wahrscheinlichsten ist bei diesem Beleg wohl die für Lotterie-Sammelstellen angeführte Version, wobei keine Nachgebühr für die Werbeantwort vermerkt wurde. Möglicherweise wurde die Nachgebühr nicht einzeln, sondern gesammelt erhoben.

  • DDR 327 als Einzelfrankatur?

    • philnum
    • 19. September 2009 um 09:38

    Hallo harweg,

    macht doch nichts, doppelt hält besser. :)

    Zitat

    Original von harweg
    Noch eine Frage: Wie kann man als "Laie" denn das WZ auf Brief prüfen?
    :(


    Wasserzeichen bei aufgeklebten Marken zu bestimmen, ist meistens schwierig. Schräg gegen das Licht gehalten, zeichnen sich manchmal einige Einzelheiten ab, anhand derer man das Wasserzeichen unterscheiden kann.

    Dann gibt es noch technische Geräte, wie z. B. das Signoscope. Als allerletztes Mittel bliebe nur, die Marke abzulösen und anschließend wieder aufzukleben, wie es auch Prüfer in Zweifelsfällen machen.

    Wie schon erwähnt, würde ich mir keine allzu großen Hoffnungen auf eine wertvolle Variante machen und den Beleg lieber so belassen und bei Gelegenheit mal einem Spezialisten zeigen. Die sehen das meistens schon auf den ersten Blick, welche Ausgabe genau, welche Farbe usw.

    Beste Sammlergrüße

    philnum

  • DDR 327 als Einzelfrankatur?

    • philnum
    • 19. September 2009 um 09:01
    Zitat

    Original von harweg
    Stellt sich die Frage, warum so etwas nicht mal aus dem Michel-Spezial heraus zu lesen ist.


    Anschriftenprüfung ist schon eine besondere Verwendungsform bzw. Gebühr. Man kann der Michel-Redaktion ja mal eine Ergänzung der Portotabellen vorschlagen, aber die Antwort würde mit Sicherheit lauten: Das sprengt selbst den Rahmen eines Spezial-Kataloges und außerdem gibt es dafür unser MICHEL Postgebühren-Handbuch Deutschland.

    Zitat

    Original von harweg
    Da hat es sich für mich ja ausgezahlt, dass ich mich im Forum angemeldet habe. :)


    Das Forum wird sich noch viel mehr und öfter auszahlen, da bin ich mir ganz sicher.

  • Michelkriterien bei Stempeln

    • philnum
    • 18. September 2009 um 23:05

    Hallo,

    das MICHEL-Kriterium zu einem Stempel "Ort und Datum eindeutig identifizierbar" ist kein Selbstzweck, sondern dient zur Überprüfung, ob eine Marke im frankaturgültigen Zeitraum und natürlich im jeweiligen Ausgabegebiet echt gestempelt sein kann.

    Bei vielen gestempelt teureren als ungebrauchten Marken kann man so auch ohne Prüfung Stempel-Fälschungen entlarven. Beispielsweise können Marken der Deutschen Kolonien und Auslandspostämter mit Stempelorten aus dem Deutschen Reich niemals echt gestempelt sein; Gleiches gilt für Marken der Freien Stadt Danzig, der französischen Besatzungszone, dem Saargebiet/Saarland usw.

    Auch das Stempeldatum muss insofern aussagekräftig sein, dass die Abstempelung im Rahmen der Frankaturgültigkeit erfolgte. Dazu reicht bei einer Marke, die beispielsweise bis 31.3.1951 gültig war, auch schon ein Stempelfragment, das lediglich noch die Jahreszahl 50 erkennen lässt. Umgekehrt lässt sich aus einer "15" als Tagesangabe normalerweise eben kein Rückschluss ziehen.

    Ausnahme (siehe Scan): Bei zwei Marken, die zusammen einen identifizierbaren Stempelabschlag aufweisen, kann auch ein Stempelfragment auf einer Marke ausreichen, um sie als echt gestempelt prüfen zu können. Geprüfte Marken mit an sich unleserlichem Stempel können auf solchen - durch Aufteilung von Sätzen/Einheiten auseinander gerissenen und damit später nicht mehr nachvollziehbaren - Zusammenhängen beruhen.

    Beste Sammlergrüße

    philnum

  • DDR 327 als Einzelfrankatur?

    • philnum
    • 18. September 2009 um 22:34

    Hallo wolle,

    endlich hat mal jemand meine Antwort beachtet. Danke!

