Hallo liball,
danke für die Erklärung. Dann ist das Stück ja gar nichts so übel, weil es nicht viele Briefe geben wird, die so gelaufen sind.
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Hallo liball,
danke für die Erklärung. Dann ist das Stück ja gar nichts so übel, weil es nicht viele Briefe geben wird, die so gelaufen sind.
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Hallo Liball
Eine Frage zu deine Erklärung habe ich.
Preussen hat Bayern die Transitkosten bezahlt. Die 12 Kreuzer CM ging dann an Bayern und Taxis. Den Rest 2 Kreuzer CM hat Preussen behalten. Liege ich richtig so?
Und danke für die Beschreibung ![]()
Viele Grüsse
Nils
Hallo Bayern-Nils,
sicher ist, dass der taxissche Transit bereits in den 5 Sgr. enthalten war. Nach dem Vertrag Bayern – Österreich standen Bayern für den Transit 12 Kr. zu. Nach Art. 33 dieses Vertrages sind sämtliche in diesem Vertrag festgesetzten Vergütungen nach dem 20 fl. Fuße zu zahlen und somit 12 Kr. C.M. Ich gehe daher davon aus, dass die gesamten 12 Kr. C.M. Bayern zustanden.
Grüsse
liball
Hallo liball,
wieso vergütet Österreich an Preußen 14 Kr. CM, wenn vertraglich nur 12 Kr. CM vorgesehen waren?
Wie erfuhr Bayern, wieviele Briefe im stillen Transit 400 km über bayerisches Terrain liefen, so dass man je Brief 12 Kr. CM auch tatsächlich von Preußen vergütet bekam und nicht einen geringeren Betrag?
Bestand auch hier die 1/2 löthige Progression linear, als 12 Kr. CM je halben Münchner/Wiener Loth?
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Hallo bayern klassisch,
Österreich hat an Preußen nur 12 Kr. C.M. vergütet. Bei den Transitkosten die dem Empfänger belastet wurden, handelt es sich um eine fiktive Gebühr. Es ist immer zu unterscheiden zwischen der tatsächlichen Vergütung an die transitgebende Postverwaltung und dem Betrag, der dem Empfänger angelastet wurde. Beide Beträge haben nur mittelbar etwas mit einander zu tun und wichen von einander oft erheblich ab. Dies wurde im Dekret vom 21.5.1819 festgelegt und galt bis in die vierziger Jahre. Heribert Kaufmann hat hierüber einen ausführlichen Artikel in der Postgeschichte Nr. 99 geschrieben.
Wie Bayern erfahren hat, wie viele Briefe im stillen Transit durch Bayern liefen, kann ich leider nicht sagen. Auf die Schnelle habe ich jedenfalls in den entsprechenden Verträgen nichts gefunden.
Bei den stückweise ausgelieferten Transitsendungen galt der einfache Satz bis 1 Loth und danach die ½ löthige Progression, bis 2 Loth also der 2fache Transitsatz. Ich gehe davon aus, dass dies auch bei den Paketen so praktiziert wurde.
Grüsse
liball
Hallo liball,
danke für deine Erklärung. Leider habe ich meine Literatur derzeit nicht im Zugriff, aber die Postgeschichte habe ich ja und werde das nachlesen. ![]()
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Hallo zusammen ![]()
endlich finde ich mal wieder die Zeit, mich hier blicken zu lassen.
Vor kurzem konnte ich aus meiner Region einen Bischofsbrief (BB) erstehen, den ich aufgrund seiner Ungewöhnlichkeit hier zeigen möchte.
Alle BB, die mir bis dato durch die Hände gegangen sind, hatten entweder einen "frei"-Vermerk oder waren als "R.S." gekennzeichnet.
