Ein Souvenir (Postkarte - rückseitig "...mit Turnergruß") vom 14. Bayerischen Bundesturnfest in Würzburg (Sonderstempel vom 20. Juli 1912) mit 2 x 3 Pf. dkl.braun. Eine Bedarfskarte - auch wenn um 1 Pf. zuviel frankiert. Die Karte gefällt durch ihre Schlichheit und die besonders schön geschriebene Anschrift.
Beiträge von Luitpold
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Ist es bemerkenswert, dass erstmals 1911 auf bayrischen Postwertzeichen das Bildnis des Regenten gedruckt wurde? - Offensichtlich interessiert das nur ein paar wenige Sammler.
Aus der damiligen Postankündigung: "Das K. Staatsministerium für Verkehrsangelegenheiten hat mit Allerhöchster Genehmigung bestimmt, dass anläßlich des neunzigjährigen Geburtsfestes Seiner Königlichen Hoheit des Prinzregenten Luitpold von Bayern neue bayerische Postwertzeichen zur Ausgabe gelangen. ... Die Pfennigwerte weißen das Bild des Regenten in Uniform auf; ...Die Markwerte zeigen das Brustbild des Regenten in Jagdkleidung."
Das Thema "Prinzregent Luitpold - Marken, Karten, Souvenirs" ist bis jetzt nicht in diesem Forum "besetzt" worden. Gerade damals scheint das, was heute auf jeder Briefmarkenmesse zu sehen ist begonnen zu haben: Das Anfertigen von Erinnerungsbelegen (-karten). Auch weil er mein Forum-Namensgeber ist, möchte ich mit diesem Thema anfangen und gleich ein Souvenir vorstellen: Das Geburtsschloss auf Ganzsachenpostkarte von 1911.
Am 12. März 1821 nacht kurz vor 2 Uhr wurde in der Würzburger Residenz der vorletzte in Bayern regierende Herrscher aus dem Hause Wittelsbach geboren. Salutschüsse verkündeten am frühen Morgen der Würzburger Bevölkerung das freudige Ereignis. Luitpold war bereits der dritte Sohne Ludwigs I. (damals Kronprinz) und seiner Gemahlin Therese von Sachsen-Hildburghausen.
Literatur: Verkehrsministerialblatt 1911 (versch. Ausgaben), Prinzregent Luitpold von Thomas Heiler (1996).
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Dieses Auktionsbild lässt den Schluss zu, dass auch im Stadtpostamt in Würzburg noch 18 Kr. Quadrat-Marken 1869 aufgebraucht wurden und nicht immer die neue Wappen-18-er verwendet wurde. Wer diese Marke besitzt, möge mir nachträglich Dispens erteilen, wofür ich mich vorab vielmals bedanke. Denn ich sammle eben Bilder von den Marken, die mir im Original leider niemals vorliegen werden.
Im SEM S. 114 ist als Abbildung der 18 Kr. Nr. 19 ein mit dem Zweikreis Nürnberg vom 11.8.69 gestempeltes Exemplar zu sehen
Jetzt wäre schon interessant, ob es von der Nr. 19 schon im Jahr 1867 verwendete Stücke gibt. Zumindest für die Hauptpostämter ist der Aufbrauch der Nr. 13 schon rätselhaft 
Luitpold
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Hallo Nigel,
zunächst Entschuldigung für den abgeschnittenen Scan. Die Unterschrift lautet Lore Selma. In der Nähe Würzburgs liegt Wildflecken (Truppenübungsplatz). Ob das mit Wild gemeint ist, wenn es denn so heißen sollte?
Nochmals Danke für Deine Hinweise.
Luitpold
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Zitat
Original von Bayern-Kreuzer
Mich würde interessieren, wie andere Bayern-Sammler solch einen Brief sehen. Sammelwürdig oder etwas für die letzte Seite des Tauschalbums (oder gar für den Papierkorb)?Viele Grüße
bayern-kreuzerHallo bayern-kreuzer,
diese Frage haben viele Sammler vor Dir doch so beantwortet - aufheben ja, aber zu "Großgold" nicht tauglich. Niemand wird so mutig sein, dieses antike Stück Papier zu shreddern. Er wird sein Los tragen müssen, wandern, wandern ... - begehrt wird er nie werden. OK bei Dir kann er mal ausruhen

