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Alte Briefe ohne Marken...

  • rabege
  • 18. März 2008 um 18:00
  • bayern klassisch
    Gast
    • 20. Mai 2008 um 20:46
    • #181

    Hallo Schnulli,

    zuerst zu deinem Auslagen - Brief:

    Die Adresse (sag bitte nicht "Text" dazu) lautet:

    An den Küferkellner Herrn Johannes Friedrich zu Frankfurt am Main, Steinweg Nr. 9

    Zwei Gulden für Dispensation erhalten

    Heim (= Unterschrift).

    Dein Brief aus FFM nach Frankreich hat mit einer Privaten Depesche nichts zu tun. Der Stempel P.D. heißt: Payé Destination, bezahlt bis zum Bestimmungsort, also ein Frankobrief. Eine Depesche war etwas anderes und gab es so nicht per Brief.

    Der Absender zahlte 18 Kr. bist zum Empfänger. Er lief über den Paketschluß Strasbourg mit dem 11 AED - Stempel (11 war der alphabetisch 11. Grenzübergang Frankreichs, hier Strasbourg, und AED bedeutete Affranchie à Etranger Destination, also freigemacht bis zur ausländischen Bestimmung).

    Grüsse von bayern klassisch

  • erich521
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    25. Juli 1952 (73)
    • 20. Mai 2008 um 20:48
    • #182

    Hallo Schnulli
    der Stempel PD ist ein Zusatzstempel für Briefe ins Ausland und bedeutet Porto bezahlt (französisch Pay a Destination)

    also nix is mit Privater Dienstsache ähhh Depesche ;) ;)
    na ja bk war schneller,aber doppelt hält länger :D
    LG erich

    2 Mal editiert, zuletzt von erich521 (20. Mai 2008 um 20:53)

  • mar-vel
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    • 20. Mai 2008 um 21:12
    • #183

    Hallo,
    nachdem bayern klassisch mich ermunterte ( Polizei Brief Nizza ) etwas flexibler mit der sammelei zu sein, habe ich fünf Briefe bei einem Breifmarkenhänder mitgenommen. Ich fand sie schön und wollte mehr darüber wissen. ( Hoffentlich habe ich nicht zu viel dafür bezahlt )
    Da würde ich allerdings gerne Euch bemühen, da ich von der Vorphila keine Ahnung habe und mehr als die Adresse ( manchmal nicht mal die ) herausbekomme.
    Vielleicht mögt ihr mir ein paar Erklärungen zu meinen "neuen" Briefen geben.
    Vielen Dank schön mal für Eure Mühe
    Marc

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    Ich suche Bremer Schüsselstempel auf Brief zum Tausch oder Kauf.
    Ich bin auch dankbar für Tipps zu Auktionen oder Händlern.

    Einmal editiert, zuletzt von mar-vel (20. Mai 2008 um 22:03)

  • mar-vel
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    • 20. Mai 2008 um 21:13
    • #184

    die nächsten....

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  • mar-vel
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    • 20. Mai 2008 um 21:14
    • #185

    und der letzte...
    Vielen Dank

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  • bayern klassisch
    Gast
    • 21. Mai 2008 um 06:55
    • #186

    Hallo mar-vel,

    dann versuche ich mich mal, obwohl es nur wenig zu interpretieren gibt.

    1) Brief aus ?? franko Hamburg gestellt aus 1812? Die Adresse ist ja klar, es ging nach Mecklenburg. Über franko ist ein Stempel zu entdecken, den ich aber nicht lesen kann. Die Postgebühr 2 kann ich mangels Lokalisation nicht einordnen.

    Hinten wurde die 2 von der gleichen Hand wiederholt, was auf ein Teilfranko schließen lässt. Preußen könnte 3 1/2 gute Groschen für den Transit angesetzt haben und der Empfänger hatte wohl 13 mecklenburgische Schillinge zu zahlen.