Der vorliegende ist nun der erste, der mir als Portobrief (!) unterkommt (bis 6 Meilen und bis 2 1/2 Loth). Als solcher wurde er offensichtlich nicht akzeptiert (rs.: "Kann nur portofrei angenommen werden") und ging nach Miesbach retour (?). Ich vermute mal, dass der "R.S."-Vermerk erst nach Rücksendung angebracht wurde. Damit wäre dann ja alles "in Butter" gewesen. Der Brief zeigt jedoch keinerlei Vermerke für eine erneute Aufgabe.
Kann jemand meine Sichtweise bestätigen, ergänzen oder korrigieren ?
Beste Grüße
Postgeschichte-Kemser
Hallo P-K,
ich halte deine Sichtweise für korrekt.
München nahm Portobriefe als Oberbehörde von einer Unterbehörde erst gar nicht an, wie man hier schön sehen kann.
Der Absender in Miesbach musste aber zuerst einmal 9 Kr. bezahlen, die für die unfrankierte Hinsendung angefallen waren.
Nachdem das erledigt war, schickte man ihn einfach wieder nach München im Paket für Dienstbriefe, ohne den Zielort erneut zu notieren. München wußte, was zu tun war und stempelte auch nicht erneut den Ankunftstag, was man hätte machen müssen.
Fazit: Ein sehr seltener und außergewöhnlicher Brief, den nicht nur BB - Sammler am liebsten in ihrer Sammlung sehen würden. ![]()
Glückwunsch zu dieser Rosine, auch wenn es außer diesem noch ganz wenige weitere portopflichtige Briefe an das Ordinariat gibt (aus der Markenzeit).
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Hallo b-k,
herzlichen Dank für Deine Einschätzung und die weiteren Ausführungen.
Dennoch ist mir noch nicht klar, warum der Absender "blechen" mußte. Unten habe ich noch einen BB aus der VMZ angefügt, der als "R.S." gekennzeichnet ist und (richtigerweise) keinerlei Porto/Franco-Vermerke trägt.
Was aber unterscheidet die beiden Briefe ? Warum mußte der Absender beim vorigen Brief das Porto zahlen, wenn es doch eine "R.S." war ? Und wenn er nicht zahlen mußte, warum ist das vds. Porto nicht wenigstens gestrichen ? ![]()
Schlamperei - oder doch eine (mir bis dato verborgene) Systematik ?
Beste Grüße
Postgeschichte-Kemser
Hallo P-K,
bei der Hinsendung war es ein gewöhnlicher Portobrief, der zurecht taxiert wurde. Die Rücksendung annahmeverweigerter Briefe war in Bayern gratis, daher "nur" 9 Kr. Porto.
Mit diesem Betrag belastet musste Miesbach die 9 Kr. vom Absender kassieren, denn man war ja von München damit in der Briefkarte belastet worden.
Erst wenn man die äußerlichen Zeichen eines Dienstbriefes anbrachte, war die portofreie Versendung möglich, vorher nicht. Mit dem Inhalt selbst hatte das zuerst einmal gar nicht zu tun, denn die Gewährung der Portofreiheit hing auch mit den äußeren Merkmalen eines Briefes zusammen.
Wenn ich eine Freikarte für ein Bundesligaspiel habe, diese aber am Eingang nicht zeige(n kann), dann bezahle ich wie jeder andere auch für den Eintritt.
Verlasse ich kurz nach Spielbeginn das Stadion und komme mit meiner Freikarte winkend zurück, erhalte ich auch dafür freien Eintritt. Die bezahlte Eintrittskarte bekomme ich aber nicht ersetzt.
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Hallo b-k,
vielen Dank
- klingt plausibel. Dafür ein.... ![]()
Ich glaub' ich lass' das Päärchen zusammen....
Beste Grüße
Postgeschichte-Kemser
Hallo zusammen!
Ebenfalls auf der Messe in Essen fiel mir dieser Brief in die Hände, den ich wegen des roten Stempels interessant fand und für "kleines Geld" gerne mitgenommen habe - gelaufen von Schweinfurt nach Großröhrsdorf bei Pulsnitz am 13.09.1846
Schöne Grüße
Bayern-Nerv
Hallo Bayern-Nerv,
jetzt wilderst du auch noch in der VMZ!
