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  1. PHILAFORUM.COM Briefmarkenforum
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  3. Eiche

Beiträge von Eiche

  • Fälschungen deutscher Kolonialmarken

    • Eiche
    • 3. Januar 2008 um 16:21

    nachdem der Artikel von 1906 stammt, können Besetzungsausgaben nicht erwähnt werden. Im übrigen stand nicht mehr drin.

    In einem Art. dgl. Zeitung findet man am 31. August 1907 folgenden Text:

    "Deutsche Kolonialmarken. Die Sammlerwelt kann nicht eindringlich genug davor gewarnt werden, deutsche Kolonialmarken von "billigen" Händlern oder aus Tauschgelegenheiten im blinden Glauben an deren Echtheit zu erwerben. Denn die Zeichen mehren sich, daß die Fälscher mit Eifer dabei sind, auch dieses Gebiet mit raffinierten Mitteln zu bebauen.

    Neben einer Anzahl ziemlich primitiver Fälschungen, die nur ganz naive Sammler irreführen können, lagen einer sehr bekannten "Prüfungsstelle" kürzlich gefälschte Kolonialmarken vor, die geeignet sind, selbst Kenner zu täuschen, und zwar waren es die Wert zu 25 und 50 Pf, der ersten Ausgabe von Deutsch-Südwestafrika und die 5 und 10 Pf.-Marken von Karolinen mit diagonalem Aufdruck; vermutlich existieren hiervon auch noch die anderen Werte. Auch die Marken von Kamerun sollen in derselben raffinierten Weise gefälscht worden sein.

    Der erste Eindruck ist täuschend: man glaubt es nicht, daß man es mit Fälschungen zu tun hat. Der Druck des Aufdrucks zeigt deutlich den Eindruck der verwendeten Schrifttypen, was das genaue Messen ausserordentlich erleichtert, meist infolge zu starker Farbenauftragung an den Rändern mit einem starken Farbenbart, der dem Aufdruck ein etwas unreines Bild gibt, was bei den Originalen selten zu beobachten ist. Die Haupterkennungszeichen sind aber auch hier wieder die Maße: Bei den D.-Südwestafrika haben die großen Buchstaben wie D, K die Höhe von fast 2 1/2 mm, wogegen die echten genau 2 1/4 mm messen. Die Breite des Aufdrucks der zweiten Zeile, von S bis a gemessen, beträgt bei den echten genau 22 mm, wogegen die falschen 22 1/2 mm aufweisen!

    Bei den Karolinen mißt das K in der Höhe echt genau 3 1/2, falsch 3 5/8 mm, das 1 bei 3/1/4 mm reichlich, falsch 3 1/2 reichlich; das ganze Wort von K bis n in der Breite (von Spitze zu Spitze der querstehenden Fußlinien gemessen) echt 17 1/10, falsch genau 17 1/4 mm.

    Bei Beachtung dieser Maße dürfte jder Sammler von diesen Fälschungen gesichert sein. Die uns vorgelegten Exemplare waren teils ungebraucht, teils gebraucht. J. B. J."

    (So der Bericht)

    (In der heutigen Zeit ist zu bedenken, daß durch die beiden Weltkriege sehr viel Material vernichtet wurde.)

  • Fälschungen deutscher Kolonialmarken

    • Eiche
    • 3. Januar 2008 um 13:42

    "Die Post - Universal-Anzeiger für Briefmarken-Sammler" berichtet in ihrer Ausgabe No. 3 vom 31. März 1906:

    "Falsche deutsche Kolonialmarken werden von der Firma Fournier in Genf, allerdings unter ausdrücklicher Bezeichnung als Faksimiles, in den Handel gebracht.

    Diese Fälschungen sind jedoch so gelungen, dass man zu grösster Vorsicht beim Einkauf dieser Marken raten muss, da man nie sicher ist, durch gewissenlose Dritte solche Marken als echt zu erhalten. Bei den Fälschungen der gebrauchten Marken sind echte Reichspostmarken vom Jahre 1889 mit falschen Kolonialaufdrucken versehen worden, bei den ungebrauchten sind auch die Marken gefälscht.

