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Beiträge von fpjourne

  • Wertermittlung: Briefe Vorphilatelie (Versicherung)

    • fpjourne
    • 31. August 2018 um 12:18

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    im Rahmen einer neuen Versicherungspolice muss ich den Wert einer Sammlung von Briefen aus der vorphilatelischen Epoche angeben. Leider ist das überhaupt nicht mein Thema, die Sammlung war Teil einer innerfamiliären Schenkung.

    Es handelt sich um ca. 20-30 Briefe aus vorphilatelischer Zeit, zum Teil mit Siegeln, zum Teil handschriftlich oder mit Stempeln entwertet, das meiste "innerdeutsch" (falls dieses Wort für diese Epoche zutreffend ist), manches auch "europäisch" (Deutschland nach z. B. Frankreich). Alle Briefe sind aufgefaltet in hochwertigen A4-Schutzhüllen aufbewahrt und wurden, so lange ich mich erinnern kann, bei anderen Wertsachen im Schranksafe aufbewahrt. Leider ist der Vorbesitzer (bzw. originäre Sammler) schon vor sehr langer Zeit verstorben, ohne irgendwelche Hinweise auf die Werte zu hinterlassen.

    Gibt es irgendwelche Faustregeln oder Schätzungen, wie hoch der Wert dieser Sammlung anzusetzen ist? Oder ist das, ähnlich wie bei Briefmarken absolut abhängig von bestimmten Faktoren, so dass keinerlei Einschätzung möglich ist?

    Beste Grüße

  • Briefmarken als Wertanlage bzw. Spekulationsgut

    • fpjourne
    • 27. Juli 2018 um 10:33

    Die Umsatzsteuer wird erst bei Überschreitung von 17.500,00 € Umsatz im Jahr relevant, ansonsten würde man in die Kleinunternehmerregelung nach §19 Umsatzsteuergesetz fallen. Könnte aber tatsächlich, gerade bei umfangreichen Aktivitäten, ein Thema ergeben. Ich habe aber grundsätzlich fast täglich mit Steuerthemen zu tun und bewerte das Risiko für den typischen Sammler, der z. B. Ebay als Erwerbs- und Veräußerungsplattform nutzt als äußerst gering.

    Es gibt einen Präzedenzfall von einem Bierdeckelsammler, der über viele Jahre hinweg zwischen 20.000,00 € und 60.000,00 € Ertrag über den Verkauf von Bierdeckeln bei Ebay erzielt hat. Dieser wurde als Gewerbetreibender rückeingestuft und musste nachzahlen.

    Die Begründung lag vor allem darin, dass er nur zum Zwecke der Veräußerung Ein- und Verkauft hat und zudem, soweit ich mich erinnere als Hauptbegründung des Urteils, einen Großteil bis seinen kompletten Lebensunterhalt über den An- und Verkauf von Bierdeckeln bestritten hat.

    Ich habe beruflich viel mit legalen Themen zu tun und grundsätzlich zeigt meine Erfahrung, dass der gesunde Menschenverstand immer sehr viel weiterhilft und in der Praxis mehr Beachtung findet als man nach dem Spruch "Recht haben und Recht bekommen sind ganz unterschiedliche Themen" vermuten möchte, vor allem wenn es um mehr oder weniger private bzw. in die nicht-berufliche Sparte fallende Themen geht.

    So sehe ich z. B. den Fall eines Sammlers, der Alben kauft und Dubletten verkauft, ohne dabei große Gewinne zu erzielen (denke 2.000,00 € - 3.000,00 € im Jahr wären noch irgendwo vertretbar), und gleichzeitig seine Sammlung pflegt, als unkritisch an; das Sammeln steht im Vordergrund und der Austausch von Sammelmaterial ist seit jeher eine gängige Praxis in diesem Umfeld - ob der Austausch nun gegen Geld, das Universaltauschmittel, oder andere Sammelobjekte stattfindet, ist hier nicht relevant. Auch "gute Deals" sind hier sicher unproblematisch, sonst wäre z. B. auch der Sammler, der ein günstiges Sammelobjekt gegen ein sehr viel Teureres tauscht verpflichtet, den Wertzuwachs in seiner Steuer auszuweisen.

