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Fragen zu altdeutschen Briefen

  • Nordlicht
  • 1. April 2008 um 16:21
  • bayern klassisch
    Gast
    • 29. Juni 2008 um 07:03
    • #121

    @Briefmarkensammler991,

    Bayerns Postwertzeichen waren, so glaube ich, auch in den Kolonien gültig (zumindest kenne ich etwa 20 Ganzsstücke, die anstandslos befördert wurden).

    Für eine Spielerei halte ich es dennoch, denn 5 Pfg. hätten doch wohl als Postkarte ausgereicht, oder?

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • rabege
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    678
    • 30. Juni 2008 um 10:47
    • #122

    Hallo Altsax, bayern klassisch,
    gibt es noch eine Auflösung zum Sachsenbf ?
    Gruß rabege

  • bayern klassisch
    Gast
    • 30. Juni 2008 um 11:00
    • #123

    Hallo rabege,

    ich denke, du hast das Schiff versenkt. Kriegsbrief mit einer Postlaufzeit, die nicht anders zu erklären ist. Normalerweise kam die Post von Sachsen in Nürnberg innerhalb von 24 Stunden an - hier sah das etwas anders aus.

    Beste Grüsse von bayern klassisch

  • rabege
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    678
    • 30. Juni 2008 um 11:46
    • #124

    darf ja auch mal einen Treffer landen....
    allerdings hatte ich mir etwas mehr Hintergrundinfos erhofft.
    Wurden die Briefe einfach nur ein paar Tage zurückgehalten, oder gab es auch Zensur oder Zurückweisungen?
    War die Behandlung während der Kriegszeit gleich ?
    Gabs unterschiedliche Verfahren bei den Kriegsparteien....wären so die Fragen, die mir auf Anhieb einfallen,
    Gruß rabege

  • bayern klassisch
    Gast
    • 30. Juni 2008 um 12:29
    • #125

    Hallo rabege,

    ich kann dir nur für Bayern antworten:

    1. Zurückgehalten ist vielleicht der falsche Ausdruck dafür, nur machte eben die Armee mehr oder weniger den Dienstplan. Die Post konnte nicht druch Kriegsgebiet, Aufmarschgebiet, feindlich besetztes Gebiet usw. usw. fahren, in der Hoffnung, dass die Granaten Drucksachen und Einschreiben verschonen würden. Wenn es ging, dann ging es; wenn nicht, dann blieb die Post eben liegen oder es war eine sicher Umgehung zu suchen. Einfach war das sicher nicht.

    Es gab auch Kriegsumleitungen, aber nicht, so weit ich weiß, bei der Korrespondenz der Alliierten untereinander, es sei denn s. 1..
    Dennoch ist hier, auch mangels Masse, vielen nicht erforscht.

    2. Die Behandlung der Poststücke von Privaten war identisch. Nur nahm die Post keine Wertsendungen mehr an, bzw. versandte sie nur auf Gefahr des Absenders (die Gefahr, dass ein Zug getroffen wurde, und vielleicht Tausende oder gar Zehntausende von Postsendungen damit verloren wären, war ein großes finanzielles Risiko, wobei Ersatzleistungen durch Kriegsschäden bei Einschreiben z. B. ausgeschlossen waren!). Heute heisst so etwas höhere Gewalt.

    3. Es ist für die Forschung schwierig, herauszufinden, wie das überhaupt im einzelnen lief. Die Südstaaten dürften sicher gut koordiniert gewesen sein. Zu Sachsen und Österreich kann ich mich nicht äußern.

    Ein paar Spezialiäten des Krieges von 1866 könnte ich aber schon zeigen ...

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Altsax
    aktives Mitglied
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    1. Juli 1850 (175)
    • 30. Juni 2008 um 17:21
    • #126

    Hallo zusammen,

    die Laufzeitverlängerung innerhalb Sachsens hatte zwei Gründe:

    1. Die Bahnlinie Leipzig - Hof war ab Mitte Juni bis zum 2.8.1866 durch Kriegsereignisse unterbrochen.

    2. Seitens der preußischen Besatzungstruppen wurde insbesondere, aber nicht nur Korrespondenz zwischen der verbündeten Staaten gesammelt und - wohl nur stichprobenartig - zensiert, erkennbar an entsprechenden Stempeln und Aufklebern.

    Beste Grüße

    Altsax

    PS: Die normale Postlaufzeit zwischen Leipzig und Nürnberg betrug wegen der durchgehenden Bahnverbindung selten mehr als 24h

  • Altsax
    aktives Mitglied
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    1. Juli 1850 (175)
    • 30. Juni 2008 um 22:18
    • #127
    Zitat

    Original von bayern klassisch
    Hallo rabege,

    ich kann dir nur für Bayern antworten:

    2. Die Behandlung der Poststücke von Privaten war identisch. Nur nahm die Post keine Wertsendungen mehr an, bzw. versandte sie nur auf Gefahr des Absenders (die Gefahr, dass ein Zug getroffen wurde, und vielleicht Tausende oder gar Zehntausende von Postsendungen damit verloren wären, war ein großes finanzielles Risiko, wobei Ersatzleistungen durch Kriegsschäden bei Einschreiben z. B. ausgeschlossen waren!). Heute heisst so etwas höhere Gewalt.