Ähnliche Briefe kommen immer wieder mal zugeflogen. Sie sind markenseitig "Schrott" und ich habe versucht, unter dem Thread Schrottbriefe, diese doch als sammelwürdig einzustufen, weil alte Briefe - mit Inhalt - immer was erzählen können.
Also hier ein Geschäftsbrief aus - postalisch Vilshofen. Sehr deutlich und nicht ganz vorschriftsmäßig aufgesezter MR 545 (vielleicht stempelte der Vilhofener immer so
Und dann das Silvesterdatum mit dem Adressaten Friede (Weihnachten und der Friede auf Erden war schon rum). Wie die Rückseite verrät, sparte sich Herr Dorsch aus Erlangen 3 Kr. Franco, weil er vielleicht bei Bekannten oder in Geschäften dort in Niederbayern weilte.#
Erfreulich für Herrn Friede war der Inhalt sicherlich nicht. Denn der Dorsch erinnerte an eine unbezahlte Tabaklieferung vom November d.J.
Soviel zu Briefen mit Schrottmarken. Ich sammle sie allemal
Herzliche Grüße
Luitpold -
Hallo,
wo ist dieser Stempel verwendet worden - evtl. siehe Text (Wild?)
Es handelt sich um eine Ansichtskarte (WUERZBURG FROM THE AIR Nr. 5).
Für alle Antworten, vorab vielen Dank.Beste Grüße
Luitpold -
Eben, eben, genau erkannt, lieber bayern klassisch, daran habe ich nie gezweifelt

Aber das ist es nicht allein. Ein Blick in den SEM zeigt eine Preisangabe von 750,- (bedauerlich nicht auf Brief wo satte 3.200,- notiert sind).
Das "Zeitfenster" ist so interessant, denn von Anfang März bis Dez. 1869 (Gültigkeitsende) ist nicht sehr groß. Und hier kann vielleicht die "Fan-Gemeinde Bayern klassisch" helfen: ab wann gab es den Einkreisstempel Bamberg Bahnh. 21a? Oder gab es auch 1869 bereits einen Bamberg Stadt-Stempel wie in Würzburg? Und das ist eben das besondere, dass ein Stempel so schön aufgesetzt ist und eine Datierung ermöglicht. Ein Halbkreisstempel würde uns dies nicht möglich machen.
Ach nebenbei: Wäre der Zweikreis mit Datum vor dem 9.3. und nach dem 1.8.1850 (Umtauschzeit hier mal unberücksichtigt) dann wäre es eine "einfache" Zufallsentwertung, wie sie auf Kreuzerwerten außer natürlich den 1 Kr.-Werten (dort fast die Regel) ab und an vorkommt.
Jetzt bin ich auf den Bieterkampf gespannt. Denn neben normalen 18-Kreuzer-Interessenten :), kommen noch Heimatsammler
und vor allem die Quadratspezialisten
als Interessenten in Frage.Luitpold
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!! Bayern 13b, ideal K2 Bamberg, Fotobefund //
Marke mit seltener Entwertung durch OrtsK2 Bamberg