    Als kritisch hingegen würde ich den Fall einstufen, in dem ein Nicht-Sammler große Posten an Briefmarken kauft, diese dann durchsieht und zu einem höheren Preis weiterverkauft, und das zudem mit einer hohen Regelmäßigkeit. Hier wäre eindeutig ein Gewerbebetrieb zu verorten und die entsprechenden Regelungen müssten Anwendung finden.

  • Briefmarken als Wertanlage bzw. Spekulationsgut

    • fpjourne
    • 26. Juli 2018 um 15:29

    Zum Thema Steuern: Ich bin natürlich in Beratung und habe dort das Thema auch schon diskutiert; mir wurde es als vollkommen unkritisch erläutert, weil der Aufbau der eigenen Sammlung im Vordergrund steht, und zudem die Ausgaben die Einnahmen überschreiten, zudem ist keine Gewinnerzielungsabsicht vorhanden. Die Einnahmen, die irgendwann einmal entstehen könnten, sollte ich meine Sammlung veräußern, sind für diese Betrachtung irrelevant. Das ist analog zu der Person zu betrachten, die sich 1959 eine schönen Sportwagen gekauft hat, diesen gepflegt und mit Geld und Zeit hergerichtet hat, gebrauchte Einzelteile ver- und neue angekauft hat, und diesen dann 2018 veräußert und das x-fache der Einkaufspreise erhält.

    Anders wäre es zu betrachten, wenn ich z. B. lediglich Sammlungen ankaufen würde, diese dann zerlegen, und in Einzelteilen zu einem höheren Preis verkaufen würde. Das wäre dann steuerlich relevant.

    Zitat von Briefmarkentor

    Und ohne ordentliche Aufzeichnungen schätzt das Finanzamt dieses Ergebnis, wenn es mal hart auf hart kommen sollte.

    Das ist richtig, kann aber auf sehr viele Themen angewandt werden; in der Regel sind die Kleinsummen, die bei der Hobby-Ausübung anfallen, aber völlig uninteressant für das Finanzamt. Trotzdem: Eine ordentliche Dokumentation ist wichtig und richtig für jede(n), der/die (wenn auch nur als Hobby) Dinge an- und verkauft, so z. B. sicherlich auch der Verkauf einzelner Dubletten auf Ebay, der ja sehr gerne betrieben wird.

    Im Grunde gilt meiner Meinung und der Aussage meines Steuerberaters nach zusammengefasst: Betreibt man das Briefmarkenhobby ohne unmittelbare Gewinnerzielungsabsicht, dokumentiert ordentlich und setzt keine Unsummen an Geld (da spreche ich aber wirklich von mittleren fünfstelligen Beträgen) durch, wird man steuerlich keine Probleme bekommen. Der irgendwann erfolgende (Not-)Verkauf der eigenen Sammlung ist steuerlich nicht relevant.

  • Briefmarken als Wertanlage bzw. Spekulationsgut

    • fpjourne
    • 26. Juli 2018 um 09:56

    Sg. Damen und Herren,

    vielen Dank bisher für den vielseitigen Input. Zum Thema Handel: Als Handel im steuerlichen Sinne würde ich es nicht bezeichnen, da vorwiegender Zweck der Aufbau der Sammlung ist und die Transaktionen mit Verlust stattfinden - d. h. es wäre eher bei Liebhaberei einzuordnen, falls steuerliche Fachtermini Anwendung finden würden.

    Aber ja: Das Denken des Kaufmanns ist mir inherent, darum auch dieser Faden.

    Ich stimme aber zu, dass der Betreff bzw. die Worte "Wertanlage" und "Investitionsgut" falsch gewählt sind, da dort der Sachverhalt tatsächlich anders läge - bitte um Entschuldigung.

    Zum Thema Preisentwicklung bei Ebay & Co: Leider beobachte ich diese auch. Anfangs habe ich im Verkauf durchschnittlich 18,00 € pro Album erzielt, mittlerweile liegt es eher bei 13,00 € - 15,00 €, was ein durchaus merklicher Verfall ist - andererseits wirkt sich das auch auf meine Einkaufspreise aus, jedoch ist da der Preiswiderstand höher.

    rabege: Derzeit würde ich schätzen, dass ich pro Monat ca. 2 Posten verarbeiten kann, das entspricht rund 30-40 Alben, was bei einem entnommen Katalogwert von jeweils 2.500,00 € bis 10.000,00 € zum kalkulierten Wertzuwachs von ca. 75.000,00 € pro Jahr führt - jedoch: Ich merke, dass meine anfangs wirklich sehr überschaubare Sammlung (4 Alben) mittlerweile zu sehr wächst, weil sich einiges 10,00 € - 20,00 € Material aufstaut, das ich eigentlich nicht behalten muss. Hier werde ich Anfang 2019 eine harte Kante setzen und konsequent alles mit einem Katalogwert von <20,00 € in kleinen Lots abverkaufen.