    2) Portobrief aus Brüssel vom 15.4.1851 über Frankreich (Belgique par Valenciennes) und geschlossenem Transit über die Schweiz nach Steyr in Österreich an die bekannte Adresse von J. J. Voith (Eisenhandlung). Den Laufweg kann man hinten in Österreich perfekt erkennen, und der Empfänger zahlte 32 Kr. Conventionsmünze. Wie sich diese für die 4 beteiligten Postverwaltungen aufteilen, kann ich dir leider nicht sagen. Vielleicht weiß der Erich521 da mehr? Schöner Brief.

    3) Portobrief aus Vendom in Frankreichs 40. Departement nach Blois von 1796 (das Datum könnte stimmen, denn die Anrede "Citoyen", also Bürger, weist auf die Zeit nach der franz. Revolution hin) für 50 Deniers (erst ab 1803 wurde die Währung durch Napoleon mit Francs, Decimes und Centimes eingeführt).

    4) Portobrief vom 29.11.1828 innerösterreichisch aus Neuschl? an Herrn Krauß in der Judengasse nach Wien. Der Empfänger zahlte 12 Kr. CM für den bis 1/2 Wiener Loth (17,5g) schweren Brief.

    5) Portobrief aus Freudenthal in Österreich an den selben Empfänger mit den gleichen Daten, auch 12 Kr. CM, scheinbar vom 7.9.1833.

    Verrätst du uns, was du bezahlt hast? Ich tippe mal auf 35 Euro (bei einem englischen Händler 65 Euro :D).

    Beste Grüsse von bayern klassisch

  • mar-vel
    erfahrenes Mitglied
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    5. März 1970 (56)
    • 21. Mai 2008 um 08:06
    • #187

    Hallo bayern klassisch,
    ich danke Dir! Das muss ich mir erst mal auf der Zunge zergehen lassen und Deine Ausführungen irgendwo auf den Briefen wiederfinden.
    Ich hätte nicht gedacht, dass so ein "simpler" Briefumschlag so spannend sein kann....
    Da habe ich noch sehr , sehr viel zu lernen
    Der Briefmarkenhänder, bei dem ich die Brife gekauft habe, hat auch keine Ahnung von Vorphila und hat sie einem Freund zum schätzen gegeben - wast Du das? Wahrscheinlich nicht - aber ich habe 40 Euro dafür bezahlt. Also war das wohl nicht total überzogen.

    So nun muss ich Eure lehrreichen Beiträge weiterlesen, damit ich auch irgendwann mal mireden kann.

    Beste Sammlergrüße
    Marc

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  • bayern klassisch
    Gast
    • 21. Mai 2008 um 08:24
    • #188

    Hallo Marc,

    nein, das war ich nicht. Aber der Preis ist in Ordnung - da kann man nicht viel falsch machen. Vielleicht bekommst du sogar den Stempel des Franko Hamburg - Briefes heraus.

    Gruß von bayern klassisch

  • Altsax
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    • 21. Mai 2008 um 13:05
    • #189

    Anbei ein Brief, der mit Sicherheit nicht so ganz "regulär" behandelt worden ist.
    Ich bin mir einigermaßen sicher, ihn richtig zu interpretieren, möchte aber vorsichtshalber vorab andere Meinungen hören.

    In guter Hoffnung

    Altsax

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  • Altsax
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    1. Juli 1850 (175)
    • 21. Mai 2008 um 15:01
    • #190

    Damit an dieser Stelle endlich einmal ernsthafte Postgeschichte betrieben wird, zeige ich beigefügtes Dokument.

    Ich hoffe auf gründliche Analyse.

    Altsax

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    • Die Nüchternheit des Postillons.jpg
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    Einmal editiert, zuletzt von Altsax (21. Mai 2008 um 15:05)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 21. Mai 2008 um 16:06
    • #191

    Hallo Altsax,

    Oppeln (Preußen), ich schätze von etwa 1817-1825 (leider ohne Datum), über Sachsen und Bayern (Hof) nach Öhringen in Württemberg.