Luitpold
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Klingeling ...
Tarif 1.1.1868 - Briefe über 1 Loth bis 15 L. einschl. = 7 Kr.
Porto f. Briefe bis 1 Loth - Unfrankiert - 7 Kr.Aber bis 31.12.67 Porto f. Briefe bis 1 Loth - unfrankiert - 6 Kr.
Lieber bayern klassisch, da ich hier auf Eis gehe (und das ist sehr dünn) schaue doch noch mal den Wendebrief von Aub an.
Es ist ein frankierter 7 Kr. Brief vom 2.1.68, gewendet aber mit blauer hs. Ziffer 6 - oder
- Stempel Aub 14.1.Eingen guten, sonnigen Feierabend wünscht
LuitpoldAch ja, frankierte Wendebriefe gibt es auch.
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Lieber bayern klassisch,
zuerst wie immer DICKES LOB für DEINE SCHNELLE UND INFORMATIVE BEANTWORTUNG (beim Thema Parteisachen) und die Nachfrage hier.
Bei dem ersten Brief scheint der Einkreis-Stempel Wü-Stadt mit Jahreszahl durch, der 1869 verwendet wurde - Bestimmung klar
Und beim zweiten haben wir den Zweikreis von 1868 - tolles Datum
- Frankatur Nr. 14 + 16 (irgendwo im Forum schon gezeigt evtl. 7 Kr.-Frankaturen).Luitpold
Ergänzung 1:
Wendebrief von 1867 - ohne Porto - DS?Ergänzung 2:
Eigentlich habe ich nur Wendebriefe aus der Zeit 1867 - 1869 (evtl. Zufall durch die gerade aus dieser Zeit erhaltene Behörden-Korrespondenz)?Hier noch eine Wendebriefhülle mit 7 Kr.-Frankatur von Lohr nach Rothenfels (keine Datierung mgl.) mit Aufzählung der Kosten/Porto.
In einem anderen Brief waren ebenfalls 3 Kr. notiert, die evtl. die Gebühr für das Stempelpapier (Einprägung 3 Kr.) sein könnten. Bei dem Rothenfelsbrief fehlt dies zwar, aber auch hier sind 3 Kr. vermerkt
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Hallöchen Allerseits,
da sucht man Wendebriefe und - huch
- Frage: Fahrpost oder Briefpost - finde ich eine portopflichtige Parteisache (hs. 7 x Porto) jeoch mit dem Fahrpoststempel Würzburg ( (13 x 35 mm von 1866). Da kein Briefpoststempel mit auf der Briefhülle ist, kann man deshalb davon ausgehen, dass er mit der Fahrpost befördert wurde 
Luitpold
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Zitat
Original von bayern klassisch
Hallo mikrokern,da ich ja keine Fahrpost sammle, habe ich auch wenig Ahnung davon.

.... bayern klassischIm Rahmen meiner Sammlung komme ich nicht um die Wendebriefe herum, die, wenn Postvorschuss anfiel, doch eigentlich mit der Fahrpost befördert werden mussten (Geldverkehr, wie bei Wertbriefen). Aber wie oben zitiert, auch mir fehlen Kenntnisse bei Postvorschuss und Fahrpost.
Deshalb hier eine Wendebriefseite mit normaler Portbelastung von 7 Kr.
Aber was ist das auf dem 2. Wendebrief in rot und blau?
Nebenbei: Da uns die Aktenlage fehlt, können wir nur rätseln, warum der eine Brief normal, einmal mit Postvorschuss und andersmal als Portobrief zurückgeschickt wurde. Ich denke, es handelte sich dabei immer um die Bestätigung des Erhalts des Inhaltes der Briefe.
Luitpold
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Zitat
Original von abrixas
@µkern
Abgesehen davon wirst Du zu diesem Thema wenig Beiträge erhalten.

Gruß
abrixas

Ein wahres Wort- bisher ;): Bilder sagen mehr als Tausend Worte

Mehr 10IIer waren hier noch nicht (2 x 10 normal eingeschoben - letzte im März 1867 verwendet). Deshalb kein Kommentar von mir
Luitpold
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Hallo Dienstheini,
ich weiß, Einschreib-Briefe nach Holland sind nichts besonderes. Deshalb wundert es mich, dass hier keine gezeigt werden, mit der 5er als Teil der Frankatur, wie bei meinem Brief. Nachdem das also nichts ist, kann ich zu diesem Thema leider nichts mehr beitragen.
Luitpold
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Hallo Altpapierfreunde