    Der Poststempel lautet "Senftenberg d 28.9.53. -17" und scheint echt zu sein. Die Marke ist damit im Gültigkeitszeitraum (bis 28.2.1954) abgestempelt.

    Die allermeisten Marken der so genannten Köpfeserie - auch mit späten Stempeldaten ab Erscheinen der Köpfeserie II (mit Wasserzeichen DDR) 1952/53 - entpuppen sich bei genauerer Wasserzeichen-Untersuchung erfahrungsgemäß leider als (häufigere, billige) SBZ-Ausgabe.

    Beste Sammlergrüße

    philnum

  • DDR 327 als Einzelfrankatur?

    • philnum
    • 18. September 2009 um 21:43

    Hallo harweg,

    vermutlich handelt es sich um eine so genannte Anschriftenprüfung durch die Firma Gottfried Foerster.

    Die Gebühr für eine solche Anschriftenprüfung betrug 2 (Reichs-)Pfennig (die alten Reichspost-Gebühren galten bis zu ihrer jeweiligen Neuregelung weiter), wofür diese Freimarke wohl gedacht war und hier als Einzelfrankatur gebraucht wurde.

    Je nach Wasserzeichen- und Farbtype wertet die MiNr. 327 (DDR) auf Beleg zwischen € 16,- und 1.400,-, als MiNr. 212 (SBZ) € 8,- oder 10,-.

    Beste Sammlergrüße

    philnum

  • Preußen Sammlung bei Ebay

    • philnum
    • 13. September 2009 um 17:44
    Zitat

    Original von Kontrollratjunkie
    Was sich mir hier nicht wirklich erschliessen mag, ist die Interpretation einer beliebigen Geboteliste und die Kaffeesatzleserei im Bietverhalten wildfremder Interessenten.
    Es kann doch tausende von Gründen geben, genauso zu bieten, oder eben wieder ganz anders.
    Was bringt diese fruchtlose Diskussion ?

    Hallo KJ,

    die Gebotsliste ist nicht irgendeine beliebige, sondern die der mit Abstand am teuersten verkauften Marke dieses Postens. Bei 24 weiteren Marken war ein Katalogwert angegeben - sie erbrachten im Durchschnitt knapp 13 %, was nicht weiter verwunderlich ist.

    Verwunderlich ist vielmehr, dass eine nicht attestierte Marke ohne irgendeine enorm wertsteigernde Besonderheit (über einen Zuschlag für den Nummernstempel 99 wurde schon oben diskutiert) einen Erlös von knapp 50 % des Katalogwertes erzielt. Wem das alles als ganz normal, völlig banal und zu diskutieren fruchtlos erscheint, muss sich ja keine Gedanken darüber machen.

    Ursprung des Threads war ja ein beim Auktionshaus Rauhut von einem eBay-Wiederverkäufer ersteigerter Preußen-Posten und davon ausgehend die Frage, ob sich solch ein Geschäft lohnt. Wie oben näher ausgeführt ist, konnte dieses Resale-Geschäft im Wesentlichen dadurch mit einem guten Ergebnis abgeschlossen werden, dass gerade mal zwei Marken - wohlgemerkt ohne Atteste und ohne philatelistisch oder markttechnisch nachvollziehbaren Grund - zu fast 50 % Katalogwert verkauft werden konnten; der Rest zum durchschnittlichen eBay-Preisniveau.

    Warum zwei Bieter absolut (Bieter 3 und 4 stiegen bei 163 € aus, und dann kommen zwei und bieten 250 € - total normal, oder was???) und relativ (Na klar bezahlt man bei eBay gerne mal eben 50 % Katalogwert!?) soviel mehr geboten haben, werden wir nicht erfahren - vielleicht sind die beiden ja Heimatsammler aus dem westpreußischen Berent bei Danzig (# 99)? Ohne diese Ausreißer nach oben wäre für den Wiederverkäufer außer Spesen nichts gewesen. Das Ergebnis war insgesamt also eher zufällig so gut und ist daher nicht zu verallgemeinern; sprich Aufkauf von Sammlungen und Einzelverkauf über eBay kann mit Glück etwas einbringen, aber es kann auch anders ausgehen. Um nicht mehr oder weniger ging es.

    Beste Sammlergrüße

    philnum

  • sind wir ebay-Berater?