    Die Gebühren von Preußen und Sachsen wurden mit 9 1/2 guten Groschen in Hof mit 43 Kr. in Auslage genommen, zu denen bei Briefen bis 1/2 Loth bayrisch 8 Kr. für den Transit bis zur bayer. - württembergischen Grenze kamen. Ab da portofrei, weil der Empfänger, der regierende Fürst von Hohenlohe, Neuenstein und Ingelfingen, im Kgr. Württemberg portobefreit war. Das fremde Porto musste aber den zurückliegenden Postverwaltungen trotzdem ersetzt werden.
    Der Stempel "Haute Saxe" wurde in Hof abgeschlagen, da das bayerische Grenzpostamt Hof auch im Namen Preußens und Sachsens handelte (mehrfach vereidigte Postbedienstete).

    Den Auszug aus den Amtsblättern könnte ich hundertfach kontern - was glaubst, du, warum man im bayer. Verordnungsblatt eine eigene Rubrik "Zuwiderhandlungen und Bestrafungen" kannte? Heute liest sich so etwas lockerer, als es früher tatsächlich gehandhabt wurde.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Altsax
    aktives Mitglied
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    1. Juli 1850 (175)
    • 21. Mai 2008 um 16:22
    • #192

    Hallo bayern klassisch,

    sorry, hatte das Datum vergessen zu erwähnen: 10.3.1818

    ab Hof soweit d`accord, einiges bleibt aber offen:

    a) wie ist die rote Tintenschrift links oben zu lesen und was bedeutet sie?

    b) außer diesem kenne ich keine preußischen Briefe mit Stempel "HAUTE SAXE", die nach Württemberg oder Baden oder Frankreich liefen. Sind die dann alle um Sachsen herumgeleitet worden oder wurden sie in Hof eigentlich nicht mit diesem Stempel versehen?

    c) wann wurden Briefe aus Schlesien über Sachsen und wann über Böhmen nach Süddeutschland geleitet ( Zeitraum vor 1845)?

    Beste Grüße

    Altsax

    PS: Bei Bayern überrascht mich die Trunksucht der Postillone nicht, aber die soliden Sachsen.....

    2 Mal editiert, zuletzt von Altsax (21. Mai 2008 um 16:23)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 21. Mai 2008 um 16:39
    • #193

    Hallo Altsax,

    a) ich lese links oben 9 1/2 PA, also Postauslage. Als Währung kommt ja nur eine in Betracht, wenn er aus Sachsen zukartiert wurde.

    b) Der Stempel Haute Saxe ist laut van der Linden Nr. 1710 den Paketschlüssen Deutz, Hof, Kehl und Frankfurt zuzuordnen.
    Da aus geographischen Gründen Deutz, Kehl und Frankfurt (Korrespondenz nach Westen oder Süden Europas) ausscheiden, bleibt nur Hof übrig, zumal das auch mit dem dortigen Auslagestempel korrespondiert.
    Die Stempelverwendung von Hof ist m. E. sehr selten. Ich kann mich aus der Hüfte an keinen anderen Brief als deinen erinnern.
    Briefe mit diesem Stempel müssten doch alle über Sachsen gelaufen sein, und nicht um Sachsen herum. Ich denke, dass das Grenzpostamt Hof den Brief aus einem sächsischen Postpaket zuspediert bekam, sonst würden ja alle Briefe aus Preußen über Sachsen diesen Stempel tragen. Tatsächlich wurden aber viele Briefe aus diesem Teil Preußens nicht über sächsisches Territorium geleitet, sonst wäre der Stempel ja sehr häufig.

