Gießen (jri). Ein Briefmarkensammler aus Gießen hat vor genau 100 Jahren neue Standards in der Geschichte der Philatelie gesetzt. Georg Kochs General-Sammlung »Deutschland und die Welt« wurde bei einer Auktion in Paris für die damals gewaltige Summe von etwa 320 000 Reichsmark versteigert - nach heutigem Ermessen weit über eine Million Euro.
Die Liebhaber von Postwertzeichen staunten nicht schlecht über die fantastischen Raritäten aus dem Besitz des Gießeners, die ihnen das Auktionshaus Gilbert & Köhler im Jahr 1908 in der französischen Hauptstadt im traditionsreichen Hotel Drouot präsentierte. Wie die AZ recherchierte, lebte Koch in einer Villa in der Ludwigstraße 61 in Gießen. Er war von Beruf Ingenieur und starb im Jahr 1925. Seine Sammlung gilt bis heute als eine der bedeutendsten Briefmarken-Kollektionen der Welt.