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Eine Bitte bzgl Fahrpost

  • doktorstamp
  • 4. April 2008 um 05:24
  • doktorstamp
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    2.529
    Geschlecht
    Männlich
    Geburtstag
    30. September 1955 (70)
    • 4. April 2008 um 05:24
    • #1

    Unter Euch ist gewiss jemand der sich mit der Fahrpost auskennt.

    Wäre es möglich für mich und andere eine kurze Einführung zusammenzufassen.

    Wie war die Handhabung? Welche Postsendungen waren für die Fahrpost bestimmt. Welche Ausnahmen gabs?

    Zu dem Porto, wie ist es errechnet, gab es da Porto und Franko Sendungen?

    Was galt bei der Fahrpost als qualifizierte Sendung? Und, und, und.

    Ich und die anderen werden dir dankbar sein.

    mfG

    Nigel

    Sammeln wie es einem Spaß macht

  • rabege
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    678
    • 30. April 2008 um 14:23
    • #2

    Hallo Nigel,
    dass du bisher keine Antwort erhalten hast, dürfte daran liegen, dass man ein Buch schreiben müßte, um alle deine Fragen zu Beantworten.

    Die Briefpost war für die Beförderung von Briefen, Postkarten, Drucksachen, Warenproben (bis zu einer bestimmten Gewichtsgrenze) und Zeitungen zuständig,
    die Fahrpost für Pakete mit u. ohne Wertangabe, Postanweisungen, Wertbriefe und Postvorschussbriefe.

    Die anhängende Tabelle zeigt den Umfang der Beförderungsleistung zur Zeit des NDB, die Fahrpost war nur für ca 10% der Sendungen zuständig, vom Volumen her dürfte sie die Leistung der Briefpost jedoch übertroffen haben.
    Erstaunlich fand ich den hohen Anteil der Zeitungen am Postverkehr.

    Die Tarife der Fahrpost sind je nach Gebiet und Zeit sehr unterschiedlich und setzten sich, zB für Pakete, aus verschiedenen Faktoren zusammen:
    Entfernung, Gewicht, eventuell noch Versicherungsgebühr...
    Das kann man hier nicht alles aufführen,
    Gruß rabege

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  • lickle
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    • 30. April 2008 um 14:31
    • #3

    Hallo Doc,

    von Christian Hörter gibt es sogar ein Buch über die Fahrpost und er konnte auch nur einen groben Überblick geben. Die Werke von Konrad Schwarz, die in meiner Literaturliste verzeichnet sind geben einen Einblick, wie viel es zu den Postsendungen zu sagen gibt. Die meisten Büchlein befassen sich mit den Gegenständen der Fahrpost. Du solltest zumindest den Zeitraum und das Gebiet eingrenzen für den Du eine Übersicht haben willst.

    Grüßle

    lickle

  • Erdinger
    aktives Mitglied
    Beiträge
    345
    • 30. April 2008 um 15:16
    • #4

    Hallo Nigel,

    ich kann meinen Vorrednern nur zustimmen: Das ist ein weites Feld ... und dank deutscher Kleinstaaterei sehr unübersichtlich.

    Das Buch von Hörter habe ich letzte Woche gelesen - ich könnte aber nicht sagen, dass ich alles verstanden, geschweige denn verinnerlicht hätte. Dazu ist die Materie etwas zu kompliziert (allein die Errechnung von Franko/Porto anhand von Progressionsstufen kann nicht-mathematisch veranlagten Menschen wie mir den Schweiß auf die Stirn treiben). Abgesehen davon geht es nur auf die Verhältnisse in Bayern und Preußen, allgemein noch ein wenig auf die im DÖPV ein. Leider hatte ich das Werk nur leihweise zur Verfügung, aber irgendwann wird der Kauf fällig!

    Das Buch von Wigand Bruns, Altdeutschland Fahrpostbriefe 1824 - 1874, kenne ich noch nicht, es konzentriert sich aber auch im wesentlichen auf Preußen.

    Viele Sammlergrüße vom
    Erdinger

  • doktorstamp
    Stamm Mitglied
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    Geburtstag
    30. September 1955 (70)
    • 30. April 2008 um 17:38
    • #5

    Um es einzugrenzen.

    Ich sammle Postvorschußbriefe von Anfang an. In der Markenzeit ist es ein und für sich kein Problem das Porto herauszuarbeiten. Aber zuvor, das ist eine andere Geschichte.

    Jetzt wird es ausgedehnt da ich sie überall her habe, mal T & T, mal Preussen, mal Baden und, und, und.

    Für Sachsen habe ich dank einem bekannten Ehepaar einige Anordnungen und desgleichen, leider aus Sachsen noch keinen Vorschußbrief in meinem Besitz, werde ich nachholen mussen.

    Der erste mir bekannte Vorschußbrief ist allerdings aus Sachsen und zwar 1754, danach kommt Württemberg an der Reihe mit zirka 1784, die in meinem Besitz sind aus Jahren zwischen 1820 und 1860 oder so, ich habe sie nicht vor mir liegen.

    Bemerkenswert ist aber die Tatsache, aus der Markenzeit sind solche oft ohne Marken befördert worden. Warum eigentlich?

    Eine Anordnung hier konnte ich nirgendswo auftreiben.

    Bin gespannt was die antwort ist

    mfG

    Nigel

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