    Das war in Sachsen nicht anders, wie der beigefügte Postschein zeigt

    Altsax

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  • bayern klassisch
    Gast
    • 1. Juli 2008 um 05:42
    • #128

    Lieber Altsax,

    das ist ein Klasse - Stück, welches ich so noch nicht gesehen habe.

    Bei Bayern ist mir kein Postschein aus dem Krieg bekannt - leider.

    Ich zeige bei Gelegenheit mal ein paar interessante Stücke. Viel gibt es aber nicht.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • rabege
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    678
    • 1. Juli 2008 um 07:43
    • #129

    Hallo ,
    weil es gestern den passenden Brief zur Antwort auf den Badenbf nach Lindenberg vom 24.05 gab, zeige ich ihn hier: Späte Verwendung der 9 Kr Marke - frühe Verwendung des Postablage - o Lindenberg als AK-o,
    Gruß rabege

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  • fahrpostalbi
    neues Mitglied
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    88
    • 1. Juli 2008 um 20:52
    • #130

    Hallo,

    seit geraumer Zeit bin ich im Besitz nachfolgenden Briefes aus
    Würzburg vom 20.12.70 und kann mir keinen Reim aus den
    Taxierungen machen. Vielleicht fällt jemanden etwas dazu ein ??
    - Mir jedenfalls nicht

    Rückseitig findet sich nur der Ankunfts-Ausgabe-Stempel von
    Ansbach

    mit besten Grüssen
    fahrpostalbi

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  • bayern klassisch
    Gast
    • 2. Juli 2008 um 06:34
    • #131

    Hallo fahrpostalbi,

    der Brief ist ganz einfach zu knacken (Tarifperiode 1.1.1868 bis 31.12.1875):

    Oben links steht 2f; das heisst nicht, wie bei einem Fahrpostbrief, 2 Florin, also 2 Gulden, sondern bei der Briefpost ab 1868 "Zweifach", da es ja nur noch 2 Gewichtsstufen gab.

    Somit wurde gerechnet:

    2. Gewichtsstufe frankiert kostete nur 7 Kr., aber unfrankiert 11 Kr.!

    Da unterfrankierte Briefe wie unfrankierte, abzüglich der geklebten Marke(n), zu taxieren waren, wurde gerechnet:

    11 Kr. minus der 3 Kr. Marke = 8 Kr. Nachzahlung beim Empfänger.

    Kleines Rechenbeispiel für einen unterfrankierten Brief der 1. Gewichtsstufe (unter 1 Loth bzw. unter 15g):

    Verklebt wurden auf einfachem Brief 2 Kr., statt der korrekten 3 Kr.. Dann war zu rechnen:

    7 Kr. für den einfachen, unfrankierten Brief, minus der geklebten 2 Kr., also noch 5 Kr. zu bezahlen.

    Alles klar?

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • oisch
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    • 2. Juli 2008 um 20:53
    • #132

    Guten Abend,

    Nach längerer Abstinenz, die zum einen Teil auf Fußball und das schöne Wetter zum anderen aber auch auf einem Mangel an vorzeigbaren Belegen (Sommerloch) zurückzuführen ist, möchte ich als meine neueste Erwerbung den "Grenzgänger-Brief" eines Französischen Weinkomissionärs aus Wissembourg (Elsaß) nach Neustadt a. Haardt vorstellen. Durch Auflieferung im grenznahen Bayern musste der clevere Geschäftsmann anstelle von 40 Centimes (ca. 12 Kr.) französisches Auslandsporto nur 3 Kr. innerbayrisches Porto berappen. Schöne Entwertung der Mi.-Nr. 15 durch Bahnpoststempel Neust : Weissenburg vom 9. 10. (1869)

    Schönen Abend noch

    Oisch

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  • bayern klassisch
    Gast
    • 3. Juli 2008 um 06:26
    • #133

    Hallo Oisch,

    den hatte ich auch gesehen und bin - lucky you - weggeblieben.

    Für knapp 56 € ist er nicht teuer, zumal man ihn nicht schöner bekommen kann.

    Hast du schon versucht heraus zu finden, bei welcher Station er eingeworfen wurde?

    Glückwunsch zu dem Traumbrief sagt bayern klassisch

  • Altsax
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    • 3. Juli 2008 um 11:15
    • #134

    Die gezeigte Begleitbriefhülle hatte ich versehentlich wegen eines Zahlendrehers beboten. Sie wurde mir zu einem enorm hohen Betrag zugeschlagen, den ich wohl als Dummheitssteuer zu betrachten habe.

    Interessieren würde mich, ob derartige Belege tatsächlich so selten sind wie behauptet, und ob der Aufkleber, den ich in dieser Form noch nicht gesehen habe, etwas mit der Fürstenfamilie bzw. deren Portofreiheit zu tun hat.