hier ein Decret vom 14. Mai 1807 vom Bischöflichen Vikariat in Würzburg (siehe Trockensiegel) an "Den fürstbischöflich Würzburg(schen) Dur? Pfarrer zu Neckarelz (Neckarelz ist ein Stadtteil von Mosbach in Baden-Württemberg. Nach der Karte im Hendschel-Atlas gehörte Neckarelz am Ende des 18. Jahrhunderts noch zum Postamtsbezirk Würzburg).
Portovermerk FREY bzw. fo (franco Neckarelz). Stempel Einzeiler in rot R3 WURZBURG (Feuser 4001-5).Bitte berichtigen wenn Fehler
. Vielen Dank.Luitpold
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Hallo Dienstheini,
wenn sich keiner traut, aber gleich vorweg - Belege mit 5 Pf. habe ich nicht zu bieten
- möchte ich doch mal mit diskutieren.Im Michel-Katalog ist vermerkt "Wegen drohendem Markenmangel wurde Nr 61y ab Jan. 1920 nochmals für frankaturgültig erkärt ..."
Wie ist das zu verstehen, wenn doch eigentlich schon andere Marken vorrätig waren bzw. nachgeschoben wurden (gültig war die 5 Pf. Wappen wohl bis 30.6.1920). Sicherlich eine Vorsichtsmaßnahme der Regierung aufgrund politischer Verhältnisse (wurden schon in diesem Thread besprochen).
Hier zwei Belege aus der Zeit, wobei vor allem die Karte einen interessanten Text aufweist. Dort ist zu lesen "von den heute das erste Mal verausgaben Bayern Werte a 10, 5 ... habe ich Ihnen heute - Regensburg, den 3. März 1920 - je 100 St. zugesandt". Kann es sein, dass es regional zu Ausgabetag-Verschiebungen kam (wäre ja nicht ungewöhnlich)?
Anhang
Drucksache-Briefumschlag mit Germania Mi. 138 5 Pf. grün Aufdruck"Freistaat Bayern" von .. 1919 / Karte mit Bayern Mi. 180 15 Pf. du.rosarot "Abschiedsausgabe" (Tarif 1.10.1919 - 6.5.1920)PS
Was gibt es schöneres für einen Sammler als "Freitage" und Regenwetter?
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Und zum Schluss ein Rätsel

3-Farben-Frankatur - eines
?(Briefes nach
?(.Warum ist die Bewertung hier erheblich reduziert (war doch erlaubt und bei diesem Brief gar nicht anders möglich - auch wenn vielleicht ein Sammler am Werke war) ;). Michel geh zur Ruh

Luitpold
PS
Letze Aufforderung zum Mitmachen - oder ist Bayern nur Kreuzer oder was

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Na dann möchte ich Luitpold doch einmal bitten, das Rätsel zu lösen.
Wenn die Karte nun doch in einem klitzekleinen bayrischen Nest geschrieben wurde, dann...........
[/quote]Eigentlich ging es um die handschriftliche "Entwertung". Es könnte ein W (wie Würzburg) heißen, oder eben das Örtchen, welches so liebevoll bezeichnet wurde. Wieviele Orte mit W in Bayern gibt es? Auf der Karte selbst ist dazu leider kein weiterer Hinweis zu finden.
Luitpold
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Da ich mir es höchstselbst und huldvoll erlauben kann, hier "meine" Karte mit eigener Marke - siehe Kartentext
- (patriotisch überfrankiert
und außerhalb des Themas), aber es zeigt, welche Begeißterung das Publikum - Briefmarkensammler - für den Prinzregenten bzw. -Marken aufbrachte 
Luitpold
Ach ja das Alter - vergessen zu fragen:
Einen Luitpold-Ausgaben Thread machen wir nicht auf
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So ganz schlau werde ich nicht aus dem Postkarten-Tarif - Fernverkehr: 5 Pf. Wer hat die Tarife für das Europäisches Ausland, wie die Schweiz, hier galt 10 Pf.

Ist der Blaustiftvermerk von einem Postler - 10 Pf - noch 5 Pf.

Als Vergleich eine 2. Karte.
Luitpold Rathlos
