Aber man kann tauschen: Briefmarkenfreunde trafen sich Am Hammer
Auch Postkarten werden gesammelt. Vorsitzender Hartmann (r.) und seine Stellvertreterin Claudia Fiegler (l.) mit Karten- und Markenalben. Foto: Christian Beier
Leichlingen (pt) Im Bürgerhaus Am Hammer stand gestern alles im Zeichen der Briefmarke. Rund 35 Liebhaber der rechteckigen Postwertzeichen trafen sich zum 24. Großtauschtag der Briefmarkenfreunde Leichlingen. Gäste aus ganz Nordrhein-Westfalen waren der Einladung des Vereins gefolgt, um auf die Suche nach Raritäten zu gehen. In Mappen, Kartons und Tüten brachten sie ihre Schätze mit. Seltene Briefmarken wie der Nothilfe-Block von 1933 haben einen Wert von mehreren tausend Euro.
An langen Tischen wurden die gezackten Papierstücke mit Hilfe von Lupen skeptisch beäugt und studiert. Ein geschultes Auge ist für Briefmarkensammler besonders wichtig, denn die Kostbarkeiten aus Papier verlieren schon durch die kleinste Beschädigung an Wert.
Wer keine neue Errungenschaft zwischen all den Briefmarken finden konnte, tauschte sich einfach mit den anderen Besuchern aus. "Schließlich teilen hier alle die gleiche Leidenschaft fürs Sammeln", stellte Paul Kooymann, Besitzer von weit über 100 000 Briefmarken, fest. Gesammelt wird mit System: "Die einen sammeln Motive, andere sammeln postfrische und wieder andere gestempelte Marken."
Kooymann selbst hat sich auf Marken samt dem dazugehörigen Briefumschlag spezialisiert, denn irgendwann musste er sich festlegen: "Alle Marken zu haben, ist doch einfach viel zu teuer!"
Klaus Hartmann, Vorsitzender der Briefmarkenfreunde Leichlingen und Organisator des Treffens, war am Ende nur mäßig zufrieden mit dem Tauschtag: "Leider gab es eine Konkurrenzveranstaltungen in Köln." Und auch das Wetter dürfte einige vom Kommen abgehalten haben. Trotzdem ist der Saal im Bürgerhaus bereits wieder für den 25. Leichlinger Großtauschtag im März 2007 reserviert.
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Auch Postkarten werden gesammelt. Vorsitzender Hartmann (r.) und seine Stellvertreterin Claudia Fiegler (l.) mit Karten- und Markenalben. Foto: Christian Beier