    Zum Thema Prüfung: Manche Stücke sind geprüft, die meisten jedoch nicht. Da ich aber von vielen, gerade frühen, Werten eine hohe Farbvarianz besitze, werde ich hier Prüfungen durchführen lassen - das traue ich mir, anders als Wasserzeichen, Zähnungen und Co - einfach nicht zu, mein Farbsehen ist, so glaube ich, eher mangelhaft. Auch das Thema Papier finde ich leider sehr kompliziert zu bewerten, gerade auch z. B. bei bayerischen Dienstmarken, von denen ich vor kurzem eine große und gut sortierte Menge in einer Sammlung gefunden habe, die durchaus eine gewisse Variantenvielfalt aufweisen könnte.

    Mit den besten Grüßen

  • Briefmarken als Wertanlage bzw. Spekulationsgut

    • fpjourne
    • 25. Juli 2018 um 14:14

    Sg. Damen und Herren,

    vielen Dank für die ersten Einschätzung. Meine Rechnung sieht in etwa so aus:

    Ich kaufe ein Lot von bspw. 20 Alben für (je nach Qualität) 150,00 - 400,00 € - daraus entnehme ich die (für meine Sammelgebiete) relevanten Marken, pro Sammlung meist ca. 50 - 100 Stück, die dann einen Gesamtkatalogwert von geschätzt 2.500,00 € - 10.000,00 € haben (je nachdem wie viel Glück ich hatte). Im Anschluss verkaufe ich die Sammlung (manchmal auch in kleineren Teilen) für ca. 75% meines Einkaufspreises weiter, d.h. ich habe für einen Katalogwertzuwachs von 2.500,00 € - 10.000,00 € einen Preis von 38,00 € - 100,00 € bezahlt, d.h. zwischen 1,5% und 1% des Katalogwertes. Zudem entnehme ich fair und bin im Einkauf recht geschickt bzw. suche (so glaube ich) ankaufwürdige Sammlungen gut aus, so dass ich (bislang) die 75% meines Einkaufspreises bislang auch immer als Verkaufspreis realisieren konnte, ohne das Gefühl zu haben, jemanden zu übervorteilen (Anm.: Ok - natürlich hole ich die "dicksten Dinger" raus, aber ich fahre dafür auch durch die Gegend und mache mir wirklich Mühe im Ankauf). Wer sich fragt wie ich an die Sammlungen komme, gerne ein paar Tipps: Wohnungsauflösungen, Flohmärkte (eher selten), Ebay-Kleinanzeigen (ab und an, aber da wird viel geschummelt), Hausflohmärkte (Geheimtipp: In besseren Gegenden), Aushänge an öffentlichen Plätzen in besseren Gegenden (z. B. Supermärkte - auch ein Geheimtipp), Mundpropaganda im Freundes & Bekanntenkreis.... meine derartigen Aktivitäten beschränken sich derzeit nur auf die Wochenenden und den Feierabend, aber es klappt eigentlich sehr gut und ich habe wirklich Freude daran, neben meiner Bürotätigkeit, noch ein "Schatzsucher" zu sein.

    D.h. für meine aktuelle Sammlung mit Katalogwert geschätzt um die 120.000,00 € habe ich zusammengerechnet und geschätzt etwa 1.300,00 € bezahlt, d.h. ein bisschen über 1% vom Katalogwert - bei einem Verkauf in Einzelstücken wäre doch (denke ich zumindest) schon jetzt ein Erlös von ca. 8.400 € (7% Katalogwert - basierend auf meiner Einschätzung aus Ebay, Ebay-Kleinanzeigen und Co) möglich?

    Bitte korrigieren Sie mich, falls ich falsch liege, ich würde das Sammeln trotzdem nicht aufgeben, weil es mir Freude bereitet, aber als Unternehmer liegt mir natürlich auch die Betrachtung der Wertperspektive einfach sehr nahe.