    Diese Notiz geht durch verschiedene Blätter. Wir haben schon im Frühjahr vorigen Jahres vor der Firma Fournier gewarnt. Im September sollen die "Deutschen Kolonien" fertig geworden sein. Eins muss man der Firma lassen: Sie ist kein Preisverderber. Beinahe könnte man sagen, wenn man zu den Preisen, die die Fälschungen kosten, noch etwas zulegt, so kann man fast schon die Originale kaufen.

    Die Fabrik verkauft die Fälschungen nicht unter Zugrundelegung des Herstellungspreises, sondern genau wie bei echten Marken nach dem Grade der Seltenheit!!

    Darin liegt eben der Kniff. Ein Sammler, der etwa diese Faksimiles als Lückenbüsser in seine Sammlung aufnehmen will, wird doch beispielsweise für eine falsche Schweden, Tretio öre - Fehldruck keine 10 fres. ausgeben. Ergo: Man merkt die Absicht und wird verstimmt. Diese Firma ist und will sein: der Lieferant für die vielen dunklen Ehrenmänner in der Philatelie." 8)

    * * * * * * *

  • Deutsch-Ostafrika, Postgeschichte und Belege

    • Eiche
    • 3. Januar 2008 um 13:25

    Mühewaltung Doc Nigel.

    Nach einigem Stöbern fand ich in "Die Post, Universal-Anzeiger Briefmarken-Sammler No. 7, Leipzig 31. Juli 1906, unter der Rubik für Stempelsammler", den folgenden Hinweis:

    Mohorro, Stempel in blauer Farbe, 1904 und 1905. Aber auch in Schirati ist ein Stempel in blauer Farbe vom Februar 1906 bekannt. Begründung fehlt.

    MfG Eiche

  • Frankenbrief Bamberg

    • Eiche
    • 3. Januar 2008 um 10:40

    Seit dem 1.12.2007 gibt es dabei 5 Briefmarkenausgaben.

    Gummierte und selbstklebende Marken sowie eine Ersttagskarte (Auflage 3000 Stück).

    Kurz zur Geschichte: Bamberg zählt heute zum Weltkulturerbe und wurde 902 n. Chr. erstmals urkundlich erwähnt. 1007 gründete Kaiser Heinrich II. das Bistum Bamberg. Das Fürstbistum Bamberg bestand als selbständiger Staat bis 1802, danach wurde es in Folge der napoleonischen Kriege zwangsweise nach Bayern einverleibt.

    Der Frankenbrief ist derzeit zusätzlich mit 15 Briefkästen in Bamberg und 50 Briefkästen in der Region vertreten. Vertragspartner für die Briefkästen ist die Volks- und Raiffeisenbank, in deren Filialen ebenfalls Briefkästen aufgestellt sind.

    Befördert wird die Post überall hin, sozusagen weltweit!

    Die teuerste Briefmarke ist die zu € 1,95 für den Maxibrief (L: 100-353 mm, B: 70-250 mm, H: bis 50 mm, bis 1000 g). Die Auflagen sind hier: Gummiert: 6.250 Stück. Selbstklebend: 20.000 Stück.

    Darauf gezeigt wird das Papstgrab und der Bischofsstuhl, welche sich im Westchor des Bamberger Doms befinden. Das weiße Marmorhochgrab von Clemens II. ist das einzige Papstgrab nördlich der Alpen. Die Tumba mit Darstellungen der vier Kardinalstugenden ist eine Arbeit aus der Mitte des 13. Jh., während der nach frühchristlichen Motiven gestaltete Bischofsstuhl erst 1904 geschaffen wurde. Auch auf ihm sind Weisheit, Stärke, Mäßigkeit und Gerechtigkeit dargestellt.

    Bilder

    • pic000v12.jpg
      • 21,24 kB
      • 345 × 218
      • 530
  • Witu-Schutzgebiet, Malakote

    • Eiche
    • 1. Januar 2008 um 20:56

    bedeutet, es gibt als tatsächlich noch eine 4 Pesa und eine 8 Pesa. ?(

    Ist mir neu. Vielen Dank für das Herausfinden BaD! :)

    Selbst die Erinnerungskarte von 1989 sieht die beiden nicht vor:

    Dateien

    pic000v10.jpg 87,91 kB – 370 Downloads
  • Witu-Schutzgebiet, Malakote

    • Eiche
    • 1. Januar 2008 um 18:39

    Tippfehlerhinweis.