    Zu c) kann ich leider keine Aussage treffen, da ich diesbezüglich noch kein Auge auf Briefe vor 1845 aus preußisch Schlesien über Sachsen bzw. über Böhmen = Österreich nach den süddeutschen Staaten geworfen habe.
    Mir ist nur der Leitweg aus den süddeutschen Staaten von und über Bayern und österreichisch Schlesien nach Rußland bekannt. Vielleicht wissen Experten von Preußen da mehr.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • rabege
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    678
    • 21. Mai 2008 um 17:01
    • #194

    Noch zwei Fragen hinterher:
    Wie werden aus 9,5 Groschen 43 Kreuzer?
    Was bedeutet der rote Vermerk rechts oben?
    Gruß rabege

  • bayern klassisch
    Gast
    • 21. Mai 2008 um 17:16
    • #195

    Hallo rabege,

    die damaligen Beamten hatten Reduktionstabellen vorliegen. Nicht verwechseln: Wir haben hier gute Groschen, nicht Neugroschen oder Silbergroschen. Zumal rundete man damals gerne auf, lag also mit der eigenen Forderung immer etwas über der paritätischen Reduktion = Forderung vorheriger Postverwaltungen.

    Den Vermerk oben rechts kann ich prima vista auch nicht sicher deuten.

    Gruß von bayern klassisch

  • bayern klassisch
    Gast
    • 21. Mai 2008 um 17:44
    • #196

    Den Brief habe ich schon seit über 20 Jahren. Schon damals konnte ich ihn nicht beschreiben, und an diesem beklagenswerten Zustand hat sich bis heute nichts geändert.
    Vielleicht gelingt es hier einem, Licht in das mysteriöse Dunkel zu bringen.

    Augsburger Auslagestempel (!) 36 Kreuzer
    Darunter 18 Kreuzer
    13- ??
    0 ist klar, galt für Detmold, weil an den dortigen Prinzen gerichtet
    20?
    Der Tuschekrakel unter der 18 könnte eine 2 sein, muss aber es nicht.

    Jetzt wird es besonders lustig: Aufgabestempel von Augsburg, dem 19.3.1821, unten links "affranchie frontieres", also franko Grenzen, und siegelseitig wurden
    21x im Zähler und 34 P im Nenner in Rötel notiert.

    Einen Auslagestempel auf einem teilfrankierten Auslandsbrief habe ich noch nie gesehen. Die Notationen hinten und vorne stehen in keinem Verhältnis zueinander. Auch sollte die Aufgabepost kassierte Gebühren für sich immer im Nenner, weitere Gebühren für die folgenden Posten aber im Zähler notieren.
    Hinten schrieb man aber 34 P für 34 Kreuzer an Preußen Weiterfranko (?) im Nenner und 21 x im Zähler.

    Wenn man absichtlich viel verkehrt hätte machen sollen, wäre der Brief wohl leichter zu deuten, als dieser hier.

    Für jede Idee dankbar ist bayern klassisch

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  • Altsax
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    • 21. Mai 2008 um 20:27
    • #197
    Zitat

    Original von rabege
    Was bedeutet der rote Vermerk rechts oben?

    "1/2 Groß Strelitz"

    Der Brief wurde in Groß Strelitz aufgegeben. Der halbe Groschen stellt das Binnenporto bis Oppeln dar.

    Altsax

    Einmal editiert, zuletzt von Altsax (21. Mai 2008 um 20:31)

  • Altsax
    aktives Mitglied
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    Geburtstag
    1. Juli 1850 (175)
    • 22. Mai 2008 um 10:04
    • #198
    Zitat

    Original von bayern klassisch
    Die Gebühren von Preußen und Sachsen wurden mit 9 1/2 guten Groschen in Hof mit 43 Kr. in Auslage genommen, zu denen bei Briefen bis 1/2 Loth bayrisch 8 Kr. für den Transit bis zur bayer. - württembergischen Grenze kamen. Ab da portofrei, weil der Empfänger, der regierende Fürst von Hohenlohe, Neuenstein und Ingelfingen, im Kgr. Württemberg portobefreit war. Das fremde Porto musste aber den zurückliegenden Postverwaltungen trotzdem ersetzt werden.

