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Um welche Gravur Typen handelt es sich ?

  • sebastian
  • 5. März 2006 um 08:48
  • sebastian
    aktives Mitglied
    Beiträge
    86
    • 5. März 2006 um 08:48
    • #1

    Hallo!
    Hier habe ich eine 3 Kreuzer, zwei 9 Kreuzer und eine 6 Kreuzer und möchte gerne wissen um welche Grvurtypen es sich handelt.
    Und welche Farbe es sich handelt. Im ANK sind ja verschiedene Farben bewertet aber ich kann nicht die Farben genau meiner Marken hier zuordnen.
    (siehe Dateianhang)

  • Nimrod
    Gast
    • 5. März 2006 um 10:07
    • #2

    "Gravurtypen" gibt es nur bei der 3 Kreuzer und bezeichnet die Nachgravur der 3 (klebte bei der Type I an der Wertschildeinfassung) und des charakteristischen Punktes unterhalb der Adlerschwanzfedern der Type Ib. Also eine Entfernung von unschönen Details, welche mehr oder minder vollständig erfolgte. Je nach Durchführung dieser beiden Gravurstellen, spricht man dann von unterschiedlichen Gravurtypen, welche auch unterschiedlich selten sind.

    Im Gegensatz zu den Type I und Gravurtypen, sind die Type II und Type III zu sehen. Die Wappeneinfassung (kompakt) und die Position der Wert-Ziffer wurde bei den Typ I Marken verändert, wodurch die Type III entstand (Wappeneinfassung geteilt, Wert-Ziffer vom Rand abgesetzt). Bei der Type II (gibt es nur bei 9 Kreuzer, 15 Centesimi und 45 Centesimi) ist die Wappeneinfassung jedoch unverändert kompakt.

    Die Gründe, warum es hier unterschiedliche Typen, Platten, Nachgravuren, Papiersorten, usw. gibt, wären jetzt zu mannigfaltig, um alles zu erklären. Du kannst ja im Briefo-Forum meine Beiträge heraussuchen, oder hier im Detail fragen.

    Fakt ist: Du zeigst oben eine 3 Kreuzer Type IIIb, eine 6 Kreuzer Type III, und zwei 9 Kreuzer Type IIIb. Die Platten kann ich Dir aufgrund des schlechten Scans nicht nennen. Zudem würde ich hierzu weitere Details zum Papier und der tatsächlichen Farbe benötigen (ist so nicht erkennbar).

    Hier ist übrigens ein Dreierstreifen der 3 Kreuzer Type Ib dargestellt. Ich hab´ Dir die wesentlichen Details markiert. 7. Adlerflügel, kompakte Wappeneinfassung, Punkt rechts unter dem Adlerschwanz auf der Wappeneinfassungslinie und die am Rahmen hängende Ziffer 3. Auf Handpapier wird diese Type als Type Ib bezeichnet. Der Druck von den selben Stöckeln auf Maschienenpapier, wäre die Gravurtype 0-0 (extrem selten und eigentlich keine echte Gravurtype, sondern nur das Ursprungsstück....aber die Bezeichnung hat sich eingebürgert). Von dieser 0-0 ausgehend, gibt es dann eben die kleinen Abweichungen, welche zur 0-1, 0-2, 1-0, 2-0, 1-1, 1-2, 2-1 und 2-2 führen. Die 2-2 würde Deiner Type IIIb entsprechen (allerdings ohne geteilte Wappeneinfassung und ohne 7. Adlerflügel). Die IIIb hat zudem einen charakteristischen Punkt über dem Lorbeerblatt (links oben) und zwei kleine Punkte im letzten R von "Kreuzer". Ohne diese zwei kleinen Merkmale, wäre es eine IIIa.

    Bilder

    • Ib.jpg
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    4 Mal editiert, zuletzt von Nimrod (5. März 2006 um 10:17)

  • Nimrod
    Gast
    • 5. März 2006 um 10:24
    • #3

    Hier wäre noch eine Übersicht der 3 Kreuzer Typen und Platten (ohne Aufstellung der Farbvarianten, Spezialitäten und Gravurtypen, die hab´ ich wo anders untergebracht).

    Laß Dich jetzt nicht von 2x und 3x Gravur verwirren....das hat nichts mit den "Gravurtypen" zu tun, sondern bezieht sich auf die Ausbesserung des Wappenhintergrundes und dient der Plattenzurordnung.

    Bilder

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    Einmal editiert, zuletzt von Nimrod (5. März 2006 um 10:25)

  • sebastian
    aktives Mitglied
    Beiträge
    86
    • 5. März 2006 um 15:58
    • #4

    danke für die Infos, werde von der 3 Kreuzer ein besseres Foto machen, aber werde es Morgen einstellen (habe heute keine Zeit mehr dafür)

  • sebastian
    aktives Mitglied
    Beiträge
    86
    • 24. März 2006 um 14:09
    • #5

    nach einigem Schulstress, fand ich wieder Zeit und habe ( hoffendlich ), ein besseres Foto von der 3 Kreuzer eingestellt

  • Nimrod
    Gast
    • 24. März 2006 um 19:37
    • #6

    Das ist eine Type IIIb, man erkennt sie an dem Punkt über dem Lorbeerblatt (links oben unter KK). Bei der IIIc kann dieser Punkt angeblich auch vorkommen, nur in natura habe ich´s trotzdem noch nie gesehen.

    Bei der IIIb kann man dann noch in Handpapier und Maschinenpapier einteilen. Weiters lassen sich eine gewisse Zahl an Platten unterscheiden (dazu benöitige ich aber mindestens einen 600 dpi Scan...besser noch größer). Innerhalb der Platten kann dann noch in Farbvarianten unterteilt werden.

    .....

    Anbei ein Blatt mit einigen tatsächlichen Gravurtypen. Wie unschwer zu erkennen ist, fehlt da ein ganze Menge. Das liegt einzig daran, daß diese Spezialitäten einfach schwer zu bekommen sind. Wenn Du ´mal ein bisschen in die Materie eingetaucht hast, dann wirst Du wohl zuerst auf die 2-2 stoßen. Sie ist relativ leicht zu bekommen und zudem auch einfach zu identifizieren.

    Bilder

    • G.jpg
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    Einmal editiert, zuletzt von Nimrod (25. März 2006 um 00:26)

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