    Es ist manchmal wie verhext.

    Es gibt halt doch noch freundliche Menschen.

  • Witu-Schutzgebiet, Malakote

    • Eiche
    • 1. Januar 2008 um 18:34

    Gebiet von ca. "25 Deutschen Quadratmeilen" auf dem nahegelegenen Festland am Unterlauf des Tana-Flusses (wie es heißt), das der Sultan von Witu den Brüdern Clemens und Gustav Denhardt am 8.4.1885 abgetreten hatte.

    Sowohl der Sultan von Sansibar als auch der Sultan von Witu (ebay führt bei den deutschen Kolonialbriefmarken eine extra Rubik) erhoben damals Anspruch auf die gesamte ostafrikanische Küste. Der Sultan von Witu stellte sich unter deutschen Schutz. 1889 rückte die Wissmann-Truppe aus Deutsch-Ostafrika mit Soldaten zum Schutz ein.

    Der Abschluß des Sansibar - Helgoland - Vertrages zwischen Deutschland und Großbritannien (Unterzeichnung am 1.7.1890) besiegelte auch das Schicksal von "Witu-Land".

    Heute ist Helgoland weiterhin deutsch und die abgetretenen Gebiete sind von GB unabhängig.

  • Die Materialbeschaffung

    • Eiche
    • 1. Januar 2008 um 18:07

    liegt natürlich als Hauptgeschenk auf dem Gabentisch das neu ersehnte Album. :)

    Aber nicht nur Hans und sein großer Bruder, der Unterprimaner, auch sein Vater, Herr Rechnungsrat Meier, sind sowohl am Heiligabend wie auch am ersten Feiertag - an dem es ununterbrochen regnete - um den Jüngsten und sein Album versammelt. Hans ist inzwischen ein ganz erfahrener Sammler geworden. Er weiß, wie er seine Marken behandeln muß, wie er sie einzukleben (gestempelte mit Falz) oder einzuschieben hat und hantiert beim Ordnen und Sichten der verschiedenen Stücke in seinem alten Katalog herum, daß es eine helle Freude ist. Beim Schlafengehen sagt der Vater: "Mutter ich glaube, daß wir dem Jungen das Album geschenkt haben, war ein Schuß ins Schwarze! Ich habe selbst ordentlich Lust bekommen, mitzumachen. Nach den Feiertagen werde ich mal den Kollegen Lehmann vom Zoll fragen; ich glaube, der bekommt immer Post von seinem Sohn aus China."

    [Blockierte Grafik: http://www.Sammler.com/bm/images/china-briefmarke-10.jpg]

  • Mexiko Brief von 1850

    • Eiche
    • 1. Januar 2008 um 17:04

    interessantes Stück für den Spezialisten.

    1850 fällt in die Vorphilatelie. Am 1. August 1856 kam die 1. Briefmarke von Mexiko mit dem Abbild von Miguel Hidalgo y Costilla heraus. 1821 war das Land selbständig geworden und hatte sich unter der Führung von Iturbide von Spanien losgerissen. 1824 Republik, 1864-1867 Kaiserreich. :)

  • Witu-Schutzgebiet, Malakote

    • Eiche
    • 1. Januar 2008 um 12:23

    das zweite Bild nicht kam, nochmals:

    Dateien

    pic001v2.jpg 75,84 kB – 523 Downloads
  • Witu-Schutzgebiet, Malakote

    • Eiche
    • 1. Januar 2008 um 12:15

    auch "Malakote" genannt, war von 1885 - 1890 deutsche Kolonie an der Ostküste Afrikas.

    In einem Befund vom 08.12.2004 Nr. 085 schreibt der Prüfer Pauligk, daß die "Malakote-Ausgaben" aus fünf Werten bestehen, siehe nachstehend.

    Damals habe ich nicht weiter nachgefragt. Mir persönlich sind nur vier Werte bekannt und zwar 16 + 32 Pesa sowie 1 und 3 Rupie, siehe nachstehend (mit Abstemplungen "MASSA 10.IV.1886";).