    Hallo bayern klassisch,

    so ganz klar scheint mir die Angelegenheit doch noch nicht zu sein:

    Die Sachsen bekamen 43 Kreuzer von Bayern

    Dieser Betrag beinhaltete vertragsgemäß:
    Porto Hof - Nürnberg 1 1/2 Gute Groschen
    Porto Leipzig - Hof 1 1/2 Gute Groschen
    sowie entweder
    Porto Görlitz - Leipzig 2 Gute Groschen zzgl. Porto Oppeln - Görlitz xx Gute Groschen
    oder Porto Oppeln - Leipzig xx Gute Groschen

    ob das preußische Binnen"Porto" vom Absender bar bezahlt werden mußte oder auch dem Empfänger auferlegt werden konnte, ist mir nicht bekannt.

    Sofern, was anzunehmen ist, der rote Vermerk links oben von der preußischen Post stammt, können keine "9 Groschen" oder mehr gemeint sein, das wäre zuviel.

    Vielleicht kann uns ein Preuße helfen.

    Beste Grüße

    Altsax

  • rabege
    erfahrenes Mitglied
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    678
    • 22. Mai 2008 um 12:17
    • #199

    Hallo,
    mit Lösungen kann ich leider nicht dienen, aber mit weiteren Fragen:

    Wenn der Vermerk 9,5 gGr Postauslage bedeutet, und die sächs. Gebühren beinhaltet, müsste er dann nicht vom sächs. Grenzpostamt notiert sein?

    Da die Posten bemüht waren, einen größtmöglichen Teil des Weges auf eigenem Territorium zurückzulegen, könnte der Brief über Halle nach Leipzig gekommen sein, da man den Sachsen das Porto Görlitz-Leipzig nicht gönnte... allerdings wären 6 gGr dafür recht hoch angesetzt, ob man den Brief versehentlich als doppelte Gewichtsstufe behandelt hat ?

    Der Stempel Haute Saxe ist bei mir als Taxis-Stempel aufgeführt - der Brief ist zwar durch viele Hände gegangen, aber T&T war doch an der Beförderung nicht beteiligt - warum ist er abgeschlagen?

    Gruß rabege

  • BaD
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    • 22. Mai 2008 um 13:21
    • #200

    @ rabege

    Der Stempel HAUTE SAXE ( Obersachsen) wurde laut Postvertrag Deutsche Reichspost-Frankreich vom 7.10.1802 eingeführt und die schon von b.k. genannten Reichspostämter erhielten sie. Hof erhielt zudem noch den Stempel
    "SAXE PAR HOF" ( AUS SACHSEN über HOF), der nur im Transit über Nürnberg-Kehl-Strassburg nach Südfrankreich abzuschlagen war.
    Beide waren Portoverechnungsstempel, die die Herkunft des Briefes aus Sachsen und den Leitweg kennzeichnen sollten.
    1805 trat Bayern das Fürstentum Bayreyth ( mit Hof) an Frankreich ab und Hof wurde " Kaiserlich Französisches Postamt" Am 14.10.1809 trat Frankreich das Fürstentum Bayreuth an Bayern ab, Bayern und Sachsen wurden postalisch Nachbarn. Bei der Übernahme wurden die alten Stempel übernommen und weiterverwendet.
    Diese Stempel wurden im Vertrag von 1810 aber nicht mehr erwähnt.Dafür tauchte ein weiterer auf" K.SACHSEN ", den es wohl schon länger gab.
    Der Stempel HAUTE SAXE war wohl nur für Briefe nach Frankreich bestimmt.
    Es gibt Briefe nach Frankreich aus Sachsen, die in Hof den Stempel " SAXE PAR HOF " erhielten und erst in Kehl den Stempel " HAUTE SAXE ".

    Mit besten Grüssen Bad

    2 Mal editiert, zuletzt von BaD (22. Mai 2008 um 13:23)

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