    • philnum
    • 13. September 2009 um 15:01

    Den Unmut über solche Fälle wie unseren Inselpost-Pusher kann ich gut verstehen, aber man sollte auch nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen. Da ist jemand jung und braucht das Geld und in seinem jugendlichen Leichtsinn tut er Dinge, die wir nicht so toll finden wie er vielleicht.

    Dennoch halte ich die Offenhaltung des Philaforums auch um den Preis solcher Einzelfälle für besser als irgendwelche Eintrittshürden einzuführen. Hinter wievielen geschlossenen Internet-Foren habe ich wer weiß was vermutet, um nach umständlicher Registrierung und persönlicher Freischaltung durch Admins festzustellen, dass in den ach so geheimnisumwitterten Insider-Foren absolut tote Hose herrscht. Würde man das gleich auf den ersten Blick - also ohne Anmeldung - einsehen können, würde man Interessierten und Foren-Betreuern viel Mühe ersparen.

    Zudem ist das Philaforum ja auch deshalb so vielseitig, weil es offen für jeden Neuen, ob nun geldgierige Eintagsfliege oder ambitionierter Anfänger/Wiedereinsteiger, ist und hier eben nicht nur altgediente "Verbandsheinis" unter sich diskutieren dürfen oder sich elitäre Raritäten-Besitzer gegenseitig die Taschen vollhauen ("Guck mal hier: Sachsendreier auf Ersttagsbrief!" - "Geh weiter, hier blaue und rote Mauritius im kompletten Bogen!").

  • Zeppelinpost

    • philnum
    • 13. September 2009 um 14:20
    Zitat

    Original von OlliWtal
    Heute habe ich 4 Belege aus dem Luftschiff mit der Bitte um Info+Preise.

    HalloOlliWtal,

    der erste Brief mit dem Hitler-Block ist auf jeden Fall historisch sehr interessant:

    Der Brief wurde zur geplanten Deutschlandfahrt des Luftschiffes "Hindenburg" am 1.5.1937 aufgegeben (siehe roten runden Stempel rechts unten). Da diese Fahrt aber ausfiel (siehe roten kastenförmigen Stempel rechts oben), wurde er bei der nächsten, der Nordamerikafahrt im Postsack abgeworfen (siehe Rückseite Tagesstempel "Köln 1, 3.5.37. -24") und dem Adressaten in Görlitz zugestellt.

    Jetzt kommt's: LZ 129 flog Anfang Mai nach New York, wo es am 6.5.1937 eintraf und in Lakehurst zu der schrecklichen Hindenburg-Katastrophe kam. Der gezeigte Brief war also bei der letzten Fahrt von LZ 129 dabei und entging dem Flammen-Inferno, da er schon über Deutschland abgeworfen wurde.

    Wertmäßig kann ich zu diesem Beleg leider nichts sagen, aber (post-)historisch ist er ungemein interessant und zudem in sehr sauberer Erhaltung.

    Beste Sammlergrüße

    philnum

  • Preußen Sammlung bei Ebay

    • philnum
    • 13. September 2009 um 13:47

    Hallo toxc,

    ob man nun ein Spaßgebot als Erinnerungsposten vormerkt, die Artikel in der Beobachten-Liste speichert und sich einige Zeit vor Auktionsende benachrichtigen lässt oder gleich einen Sniper programmiert, ist im Ergebnis egal.

    Das Bieten im letzten Moment dient eigentlich dazu,

    1) keine Me-too-Bidder (Nachahmer, Trittbrettfahrer oder ähnliches) anzulocken, die im Vertrauen auf die Marktkenntnis der Höchstbietenden noch ein klitzekleines Bisschen mehr bieten, um sich einen vermeintlich lukrativen Artikel zu sichern;

    2) Pusher unter den Verkäufern das Hochtreiben des Preises zu vereiteln, denn manche Anbieter reizen zu gern die maximale Zahlungsbereitschaft ihrer Bieter aus.

    Unabhängig davon ist es schon verwunderlich, dass zwei offensichtlich nicht ganz unerfahrenen Bietern (mit mehreren tausend Bewertungen) bei 163 € die Luft ausgeht (an Geldmangel wird es wohl eher nicht gelegen haben). Bis 250 € gab es dann auch niemand weiter, der vielleicht 180 €, 200 € oder 230 € geboten hätte. Dafür gab es anscheinend zwei Preußen-Experten mit Bewertungen in unterer dreistelliger Zahl (Hier wird beim Markenkauf also nicht gerade geklotzt, sondern nur gekleckert.), die sich nicht lumpen lassen wollten, nicht geizten und koste es, was es wolle, boten?