    Kann das jemand näher erläutern ?(

    Dateien

    pic000v4.jpg 40,21 kB – 714 Downloads
  • Deutsch-Ostafrika, Postgeschichte und Belege

    • Eiche
    • 31. Dezember 2007 um 21:43

    aber auch etwas sehr speziell, der blaue Stempel von Mohorro. :rolleyes:

    Nachstehend die Jahrhundertkarte, verwendet in MOSCHI (am Kilimandscharo), abgestempelt dort am 8.5.06 mit 4 Heller grün. Gelaufen über TANGA und angekommen in LEIPZIG am 16.6.06.

    Dateien

    pic006.jpg 67,12 kB – 491 Downloads
  • Portoerkärung erbeten

    • Eiche
    • 31. Dezember 2007 um 18:23

    2 höchst sehr interessante Briefe.

    Vor allem der Wertbrief aus Coburg (Thurn & Taxis) nach Berlin.

    Bin leider etwas überfragt, denn habe meinen Thurn & Taxis - Gebührenkatalog bei ebay verkauft und der Vereinsspezialist für solche Sachen ist vor 1 Monat verstorben. Vorne drauf ist eine rote 25 aufgezeichnet. Ggf. könnte das die Taxe mit 25 Kreuzer bedeuten.

    Der Brief aus Sagan nach Berlin ist innerhalb Preussens gelaufen. Da braucht man sehr viel Zeit beim Nachstöbern um herauszufinden, was dieser damals an Gebühr kostete.

    MfG

  • Falschstempel Bundespost

    • Eiche
    • 31. Dezember 2007 um 18:16

    G e f ä l l i g k e i t s s t e m p e l


    ist ein solcher, bei dem geschäftstüchtige Postämter und -verwaltungen u. a. am Schalter Briefmarken abstempeln, die postalisch gar nicht verwendet werden oder wurden.

    Also rein für Sammlerzwecke. Eine philatelistisch höchst dubiose Sache. :unsicher:

  • Anfänger sucht

    • Eiche
    • 31. Dezember 2007 um 18:06

    einen älteren Herrn, der hat seit vielen Jahren eine Vereinbarung mit der Posteingangs- und verteilerstelle einer großen Firma.

    Dort holt er sich die Kuverts in bestimmten Zeitabständen immer ab. Dann ist er tagelang zuhause und löst die Briefmarken im Wasserbad ab, falls möglich. Danach trocknet er diese und steckt sie in ein Album oder Tüten.

    Da bleiben sie.

  • Qualitätsoffensive im Forum

    • Eiche
    • 31. Dezember 2007 um 17:55
    Zitat

    Original von turbo
    wo oder wie kann ich einen Beitrag oder Frage einstellen?

    Hallo Lader, falls du den turbo austesten möchtest, kannst du im "Testforum" etwas manövrieren.

    Siehe:


    MfG

  • Falschstempel Bundespost

    • Eiche
    • 31. Dezember 2007 um 11:09

    ist der Stempel amtlich und echt.

    Ergänzen möchte ich noch, dass ich mitunter (wenn auch selten) auch aus sammlerischen Gründen Briefe und Karten versende und die Post zum Abstempeln zwinge.

    Aber Freimarken, einfach so, heutzutage abstempeln zu lassen, nun dazu gehört schon jede Menge Idealismus. Damals hatte man noch andere Vorstellungen von Wertsteigerungen.

  • Falschstempel Bundespost

    • Eiche
    • 31. Dezember 2007 um 09:37

    alte Sammler und ich persönlich, halten es für nicht ganz normal, heutzutage noch postfrische und gültige Briefmarken "nutzlos" entwerten zu lassen.

    Aber ein Sammler ist halt mitunter ein sonderbarer Mensch.

  • Weihnachts- und Neujahrsgrüße 2007

    • Eiche
    • 31. Dezember 2007 um 09:30

    guten Rutsch wünsche ich ebenso:

    Bilder

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  • Kaiser Wilhelm II Familie und Umfeld

    • Eiche
    • 30. Dezember 2007 um 23:28

    laut sagen:

    "Hurra, wir woll'n den altn Kaiser Willem wiedä hamm!" :D

    Die gezeigten Objekte sich echt gut! :)

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