    Altsax

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  • bayern klassisch
    Gast
    • 3. Juli 2008 um 12:06
    • #135

    Lieber Altsax,

    was hast du denn für das gute Stück bezahlt?

    Es ist sicher etwas außergewöhnlich, und wird von Bayern- und Taxissammlern begehrt werden.

    Der Aufkleber ist nichts besonderes, sondern üblich. Mit Taxis oder einer Portofreiheit hat er nichts zu tun.

    Für dergleichen Briefe wird etwa - von der Sondersituation des Absenders abgesehen - maximal 50 Euro bewilligt. Dieser Preis ist recht stabil geblieben in den letzten Jahren.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Altsax
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    • 3. Juli 2008 um 12:52
    • #136

    Lieber bayern klassisch,

    etwas ähnliches hatte ich befürchtet, Danke für die Info.

    Den Kaufpreis verschweige ich lieber. Steuern sind immer hoch und Dummheitssteuern besonders. Man sollte eben seine Gebote sorgfältig prüfen, ehe man sie abschickt!

    Liebe Grüße

    Altsax

  • Altsax
    aktives Mitglied
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    1. Juli 1850 (175)
    • 3. Juli 2008 um 13:49
    • #137

    Der gezeigte Wertbrief erschließt sich mir hinsichtlich der Taxen nicht, vielleicht kann jemand helfen:

    Wertbrief mit 1/2 Loth Gewicht und Wertangabe von 30 Thalern.

    In Dresden mit 10 Ngr. als vollständig frankiert gekennzeichnet, in Berlin hinter dem Frankovermerk "reicht nicht" ergänzt und als Francodefekt 5/10 (Sgr.) notiert.

    Die sächsische Post hatte die Anteile der beteiligten Postverwaltungen vorschriftsmäßig je separat ausgewiesen. Nachvollziehen kann ich diese Berechnung allerdings nicht.

    Gemäß Postvereinsvertrag waren zu erheben:

    Als Minimum des Gewichtsportos:

    bis 10 Meilen 1 Sgr.
    über 10 bis 20 Meilen 2 Sgr.
    über 20 Meilen 3 Sgr.

    Diese Berechnung war zum Aufgabezeitpunkt für jede Verwaltung separat aufzustellen. Daraus erkonnten sich aber keine Bruchteile, wie auf dem Brief vermerkt, ergeben.

    Für Wertsendungen waren zusätzlich zu erheben:

    bis zur Entfernung von 50 Meilen: 1 Sgr./100 Thaler
    Entfernung über 50 Meilen: 2 Sgr./100 Thaler

    Es ist im Vertrag nicht ausdrücklich erwähnt, aber zu vermuten, daß nur die absendende Postverwaltung den entsprechenden Betrag beanspruchen konnte.

    Beteiligt waren neben Sachsen Preußen, Lübeck sowie je nach Leitweg Hannover oder Mecklenburg.

    Ich hoffe auf Unterstützung durch die Fahrpostspezialisten.

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    • Dresden - Lübeck, 31.8.1857.jpg
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  • fahrpostalbi
    neues Mitglied
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    • 3. Juli 2008 um 19:49
    • #138

    Hallo bayern klassisch,

    da hab´ich mal wieder viel zu kompliziert vermutet und die
    -2 f - als 21 gelesen. Vielleicht kannst du mir noch die untere
    Zeile, welche ich als Gewichtsangabe deute, kurz erklären.

    Mit bestem Dank für deine schnelle Antwort und vielen Grüssen

    fahrpostalbi

  • bayern klassisch
    Gast
    • 3. Juli 2008 um 21:14
    • #139

    Hallo fahrpostalbi,

    die oberste Zeile mit "42" und die unterste haben keine postalische Relevanz.

    Der Brief ist vollständig postgeschichtlich beschrieben.

    Daher würde ich sie nicht beschreiben, wenn du den schönen Brief ausstellst.
    Lieber bei den Fakten bleiben und das Postgeschichtliche darstellen, als in privaten Vermerken herum zu interpretieren.

    Leider hat man ja oft in der Zeit der Briefe selbst etliches vorne und hinten draufgeschrieben, was uns heute nicht sehr freut. Wenn es aus der Zeit ist, wie hier, lässt man es eben stehen, wenn es nachträglich von moderner Hand draufgepinnt ist, sollte man es zu tilgen versuchen, wenn man nichts dabei beschädigt.

    Beste Grüsse von bayern klassisch

  • oisch
    aktives Mitglied
    Beiträge
    420
    Geschlecht
    Männlich
    • 3. Juli 2008 um 21:37
    • #140

    Hallo Bayern Klassisch,

    Danke fürs Abstand nehmen. Allzuviel Luft nach oben hatte ich in meinem Gebot nicht mehr und der Zweitplatzierte rückte mir doch schon bedrohlich nahe. Hinweise auf den Aufgabeort finden sich leider nicht

    Gruß

    oisch

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