    Bei der MiNr. 25b ging es nicht viel anders zu. Zweifellos waren auch hier Fachleute, also absolute Kenner der Marktlage, der ungeschriebenen Postgeschichte usw. am Werk. Warum wollte eigentlich keiner Preussen Mi. Nr. 21 gest. Luxusstück 580 Euro?

    Beste Sammlergrüße

    philnum

  • Preußen Sammlung bei Ebay

    • philnum
    • 13. September 2009 um 11:26

    Die Gebotshistorie zu der MiNr. 2c ist recht aufschlussreich:

      Höchstbieter war ein gewisser k***k (345), dem die Marke 6 Tage vor Auktionsende lediglich 35 € wert erschien, während sie ihm last minute (Viele Grüße vom Sniper) plötzlich mit über 251 € lieb und teuer wurde.

      Das zweithöchste Gebot mit 250 € kam von a***r (121), der zwei Tage zuvor gerade mal 68 € ausgeben wollte. Auch hier wurde mal eben so das ursprüngliche Gebot auf einen Schlag locker auf das 3 1/2-fache erhöht.

      Die Plätze 3 und 4 nehmen zwei andere Bieter mit über 2000 und sogar knapp 4000 Bewertungen ein und deren Gebote liegen mit 162,25 € und 163 € sehr nah beieinander.

    Was immer die zwei Hochbieter geritten haben mag, bemerkenswert ist die Gebotsliste durchaus. Zwei Bieter mit offensichtlich sehr vielen eBay-Transaktionen gingen maximal bis 163 €, was ungefähr dem oben berechneten durchschnittlichen Preisniveau von 13 % des Katalogwertes entspricht (Stempelzuschläge in Punkten rechnen normalerweise in absoluten €-Beträgen, nicht als Vervielfachungsfaktor auf den Markenwert). Zwei Bieter mit deutlich weniger Bewertungen boten hingegen fast 90 € mehr! Rational ist ein solches Bieterverhalten wohl nicht.

  • sind wir ebay-Berater?

    • philnum
    • 13. September 2009 um 10:45

    Hallo,

    den Identifzierungs- und Wertschätzungsthread lese ich immer mit großem Interesse und beantworte auch gern etwas, sofern ich helfen kann. Oft genug ist ja praktisch nichts Verwertbares dabei und die erwartungsvollen Neubesitzer hinterlassener Briefmarken wenden sich enttäuscht wieder ab. Mitunter tauchen aber auch interessante Dinge auf und man kann staunen oder dazulernen, wenn die jeweiligen Experten der Sammelgebiete es einschätzen und auch erklären, worauf es so bei diesem oder jenem Gebiet ankommt. Insofern hat ja nicht nur der Fragesteller einen (geldwerten) Vorteil, sondern wir alle etwas davon.

    Schwarze Schafe, die beispielsweise Uropas Inselpost-Brief hier bewerten lassen, um ihn anschließend bei eBay besser vertickern zu können, wird man nicht ausschließen können. Von solchen Leuten, die das schnell verdiente Geld dringend für eine neue Spielekonsole benötigen, erwartet man auch nicht unbedingt ein "Vielen Dank für die Hilfe und viel Spaß dann noch", oder? Es ist auch schade, dass der Ankauf-/Verkaufsthread hier offenbar so wenig genutzt wird, aber leider haben insbesondere die nicht selbst sammelnden Anbieter häufig völlig überzogene Preisvorstellungen und schon gar keine Vorstellung von Qualität/Erhaltung.

    Im Wertschätzungsthread war auch schon die eine oder andere, nicht spektakuläre Sache dabei, die ich durchaus für meine Sammlung gebrauchen könnte. Nur ist es da genauso, dass ich für 08/15-Sachen keine 50, 75 und schon gar keine 100 % Katalogwert bezahle (und das dem ahnungslosen Verkäufer auch nicht lang und breit erklären mag, warum er nirgendwo soviel dafür bekommt) und der Verkäufer sich selbst bei sehr guten 30 % noch übervorteilt fühlt. Da ist eBay sowohl für Verkäufer als auch Käufer die bessere Alternative, einen realistischen Preis zu bekommen.

    Beste Sammlergrüße

    philnum

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