![]()
Ein schöner Brief, den man für kleine Münze immer mitnehmen sollte; hast du gut gemacht. ![]()
Die Taxen (falls es interessiert):
6 Kr. für Bayern bis Hof. Diese wurden in 18 Neupfennige reduziert. Dazu kamen 22 Neupfennige für Sachsen plus weitere 8 Neupfennige für die Zustellung = 48 Neupfennige bzw. die siegelseitig notierten 4 Neugroschen und 8 Pfennige, die der Empfänger zu zahlen hatte. Das waren satte 4 Mittagessen damals ...
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Hallo zusammen, hallo @bk!
Dankend habe ich mir die Taxen zum Brief von Schweinfurt nach Großröhrsdorf notiert .
Der Brief war auf der Messe günstiger als eine Tasse Kaffee - und aus der gleichen Kategorie ist der Brief von Schweinfurt nach Nürnberg vom 18.9.1844 - den ich auch wieder wegen des roten Stempels mitnehmen musste! ![]()
Schöne Grüße
Bayern-Nerv
Hallo zusammen!
Nach 2 roten Stempeln kommt dann hier noch ein blauer, diesmal vom 29.9.1849 von Würzburg nach ...?... Distrikt ......Inspektion...
Ich denke, ihr könnt mir helfen !!?
Schöne Grüße
Bayern-Nerv
Hallo Bayern-Nerv,
schön, dass dich die Taxen auch interessieren - so soll das sein in der VMZ. ![]()
Der zweite rote Brief ist klar - 6 Kr. für Briefe über 12 bis 18 Meilen bis 1/2 Loth.
Die Adresse des Würzburgers ist etwas für Fortgeschrittene, oder Leser von Rezepten ... ![]()
Von (der) königlichen Regierung
An die Königliche Districtsschulinspektion Heilgersdorf
R(egierungs) S(ache).
Liebe 3 bunte Briefe, als 3 schwarze Kaffees auf der Messe. ![]()
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Hallo Bayern-Nerv
Willkommen ins VMZ Klub
![]()
Sehr schöne Briefe, und der erste hat mich besonders gut gefallen.
Danke fürs Zeigen.
Die VMZ ist sehr interessant, und man kann für wenig Geld eine schöne Sammlung machen, dazu mit viel Innhalt (auch oft Buchstablich ;))
Viele Grüsse
Nils
Hallo zusammen!
Hier für heute noch einen letzten Brief, der vielleicht in die Sammlung von Gernesammler passt - von Berlin nach London v.20.2.1844 - unten mit Vermerk F. Rotterdam m. Dampfboot - fand ich auch optisch ganz nett, musste auch mitgenommen werden.
Schöne Grüße
Bayern-Nerv
P.S.: Wenn es interessiert, könnte ich mit Stempeln von Berlin noch ein wenig mehr zeigen (u.a. Post-Behändigungschein, Insinuations-Document und noch ein paar schöne Stempel)
Hallo Bayern-Nerv,
als 1. - bitte alles zeigen, was du hast. Davon lebt ein Forum, dass man zeigt, was man hat. Also ruhig her damit. ![]()
Dein hübscher Brief aus Berlin kostete den Absender 13 Silbergroschen bis Rotterdam (Küste) und wurde von einem britischen Schiff übernommen für 8 Pence dem Empfänger ausgeliefert, war also ein Teilfrankobrief, weil GB darauf bestand, dass kontinentale Briefe bis zur Küste freigemacht wurden.
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Hallo Bayern-Nerv
Wir sehe gern alle deine Briefe.
Obwohl alles nicht von jeder kommentiert wird, wird es alles gelesen ![]()
Und geniessen ![]()
Viele Grüsse
Nils