    Beste Grüße

  • Briefmarken als Wertanlage bzw. Spekulationsgut

    • fpjourne
    • 25. Juli 2018 um 11:11

    Sg. Damen und Herren,

    zuerst vielen Dank für die Aufnahme in Ihrem Forum. Mich treibt seit längerem ein Thema um, welches ich gerne mit Ihnen erörtern möchte - und zwar, wie sind Briefmarken unter dem Aspekt der Marktlage als Investitionsgut zu bewerten?

    Ich selbst besitze eine kleine aber feine Sammlung (Schwerpunkt Deutsche Kolonien, Auslandspostämter, Besetzte Gebiete, Deutsche Abstimmungsgebiete, Altdeutschland, Deutsches Reich, Alliierte Besetzung und BRD/Berlin/DDR bis ca. 1953, sowie Briefe/Postkarten von ca. 1800 bis 1949), die trotz geringer Anzahl der Einzelstücke (ca. 5.000 Stück) einen sehr ordentlichen Katalogwert aufweist - Massenware für unter 5,00 € / Stück ist nicht enthalten, leider auch keine absoluten Spitzenwerte für 1.000,00 € +), dafür vieles im Bereich 50,00 € - 800,00 €; und zwar besitze ich diese Sammlung aus 2 Gründen:

    a) Ich habe Spaß am Sammeln

    b) Ich möchte ein Anlageobjekt aufbauen, welches über die Zeit an Wert gewinnt; Orientierungshilfe sollen dabei nicht Katalog- sondern Marktpreise sein.

    Der Erwerb der Marken läuft bei mir über Flohmärkte, Ebay-Kleinanzeigen und Co ab, von Ebay sehe ich ab, da dort keine wirklichen Schnäppchen zu machen sind. Meist kaufe ich ein Konvolut von 20-50 Alben an, entnehme meine Sammelgebiete und verkaufe den Rest preiswert weiter. Dadurch realisiere ich extrem gute Einkaufspreise pro Marke. Eine tiefe Durchsuchung (PF & Co) nehme ich nicht vor (außer bei Infla-Werten), erstens fehlt mir die Zeit und zweitens soll auch der Käufer noch die Gelegenheit haben, einen Schatz zu finden.

    Mein Ziel ist es, der Sammlung bis 2034 einen Katalogwert von ~ 1.000.000,00 € zu verleihen, was je nach Einkaufspreisen für Konvolute ein realistisches Ziel ist, derzeit beträgt der Katalogwertzuwachs pro Jahr ca. 75.000,00 €, wobei ich davon ausgehe, dass ich in absehbarer Zukunft mehr Zeit für die Sammlung haben werde - derzeit leite ich ein KMU als Geschäftsführer und habe entsprechend limitierte Zeitressourcen.

    Drei weitere Punkte zur Berücksichtigung:

    a) Ja - mir ist klar dass ich, würde ich die Zeit, die ich in meine Sammlung investiere, anderweitig investieren (z. B. in die Durchführung von Consulting-Veranstaltungen), mehr Gewinne realisieren könnte, als durch das Zeitinvestment in die Briefmarkensammlung. Diese entstehenden Opportunitätskosten sollen jedoch nicht Teil der Betrachtung sein.

    b) Ich kenne die Marktpreise, mir ist daher absolut klar, dass ein Katalogwert von den angestrebten 1.000.000,00 € sich nicht in einem annähernd so hohen potentiellen Verkaufspreis niederschlägt - ich würde je nach Auktion dann eher von 50.000,00 € ausgehen.

    c) Ziel der Sammlung ist nicht der Verkauf 2034, 2034 habe ich mir nur als realistischen Milestone gesetzt. Ich plane eher, die Sammlung fortzuführen (und den Wert als schönes Beiwerk zu betrachten), sie zu vererben oder, sollte es notwendig sein, zur Aufbesserung der Altersrente zum Zeitpunkt meines Renteneintritts (2049) zu veräußern.

    Nun meine Themen:

    a) Wie betrachten Sie das Unterfangen generell? Gibt es ähnliche Unterfangen in der Community?

    b) Teilen Sie meine Einschätzung, dass die Katalogwerte von Marken aus meinen Sammelgebieten bis 2049 weiter steigen werden?

    Gerne natürlich auch weiterer Input, den ich jetzt nicht berücksichtigt habe.

    Beste Grüße

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